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H

HeiKa
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Hallo an alle,

ich (45) suche Hilfe, da ich vor ca. 12 Monaten einen Mann (54) kennengelernt habe und die Beziehung ist sehr sehr schwierig; hier so kurz wies geht:

Wir haben uns im Dezember 2011 kennengelernt: Ich war noch in einer langjährigen Beziehung, aber ER hat mich sofort mit aller Eindringlichkeit für sich gewinnen wollen und es auch geschafft. Damals war ich geschmeichelt und der Meinung, das muss die „große Liebe“ sein. Im Nachhinein betrachtet war es ein SMS- und Telefon-Bombardement und kein Lockerlassen. Alles dramatisch, übertrieben, manchmal auch beleidigend, pubertär wenn ich nicht entsprechend reagiert habe.

Nach 2 Monaten des Kennens und einer folgenden 7-wöchigen Bedenkphase meinerseits habe ich mich dann von meinem Partner nach 15 Jahren getrennt (nicht wegen diesem Mann, aber er war damals der Anlass, meine Beziehung zu überdenken in der ich schon lange nicht mehr glücklich war) und musste dann aber feststellen: ER war wieder besetzt.

Gut – er konnte und hat nicht damit gerechnet, dass ich wirklich eine Entscheidung treffe und hat in der Vergangenheit auch immer das Gegenteil erlebt, also nicht mehr mit mir gerechnet. Anstatt mir aber gleich zu sagen, dass er jemanden kennengelernt hat, hat er mich einige Wochen hingehalten: Er leide unter Panikattacken und war tatsächlich auch in der Zeit arbeitsunfähig, er war krank und in Therapie.

Dann ging diese Beziehung aber schnell zu Ende (2 Monate, es war nach seiner Aussage eine beziehungsgestörte Frau, die wohl Borderlinerin war, auch in der Kindheit missbraucht wurde) und er hat mich auch immer wieder kontaktiert. Ich habe wochenlang den Kontakt versucht zu unterbinden, aber mein Liebeskummer war doch so groß, dass ich einem Treffen zugestimmt habe – ich konnte nicht anders.

Er hat mir dann von dieser Beziehung erzählt und geklagt, dass das bei ihm nie funktioniert und eigentlich seinen vergangenen Partnerinnen all das vorgeworfen, was ich nun bei ihm erlebe (Rückzug statt reden, grundlos Pausen einfordern, keine Nähe usw.). Zu der Zeit dachte ich mir schon: ER hat wohl ein Problem mit Beziehungen. Ein Bekannter meinte –ohne ihn zu kennen- das könnte ein Mensch mit Boderlinesyndrom (BLS) sein. Das fand ich damals übertrieben, dabei hat er tatsächlich die entsprechende Vorgeschichte in seiner Kindheit.

Ich weiß nicht, ob es ein BLS ist, vielleicht „nur“ eine starke Bindungsangst. Denn so ging es dann weiter:

Wir haben uns alle paar Tage getroffen, er hat gekocht, mich verwöhnt, richtig mit Begeisterung, aber immer mit tagelangem Abstand. Für mich war es ein enges freundschaftliches Verhältnis, dann kam es wieder zu körperlicher Nähe und eines Tages stellte er fest, dass wir eine Beziehung haben. Seine Aussage damals, ganz ernst: „Mal sehen, wer den längeren Atem hat“. Ich war glücklich, ich habe ihn wirklich geliebt und noch über seine Aussage gescherzt (das höre sich ja wie ein Zweikampf an - aber er verstand diesen Humor nicht).

Wir haben zusammen Kurzurlaube gemacht und uns dann in jeder Beziehung gut verstanden.
Mittlerweile ist mir das Lachen vergangen, die Beziehung zehrt an meinen Kräften. Ich lasse ihm seinen Abstand, leide aber darunter, dass ich dann als derjenige hingestellt werde, der sich nicht meldet. Melde ich mich öfter, habe ich das Gefühl, ihm auf den Wecker zu gehen. Er ist eifersüchtig und wird dann unerreichbar, schickt vorwurfsvolle SMS mit kindischen Vorwürfen und redet nicht mit mir. Am nächsten Tag entschuldigt er sich dann. Er will von mir hören „ich liebe dich“, aber er sagt in keinster Weise etwas in der Art zu mir.

Er hatte Geburtstag (Tag der offenen Tür), ich habe in der Nacht davor bei ihm geschlafen und wollte morgens los – in der selbstverständlichen Annahme, wir sehen uns am Abend, wenn seine Gäste kommen wieder – doch er sagte nur „Wir telefonieren heute Abend“ (Er selbst bester Laune wg. der schönen Nacht und des gemütlichen Frühstücks, völlig normal – und ich war einfach platt).

Einige Tag später habe ich ihn darauf angesprochen („Du hast deine Familie, deine Freunde und Kollegen eingeladen, aber mich nicht, das hat weh getan) und es kam von ihm die Antwort „Die letzte Frau, die ich meinen Freunden vorgestellt habe, war nach 2 Monaten weg“.

Alle versuche mit ihm zu reden scheitern daran, dass er mich total falsch versteht. Ich ging zunächst davon aus, er wolle mich nicht mehr und schaffe es nicht, mir das zu sagen, aber das scheint nicht der Fall zu sein. Ich rede mit aller Vorsicht, weil die deutliche Variante ihn nur „dichtmacht“, kann ihm aber nicht verständlich machen, dass die Basis einer Beziehung erstmal Vertrauen ist. Er dreht mir jede Meinung zum Vorwurf , kann sich gefühlsmäßig überhaupt nicht artikulieren.

Wenn ich jetzt wie hier von Bindungsängsten lese, verstehe ich den Hintergrund etwas besser, aber er sist ein sehr schwerer Fall. Ich agiere vorsichtig, zeige ihm, dass er sich auf mich verlassen kann, er meine Liebe hat, diskutiere nicht, weil er das nicht kann, und lasse Abstand, aber ich muss langsam aufpassen, dass ich mir nicht selbst schade.

Wenn z. B. hier ein Betroffener sich mit mir austauschen kann, dann wäre ich glücklich. Schließlich geht meine Liebe ja trotz der Probleme nicht einfach vorbei und das ist auch das, was ich ihm begreiflich machen möchte.

Danke für jede Meinung, jeden Austausch, H.

24.03.2021 #1


45 Antworten ↓
L

Linda2506
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Zitat von FeuerWasser:
Hat dich das nie stutzig gemacht, dass seine Beziehungen allesamt nach spätestens 1,5 Jahren in die Brüche gingen und allesamt Fernbeziehungen waren? Habt ihr mal über die Trennungsgründe gesprochen?Er kennt sich selbst, er weiß nach mehreren gescheiterten Fernbeziehungen wie er tickt, wie es abläuft. Warum zieht er zu dir in die Nähe um dann festzustellen, dass er IMMER ab einem gewissen Punkt anfängt zu zweifeln? Das ist für ihn keine neue Erkenntnis.Das ist ein Trugschluss und ich würde ihm auch glauben wenn er sagt, dass er nichts empfindet. Es wird das Verhalten vom Gegenüber gespiegelt aber eine tatsächliche Resonanz, ein emotionales Mitschwingen, gibt es nicht. ,Ich hatte vor meiner Ehe so ein Exemplar und habe das knapp 2 Jahre mitgemacht. Das war ein Bindungsphobiker wie aus dem Lehrbuch. Manchmal frage ich mich noch wie blöde ich damals war, was ich mir alles gefallen gelassen habe, das sieht mir gar nicht ähnlich. Aus heutiger Sicht bin ich sehr froh, dass ich das hinter mir habe und würde keinen Mann der haben wollen der nicht fähig ist ein Gefühl zurückzugeben. Ein Mann, den man wie ein scheues Reh aus dem Wald locken muss, mit größter Obacht, ihn nicht durch ein falsches Wimpernzucken wieder zu verschrecken. Das ist anstrengend und führt leider zu gar nichts. Diese heiß-kalt Duschen die er dir jetzt verpasst die werden so bleiben. Das er sich nicht öffnet das wird so bleiben.ER muss an sich arbeiten wollen und würde er es wollen dann hätte er schon viele Jahre Zeit gehabt das Thema mit einem Therapeuten anzugehen. Auch jetzt findet er wieder Ausreden sich dem Thema nicht stellen zu müssen. Du wirst leider nicht der Auslöser sein der ihn dazu bewegt, es waren ihm auch alle Ex Partnerinnen nicht die Mühe wert. Denn irgendwo da draußen könnte sie ja sein, DIE EINE die ihn von seinem Leid befreit, nur, dass es die Eine nicht gibt. Es liegt an dir wie lange du da mitspielt, wieviele Energien du noch investierst. Besser wird es nicht mehr werden.


Naja, für mich waren nur Fernbeziehungen aufgrund seiner Umstände nicht sonderlich merkwürdig, weil er ja oft den Wohnort wechseln musste. Trennungsgründe waren immer, dass es aufgrund der Entfernung nicht geklappt hat. Dass das eine enorme Belastung ist, konnte ich auch irgendwie verstehen & daher waren die 1.5 Jahre für mich zu diesem Zeitpunkt nicht besorgniserregend. Auch, weil er mir ggü ja nie unverbindlich war und mir ein sicheres Gefühl gegeben hat.

Ich glaube, dass er vorher nie wirklich realisiert hat, dass er ein Problem hat. Er hat immer gezweifelt, aber für ihn war das aufgrund der Entfernung auch irgendwie schlüssig, dass es nicht funktioniert hat. Icu glaube, dass er gerade erst realisiert hat, dass er ein Problem im größeren Umfang hat.

Er hat mich während der Beziehung aber nie schlecht behandelt. Ganz im Gegenteil, er war immer sehr zuvorkommend. Also ich musste mir in dem Sinne nichts gefallen lassen.

Aber insgesamt hast du dennoch recht, er weicht seinem Problem wieder aus & geht es nicht aktiv an. Und das ist wohl der entscheidende Punkt. Und die Basis für eine langfristige erfolgreiche Beziehung. Probleme lösen können... Macht mich sehr traurig, wobei es wohl eher das Potenzial in ihm & der Beziehung sehe, als die aktuelle Realität. Ich werde meinen Weg weitergehen, wenn es sein soll & er eine Therapie macht, haben wir sicherlich zukünftig eine Chance. Aber da muss er wohl alleine durch.

Danke!

29.04.2020 13:13 • x 2 #38


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A


Hilfe bei Bindungsangst bei meinem Partner

x 3


FeuerWasser

FeuerWasser
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Zitat von Linda2506:
Beziehungen hielten nie länger als 1,5 Jahre

Hat dich das nie stutzig gemacht, dass seine Beziehungen allesamt nach spätestens 1,5 Jahren in die Brüche gingen und allesamt Fernbeziehungen waren? Habt ihr mal über die Trennungsgründe gesprochen?

Zitat von Linda2506:
Anfang des Jahres sagte er mir, dass er Bindungsängste hatte. Er würde immer in Beziehungen ab einem bestimmten Punkt zweifeln, ob es das richtige ist.

Er kennt sich selbst, er weiß nach mehreren gescheiterten Fernbeziehungen wie er tickt, wie es abläuft. Warum zieht er zu dir in die Nähe um dann festzustellen, dass er IMMER ab einem gewissen Punkt anfängt zu zweifeln? Das ist für ihn keine neue Erkenntnis.

Zitat von Linda2506:
(obwohl ich mich immer sehr geliebt gefühlt habe)

Das ist ein Trugschluss und ich würde ihm auch glauben wenn er sagt, dass er nichts empfindet. Es wird das Verhalten vom Gegenüber gespiegelt aber eine tatsächliche Resonanz, ein emotionales Mitschwingen, gibt es nicht. ,

Ich hatte vor meiner Ehe so ein Exemplar und habe das knapp 2 Jahre mitgemacht. Das war ein Bindungsphobiker wie aus dem Lehrbuch. Manchmal frage ich mich noch wie blöde ich damals war, was ich mir alles gefallen gelassen habe, das sieht mir gar nicht ähnlich. Aus heutiger Sicht bin ich sehr froh, dass ich das hinter mir habe und würde keinen Mann der haben wollen der nicht fähig ist ein Gefühl zurückzugeben. Ein Mann, den man wie ein scheues Reh aus dem Wald locken muss, mit größter Obacht, ihn nicht durch ein falsches Wimpernzucken wieder zu verschrecken. Das ist anstrengend und führt leider zu gar nichts. Diese heiß-kalt Duschen die er dir jetzt verpasst die werden so bleiben. Das er sich nicht öffnet das wird so bleiben.

ER muss an sich arbeiten wollen und würde er es wollen dann hätte er schon viele Jahre Zeit gehabt das Thema mit einem Therapeuten anzugehen. Auch jetzt findet er wieder Ausreden sich dem Thema nicht stellen zu müssen. Du wirst leider nicht der Auslöser sein der ihn dazu bewegt, es waren ihm auch alle Ex Partnerinnen nicht die Mühe wert. Denn irgendwo da draußen könnte sie ja sein, DIE EINE die ihn von seinem Leid befreit, nur, dass es die Eine nicht gibt. Es liegt an dir wie lange du da mitspielt, wieviele Energien du noch investierst. Besser wird es nicht mehr werden.

29.04.2020 12:22 • x 2 #37


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Dubist
Kann da leider nicht viel dazu sagen, aber sobald ein mann über eine exfrau oder nochfrau, herzieht, ist was faul. So Typen kann man meistens vergessen. Sie haben ganz schlechte Charakterzüge und da ist meistens viel faul.
Wenn er dich nichtmal zum Geburtstag eingeladen hat, dann ist doch wohl klar, da steht eine andere Frau an erster Stelle. Oder er denkt ihr seid nicht zusammen. Anders kann ich es mir nicht vorstellen.
Und zwei herzdamen einladen geht ja schlecht.
Er scheint wankelmütig udn wird es wohl auch lange zeit sein und bleiben

#2


W
Hallo!

Ich glaube, er hat keine andere Frau. Er ist einfach so und kann leider nicht andres verhalten.
Es geht darum, ob Du so annehmen kannst, wie er ist...nun aber es ist Wahr, dass Du darunter tief leidest.
Es wäre gut, dass Du Dich selbst darau achten kannst, nicht in das Gefühlenchaos ziehen zu lassen.

Erstmal gestalten Dein eigenes Leben ohne ihn schön.
Sorry, mein komische Deutsch!

Liebe Grüße, Waschbär

#3


Resi2608
Hallo Zusammen,

ich hoffe ich stoße hier auf Menschen die unter Bindungsangst leiden oder sie gar schon überwunden haben.

Mein Freund leidet unter akuter Bindungsangst.
Er möchte es sich aber selber nicht eingestehen.
Den einen Tag sind wir noch glücklich und am nächsten Tag ergreift er die Flucht, trennt sich und geht für mehre Tage auf Tauchgang und ich erreiche ihn nicht. Stattdessen schreibt er mir Nachrichten, dass er mit der Trennung nicht glücklich ist, aber mich für etwas besseres freigeben muss.

Kann mir Bitte jemand Ratschläge geben, wie ich jetzt am besten an ihn ran komme und wie ich ihn helfen kann?
Vermeidet Bitte das Wort oder den Gedanken Therapie, denn so weit ist er noch lange nicht und darauf lässt er sich nicht ein.
Da unsere Liebe so wahnsinnig tief ist, und ich ihn wirklich Liebe, möchte ich ihn helfen und für ihn da sein. Nur ich benötige, wenn möglich, ein paar gute Ratschläge.
Vorallem wie ich jetzt aktuell im der Kontaktstille an ihn ran kommen soll (er ignoriert alles).

Ich bedanke.mich vielmals im Voraus.
Liebe Grüße,
Resi

#4


csfromm
was du tun kannst ist in nicht mit anrufen oder meldeversuchen zu überhäufen.
lass ihn einfach mal in ruhe, er meldet sich schon und das andere...
da kann in den seltensten fällen von aussen jemand reinreden, das muss er selbst für sich erkennen und bereit sein daran zu arbeiten.
mfg

#5


Resi2608
Aber wie soll ich mit ihm umgehen, wenn er sich dann wieder meldet?
Für ihn scheint es dann wieder eine zeitlang gut zu sein und dann beginnt er wieder den Rückzug.
Ich möchte ihm wirklich helfen. Wir sind bereits seit über 8 Jahren ein Paar.
Liebe Grüße

#6


Schumi-
Guten Tag
Ich habe das Problem gerade mit meiner Freundin . Es geht 3 Monate gut dann geht sie auf Abstand. Damit komme ich nicht klar. Sie sagt auch das sie Bindungsangst hat aber was oder wie kann ich ihr helfen.? Sie war 9 Jahre in keiner Beziehung. Ich hoffe es gibt hier Tipps . Ich versuche damit umzugehen aber wie?
Danke euch schon mal

#7


FeuerWasser
Ich bin mit einem Bindungsphobiker liiert und kann aus Erfahrung sagen: Du kannst einen bindungsängstlichen Menschen nur halten in dem du ihn los lässt, keine Forderungen stellst, dein eigenes Leben lebst, deine Hobbies pflegst und dich nicht von ihm abhängig machst. Wir haben für uns damit einen Kreislauf gefunden der funktioniert. Wenn er sich mal ein paar Tage zurück zieht, lass ich ihn in Ruhe bis er von sich aus wieder kommt. Mit Versuchen an ihn ranzukommen und den Therapeuten zu miemen treibst du ihn noch weiter weg. In deiner Fragestellung möchte ich dir in einer Sache widersprechen "Da unsere Liebe so wahnsinnig tief ist"... DEINE Liebe mag wahnsinnig tief sein, seine nicht, er rennt davor weg weil ihm diese Nähe Angst macht. Dieser Kreislauf aus Nähe und Distanz wird solange weitergehen bis ER das Problem erkennt und gewillt ist, daran zu arbeiten, vorher wird sich nichts ändern. Primär steht ja nicht die Angst vor einer Beziehung sondern die Angst vor Nähe, die Angst davor verlassen zu werden dem wiederum Traumatisierungen zugrunde liegen. Wie willst du das denn ergründen, bearbeiten und auflösen? Das geht nicht. Dafür gibt es Verhaltenstherapeuten. Du kannst nur für dich selbst die Entscheidung treffen wie lange du das mitmachen möchtest oder ob es in deinem Fall doch sinnvoller ist, die Reißleine zu ziehen.

#8


Z
Ich habe gerade hier eine Antwort eingestellt:

beziehungsaengste-bindungsaengste-f64/kommen-menschen-mit-bindungsangst-wieder-zurueck-t73571.html#p1001048

Da ich nicht alles nochmal schreiben möchte, verweise ich einfach mal dort hin. Es ist das selbe, wie ich auch hier antworten würde.

#9


S

Partner hat evtl Bindungsangst?

Guten Morgen liebes Forum,
mir wurde vor ein paar Tagen der Boden unter den Füßen weggezogen und daher würde ich euch gerne meine derzeitige Situation beschreiben. Vielleicht habt ihr ja Tipps.

Ich lebe seit über 7 Jahren mit meinem Freund (er 33, ich 28) in einer glücklichen Beziehung. Seit zwei Jahren leben wir in einer gemeinsamen Wohnung, was eigentlich sehr gut klappt. Davor waren wir ca. 9 Monate gemeinsam im Ausland. Wir sind also jeden Tag "aufeinandergehängt". Es hat alles reibungslos funktioniert und hatten eine wunderbare Zeit.
Vor ein par Wochen haben wir angefangen den nächsten Schritt zu planen: gemeinsames Eigenheim

Vor 5 Tagen sagte er mir nun, dass es ihm sehr schlecht geht. Er kann seit Wochen nicht mehr schlafen, nicht mehr essen, hat Herzrasen etc. Ihm wird alles zu viel, er weiß jetzt auch auf einmal nicht mehr was er will und ob er es mit mir will.
Er hat gesagt, dass er sich manchmal denkt "Ist sie das wirklich" dann an einem anderen Tag ist er sich wieder völlig sicher..
Er meinte auch, dass er schon noch was für mich empfindet, ich ihm aber Zeit geben soll um wieder einen klaren Kopf zu kriegen.
Dazu ist er jetzt vor 4 Tagen bei seinen (gefühlsbehinderten) Eltern untergekommen. Er hat erwähnt, dass er befürchtet Bindungsängste zu haben und er überlegt sogar dass er eine Therapie anfängt.
Ich habe wirklich das Gefühl, dass er kalte Füße kriegt? Ich kann mir, auch wenn es sich blöd anhört, nicht vorstellen dass es an mir liegt. Wir haben nicht gestritten, eher im Gegenteil. Urlaub- und Wochendeaktivitäten geplant, uns unterstützt. Das macht man doch nicht wenn man ständige Zweifel hat oder?
Beruflich steckt er ziemlich im Stress. Er hat eine Leitungsposition, muss aber täglich (einfach) 75km in die Arbeit fahren. Das macht ihm schon auch zu schaffen. Vielleicht wird ihm ja da der Druck zu stark?
So ein Burnout kommt ja auch schleichend... ?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es oft leichter ist den Fehler in der Beziehung zu suchen als bei sich selbst?
Ich gebe ihm alle Zeit der Welt die er jetzt braucht um sich zu erholen aber was heißt das für mich? Ich werde meinen Teil einhalten und mich nicht melden, da ich keinen druck ausüben will. Aber natürlich habe ich große Angst ihn zu verlieren weil für ihn eine Trennung vielleicht der leichtere Weg wäre?
Er kann doch 7 Jahre nicht einfach wegwerfen.. das geht mir nicht in den Kopf!

Vielleicht fragt ihr euch ob ich nicht gemerkt hätte ob es ihm in letzter Zeit schlecht ginge. Selbstverständlich habe ich das gemerkt. Ich habe ihn oft gefragt ob alles in Ordnung ist, ob und wie ich ihm helfen kann. Er meinte immer nur dass es in der Arbeit gerade sehr stressig ist... Ich finde es furchtbar dass er seine Zweifel nicht gleich ausgesprochen hat.. Ich fühle mich so, als ob ich ihn krank gemacht hätte..

Was haltet ihr von der Reaktion, nach über sieben Jahre Beziehung?

#10


Icefalki
Hallo, herzlich Willkommen bei uns..

Hört sich mehr nach Depri oder Angst Erkrankung an. Beziehungsangst liest sich anders. Bin aber darin kein Experte.
Burnout klingt gesellschaftsfähiger.

Ist eigentlich ganz normal, dass man bei Panik erstmals alles in Frage stellt. Ihm wird gerade der Boden unter den Füßen entzogen, da reagierst du nicht mehr normal.

Mach dich hier mal schlau, andere werden dir auch noch schreiben. Kannst ihm diese Seite ja auch empfehlen.

Könnte schon sein, dass das geplante Eigenheim ihm den Rest gegeben hat. Verantwortung und es geht ihm nicht gut. War vielleicht das Tüpfelchen auf dem i.

Lese dich mal ein was Ängste so machen können. Was er jetzt braucht ist Verständnis, und am Besten sollte er sich schnellstens an einen Arzt wenden.

Je früher das therapiert wird, desto besser. Falsche Scham ist unangebracht, unsere heutiges Leben fordert seinen Tribut. Bei Männern und bei Frauen.

Ich bin immer noch der Meinung, dass einfachere Menschen nicht so schnell Panik bekommen. Ist jetzt nicht abwertend gemeint.

Es sind die mit Verantwortung, sensiblen, sich Gedanken machende Menschen, die deutlichst über ihre Kräfte gehen.

#11


FeuerWasser
Zitat:
Ich lebe seit über 7 Jahren mit meinem Freund (er 33, ich 28) in einer glücklichen Beziehung.

Alleine dieser Satz gibt ein klares Nein zum Verdacht "Bindungsphobie". Ein Zusammenleben mit einem Bindungsphobiker (im klinischen Sinne) erlebt man nicht
als glücklich und schön. Er würde sich dir gegenüber nicht in seinen Gefühlen öffnen, dich an seinem Leben teilhaben lassen, mit dir zusammenziehen, Stabilität, regelmäßige Sexualität leben usw.

Ich lese nichts anderes raus als, dass er den Schritt in Richtung Eigenheim mit dir - so wie es aussieht - nicht gehen möchte. Das hat nichts mit Bindungsängsten zu tun
sondern damit, dass man sich mit einem Eigenheim viel auflastet, sei das finanziell und man sich dazu auch der Beziehung sicher sein muss. Er wird vermutlich viel reflektiert haben und hat festgestellt, dass er nicht bereit ist die Hintertürchen zu schließen und dieses Wagnis einzugehen.. Das Wort "Bindungsangst" mutiert immer mehr zur Ausrede für alles. Will man keine Verantwortung übernehmen hat man Bindungsangst, will man sich nicht auf ein Eigenheim festlegen, hat man Bindungsangst, geht eine Beziehung nicht gut oder lebt sich auseinander, hat man Bindungsangst.
Ich denke nicht, dass du einen Fehler in der Beziehung oder bei dir selbst suchen musst. Ihr hattet schöne 7 Jahre und nun ist der Punkt erreicht wo er sich zusammen mit dir nicht mehr weiterentwickeln möchte.

#12


Z
Zitat von siebeneinhalbJahre:
Vielleicht fragt ihr euch ob ich nicht gemerkt hätte ob es ihm in letzter Zeit schlecht ginge. Selbstverständlich habe ich das gemerkt. Ich habe ihn oft gefragt ob alles in Ordnung ist, ob und wie ich ihm helfen kann. Er meinte immer nur dass es in der Arbeit gerade sehr stressig ist... Ich finde es furchtbar dass er seine Zweifel nicht gleich ausgesprochen hat.. Ich fühle mich so, als ob ich ihn krank gemacht hätte..

Was haltet ihr von der Reaktion, nach über sieben Jahre Beziehung?


Hallo SiebeneinhalbJahre
Es gibt sehr viele Meinungen über dieses Thema. Von nicht mehr wollen bis und mit Bindungsangt, Verlustangst.

Ich bin seit 4,5 Jahren mit meinem Partner zusammen.
Vor einem Jahr, flirtete ich mit einem Kollegen... FeuerWasser hatte da eine eisige Ansicht. Wink
Aber kurz um, mir gings verdammt schlecht, schlaflose nächte, abgenommen, brechreiz, bin durchgedreht.
Panikattacken, böse Gedanken... am liebsten wäre ich in eine Anstalt.

Der Gedanke, jemanden vielleicht toller zu finden... lösten bei mir krasse Ängste und Zwangsgedanken aus.
Bzw. die Gedanken lösten die Angst aus. Hätte am Liebsten meinen Partner verlassen, damit die Ängste aufhören. Zum Glück nicht...
(hatte solche Ängste bereits in früheren Beziehungen)
Bei mir spielt meine eigene Unsicherheit eine grosse Rolle... Bindungs- und Verlustangst. Angst vor Abhängikeit, Angst sein ich zu verlieren, Nähe Distanz,...

Ich weiss nicht, was dein Partner nun tut.
Aber mir hat eine Therapie sehr stark geholfen... um heraus zu finden was ICH WILL.
Nicht meine Gedanken, meine "alten Lösungsstrategien" usw.
Ich wünsche dir viel Glück. Freunde

#13


FeuerWasser
Zitat:
FeuerWasser hatte da eine eisige Ansicht. Wink

Was heißt ich hatte eine eisige Ansicht? Wird niemand gedrängt meine Sichtweisen anzunehmen. Ich kann auch nur aus meiner Perspektive reden so wie jeder andere auch.

x 1 #14


F

Hat mein Partner Bindungsangst ?

Hallo zusammen,

ich freue mich ein solches Forum gefunden zu haben, vllt könnt Ihr mir irgendwelche Tipps geben.

Und zwar folgendes:

Ich bin mit meiner Frau mittlweile 10 Jahr verheiratet und wir haben 2 Kinder. (Ich weiß so eine lange Beziehung muss ja gegen Bindungsangst sprechen aber ich hol mal etwas aus)
Anfangs die Euphorie, Verliebtheit oder wie man das auch nennen mag. Da konnten wir nicht voneinander lassen. Nachdem die Anfangsphase vorbei war, wurde es ich sag mal ruhiger mit uns.
Wir kuschelten immer weniger, haben sehr wenig Zeit miteinander verbracht (sei es ausgehen oder was auch immer) wir waren zwar zusammen in einer Wohnung aber nicht zusammen.
Es war wie wir sind uns nah und doch wieder fern. Es entwickelte sich so das ich tagsüber arbeitete und abends die meiste Zeit am PC gesessen bin und Sie andere Sachen gemacht hat, es war all die Jahre immer eine Distanz da und so hat es funktioniert.
Nach 4 Jahren kam es zu einem Vorfall(Den ich zu verschulden habe), wir hatten Besuch (Internet Bekanntschaft von mir) Mann und Frau mit Kindern waren da. Wir hatten einen sag ich mal sehr Alk. Abend, meine Frau ist zu Bette gegangen und wir haben weiter getrunken. (In dem Zimmer wo die Bekannten schliefen) Wir saßen auf der Luftmatratze tranken und redeten, als mir etwas schumrig/schlecht wurde hab ich mich einen kurzen Moment hingelegt und bin voll weg gepennt .... Ich wurde wach durch eine Backpfeife meiner Frau, ich begriff zunächst nicht einmal warum ... Als ich klar wurde sah ich das Dilemma, die Ehefrau des anderen Mannes hatte sich neben ich gelegt während ich geschlafen habe (In Unterwäsche......Ihr Mann lag auf den anderen Seite...) Im Schlaf hab ich mich wohl umgedreht, das ich meine Hand über Sie gelegt hatte und diese landete auf Ihrer Brust.

Meine Frau kam ins Zimmer auf der Suche nach mir und sah das, da war das Gewitter groß. Ich verstehe Sie auch ich hätte nicht anders reagiert.(Es kam zu keinen Intimitäten, mit der anderen Frau).
Das Pärchen packte noch am selben Tag die Sachen und verschwand, die andere Dame erzählte meiner Frau wir hätten Fotos und Videos gemacht die Sie Ihr auf keinen Fall zeigen kann. (Wir hatten gemeinsame Fotos gemacht, da war meine Frau aber noch dabei. Sonst hatten wir keine gemacht)

Das die andere Frau dies meiner Frau erzählte erfuhr ich erst später, als Ich die andere Frau zu Rede stellen wollte. (Kannte ja eigentlich nur Ihren Freund) habe ich von Ihrem Freund erfahren, das Sie nach unserem Besuch einen anderen Bekannten besucht haben, mit dem seine "damalige" Freundin in der Kiste gelandet ist und Ihn noch am selbigen Tag verlassen hat. Er sagte mir, eigentlich hatte Sie das bei uns vorgehabt damit Sie mit mir zusammen sein kann. (Hat Sie ihm in einer Aussprache erzählt) Daher hat Sie meiner Frau schlechte Gedanken gesäht.

Meine Frau wirft mir das bis heute noch vor, mehr als die Wahrheit kann ich aber nicht sagen. (Sie sagt allerdings Sie hat sich damit abgefunden...) Es ist nichts gelaufen mit der anderen Frau!

Nach einigen Wochen, war wieder alles normal. Wir waren uns nah und doch fern. Der Alltag kehrte wieder ein.

Vor ca. einem Jahr bemerkte Ich das irgendwas nicht stimmt. (Sonst habe ich eigentlich gar nicht auf So sachen geachtet. Keine Ahnung was mich geritten hat)
Ich fand heraus das meine Frau mich mit einem doppelt so alten verheirateten Mann betrogen hat. (Ihr Fahrlerer, Sie hat den Führerschein erst spät gemacht)

Es gab massig Streit, leider kein konstruktiver Streit eher Vorwürfe und Eskalationen.

Wir haben es dann doch geschafft, miteinander zu reden und haben uns ausgesprochen. Ich habe meiner Frau verziehen was Sie gemacht hat, werde es aber mit Sicherheit nicht vergessen.

Seitdem bauen wir unsere Beziehung intensiv auf, und genau da ist das Problem !

Sobald wir schöne Momente zusammen haben oder einfach nur eine schöne Zeit miteinander verbracht haben, tut Sie immer etwas das es zum Streit kommt so das wir dann wieder Distanz zueinander haben. Ein Beispiel: Seitdem Vorfall achte Ich warum auch immer was und wen Sie anschaut. Wenn zwischen uns grad alles super ist, schaut Sie so so gut wie gar keine anderen Männer an. Wenn Sie es zum Streit kommen lassen will starrt Sie mit Absicht andere Männer an weil Ich Ihr gesagt habe das mich das zurzeit stört. Ich mache das eine Weile mit und dann sag Ich Ihr das Sie das bitte lassen soll, sie eskaliert sofort uns es kommt zum Streit.

Wenn wir zu Hause sind, kann Sie vllt. eine halbe Stunde kuscheln, dann muss Sie immer irgendetwas machen. Das muss noch getan werden und das noch. Kommt mir vor als wenn Sie sich in die Arbeit zu Hause flieht. Und das ist jeden Tag so. Selbst wenn wir am Wochenende den ganzen Tag zusammen sind, mehr als ne halbe Std. kuscheln ist nicht drin. Sie macht dann auch Sachen wo Sie, machen könnte wenn ich nicht da bin, es fallen Ihr ganz viele Sachen ein. (Die meißten davon sind absolut nicht notwendig, naja)

Es ist dann auch so, das Sie verdammt lieb sein kein, Verschmust ist, und alles Super ist. Und dann auf einen Schlag komplett wieder kühl und aufbrausend.

Es kommt mir einfach so vor, sobald wir Nähe aufgebaut haben, das Sie dann versucht sich wieder zu distanzieren.

Sie hatte eine verdammt besch..... Kindheit, Mutter hatte ständig wechselnde Lebenspartner, Sie musste mit 10 Jahren den Haushalt machen. Wurde teilweise von den Lebensgefährten der Mutter geschlagen... etc... Sie redet nicht gerne darüber.

Ich habe Sie gefragt warum Sie mir Ihre Liebe nicht zeigen kann (Sie sagt ja Sie liebt mich), Ihre Antwort darauf war, "Ich habe es nie gelernt, wie soll ich es dir den zeigen, ich kann es nicht, sag mir was ich tun soll, dann mach ich es".

Ich habe Sie neulich gefragt: Wovor Sie den Angst hat, Sie meinte: Das ich Ihr fremdgehen psychisch nicht verkrafte und Sie so oder so verlassen werde.

Irgendwie ist alles verquert, kann es sein das Sie Bindungsangst hat, oder liegt der Fehler hier bei mir ?

Ich danke euch für eure Ratschläge

#15


F
Für mich klingt das nach Verlustängsten,die zuviel Nähe für sie unerträglich machen.
Dafür,dass sie offenbar eine schwere von emotionaler Distanz geprägte Kindheit hatte,kann sie gut Nähe zulassen.Das solltest Du ihr hoch anrechnen.
Und eine halbe Stunde kuscheln ist doch gut!
Mir persönlich wäre eine halbe Stunde auch schon fast zuviel obwohl ich Nähe geniesse.
Mein Rat: Hake die Vergangenheit endgültig ab,akzeptiere die Grenzen Deiner Frau und versuche,mehr gemeinsame Zeit mit ihr zu verbringen.
Z.B. Rituale einführen wie jeden Sonntag spazieren gehen oder einmal im Monat Essen gehen oder oder...
Halt Dinge tun,die ihr beide gerne macht,kann auch Camping sein oder Flohmarktbesuche,weiss ja nicht,was ihr mögt...

x 1 #16


F
Zitat von Flame:
Für mich klingt das nach Verlustängsten,die zuviel Nähe für sie unerträglich machen.
Dafür,dass sie offenbar eine schwere von emotionaler Distanz geprägte Kindheit hatte,kann sie gut Nähe zulassen.Das solltest Du ihr hoch anrechnen.
Und eine halbe Stunde kuscheln ist doch gut!
Mir persönlich wäre eine halbe Stunde auch schon fast zuviel obwohl ich Nähe geniesse.
Mein Rat: Hake die Vergangenheit endgültig ab,akzeptiere die Grenzen Deiner Frau und versuche,mehr gemeinsame Zeit mit ihr zu verbringen.
Z.B. Rituale einführen wie jeden Sonntag spazieren gehen oder einmal im Monat Essen gehen oder oder...
Halt Dinge tun,die ihr beide gerne macht,kann auch Camping sein oder Flohmarktbesuche,weiss ja nicht,was ihr mögt...



Danke für deine Antwort Smile

Du meinst Sie hat Verlustängste und erträgt deswegen die Nähe nicht ? Ich dachte bei Verlustängsten klammert man eher, als sich zu distanzieren.

Wir haben uns angewöhnt zusammen mit den Kindern spazieren zu gehen. Zumeist am Sa und So, einfach mal weg vom Alltag nennen wir das Smile

Dieses Wochenende war auch wieder so eine Sache, das war super schön. Hatten uns noch überlegt am Ende des Tages wenn die Kinder genug Schlitten gefahren sind eine Runde spazieren zu gehen, beim Schlitten fahren haben wir rumgeblödet und alles war toll. Als wir am Auto angekommen sind um weiter zu fahren, war Sie wieder wie gewandelt, so dass das spazieren gehen ausgefallen ist, aufgrund Ihrer Laune.

Ich weiß auch nicht, ist es so das wenn man denkt der Partner verlässt einen eh das man aus Selbstschutz so reagiert und Nähe vermeidet ?

Danke euch

#17

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F
Ehrlichgesagt hab ich überhaupt nicht den Eindruck,dass Deine Frau Nähe vermeidet.

Kann sein,dass Du gerne noch mehr mit ihr kuscheln würdest.
Ihr ist es dann halt nach einiger Zeit genug und dabei muss man doch nicht auf die Uhr sehen.
Das ist doch ganz natürlich!

Mein Mann und ich kuscheln auch unterschiedlich viel.
Jeder hat da halt so seinen eigenen "Bedarf" und der ist logischerweise nicht immer bei beiden gleich.
Mal will er mehr Nähe und mir ist nicht so danach und umgekehrt.
Da seh ich echt kein Problem.

Sorgen kannst Du Dir machen,wenn das längerfristig ganz wegfällt.

Lass ihr doch ihre Launen und Stimmungsschwankungen.Die hab ich auch,haben wir alle.
Und der Alltag (gerade mit Kindern) fordert manchmal ganz schön viel,da ist es doch nur legitim,wenn man einfach nur gemeinsam oder auch mal jeder für sich ein bisschen abschalten möchte!
Das ist doch selbstverständlich!

Ich glaub,Du machst Dir da einen Kopf um nichts,ehrlich.

#18


F
Zitat von Flame:
Ehrlichgesagt hab ich überhaupt nicht den Eindruck,dass Deine Frau Nähe vermeidet.

Kann sein,dass Du gerne noch mehr mit ihr kuscheln würdest.
Ihr ist es dann halt nach einiger Zeit genug und dabei muss man doch nicht auf die Uhr sehen.
Das ist doch ganz natürlich!

Mein Mann und ich kuscheln auch unterschiedlich viel.
Jeder hat da halt so seinen eigenen "Bedarf" und der ist logischerweise nicht immer bei beiden gleich.
Mal will er mehr Nähe und mir ist nicht so danach und umgekehrt.
Da seh ich echt kein Problem.

Sorgen kannst Du Dir machen,wenn das längerfristig ganz wegfällt.

Lass ihr doch ihre Launen und Stimmungsschwankungen.Die hab ich auch,haben wir alle.
Und der Alltag (gerade mit Kindern) fordert manchmal ganz schön viel,da ist es doch nur legitim,wenn man einfach nur gemeinsam oder auch mal jeder für sich ein bisschen abschalten möchte!
Das ist doch selbstverständlich!

Ich glaub,Du machst Dir da einen Kopf um nichts,ehrlich.



Hallo Flame, danke für deine Einschätzung.

Ich wollte nicht den Eindruck erwecken, das Sie komplett Nähe meidet.

Das ein stressiger Tag mit den Kids einen zur Weisglut bringen kann, das weiß ich Smile Vor allem nachdem Sie 2 Wochen im Klinikum war.
Daher kann ich Sie da voll verstehen.

Es kann durchaus sein das ich mir ein Kopf um nichts mache, es geht mir aber nicht nur ums kuscheln. Entschuldige wenn ich das falsch rüber gebracht habe.

Es ist irgendwie immer das selbe, es sind 1 -2 Tage super, dann kommt es eigentlich immer zu einer auseinandersetzung. Sie flippt dann wegen nichts und wieder nichts aus.

Kleines Beispiel: Haushalt soweit durch gemacht, hab Sie gefragt ob Ich noch irgendetwas helfen kann, Sie verneinte. Daraufhin habe ich Ihr gesagt OK, dann geh ich ein Stündchen an PC.
Es dauerte keine halbe Stunde, da musste ich mir anhören. Es ist soviel zu tun und du hockst am PC. (?)
Ich bin nicht auf die Diskussion eingegangen, trotzdem war das nicht schön hab ich Ihr aber auch so gesagt.

Es geht mir nicht nur um kuscheln, man kann sich auf unterschiedlicher Weise nah kommen ohne zu kuscheln.

Es ist einfach so, das sobald wir uns "emotional", "gefühlsmässig" oder wie man das auch nennen mag (sobald das zussammenhörigkeitsgefühl steigt), passiert immer etwas kontraproduktives. Dass das wieder zersört. Und dies erfolgt nicht von meiner Seite.

Kleines Beispiel: Ein schönes Essen, Kinder untergebracht. Alles Super (auch ohne Kuscheln Very Happy ) und ohne Grund gibt es was zum Streiten. (Nicht von meiner Seite) Wegen Nichtigkeiten.
(Nichtigkeiten, die sonst in keinsterweise relevant waren/sind)

Ich weiß nicht ob ich das korrekt wieder gebe, ist halt schwer nieder zu schreiben was man wirklich meint Sad.

Dürfte ich dich Fragen was du mit "wenn das längerfristig ganz wegfällt" meinst ?

Ganz ehrlich hoffe ich das ich mir ein Kopf um nichts mache !

Danke dir

#19


F
Na ja,genau das meinte ich.
Dass da was sein könnte,wenn sie sich regelmässig aus der Zweisamkeit rauszieht.

Hast Du sie mal direkt darauf angesprochen?
Was bringt sie zur Sprache,wenn ihr streitet?

Im Alltag ist keine Zeit zum streiten.Da muss man funktionieren...
Mein Mann und ich streiten auch im Urlaub oder in der Freizeit.

Wir haben keine (gemeinsamen) Kinder,da kann ich also nicht wirklich mitreden.
Aber ich arbeite seit über 10 Jahren in Privathaushalten als Putzfrau.
Und nach einigen Jahren vertrauen einem die Frauen auch schon einiges an.

Die meisten fühlen sich in der Kindererziehung zu sehr alleingelassen.
Nach dem Motto: der Mann bringt zwar das Haupteinkommen nach Hause,möchte aber ansonsten gerne in Ruhe gelassen werden.

Keine Ahnung,ob das bei euch auch der Fall ist.
Das wäre halt der "Klassiker"...


Wenn Du es wirklich wissen möchtest,frag sie,ob und was ihr fehlt.

#20


A


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Dr. Reinhard Pichler
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