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Hallo Ihr Lieben Gleichgesinnten,

mir fällt auf, dass ich, obwohl ich nun wieder auf mein Medikament (Citalopram 30mg täglich) eingestellt bin, ab und an einen seelischen Tiefpunkt habe. Dann möchte ich mich verkriechen, kann es aber nicht, da ich so eine derartige innere Unruhe habe, ich schaffe es nicht, mich runterzuholen.

Dann geht es mir wieder tagelang super gut und ich könnte Bäume ausreißen, dann wieder der ich nenne es mal "Rückfall". Gott sei Dank habe ich eine echte Panikattacke bisher nicht mehr gehabt, die letzte heftige war im Dezember 2011.

Kann es denn sein, dass man Hoch- und Tiefpunkte hat, trotz Medikamente? Mein Doc hat mir Valiquid verschrieben, davon soll ich abends eine geringe Dosis Tropfen einnehmen, wenn ich merke, dass es mir nicht so gut geht. Aber, da dieses Mittel abhängig macht, steht es auf meinem Nachttisch und ich schaue es an und sage mir: Nein, Finger weg von dem Zeugs.

Ich nehme Tabletten gegen Bluthochdruck, in einem Beipackzettel steht, dass das Mittel auch Depressionen auslösen kann. Aber, trifft das denn auch auf mich zu ? Natürlich suche ich - wie auch sonst - ständig irgendwelche Gründe.

Mein Therapeut - ich mache seit einigen Wochen eine Verhaltenstherapie - meint, ich müsse lernen, den Kontrollzwang aus meinem Körper zu bekommen, ich müsse lernen, nicht immer die Ursachen zu suchen, das bezweckt nämlich, dass ich an nichts Anderes mehr denken kann.

Manno dieser sch.... Kreislauf im Kopf.

Danke für eure Beiträge

MFG Renate Gudrun

14.05.2012 19:44 • 16.05.2012 #1


3 Antworten ↓


Michaellu
Hallo Gudrun
Also Citalopram ist sehr gut,natürlich hat man zwischen durch auch mal ein durch Hänger das ist ganz normal,man muss lernen wenn es ein schlecht geht damit umzugehen man weiß ja das Organisch alles in Ordnung ist,aber wenn deine Tropfen da stehen ist es doch gut,du hast dann das Gefühl falls es mir schlecht geht dann kann ich sie immer noch nehmen,das gibt einen ein wenig Sicherheit.Aber überwiegend geht es dir doch Gut und das ist doch wichtig.
Gruß: Michael43

15.05.2012 21:17 • #2



Ab und an Depressionen trotz Medikamenten?

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Hallo Gudrun,ich nehme auch 30mg Citalopram und ja auch ich hab trotzdem noch Depriphasen und auch PA`s.Das Medikament dämmt das nur bis zu einem gewissen Grad ein,aber wenn man z.B. Stress hat od mal wieder mit i-was konfrontiert wird dann kann es durchaus sein das die alten Symptome wieder auftreten.Auch eine Therapie (meine Erfahrung)kann das auf Dauer nicht lösen,man muß selbst enorm an sich arbeiten.

16.05.2012 05:55 • #3


Eine Bekannte von mir nahm 2 Jahre Citalopram und ich glaube sogar 40 mg. Es ging ihr besser damit, aber nicht gut. Vom Zustand eines gesunden Menschen war sie trotz Medikament weit entfernt und nicht mal arbeitsfähig. Jetzt nimmt sie schon 6 Monate Venlafaxin (wohl um die 300 mg) und es ist auch nichts anders. Die Dosis ist immer hoch, aber ich finde, wirklich viel bringt's nicht.

Nun muss man auch immer sehen, AD ändern an der Ursache nichts, sie können wohl lindern, aber nie heilen oder die Gründe für die Symptome beseitigen. Ein AD kann immer nur ein Baustein in einem Konzept sein.

16.05.2012 11:32 • #4




Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser