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Hallo zusammen,

ich habe zum ersten Mal ein Medikament aus den Antidepressiva verschrieben bekommen. (Vom Neurologen).

Ich bin sehr Unruhig, hab es immer wieder mir ekliger innerer Unruhe und Panik zu tun. Grund sind meine Symptome (muskelzucken, Kribbeln in der Fußsohle, angespannter Muskel im Bein, zuckende Zunge beim rausstrecken, Einschlafzucken (auch im Gesicht) klosgefühl immer wieder, immer wieder Taubheits Gefühle.
Wirklich depressiv. Keine Ahnung, die Symptome und die Angst was das sein könnte machen mich schon oft traurig (Angst nicht mehr für mein Kind da zu sein) aber ich lache auch noch.

Jetzt hab ich das Medikament bekommen (auf Nachfrage wegen der Unruhe und meiner Angst) wollte anfangen, habe aber direkt Corona bekommen (mit Husten, Schnupfen).
Kann ich trotzdem beginnen?
7.5 MG abends, dann steigern auf 15 (eine Tablette).
Ist das überhaupt das richtige für mich?
Danke und VG

07.05.2022 15:20 • 08.05.2022 #1


13 Antworten ↓


@Cat_thatsit Ich persönlich würde Mirtazapin gar nicht mehr nehmen - aber das ist meine persönliche Meinung und Abneigung gegenüber dem Medikament. Du wirst es Dir gut überlegt und mit Deinem Arzt besprochen haben. Ich gebe nur zu bedenken - ein Medikament kann unterstützen und die Spitzen etwas abfedern, es ist kein Allheilmittel. Es wird nicht so sein dass Du es nimmst und dann ist alles gut. Es sollten auch nie nur Medikamente genommen werden, immer nur mit unterstützender Therapie - denn die ist es, die nachhaltig Hilfe bieten kann.

Zu Deiner eigentlichen Frage - da es in den meisten Fällen eine Erstverschlimmerung gibt und beim Eindosieren zahlreiche Nebenwirkungen auftreten können, würde ich auf jeden Fall bis nach dem Infekt warten. Ansonsten kämpfst Du an zwei Fronten, was ja nicht sein muss.

07.05.2022 15:41 • x 3 #2



Mirtazapin - trotz Virus Infekt beginnen?

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Danke für deine Meinung. Hab's fast vermutet. Leider wurde ich null über das Medikament aufgeklärt. Der neuro war glaub etwas genervt von mir.

Weiß echt nicht ob das auch das richtige für die Angst und Unruhe ist.

Danke nochmals.

07.05.2022 16:45 • #3


Zitat von Cat_thatsit:
Danke für deine Meinung. Hab's fast vermutet. Leider wurde ich null über das Medikament aufgeklärt. Der neuro war glaub etwas genervt von mir. Weiß echt nicht ob das auch das richtige für die Angst und Unruhe ist. Danke nochmals.



Das ist halt ein starker Stoff

07.05.2022 16:48 • #4


Zitat von Cat_thatsit:
Danke für deine Meinung. Hab's fast vermutet. Leider wurde ich null über das Medikament aufgeklärt. Der neuro war glaub etwas genervt von mir. Weiß echt nicht ob das auch das richtige für die Angst und Unruhe ist. Danke nochmals.

Es KANN dagegen wirken, ich habe es auch deswegen verordnet bekommen. Mirta wirkt in einer niedrigeren Dosis eher schlafanstoßend und beruhigend und in einer höheren Dosis eher stimmungsaufhellend.

Was aber von den Ärzten oft verschwiegen wird, ist, dass es oft gravierende Nebenwirkungen hat (Gewichtszunahme!) und es für manche Betroffene extrem schwierig ist, von dem Medikament wieder runter zu kommen. Der Entzug kann (muss aber nicht!) sehr herausfordernd werden. Manchmal braucht es Monate. Ich rechne bei mir mit einer Absetzzeit von ca. 2 Jahren, und ich bin nur bei einer recht geringen Dosis von 22,5 mg. Und die Absetzerscheinungen ähneln Deinen jetzigen Symptomen sehr, d.h. es geht Dir gut, Du setzt ab und schlägst Dich wieder mit den gleichen Symptomen rum.

07.05.2022 16:55 • x 1 #5


Zitat von Cat_thatsit:
Leider wurde ich null über das Medikament aufgeklärt

Dann tu mir bitte einen Gefallen und mach Dich erst schlau, bevor Du damit anfängst

07.05.2022 16:56 • #6


@faolan
Das ist ja spannend, erst wollte er mir gar nichts geben, als ich jetzt das zweite mal da war, weil die Symptome mich so ängstigen und das mit der Zunge dazu kam hat er mir das gegeben. Dachte man fängt ggf. Mit nicht so einem Hammer an.

07.05.2022 17:06 • x 1 #7


@Kruemel_68
Na wunderbar, hat es während der Einnahme wenigstens geholfen, trotz Gewichtszunahme?

Ich bin echt verzweifelt. Ich nach nebenher eine Therapie. Die meinte schon länger ich soll mir was verschreiben lassen (Dipl. Psych.) Und jetzt das.
Ich dachte an opipramol oder so.

07.05.2022 17:08 • x 1 #8


Zitat von Cat_thatsit:
@Kruemel_68 Na wunderbar, hat es während der Einnahme wenigstens geholfen, trotz Gewichtszunahme? Ich bin echt verzweifelt. Ich nach nebenher eine Therapie. Die meinte schon länger ich soll mir was verschreiben lassen (Dipl. Psych.) Und jetzt das. Ich dachte an opipramol oder so.

Nein, es hat bei mir nicht gewirkt. Das heisst ich hatte eine Nullnummer und als Zugabe 10 kg mehr Gewicht und tierische Probleme mit dem Absetzen.

07.05.2022 17:23 • x 1 #9


Zitat von Cat_thatsit:
@Kruemel_68 Na wunderbar, hat es während der Einnahme wenigstens geholfen, trotz Gewichtszunahme? Ich bin echt verzweifelt. Ich nach nebenher eine Therapie. Die meinte schon länger ich soll mir was verschreiben lassen (Dipl. Psych.) Und jetzt das. Ich dachte an opipramol oder so.



Opi ,wollte ich auch gerade vorschlagen

07.05.2022 17:33 • #10


Grace_99
Es gibt an die 70 Antidepressiva, da kann man nicht pauschal sagen welches hilft und welches nicht.

Wenn du negativ eingestellt bist, wirst du auch nur negative Ergebnisse erzielen. Nur du kannst für dich mit dem Arzt entscheiden welches Medikament du ausprobieren wirst.

Es ist ein Antidepressiva und kein Hammer wie z. B. Benzos.

Ich selbst nehme Escitalopram und ich hatte wenn, 2 Nebenwirkungen, das wars.

Du möchtest das es dir besser geht, dann solltest du auch nicht nach negativen Gründen zu einem Medikament suchen, sondern deinem Arzt vertrauen.

07.05.2022 17:47 • x 1 #11


@Grace_99

Ich bin einfach so unsicher.
Ich glaube ich besprech es noch mit meinem Hausarzt. Diese doofen Symptome machen mich wahnsinnig.

07.05.2022 18:30 • #12


Yuber
Also ich setze Mirtazapin gerade ab und bin jetzt bei 1,8 mg angelangt. Meine Zieldosis war 7,5mg.

Zum Hammer: Ja das Medi macht ziemlich müde und man fühlt sich benebelt davon. Mir hat es aber geholfen aus dem Dauer 180 Zustand rauszukommen. Bei Angst Unruhe finde ich es auch seltsam, dass die Ärtze oft eine Dosis 15+ anstreben obwohl es nicht gerade selten, auch mit 7,5 mg reichen würde. Da wie ein User schon schrieb Mirta in geringer Dosis eher sediert und in hoher Dosis mehr pusht.
PS: Ich hatte auch kurz mal Olanzapin und das ist ein Hammer.

Zu den Nebenwirkungen: Ich hatte eine Gewichtszunahme von ca. 8 Kilo muss aber sagen, dass ich durch die Krankheit massiv abgenommen hatte. Auch habe ich oft kurz nach der Einnahme einen trockenen Mund.
Morgens ist es nicht selten manchmal schwer aus dem Bett zu kommen. Hatte auch ab und zu ein Schwindelgefühl.
Sehr oft Heisshungerattacken und Lust auf Süsses.

Zum Absetzen: Ich selbst habe alle 2 Wochen die Dosis reduziert und hatte leichte Absetzerscheinungen die sich aber in Grenzen hielten. Kommt halt auf den Mensch an, auf die Dosis und die Dauer.

07.05.2022 23:32 • x 1 #13


Lina60
Meine Erfahrung mit Mirtazapin ist noch relativ neu: ich erhielt es Ende Februar erstmals verschrieben, und die Dosis wurde bis vor bald zwei Wochen auf 45mg erhöht. Da ich die Nebenwirkungen nicht vertrug, reduzierte ich auf 15mg. Nun stelle ich jedoch fest, dass ich doch wieder mehr stimmungsaufhellende Wirkung benötige, und probiere es ab heute wieder mit 30mg. Alles nach Rücksprache (Mail) mit meiner Psychiaterin. Sie nimmt mich ernst und bezieht mich stark mit ein.

Wenn Du mehr zu den Erfahrungen mit diesem Medikament lesen möchtest, gibt es hier schon einige Thearats dazu. Auch ich habe einen gestartet. Grundsätzlich erhielt ich viel positives ermutigendes Feedback. Aber eben , wie ja auch hier immer wieder betont wird: die Wirkung eines jeden Antidepressivums ist individuell, und muss ausprobiert werden. Bis man das für einen geeignete Medikament in der richtigen Dosis gefunden hat, braucht es manchmal Geduld..

08.05.2022 10:09 • x 1 #14



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Dr. med. Andreas Schöpf