Hallo ihr,
ich habe auch jemanden an meiner Seite, der da ganz extrem ist. Kleine Zusammenfassung: Ich darf den Club, wo ich meinen Metal-Freundeskreis habe/hatte nicht mehr besuchen, weil es da eine Vorgeschichte gibt und mitkommen will er auch nicht (das kann ich ja irgendwie alles noch irgendwie nachvollziehen). Aber ich kann momentan nicht mehr bei WhatsApp sein, da wir uns über Chat nur noch gezofft haben und habe meinen Facebook-Account musste ich erstmal deaktivieren, weil er immer irgendwas Neues auf meinem Profil findet, was er kacke findet und gelöscht haben will. Und somit kann ich auch meine Fotos und Gedanken nicht mehr teilen, wie ich es so lange Zeit gemacht habe (das war mir mal enorm wichtig) - nur noch mit ihm, mehr oder weniger. Treffen mit meiner besten Freundin ist ok, über meine andere gute Freundin wird geschimpft. Weil er einfach aufs Extremste nachtragend ist. Nichts kann er ruhen lassen, scheint mir manchmal.
Wenn ich das hier so alles zusammen aufschreibe, kommt mir schon wieder die Krätze. -.- Es ist manchmal wirklich schwer, da verständnisvoll und lieb zu sein. Auch wenn er noch so süß zu erkennen gibt, wie lieb er mich hat und wie wichtig ich ihm bin und dass er das alles doch nur deswegen tut... Therapie zu machen, sagt er, traue er sich nicht, weil man sich da so öffnen muss... da frag ich mich: Kann man da für die Liebe nicht mal über seinen Schatten springen und aus der Komfortzone rauskrabbeln?
Zitat:... und wird sehr böse auf mich wenn ich anfange mich zu rechtfertigen, und ihm sage, dass das nicht stimmt, was er sagt!
Kann es sein, dass das echt ist wie bei Menschen, die Wahnvorstellungen haben? Also sind sie tatsächlich überzeugt davon, dass ihre Wahrheit die echte ist? Das kann ich eigentlich kaum glauben. Ich hab bei meinem Freund durchaus den Eindruck, er weiß, dass die meisten dieser Gedankenkarussells Stuss sind, er sich aber trotzdem nicht gegen die Gedanken entscheiden kann und sich einfach nicht anders verhalten kann, als Kontrolle auszuüben. Irgendwie kommt NICHTS von dem an, was man sich da rechtfertigt! Vielleicht ist es auch falsch, sich in diese Position zu begeben? Wer anfängt, sich zu rechtfertigen, gibt ja ein Stück weit auch eine Schuld zu... wäre da vielleicht so eine Art "Ja, ich habe mich aus den und den Gründen so und so verhalten, Punkt" sinnvoller? ... ach ich bin in Grübellaune...