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Hallo zusammen,

ich leide seit einigen Jahren an verschiedenen Ängsten und daraus resultierenden Depressionen.Mit folgenden Ängsten schlage ich mich schon seit etlichen Jahren herum: Soziophobie,starke Verlustängste, Angst vor Krankheiten,Höhenangst,Angst vor Menschenansammlungen,Angst vor dem Erröten,Situationsangst. Ich befinde mich seit 4 Wochen in einer Verhaltenstherapie. Mein Arzt hat mir schon vor einiger Zeit Opipramol verschrieben, die ich auch immer nehme, wenn es gar nicht mehr geht. Gerade erst gestern hatte ich eine PA, die in einer Hyperventilation endete. Habe mir dann die Opis eingeworfen. Nach einigen Minuten ging es mir dann wieder besser. Aber ihr kennt das ja bestimmt auch, Man hat halt Angst vor der Angst. Ich hoffe, dass ich mich mit Gleichgesinnten hier austauschen kann, um Tipps zu erhalten, wie man mit der Angst besser umgehen kann.

Ich danke Euch schon jetzt für eure Kommentare


Liebe Grüße

Manfred

03.02.2014 19:15 • 22.03.2014 #1


123 Antworten ↓


Huhu Manfred

Das sind echt ne Menge Ängste. Ich kenne das nur zu gut . Krankheitsängste, Angst vor Menschenansammlungen und Verlustängste sind auch meine ständigen Begleiter.

Ich finde es aber toll, das Du nun in Therapie bist und auch Medikamente nimmst. Ich denke, das sind gute erste Schritte - wünsche Dir dafür nur das beste.

Gib nicht auf! Alles wird gut

Ansonsten viiiiiel Ablenkung - das ist immer gut.

Gehst Du arbeiten?

LG Nancy

03.02.2014 20:53 • #2



Viele Ängste und Depressionen

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Hallo Manni!

Mein Problem sind die Panikattacken. Ich nehme dagegen derzeit Opipramol und die helfen ja recht schnell. Venlafaxin bin ich gerade am Ausschleichen, nehme da noch 6 mg. Mir geht es hauptsächlich darum, diese dämlichen PA loszuwerden. Ich habe selber mal eine Therapie gemacht, angeblich sollte da auch Verhaltenstherapie gemacht werden, aber es lief da leider immer gleich ab. Ich mußte erzählen, was mir auf der Leber liegt und die Therapeutin hat sich alles aufgeschrieben. Sie meinte dann, wir würden jetzt Verhaltenstherapie machen, aber an der Vorgehensweise hat sich nie was verändert. Ich mußte erzählen, die hat aufgeschrieben.

Wie geht es denn bei Dir in der Verhaltenstherapie? Ich würde nämlich sehr gerne wissen, wie ich mit diesen miesen PA besser umgehen kann. Vielleicht kannst Du mir ja einen Tipp geben

Aber Du siehst zumindest, daß Du nicht alleine mit Deinem Leid bist

Liebe Grüße von Jess

03.02.2014 21:01 • #3


Huhu Nancy,

danke für die schnelle Antwort Ja, es ist eine ganz schöne Baustelle bei mir

Und ja, ich gehe arbeiten. Solange ich das noch irgendwie schaffe, möchte ich auch gerne weiter zur Arbeit gehen. Das lenkt einen doch ab. Weil sonst hängt man nur zu Hause rum und dann wird alles nur noch schlimmer, weil du dann nur noch über Ängste und PAs nachdenken musst.

Und danke, für deine lieben Wünsche
Bist du denn schon in einer Therapie gewesen?

Liebe Grüße

Manfred

03.02.2014 21:19 • #4


Zitat von manni1967:
Hallo zusammen,

ich leide seit einigen Jahren an verschiedenen Ängsten und daraus resultierenden Depressionen.Mit folgenden Ängsten schlage ich mich schon seit etlichen Jahren herum: Soziophobie,starke Verlustängste, Angst vor Krankheiten,Höhenangst,Angst vor Menschenansammlungen,Angst vor dem Erröten,Situationsangst. Ich befinde mich seit 4 Wochen in einer Verhaltenstherapie.


Hallo Manfred,

die Therapie ist ein erster wichtiger und richtiger Schritt! Sie ist deine Krücke zum Laufen, die Unterstützung auf deinem Weg.
Ich kenne das sehr gut, mit den multiplen Ängsten, denn ich habe auch einige Jahre damit verschwendet. Bei mir begann es nach dem Tod meiner Mutter, da war ich noch recht jung und erste Krankheitsängste machten sich bei mir breit, wuchsen zu diversen Ängsten, so wie bei dir und irgendwann habe ich das Haus gar nicht mehr verlassen.
Für mich war das dann der Punkt, an dem ich überlegt habe, ob das jetzt immer so sein soll (dann hätte ich mir ja gleich einen Strick nehmen können) oder ob ich etwas tun will und mir ist recht schnell klar geworden, dass nur ich selbst etwas tun kann.
Eine Verhaltenstherapie hat mir über den ersten hohen Berg geholfen und als ich wieder einigermaßen auf eigenen Beinen stand, habe ich angefangen mein Leben umzukrempeln. Mehr Zeit für mich und das, was mir wirklich gut tut (also nicht zu hause rumsitzen und grübeln, sondern ein Mix aus viel Sport, aktiver Entspannung mittels autogenem Training, Muskelentspannung usw.... und Gedanken über das Leben und den Tod) und weniger Zeit für die Arbeit.
Gerade Sport ist ein tolles Mittel, um das angekratzte Selbstbewusstsein aufzupolieren, wieder aufrecht zu gehen. Letzteres hat ebenfalls einen nicht zu unterschätzenden Effekt, nicht nur für einen selbst, sondern auch für die Aussenwirkung.

Denn meiner Meinung gibt es bei allen Ängsten zwei Komponenten, die sich wie Brutstätten auf die Angst auswirken: mangelndes Selbstwertgefühl und die Angst vor dem Tod, vor den eigenen Endlichkeit.
Ersteres kann man sehr gut in den Griff bekommen und für letzteres braucht es Akzeptanz, die Auseinandersetzung damit, die Annahme, dass wir alle endlich sind, aber die Frage ist, wie wir unser Leben bis dahin gestalten wollen. Und da ist es an jedem selbst, sich entweder selbst zu bejammern oder aufzustehen und das Schöne wieder sehen zu lernen und zu geniessen.
Allerdings braucht es unbedingt den eigenen Willen, etwas zu verändern.

Keine der Ängste bringt einen um (und das sollte man sich als Mantra auf den Spiegelputzen und schon beim Zähneputzen morgens 100x lesen), aber die Ängste bringen einen ums Leben.

Zitat von manni1967:
Mein Arzt hat mir schon vor einiger Zeit Opipramol verschrieben, die ich auch immer nehme, wenn es gar nicht mehr geht. Gerade erst gestern hatte ich eine PA, die in einer Hyperventilation endete. Habe mir dann die Opis eingeworfen. Nach einigen Minuten ging es mir dann wieder besser. Aber ihr kennt das ja bestimmt auch, Man hat halt Angst vor der Angst. Ich hoffe, dass ich mich mit Gleichgesinnten hier austauschen kann, um Tipps zu erhalten, wie man mit der Angst besser umgehen kann.


Ich wusste gar nicht, dass Opipramol ein Bedarfsmedikament ist. Ich dachte, man müsste es kontinuierlich nehmen?

Gegen die Angst vor der Angst hilft Entspannung. Die Angst annehmen, als etwas, dass einen nicht umbringt, aber jedes mal stärker macht
Ich kann nur immer wieder empfehlen, eine Entspannungstechnik gründlich zu erlernen, mit deren Hilfe man sich in diesen Minuten wunderbar selbst helfen kann. Dreimal ausprobieren reicht allerdings nicht, sondern wirklich lernen.

Puh, war ganz schön viel jetzt... Ich hoffe, du kannst damit was anfangen?

03.02.2014 21:37 • x 1 #5


Hallo Jess,

schön, dass du mir geantwortet hast

In welcher Dosis nimmst du die Opipramol ein?

Also, die Therapie läuft so ab: Nach der ersten Stunde habe ich einen Fragebogen (20 Seiten) mit nach Hause bekommen. Es waren zwei Seiten nur zum ankreuzen und 18 Seiten zum Ausfüllen dabei. Es wurden in diesem Bogen Fragen gestellt, die mir ganz schön an die Substanz gegangen sind. Einige davon konnte ich nur unter Tränen beantworten . In den nachfolgenden Stunden werden die einzelnen Punkte abgearbeitet und besprochen. Meine Therapeutin gibt mir dann immer Tipps , wie ich mich in bestimmten Situationen verhalten soll. In der letzten Stunde haben wir gar nicht über den Bogen gesprochen, sondern haben uns einfach über verschiedene Themen unterhalten, die irgendwie mit meinen Ängsten und PAs zu tun haben. Meistens, wenn ich von der Therapie komme, bin ich gut aufgelegt. Sie merkt direkt, wenn man ganz unten ist und baut dann Einen während der Therapiestunde auf, so das am Ende der Stunde, die meisten Ängste und Depris so gut wie weg sind. Natürlich hält das noch nicht lange an. Klar, ich bin ja erst seit vier Wochen in der Therapie, aber diese ersten Stunden haben mir schon einiges gegeben
Einen Satz, den die Therapeutin mir direkt zu Anfang mit auf den Weg gegeben hat, möchte ich dir gerne sagen. Dieser Satz hört sich zwar ziemlich lächerlich an, aber er hilft tatsächlich, naja auch nicht immer

"Hallo liebe Angst, schön das du da bist, aber setz dich und lass mich in Ruhe".


Ganz liebe Grüße

Manfred

03.02.2014 21:44 • #6


Zitat von manni1967:
Huhu Nancy,

danke für die schnelle Antwort Ja, es ist eine ganz schöne Baustelle bei mir

Und ja, ich gehe arbeiten. Solange ich das noch irgendwie schaffe, möchte ich auch gerne weiter zur Arbeit gehen. Das lenkt einen doch ab. Weil sonst hängt man nur zu Hause rum und dann wird alles nur noch schlimmer, weil du dann nur noch über Ängste und PAs nachdenken musst.

Und danke, für deine lieben Wünsche
Bist du denn schon in einer Therapie gewesen?

Liebe Grüße

Manfred


Hey Manfred,

finde ich gut, das Du arbeiten gehst und Dich von Deinen Ängsten in dieser Hinsicht nicht unterkriegen lässt kann mir vorstellen, das Du Dich da oft "durchbeißen" musst.

Ich bin ab März in einer Tagesklinik. Ich hoffe, das es danach endlich mal bergauf geht

LG Nancy

03.02.2014 21:50 • #7


Hallo AJPsychic,

ich danke dir für deine offenen Worte

ja, über Sport habe ich auch schon nachgedacht. Es ist schon eine Herausforderung für mich, spazieren zu gehen. Da ich ständig Probleme mit Schwindel habe. Aber ich möchte dir danken, für deine Tipps

Bei dir hört sich das alles so einfach an. Ich wünschte, ich wäre schon so weit wie du

Ja, mit dem Selbstwertgefühl hast du einen wunden Punkt bei mir gefunden. Denn dieses Gefühl ist mir mit der Zeit abhanden gekommen.
Und den Willen was zu ändern, den habe ich
Dein Tipp mit der Entspannungstechnik werde ich versuchen zu erlernen.

Opipramol nehme ich Morgens und Abends eine ein. Dann habe ich noch die Möglichkeit eine Tablette bei PAs zusätzlich einwerfen zu können

Hey, so viel war es doch nicht Von mir aus hättest du noch mehr schreiben können. Schön das du da bist. DANKE !

liebe Grüße

Manfred

03.02.2014 21:55 • #8


Zitat von Angsthase12:

Hey Manfred,

finde ich gut, das Du arbeiten gehst und Dich von Deinen Ängsten in dieser Hinsicht nicht unterkriegen lässt kann mir vorstellen, das Du Dich da oft "durchbeißen" musst.

Ich bin ab März in einer Tagesklinik. Ich hoffe, das es danach endlich mal bergauf geht

LG Nancy


Hey Nancy,

ja, ich muss mich sehr oft durchbeißen. Erst letzte Woche hätte ich fast gekündigt, weil ich nicht mehr konnte. Die Ängste und PAs waren einfach zu viel. Aber, im nachhinein war es wohl gut, dass ich nicht gekündigt habe.
Ich wünsche dir viel Erfolg für deine Therapie in der Klinik. Melde dich wieder.

liebe Grüße

Manfred

03.02.2014 22:02 • #9


Oh, sehr gerne! Und ich finde es so schön, dass du davon profitieren konntest!

Und, es klingt nicht nur einfach, es ist auch einfach. Nämlich dann, wenn man aufhört zu hoffen und zu warten und zu bangen und nicht mehr auf Wunder wartet, sondern begreift, dass jede Veränderung nur und ausschließlich aus einem selbst kommt! Du bist der Schlüssel zu deinem Glück.

Und ja, das mit dem Schwindel kenne ich auch. Hab mich zu Anfang zum Sport gequält, weil ich solche Angst hatte davor, dass mir so schwindelig wird, dass ich im Sportstudio umkippe. Bis mir klar wurde, dass wenn man schon umkippt (bin ich nie, aber mal so theoretisch), man im Sportstudio unter vielen Menschen eigentlich am Besten aufgehoben ist. Irgendjemand hält einem immer die Füße hoch, spendiert einem ein Isodrink usw... Ich hab das schon ein paar mal erlebt mittlerweile (bei anderen und hab auch Iso-Getränke spendiert ) und finde das gar nicht (mehr) schlimm.
Zu Anfang hab ich mir überlegt, was ich trotz Schwindel machen kann. Ergometer ist schon mal gut. Da sitzt man drauf. Und Schwimmen. Im Wasser war mir nie schwindelig, weil ich das gerne mag und mich beim Schwimmen das Wasser so aktiv von den Menschen trennt. Das fand ich irgendwie gut.

Ich glaube, was auch hilft ist, sich wirklich mit positiven Menschen zu umgeben, die einen aufbauen und nicht runterziehen, die ermutigen. Die ewigen Jammerer hab ich aus meinem Freundeskreis entfernt und nie wieder reingelassen. Ich brauche Menschen, die auch tun und aktiv sind.

Also, nicht auf Wunder warten, sondern sei dein eigenes Wunder!

03.02.2014 22:03 • x 2 #10


@ AJPsychic,

du bist für mich einfach die Beste, das muss ich dir jetzt mal sagen
Die Tipps, die so gibst, sind einfach nur klasse. Danke dafür !

Ja, ich wollte mich mit einem guten Freund bei einem Sportstudio anmelden. Alleine find ich doof. Ja, die Angst vor dem Umkippen habe ich immer im Kopf. Es ist schön ,dass du versuchst , mir die Angst davor zu nehmen
Mit dem Schwimmen ist so eine Sache bei mir. Ich kann nämlich nicht schwimmen. Hört sich blöd an, aber ist so. Angst vor der Tiefe

Ja, der Freundeskreis ist mir auch sehr wichtig. Gott sei Dank gibt es da keine Jammerer

Bitte bleibe mit mir in Kontakt. Deine Worte helfen mir sehr

Liebe Grüße

Manfred

03.02.2014 22:14 • #11


Zitat von manni1967:
Zitat von Angsthase12:

Hey Manfred,

finde ich gut, das Du arbeiten gehst und Dich von Deinen Ängsten in dieser Hinsicht nicht unterkriegen lässt kann mir vorstellen, das Du Dich da oft "durchbeißen" musst.

Ich bin ab März in einer Tagesklinik. Ich hoffe, das es danach endlich mal bergauf geht

LG Nancy


Hey Nancy,

ja, ich muss mich sehr oft durchbeißen. Erst letzte Woche hätte ich fast gekündigt, weil ich nicht mehr konnte. Die Ängste und PAs waren einfach zu viel. Aber, im nachhinein war es wohl gut, dass ich nicht gekündigt habe.
Ich wünsche dir viel Erfolg für deine Therapie in der Klinik. Melde dich wieder.

liebe Grüße

Manfred



Das glaube ich Dir gerne Manfred. Jeder Tag wird zum Kampf und man will sich bloß nichts anmerken lassen.

Gib nicht auf! Man ist oft stärker als man denkt und du kannst es schaffen!

Nochmals alles Liebe!

