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Guten Abend,
Ich bin neu hier. Danke vorab dass so manche Texte und Themen mir Trost spenden. Trost, dass es anderen auch nicht leicht fällt. Es fällt mir nicht leicht zu leben.

In erster Linie suche ich nach Lösungen um meine Aufgaben als vollzeit arbeitende Mama hinzubekommen. Es ist das einzige Ziel.

Kurz zu mir und dem Verlauf:
Scheidungskind, andere würden mein Leben als traumatische beschreiben. Ich habe wenige Erinnerungsfetzen aus meiner Kindheit bis zum 10. Lebensjahr. Danach musste ich sehr früh Verantwortung für meine Mutter übernehmen. Wir waren sehr arm und oft allein mit unseren Problemen. Ich fühlte mich als Kind nicht nur abgelehnt von meinem Vater sondern ungewollt in der Welt. Es fühlte sich immer an als würde ich stören überall.

Ich fand mich damit ab die Situation mit meinem Bruder zu überleben. Leistungssport fing mich auf, und ich rannte damit dem Leben entgegen.

Immer weiter, du schaffst das noch, du hältst das aus. Schmerzen die ich in der Lage war wegzuatmen und das Loch in meinem Herzen war unerträglich groß.

Das weiter, höher ging bis zum M. Eng. Mit zwei Kindern und einem Mann. Es gab nie Pause, nun bin ich angekommen und völlig gelähmt. Jeder Tag wird schwerer und schwerer. Ich schaffe es bald nicht mehr zu funktionieren und dann wird alles zusammenfallen. Das kann ich den Kindern nicht zumuten. Ich reiße mich zusammen, aber meine Kinder sprechen mich an und erkennen meine Änderungen.

Ich stehe vor mir und erkenne mich nicht, es ist als fehlt die Grenze zu meinem Körper. Die Glieder sind schwer wie Blei. Meine Emotionen sind oftmals reaktiv und angepasst. Ich möchte niemanden belasten, aber verhindern kann ich es nicht mehr lange.

Wie kommt man da raus? Termin beim Neurologen ist erst in 3 Monaten.

21.02.2020 20:34 • 21.02.2020 #1


6 Antworten ↓


Meine Tante hatte 7 Kinder und arbeitete später noch bis zur Rente in einer Krankenhausküche. Meine Tante hat nie gejammert oder war depressiv. Sie starb mit 78 Jahren und sagte mir auf ihrem Sterbebett , man muß das Leben was man hat akzeptieren sonst geht man kaputt ! Meine Mutter sagte mir dann als sie gestorben war , daß ihre Schwester schon immer anders war als andere.
Es kommen bei dir auch wieder schöne Zeiten, bestimmt ! Entspanne dich am Tag und nimm dir auch mal zeit für dich .

21.02.2020 21:10 • #2



Hallo Tiltil2020,

Wie Familienpflichten trotz Depressionen bewältigen?

x 3#3


Dann hatte deine Tante volles Lebensglück und das bis ins hohe Alter, Gratulation.

21.02.2020 21:55 • x 1 #3


Szegfue
Hallo Tiltil,

willkommen im Forum. Wünsche dir erstmal einen angenehmen Austausch hier.

Wie alt sind denn deine Kinder? Warst du schon beim Hausarzt? Vielleicht würde dir eine Auszeit in Form einer Reha odet Kur gut tun. Für mich klingt es als ob du ein Burnout hast.

Liebe Grüße

21.02.2020 22:36 • x 1 #4


"Dann wird alles zusammenfallen.."
Klingt nach Burnout.
Ohne jetzt genaueres über Dich zu wissen (zb Wie alt Deine Kinder sind), es gibt Mutter-Kind-Reha, es gibt Pflegeurlaub für deinen Mann aber noch vorher gibt es mal Krankschreibung für Dich, wegen Depression kann das schon fast mal ein Jahr dauern. Das soll jetzt keine Angst machen sondern bedeuten, Du kannst die Erholung langsam angehen.

Ich weiss nicht wo Du wohnst, evtl kann Dir ein Psychiatrischer Dienst schneller helfen oder eine Ambulanz an einer Psychiatrischen Klinik. Wenn es gar nicht geht, geh in die Klinik stationär, muss halt der Papa ran, schadet uns Vätern nicht.

Manche haben Angst vor der Krankschreibung, den ganzen Tag mit sich alleine und so. Du hast einen Termin beim Neurologen, ist das auch ein Psychiater? Kann Dir der Hausarzt nicht gleichzeitig eine Überweisung zum Psychotherapeuten machen?

Bei so Krisen hat man Scheuklappen auf, man kann sich gar nicht vorstellen, dass man das Leben auch ganz anders Leben kann. Wie bei Liebeskummer, da glaubt man auch nur der/die Eine kann eine glücklich machen und ein paar Jahre später ist man froh die Spassbremse los zu sein, so hübsch sie auch war.

21.02.2020 22:47 • x 1 #5


Akinom
@tiltil das sehe ich âhnlich,es hört sich nach einem Burnout an ,du solltest dir auf jeden Fall schneller Hilfe holen!Der Hausarzt ist der erste Ansprechpartner,mache es bitte von alleine wird's nicht besser! Liebe Grüße

21.02.2020 22:48 • #6


Erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten!
Das Problem ist das ich gerade erst 6 Monate bei der aktuellen Arbeitsstelle bin. Ich möchte das nicht Riskieren. Mein arbeitet in Schichten und braucht mich unbedingt als Ausgleich. Der Neurologe ist auch Psychiater. Ich bin froh für eure Hinweise und werde Möglichkeiten prüfen. Ich will nur nicht das sich andere wegen mir schlecht fühlen. Es ist so schwer mich dem Alltag zu stellen. Meine Muskeln fangen an zu schmerzen....

22.02.2020 00:23 • #7




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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser