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17

M

Mariah1980
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Hallo liebe Community,

Ich bin neu hier und ziemlich verzweifelt. Ich habe nach einer Trennung Depressionen bekommen, hatte nach der Schwangerschaft schonmal welche, deshalb weiss ich wie sie sich anfühlen. Bin sofort zum Arzt gegangen, der verschrieb mir Mirtazapin. Diese nehme ich jetzt seit ca 6 Wochen. Jeden morgen bricht aber für mich immernoch die Welt zusammen. Ich wache auf, und die dunkle Wolke ist da, mir wird übel und ich erbreche sowas wie Schaum. Diese schwarze Wolke aieht sich über den ganzen Tag, bis ca 17/18 Uhr. Danach geht es mir besser. Ich war nochmal zwischendurch beim Arzt, der sagt, ich solle noch Gesuld haben, das wird morgens auch verschwinden. Aber wie gesagt es sind etwas mehr als 6 Wochen jetzt. Habt ihr Erfahrungen gemacht? Braucht man da noch ein Medikament für tagsüber? Bin dankbar für jeden Tip. Vielen Dank schonmal

02.12.2017 #1


69 Antworten ↓
Lina111

Lina111
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Ja wie freisein sagt geht es trotz medikamentöser und Therapheutischer Therphie bei einer richtigen Depressiven Episode ( keine depressive Verstimmung) mal mindestens drei, vier Monate.

Ich glaube nicht mal ,dass es an den Medikamenten liegt, dass dir so schlecht geht,sondern dass die Medikamente einfach nicht wirken und einfach deine Depression da ist.. Was du beschreibst ist typisch für eine Depression.

Hast du dich schon mal richtig mit dem Thema auseinandergesetzt?
Was für eine Stufe der Depression wurde denn bei dir diagnostiziert? leicht mittelgradig oder schwer?
Ich rate dir wirklich ein dir einen richtigen Therapeuten zu suchen am besten eine Verhaltenstherapie oder eine tiefenpsychologische Therapie.. Das sind die beiden Therapieverfahren die bei Depression am häufigsten angewendet werden und die auf die Kasse bezahlt.
Nur auf Medikamente zu hoffen wird dir nicht helfen.
Eine Depression ist so komplex und es kann auch sein ,dass es noch schlimmer bei dir wird (muss aber nicht sein)und da braucht man auch einfach Therapie um damit fertig zu werden.

Ich lasse dir mal einen Link da wo du dich mal ein bisschen in Depression auch rein lesen kannst.
https://www.palverlag.de/depressionen-symptome.html

Und auch dass es dir abends nicht unbedingt besser ging ,wundert mich nicht , mir ging es auch oftmals abends gar nicht besser..
Aber wenn es mir dann mal besser gehen dann meistens abends.
Wie gesagt mir wurde aber auch eine schwere depressive Episode diagnostiziert das ist die schwerste Form.
Mittlerweile bin ich bei einer mittelgradigen angelangt nach 10 Monaten mittlerweile..
Es ist ein Kampf.

Liebe Grüße

12.09.2017 20:50 • x 1 #37


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A


Morgens Depressionen trotz Mirtazapin

x 3


F

Freisein
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Hallo Maria, ich denke auch, dass Mirta wohl nicht das richtige Medikament für dich ist. Ich würde auch der morgendlichen Übelkeit und dem Erbrechen auf den Grund gehen, dich mal von einem Arzt durchchecken lassen oder vielleicht ist es auch eine Nebenwirkung des Mirta?

Cipralex oder Citalopram sind die am häufigsten verschriebenen AD und auch nebenwirkungsarm in der Regel (natürlich nicht bei jedem).

Kannst du schlafen? Wenn nicht, dann könntest du auch ein sedierendes AD auf den Abend nehmen und ein antriebssteigerndes am Morgen. Es ist typisch für Depressionen, dass es einem morgends schlechter geht als am Abend. Das gehört zur Krankheit.

Depressionen sind leider nicht innerhalb von 6 Wochen geheilt. Bei einer depressiven Episode geht man bei richtiger Behandlung (also das richtige Medikament UND Therapie) von 3 bis 6 Monaten aus, sofern es sich nicht um eine schwere Episode handelt (es gibt drei Abstufungen, leicht, mittelgradig und schwer). Wird sie nicht richtig behandelt, kann sie chronifizieren.

Meiner Erfahrung nach, ich brauchte länger als ein halbes Jahr. Bei der ersten Episode etwa ein Jahr, bei der zweiten chronifzierte die Depression weil ich nicht in Behandlung ging, nur Medis einnahm, dann mit der chronifizierten Depression und einer dritten Episode ging es etwa 1,5 Jahre, dann erhielt ich ein anderes Medi und mit dem ging es dann in langsamen Schritten aufwärts. Bei gut bin ich immer noch nicht angelangt, aber vermutlich ist das bei mir auch endogen, haben viele Depressionen gehabt in meiner Familie.

12.09.2017 19:02 • x 1 #36


Zum Beitrag im Thema ↓


petrus57
Mir geht es genauso wie dir. Nehme Abends Mirtazapin und morgens Escitalopram. Gegen 17 Uhr geht es mir auch meist besser. Gegen die Depressionen musst du aber wenigstens 30 mg Mirtazapin nehmen.

#2


M
Ich nehme 30mg. Aber wie soll man denn so durch den Tag kommen?

#3


petrus57
Wenn du das Mirtazapin nicht zum Schlafen brauchst, lasse dir Escitalopram verschreiben und lasse das Mirta weg. Das Escitalopram nimmst du dann morgens ein.

Beim Mirtazapin ist es ja vielleicht der Overhang der dich so platt macht.

#4


M
Ist es dir denn dafurch tagsüber besser ergangen? Ich habe Angst das es nixht mehr weggeht. Bin schon am verzweifeln.
Was ist denn dieser Overhang?

#5


Lina111
Im Dezember wiede mir die schwerste Form der Depression diagnostiziert...habe diesmal kein Medi vertragen und vor 5 Jahren als es schon mal hatte,hatte mir kein Medi was gebracht...wusdtest du das nir bei 1/3aller Depressionspatienten Medis helfen...

Die Hölle in der schlimmen Intänsität ging 5 Monate..Mache aber eine Verhaltenstheraphie die meine Familie Freunde und mein Mann bringen mich durch die schlimmste Zeit,mittlerweile ist es besser ein bisschen..zum Glück.

Machst du Therapie?
Hier ein Link über eine Doku von Medis bei Depression.
Sehenswert!



Halte durch und bleib stark .
Es hört auf aich wenn es nicht so scheint.
Und richtige Psyschotherphie ist bei einer Depression ganz wichtig!
Zum einem um damit umzugehen und zum anderen es gibt kaum eine Depression die ohne Grund entstanden ist.

Liebe Grüße Lina

x 2 #6


M
Den Grund kenne ich ja. Damals hat mir Mirtazapin gut geholfen, jetzt scheint die Sache so hoffnunglos Sad
Heute morgen ist es ganz schlimm. Mir ist ständig übel. Muss erbrechen. Überlege schon zum Notdienst zu fahren, aber ob der helfen kann weiss ich nicht.
Ich kann doch so nicht weitermachen? Ständig auf 17 Uhr hoffen... Sad

#7


petrus57
Zitat von Mariah1980:
Was ist denn dieser Overhang?


Der Overhang ist die Langzeitwirkung eines Medikaments. Und die ist bei Mirtazapin ziemlich ausgeprägt und kann den ganzen nächsten Tag anhalten.


Zitat von Lina111:
Und richtige Psyschotherphie ist bei einer Depression ganz wichtig!


Die hilft leider auch nicht bei jedem.

#8


petrus57
Zitat von Lina111:
.wusdtest du das nir bei 1/3aller Depressionspatienten Medis helfen...


Im Film hieß es aber, dass Medis bei 1/3 aller Patienten nicht helfen.

#9


Lina111
Zitat von petrus57:

Im Film hieß es aber, dass Medis bei 1/3 aller Patienten nicht helfen.



Oder so haha

#10


Lina111
Zitat von Mariah1980:
Den Grund kenne ich ja. Damals hat mir Mirtazapin gut geholfen, jetzt scheint die Sache so hoffnunglos Sad
Heute morgen ist es ganz schlimm. Mir ist ständig übel. Muss erbrechen. Überlege schon zum Notdienst zu fahren, aber ob der helfen kann weiss ich nicht.
Ich kann doch so nicht weitermachen? Ständig auf 17 Uhr hoffen... Sad



Ja ich kenne das Gefühl...ich weiß auch nicht was ich da raten soll außer eine Therphie...
Bei mir würde es teilweise nicht mal abends besser..
Was dir damals geholfen hat muss dir an Medis jetzt nicht unbedingt helfen,da deine Zellen sich ka permanent erneuern.

Mir geht es besser seitdem ich mich genau kenne die Gründe weiß und dadurch mit Hilfe meines Therpheuten an mir arbeite und als Unterstützung noch Johanniskraut nehme (das vertrage ich wenigstens)
Diese Krankheit ist die Hölle ich weiß es zu gut..aber es geht wieder vorbei.
Ich hatte wie du auch immer auf den Abend gehofft...
Vielleicht hilft dir ein anderes Medi als Unterstützung oder Versuch es halt auch mal wie ich mit Johanniskraut,aber weg machen tut es halt die Krankheit nicht..

x 1 #11


M
Aber ich frage mich, ob das Mirtazapin jetzt überhaupt wirkt, da es mir immer nur ab 17 Uhr besser geht...!?!?

#12


petrus57
Es ist ja bei vielen hier so,dass es denen abends besser geht. Ist wohl bei einer Depression so.

Oder man ist froh den Tag überstanden zu haben.

Mir ging es sogar mal für einige Wochen ganz gut. Jetzt geht es mir genauso bescheiden wie früher.

x 1 #13


M
Ok, ich verstehe. Also brauche ich mir keibe Hoffnung machen, dass es mir durch das mirta morgens irgendwann auch normal geht?

#14


petrus57
Zitat von Mariah1980:
Ok, ich verstehe. Also brauche ich mir keibe Hoffnung machen, dass es mir durch das mirta morgens irgendwann auch normal geht?



Das kann ich dir nicht sagen. Da du das Mirtazapin ja nun schon 6 Wochen nimmst wird sich wohl nicht mehr so viel ändern.

#15


Lina111
Ja das ist wie Petrus sagt morgends bis abends ist es meistens an schlimmsten...abends meistens besser.Typisch für die Depression...

#16


M
Ok, und können die medis dann nichts bewirken? Oder muss man da zusätzlich was nehmen? Ich habe Schwierigkeiten so zu arbeiten, weiss gar nicht wie ich es jeden morgen schaffe mich dahin zu bewegen. Da muss man doch was machen können, oder?

#17

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J
Sicher kann man was machen. Sprich mit deinem Facharzt über ein geeignetes Morgenmedikament. Ich z.B. bekam damals in der Klinik zum Mirtazapin noch Milnacipran dazu.

x 1 #18


M
@juwi danke für deine Meinung. Und dadurch ging es dir besser tagsüber? War es bei dir auch so, dass es morgens schlimm war?

#19


N
Hallo!
Mir hat mirtazapin alleine nicht geholfen.
ein paar tage konnte ich besser schlafen, war aber untertags hundemüde.
in der früh ist es mir extrem schlecht gegangen, erst gegen mittag/abend ist es mir "gut" gegangen.
wurde dann auf eine andere Kombi eingestellt.
Abends Trittico und morgens Cipralex.
das war meine perfekte kombi.
ich konnte abends gut und ruhig schlafen und untertags war/bin ich dank cipralex 100 % einsatzfähig.
hat allerdings eine zeit lang gedauert, anfangs habe ich als wirkverstärker noch seroquel bekommen.
dieses extreme tief war vor 2 Jahren, inzwischen brauche ich nur noch cipralex und es geht mir gut!
vielleicht brauchst du ein anderes medi?
Liebe grüße

#20


A


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Prof. Dr. med. Ulrich Hegerl
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