LG Nancy

03.02.2014 22:16 • #12


@ Nancy,

danke, dass ist sehr lieb von dir

Nein, ich werde nicht aufgeben. Und du bitte auch nicht.

ganz liebe Grüße

Manfred

03.02.2014 22:18 • #13


Zitat von manni1967:
@ AJPsychic,

du bist für mich einfach die Beste, das muss ich dir jetzt mal sagen
Die Tipps, die so gibst, sind einfach nur klasse. Danke dafür !

Ja, ich wollte mich mit einem guten Freund bei einem Sportstudio anmelden. Alleine find ich doof. Ja, die Angst vor dem Umkippen habe ich immer im Kopf. Es ist schön ,dass du versuchst , mir die Angst davor zu nehmen
Mit dem Schwimmen ist so eine Sache bei mir. Ich kann nämlich nicht schwimmen. Hört sich blöd an, aber ist so. Angst vor der Tiefe

Ja, der Freundeskreis ist mir auch sehr wichtig. Gott sei Dank gibt es da keine Jammerer

Bitte bleibe mit mir in Kontakt. Deine Worte helfen mir sehr

Liebe Grüße

Manfred


Hey, das freut mich so sehr, das glaubst du gar nicht!
Ich hab bei deinem Schreiben irgendwie immer das Gefühl, dass der Knoten in deinem Kopf schon geplatzt ist, du dir aber selbst nicht über den Weg traust.
Die Ängste, das Grübeln, das sind so vertraute Muster für dich, dass es auch Zeit braucht, diese zu durchbrechen. Lach über dich. Über sich selbst lachen ist ein guter Schritt auch die Angst loszuwerden, dass jemand anders einen auslacht.

Vielleicht lohnt sich ein Schwimmkurs für dich? Eine gute Freundin von mir hat auch, mit Mitte Dreißig, vor kurzem erst Schwimmen gelernt. Das war so ein Kick für ihr Selbstbewusstsein! Vielleicht findest du auch noch einen Freund, der auch nicht schwimmen kann? Denn zusammen macht so ein Kurs wirklich viel Spaß.
Besagte Freundin ist jetzt gar nicht mehr aus dem Wasser zu bekommen... Also Achtung, du könntest nicht nur die Angst vor der Tiefe verlieren, wenn du im flachen Wasser schwimmen lernst, du könntest auch eine neue Leidenschaft entwickeln...

Und zusammen ins Fitness-Studio ist toll, gerade für die ersten male und gemeinsam gegen de Schweinehunde, die inneren, die hartnäckigen.

03.02.2014 22:23 • #14


@AJPsychic,

deine Worte treffen wie Pfeile. Es tut mir so gut, deine Texte zu lesen. Du hast eine Art, ich kann es nicht beschreiben. Lach jetzt bitte nicht, aber so stelle ich mir einen Engel vor

Du wirst lachen. Dieser Freund kann auch nicht schwimmen
Wir hatten uns schon mal überlegt einen Schwimmkurs zu belegen. Ich weiß nur nicht, ob der Schwimmlehrer das Überleben würde

Ja, ich denke es würde sehr gut tun, für mein Selbstbewusstsein, was nicht gerade gut ausgeprägt ist.

Danke für deine lieben Worte. Jetzt muss ich gerade anfangen zu weinen. Du bist wirklich das Beste, was mir hier in diesem Forum passieren konnte !


liebe Grüße

Manfred

03.02.2014 22:31 • #15


Oje, da kann man ja meine Beiträge vergessen

LG Nancy

03.02.2014 22:36 • #16


@Nancy,

hey, jetzt stell dein Licht mal nicht unter den Scheffel!

Deine Worte berühren mich genauso
Ich danke dir auch dafür

LG Manfred

03.02.2014 22:39 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Nee, nee, ich hab keine goldenen Locken oder Flügel und Harfe spielen kann ich auch nicht.
Und ich glaube, für einen Engel bin ich nicht "blumig" genug.

Aber ich bin froh, wenn ein wenig mit Lebensfreude anstecken kann, möge sie sich verbreiten wie ein Virus!
Du kannst dich sehr gut artikulieren, du kannst dich reflektieren, was wirklich immens wichtig ist für den Erfolg deiner Therapie - ich denke, du kannst dich noch ganz anders ausdrücken, als über Tränen.

Tränen, weinen ist immer ein Ausdruck der Hilflosigkeit, des Ausgeliefertseins. Ausgeliefert den eigenen Gefühlen. Machtlosigkeit Freude oder Trauer gegenüber. Aber du bist gar nicht machtlos. In deinem Leben bist du der machtvollste Mensch, der, der die Veränderungen herbeiführen kann, mit deinen Schritten und mit deinem Tempo.
Und ich glaube, vielleicht wäre es ganz gut, für diese Gefühle noch einen anderen Ausdruck zu finden.
Musik machen ist toll, du singst im Chor? Vielleicht magst du noch ein Instrument lernen? Oder beherrschst längst eins und kommst vor lauter Grübelei gar nicht zum Spielen?

Ach ja, und unbedingt zusammen schwimmen lernen! Das macht so einen Spaß und es ist eine unglaubliche Freiheit, einen See nicht nur zu sehen, sondern auch an einem heissen Sommertag einfach reinspringen zu können und mit den Enten um die Wette zu schwimmen!

03.02.2014 22:45 • #18


Zitat von AJPsychic:

Aber ich bin froh, wenn ein wenig mit Lebensfreude anstecken kann, möge sie sich verbreiten wie ein Virus!
Du kannst dich sehr gut artikulieren, du kannst dich reflektieren, was wirklich immens wichtig ist für den Erfolg deiner Therapie - ich denke, du kannst dich noch ganz anders ausdrücken, als über Tränen.


Danke dir, aber ich glaube , das ist zu viel des Lobes

Zitat von AJPsychic:
Tränen, weinen ist immer ein Ausdruck der Hilflosigkeit, des Ausgeliefertseins. Ausgeliefert den eigenen Gefühlen. Machtlosigkeit Freude oder Trauer gegenüber. Aber du bist gar nicht machtlos. In deinem Leben bist du der machtvollste Mensch, der, der die Veränderungen herbeiführen kann, mit deinen Schritten und mit deinem Tempo.
Und ich glaube, vielleicht wäre es ganz gut, für diese Gefühle noch einen anderen Ausdruck zu finden.
Musik machen ist toll, du singst im Chor? Vielleicht magst du noch ein Instrument lernen? Oder beherrschst längst eins und kommst vor lauter Grübelei gar nicht zum Spielen.



Ja, du beschreibst meine Situation sehr trefflich. Ich fühle mich wirklich ausgeliefert
Und ja, ich singe sogar in zwei Chören Einen lasse ich Momentan ruhen, da es mir einfach nicht gut tut. Ich habe quasi den Chor mit den meisten Auftritten im Jahr vorläufig verlassen. Es waren so jedes Jahr um die 30 Auftritte Aber wirklich nur vorübergehend.
Und mit dem Chor, dem ich jetzt noch treu bin, habe ich so ca. 15 Auftritte im Jahr, was mir im Moment sehr entgegen kommt.

Die Idee mit dem Instrument ist nicht die Schlechteste. Aber ich kann keine Noten lesen


liebe Grüße

Manfred

03.02.2014 23:01 • #19


Die vielen Auftritte sind natürlich auch eine Art von Stress und kosten Zeit - vielleicht ist das gar keine schlechte Entscheidung? So bleibt mehr Zeit für deine Freizeit, den Sport, deine Entspannung, die du dringend brauchst. Angst haben ist anstrengend.

Singen ist übrigens ganz toll! Als ich noch nicht so fit war mit meinen Entspannungsübungen und auch später manchmal noch, habe ich gesungen, wenn ich das Gefühl hatte, eine Panikattacke zu bekommen (und ich kann nicht wirklich singen). In der Öffentlichkeit tonlos und in meinen Kopf, wenn ich allein war, in der Wohnung, laut (und wahrscheinlich falsch). Singen entspannt die Atmung, wenn man singt, kann man nicht mehr hyperventilieren. Kommt natürlich drauf an, was man singt... Am Besten was schnuliges, langsames, für das man viel Luft braucht. Das lenkt auch wunderbar ab.

Und "ich kann nicht" wird ab jetzt gegen "ok, kann ich lernen" ausgetauscht!

03.02.2014 23:09 • #20



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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser