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BerlinGirl
Ich bitte um Erfahrungsaustausch mit Bindungsphobikern, ich bin ziemlich ratlos.

Vor einem Jahr lernte ich einen Mann (29) kennen. Relativ schnell, nach dem 3. Treffen war klar, dass mit ihm was nicht stimmt. Er wurde von Treffen zu Treffen immer unsicherer, wollte mich plötzlich nicht mehr küssen, hatte Panikattacken. In den darauffolgenden Monaten gab es aus heiterem Himmel 2 Kontaktabbrüche. Nach jeweils 2-3 Wochen kam er wieder an, mit langen Entschuldigungsmails. An ihn war auch nie ein herankommen, er redete nie über Gefühle, was ihn bewegt, über Hobbies & Interessen, alles musste man ihm aus der Nase ziehen. Ich hatte ihn dann mal angesprochen was bei ihm los sei und er meinte er hätte starke Bindungsängste, hatte in seinem Leben erst eine Beziehung die nur on/off war über 3 Jahre. Möchte ich mir ihm eingehender darüber reden oder mache Vorschläge zu einer Therapie ist das Gespräch von seiner aus sofort beendet. Am nächsten Tag kommt dann wieder banales aber ja nichts tiefgreifendes. Was mir unlogisch vorkommt: Es rennt doch niemand mit Panikattacken aus der Wohnung und guckt wie ein Reh kurz vorm Abschuss wenn man nix empfindet oder? Bei Panikattacken muss doch vorher eine empfundene Nähe da gewesen sein? Vorallem nach dem Sex und so nach ner halben Stunde kuscheln war es besonders schlimm. Als er auf Abstand ging nach einem seiner Kontaktabbrüche kam hinterher "ich dachte du hättest eh längst einen anderen" dann unterstellte er mir bei einem "Ausschlag" ich hätte nen Knutschfleck wo er auch nicht locker lies und total misstrauisch wirkte, ja, und seitdem gab es dann keine Treffen mehr. Er hat mir viel bei Whatsapp geschrieben, wenn es mir nicht so gut ging kam sofort ne Mail was los sei und jetzt vor ein paar Wochen fragte ich ganz harmlos nach wann wir uns denn wiedersehen wollen und von ihm kam, es sei besser wenn wir es lassen, es sei besser so, es täte ihm leid wenn ich mehr in der Sache gesehen habe aber es sei ja auch nichts wenn man sich nie sieht. Ich muss dazu sagen, dass er in den letzten Wochen auch mehrmals erwähnte er sei deprimiert. In einer aktiven Depressionsphase wäre das vielleicht auch ne Erklärung. Auf jeden Fall hab ich jetzt echt Angst, dass er sich gar nicht meldet, dass es das jetzt wirklich war auf der anderen Seite höre ich auch immer wieder, dass Menschen mit Bindungsangst immer wieder zurück kommen. Stimmt das? Ich weiß, dass ich ihm nicht helfen kann aber ich mag ihn sehr und bin nicht bereit ihn aufzugeben.

27.05.2016 20:07 • 09.06.2016 #1


17 Antworten ↓


Hallo,
Bindungsangst ist keine eigenständige Störung, sondern ein Symptom, daß viele andere Störungen mit sich bringen. Ob dein Bekannter wieder zurück kommt, ist m.E. nicht von seiner Bindungsangst abhängig. Du wirst es drauf ankommen lassen müssen oder deine Hoffnung begraben. Eigentlich ist es vielmehr die Frage, wie du mit solchem Menschen zurecht kommst. Denn wenn dich seine Eigenheit stört, hat es doch wenig Sinn, Hoffnung auf ihn zu setzen.

Grüße

04.06.2016 13:51 • #2



Kommen Menschen mit Bindungsangst wieder zurück?

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FeuerWasser
Zitat:
Bindungsangst ist keine eigenständige Störung

Dem muss ich widersprechen. Bindungsstörungen (auch bei Erwachsenen) werden im ICD 10 unter F94.. eingestuft oder F41..
Bindungsstörungen sind wohl eine eigenständige Störung und können so stark ausgeprägt sein, dass Betroffene ihre Symptome als regelrecht
lebensbedrohlich wahrnehmen und ihr lebtag lang keine festen Beziehungen eingehen.
Ob jemand wieder kommt hängt schon auch mit der Bindungsstörung zusammen denn die charakterisiert sich in innerer Zerrissenheit und typischen
on-off-Beziehungen. Es würde mich keinesfalls wundern wenn er nach einer gewissen Abstandsphase nicht wieder zurück käme. Auch würde ich
BerlinGirl anraten sich selbst zu reflektieren. Häufig trifft man nicht einfach so auf einen Bindungsphobiker denn das sagt oft auch viel über das eigene
Nähe-Distanz-Verhalten aus.

04.06.2016 17:36 • x 1 #3


ICD 10 F94 - Störungen sozialer Funktionen mit Beginn in der Kindheit und Jugend, ICD 10 F41 - andere Angststörungen

@FeuerWasser wo steht im ICD die Bindungsstörung für Erwachsene als eigenständige Störung? Die einzige Bindungsstörung, die ich als überwiegend eigenständig einschätzen würde, wäre die schizoide Persönlichkeitsstörung. Aber wie bei vielen weiteren Störungen ist die Bindungsstörung nur ein Symptom vieler. Niemand ist abgekapselt bindungsgestört, ohne nicht weitere Störungen aufzuweisen. Die in der obigen Nachricht angeklungen depressiven Verstimmungen sind ein wichtiger Hinweis darauf, daß hinter der Bindungsstörung durchaus weiteres zu erwarten steht.

Man sollte sich vor Augen führen, ob man selbst bereit ist, so eine Beziehung zu führen, wenn zu Beginn bereits Erwartungen nicht erfüllt werden können, die eine liebevolle und vertrauensvolle Beziehung aber eigentlich vorraussetzen.

04.06.2016 21:57 • #4


FeuerWasser
Die Diagnose wird zusammengefasst unter frühkindliche Bindungsstörung und auch unter "sonstige Angsterkrankungen" weiß ich das.

Eine Bindungsstörung ist "die kleine Schwester" der schizoiden PS und das weiß ich so genau weil ich selbst 1. seit zig Jahren die Diagnose einer schizoiden PS habe und mein Partner ein Bindungsphobiker ist und ich seinen Befundbericht kenne inkl ICD Schlüssel und diese Diagnose auch schon bei anderen gesehen habe.
Eine Bindungsstörung KANN als Symptom infolge einer Borderline PS oder narzistischen PS auftreten genauso wie als "Hauptdiagnose". Genauso können die verschiedensten Formen von Depressionen symptomatisch auftreten und als Hauptdiagnose. Auch dissoziative Störungen können symptomatisch und als Hauptdiagnose in Erscheinung treten. Es schmälert unterm Strich nicht die Problematik.

Ob die Fragestellerin damit zurecht kommt oder nicht kann sie nur selbst entscheiden und wenn sie vllt. auch selbst Probleme mit Nähe und Distanz hat dann kann man sich nicht mit Logik vor Augen führen ob man so eine Beziehung führen möchte. Dazu klickst du dich bestenfalls hier mal durch einige Fragestellungen wieviele Männer und Frauen teils über Jahre solche Verbindungen aufrecht erhalten, die von Liebe schreiben und emotionale Abhängigkeit leben.

05.06.2016 00:03 • x 1 #5


Zitat von FeuerWasser:
Die Diagnose wird zusammengefasst unter frühkindliche Bindungsstörung und auch unter "sonstige Angsterkrankungen" weiß ich das.

Eine Bindungsstörung ist "die kleine Schwester" der schizoiden PS und das weiß ich so genau weil ich selbst 1. seit zig Jahren die Diagnose einer schizoiden PS habe und mein Partner ein Bindungsphobiker ist und ich seinen Befundbericht kenne inkl ICD Schlüssel und diese Diagnose auch schon bei anderen gesehen habe.
Eine Bindungsstörung KANN als Symptom infolge einer Borderline PS oder narzistischen PS auftreten genauso wie als "Hauptdiagnose". Genauso können die verschiedensten Formen von Depressionen symptomatisch auftreten und als Hauptdiagnose. Auch dissoziative Störungen können symptomatisch und als Hauptdiagnose in Erscheinung treten. Es schmälert unterm Strich nicht die Problematik.

Ob die Fragestellerin damit zurecht kommt oder nicht kann sie nur selbst entscheiden und wenn sie vllt. auch selbst Probleme mit Nähe und Distanz hat dann kann man sich nicht mit Logik vor Augen führen ob man so eine Beziehung führen möchte. Dazu klickst du dich bestenfalls hier mal durch einige Fragestellungen wieviele Männer und Frauen teils über Jahre solche Verbindungen aufrecht erhalten, die von Liebe schreiben und emotionale Abhängigkeit leben.


Es gibt keinen ICD 10 F... - Schlüssel mit der genauen Bezeichnung 'Bindungsstörung/-angst' (außer als kindliche Entwicklungsstörung), die ohne jede weitere Störung, autonom und unabhängig existiert. Ein Mensch hat nicht einfach nur Bindungsstörung und Punkt. Die Bindungsstörung ist begleitendes Element.
Es gibt einen eigenen ICD 10 Schlüssel für Depression und der ist sogar unterteilt. Da eine Depression nicht nur eine psychische, sondern auch physische Erkrankung ist, so wird der Krankheitswert ganz anders gewichtet. Wird sie nicht nach ICD 10 festgestellt, ist es nicht die Krankheit - sondern lediglich eine depressive Verstimmung.

Grüße

05.06.2016 00:43 • #6


FeuerWasser
Zitat:
Ein Mensch hat nicht einfach nur Bindungsstörung und Punkt.

Du willst also absprechen was bei meinem Partner schwarz auf weiß auf dem Bericht steht, das was ein Verhaltenstherapeut diagnostiziert hat und im Befundbericht begründet hat? Ernsthaft? Wer bist du um das beurteilen zu können?

Davon abgesehen hat das doch auch mit der ursprünglichen Frage nichts mehr zu tun .. oder geht es jetzt deinerseits nur um krampfhafte Rechhaberei?
Hast du dich schon mal mit dem Buch "Jein" von der Psychotherapeutin Stefanie Stahl auseinander gesetzt? Da könntest du noch was lernen zu deiner festzementierten Sichtweise!

05.06.2016 10:23 • x 1 #7


Zitat von FeuerWasser:
Zitat:
Ein Mensch hat nicht einfach nur Bindungsstörung und Punkt.

Du willst also absprechen was bei meinem Partner schwarz auf weiß auf dem Bericht steht, das was ein Verhaltenstherapeut diagnostiziert hat und im Befundbericht begründet hat? Ernsthaft? Wer bist du um das beurteilen zu können?

Nein, ich habe lediglich festgestellt, daß es keinen ICD 10 F... Schlüssel mit der genauen Bezeichnung 'Bindungsstörung'/Bindungsangst' gibt, außer als kindliche Entwicklungsstörung.
Dein Partner geht mich gar nichts an, oder war er Inhalt der Frage? Hast du jetzt eine neue Frage gestellt? Na dann los, ich bin ganz Auge! Ansonsten kannst du deine verbalen Attaken einfach mal lassen.

Zitat:
Davon abgesehen hat das doch auch mit der ursprünglichen Frage nichts mehr zu tun .. oder geht es jetzt deinerseits nur um krampfhafte Rechhaberei?
Hast du dich schon mal mit dem Buch "Jein" von der Psychotherapeutin Stefanie Stahl auseinander gesetzt? Da könntest du noch was lernen!

Es geht hier auch nicht um Stefanie Stahl oder um Rechthaberei. Du hast meiner Ansicht wiedersprochen und dazu habe ich geantwortet. Du hast behauptet, es gäbe einen o.g. ICD 10 F... und du hast eine Depression mit eigener ICD 10 F... Systematik als 'symptomatisch' auftretend bezeichnet. Das ist sie aber unter keinen Umständen, da sie substanziell gesehen eine psychische wie physische Erkrankung ist. Sie tritt zusätzlich zu anderen Störungen auf. Wird sie nicht als ICD 10 F ...extrahiert, dann ist sie auch keine Depression, sondern eine depressive Verstimmung.

Im Übrigen kann das hier jetzt monatelang so weiter gehen, denn wenn zwei Schizoide diskutieren, findet sich gewöhnlich kein Konsenz. Lernen ist nicht deine Stärke, sonst hättest du genau gelesen und verstanden, was ich eigentlich meine.

05.06.2016 10:44 • #8


FeuerWasser
Zitat:
Dein Partner geht mich gar nichts an, oder war er Inhalt der Frage? Hast du jetzt eine neue Frage gestellt? Na dann los, ich bin ganz Auge! Ansonsten kannst du deine verbalen Attaken einfach mal lassen.

Du stellst die Behauptung auf, dass es "nur Bindungsangst nicht gebe, Punkt" und das ist völliger Unsinn. Deswegen auch mein Verweis auf das Buch. Klar jetzt?

Richtig, ich habe deiner Ansicht zurecht widersprochen und das verträgst du offenbar nicht.

Zitat:
und du hast eine Depression mit eigener ICD 10 F... Systematik als 'symptomatisch' auftretend bezeichnet.

RICHTIG!

Zitat:
Du hast behauptet, es gäbe einen o.g. ICD 10 F...

Vielleicht solltest du erstmal richtig lesen lernen ich habe wörtlich geschrieben "wird eingestuft"

Zitat:
Lernen ist nicht deine Stärke

Aber deine, das ist offensichtlich

05.06.2016 11:10 • x 1 #9


Zitat von FeuerWasser:
Zitat von Reenchen:
Dein Partner geht mich gar nichts an, oder war er Inhalt der Frage? Hast du jetzt eine neue Frage gestellt? Na dann los, ich bin ganz Auge! Ansonsten kannst du deine verbalen Attaken einfach mal lassen.

Zitat von FeuerWasser:
Du stellst die Behauptung auf, dass es "nur Bindungsangst nicht gebe, Punkt" und das ist völliger Unsinn. Deswegen auch mein Verweis auf das Buch. Klar jetzt? Richtig, ich habe deiner Ansicht zurecht widersprochen und das verträgst du offenbar nicht.


Wir können jetzt nochmal von vorn anfangen. Du hast mir widersprochen, obwohl du eigentlich nur geschrieben hast
Zitat:
"Dem muss ich widersprechen. Bindungsstörungen (auch bei Erwachsenen) werden im ICD 10 unter F94.. eingestuft oder F41.."
Das ist so nicht richtig, da Bindungsangst keinen eigenständigen ICD 10 F...Schlüssel hat, sondern begleitend für viele weitere Störungen steht. Damit ist meine Behauptung, daß Bindungsangst keine eigenständige Störung ist, richtig.

Zitat von Reenchen:
und du hast eine Depression mit eigener ICD 10 F... Systematik als 'symptomatisch' auftretend bezeichnet.

Zitat von FeuerWasser:
RICHTIG!

Das ist falsch. Siehe meine bisherigen Auslassungen zur Depression.
Zitat von Reenchen:
Du hast behauptet, es gäbe einen o.g. ICD 10 F...

Zitat von FeuerWasser:
Vielleicht solltest du erstmal richtig lesen lernen ich habe wörtlich geschrieben "wird eingestuft"

Wie du es geschrieben hast, habe ich eben nochmal wörtlich zitiert. Bei allen Negierungen, die du bis jetzt abgezogen hast, kommen wir ja wieder zu der richtigen Folgerung: es gibt keine Bindungsangst als eigenständige Störung.

Zitat von FeuerWasser:
Lernen ist nicht deine Stärke

Deine Stärke ist maulen-oder?
Zitat von FeuerWasser:
Aber deine, das ist offensichtlich

Lies dir doch einfach nochmal unseren Dialog durch und erkenne, was das eigentliche Problem ist.

05.06.2016 11:58 • #10


Ist es euch denn nicht möglich, eure Auseinandersetzungen in einen anderen Thread oder in eine PN zu verlagern. Ich finde das, was ihr hier aufführt der Themenerstellerin gegenüber nicht fair.

Im übrigen bin ich selbst auch betroffen, von Schizoidät und ävPS. Aber ist das so sehr von Bedeutung, ob das jetzt da aufgefüht ist oder nicht? Ist nicht jeder Mensch sowieso individuell? Und ist nicht jeder Mensch von mehreren Persönlichkeiten betroffen, nur halt von der einen etwas mehr und von der anderen etwas weniger?

Was ihr hier aufführt ist ein Machtkampf, der nicht wirklich zum Thema beiträgt. Mich interessiert das Thema, nicht, wie ihr euch streitet.

05.06.2016 15:00 • x 3 #11


Hallo BerlinGirl,

ich glaube, ich habe (für mich) eines der besten Bücher, gefunden, das ich jemals in Händen hielt:

Steven Carter, Julia Sokol: "Nah und doch so fern - Beziehungsangst und ihre Folgen"

Ich habe mich ja schon immer in besonderer Weise von Männern mit einer, in einer gewissen Weise Bindungsunfähigkeit angezogen gefühlt. Ich hatte auch niemals Probleme damit, sie in ihrem Anderssein zu akzeptieren, aber ich habe nie begriffen, in wieweit dies in meiner eigenen Persönlichkeit begründet ist. Ich wusste natürlich schon davon, dass dies so ist, aber diesen Mechanismus hatte ich nicht verstanden. Jetzt bin ich einen Schritt weiter.

Ich empfinde das Buch sehr empfehlenswert. Ich habe es bereits ein weiteres Mal bestellt, weil ich es zu verschenken gedenke.


Hier ein Link, in dem das Buch etwas beschrieben ist:

http://www.smartredirect.de/redir/click ... st-47.html



Mittlerweile habe ich noch ein zweites Buch gefunden, das ich ganz ähnlich gut empfinde:

Matthias Jung: "Ich liebe dich. Nur nicht grad jetzt."

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... WCJ5szBTjg


Vielleicht könnten dir diese Bücher ja auch etwas weiter helfen.

05.06.2016 15:47 • x 1 #12


BerlinGirl
Danke für die bisherigen Antworten. Ich hätte mir gewünscht, dass man mehr auf meine Frage eingeht. Die Antworten von Feuer Wasser und Zärtlich Liebende
(DANKE übrigens für den Buchtip!) fand ich noch am hilfreichsten und kommen auch meinen Erfahrungen am nächsten. @reenchen: Diese Provokationsspitzen fand ich wirklich unnötig. Ich sehe das auch so, dass viel in mir selbst liegt, dass ich mich von ihm so angezogen fühle. Er hat sich auch in der Zwischenzeit wieder gemeldet mit einer langen Entschuldigung. Ich weiß aber auch, dass das nicht lange anhalten wird und eine ewige on-off-Geschichte bleibt, zumindest solange ich das zulasse.

06.06.2016 00:16 • #13


BerlinGirl
Manchmal hab ich das Gefühl seine Zerrissenheit selbst zu leben und weiß in diesen Abstandsphasen oft nicht mehr was mehr wiegt: Wut oder Mitgefühl.

06.06.2016 00:29 • #14


Hallo @BerlinGirl
Zitat:
Ich hätte mir gewünscht, dass man mehr auf meine Frage eingeht.
Dafür entschuldige ich mich bei dir. Ich habe im falschen (mir eigentlich wesensfremden) Thema geschrieben, weil ich auf der "anderen" Seite stehe. Ich bin der, der in Beziehungen verläßt und es tut mir kein wenig leid. Niemals war es umgedreht. Ich kehrte auch niemals in eine Beziehung 'zurück'. Wozu? Seit meiner Scheidung, die bereits 16 Jahre her ist, führe ich gar keine Beziehungen mehr. Bin kein Herzmensch. Dein Thema ist so oben geblieben und nebenbei habe ich eine interessante Diskussion geführt, die allerdings nicht wirklich in dein Thema gehört hat. sorry. Bin jetzt lieber ganz raus aus deinem Thema.

Grüße

06.06.2016 06:46 • #15


Hallo BerlinGirl,

Diese Bücher habe ich deshalb gelesen:
(Das ist meine Vorstellung gewesen).

Es ist mittlerweile schon einige Zeit vergangen und ich habe viele unterschiedliche Gefühle durchlebt. Aber es scheint ein Frage des Vertrauens zu sein. Gerade in letzter Zeit kommt er (von sich aus) immer mehr und auch näher auf mich zu. Und nein, es ist kein Liebesverhältnis, überhaupt nicht. Aber es fühlt sich richtig schön an, dass es einfach immer wieder nochmal ein Stück vertrauter wird.

Vielleicht ist ja ein geduldiges Abwarten noch lange nicht der schlechteste Weg.

Aber das ist meine Erfahrung. Verallgemeinern lässt sich das ja wohl nicht. Das Buch "Jein von Stephanie Stahl habe ich auch gelesen. Aber das empfiehlt mir zu sehr das Abbrechen einer solchen Beziehung. Das Buch "Nah und doch so fern" (Achtung, gibt es noch ein Buch mit dem selben Titel, aber von anderen Autoren), das zeigt auf, dass man selbst auch Anteil daran trägt und sehr wahrscheinlich auch davon betroffen ist. Du musst wissen, ich bin seit 27 Jahren verheiratet. Und ja, Bindungsängste kann man auch tatsächlich in Beziehungen leben. Mich jedenfalls hat es von den Socken gehauen, wie sehr ich unsere Ehe in diesem Buch teilweise wieder beschrieben fand. Dadurch wurde bei mir einiges in Gang gesetz. Und ich kann dir sagen, sehr erfolgreich. Der Zugang zum Nachbarn ist zwischenzeitlich sehr herzlich und vertraut geworden. Zudem habe ich einen besten Freund gefunden, der eigentlich auch bindungsängtlich ist und zu dem mich seit nunmehr zwei Jahren eine sehr herzliche und innige Freundschaft verbindet. Und ich habe Zugang zu meinem Mann bekommen, der richtig derbe schizoid veranlagt ist.

Nicht verschweigen darf ich dabei allerdings, dass ich seit 2013 eine ambulante (analythische) Therapie besuche, die selbstverständlich zu meinen eigenen Veränderungen auch sehr beigetragen hat. Ich bin immer noch Einzelgänger, habe aber mittlerweile einen sehr viel intensiveren Wunsch nach Nähe entwickelt. Ich glaube, das ist für die andern spürbar.

Früher, da habe ich geklammert. Aber das waren Ängste. Heute muss ich nicht mehr klammern. Ich habe bemerkt, so kommen und bleiben sie viel eher.

Ich hoffe, du kannst damit was anfangen.

Liebe Grüße
ZL


Ach so, weshalb ich auf solche Abwege geriet? Mein Mann ist Alk. und verhielt sich permanent sehr verletzend. Er ist mittlerweile schon gute zwei Jahre wieder trocken und der beste Mensch, den man sich vorstellen kann.

07.06.2016 10:00 • x 1 #16


Hier findest du Videos zu unterschiedlichen Ängsten:


https://www.psychic.de/bindungsangst-be ... sangst.php

08.06.2016 20:18 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zitat von Zärtlich Liebende:
Im übrigen bin ich selbst auch betroffen, von Schizoidät und ävPS. Aber ist das so sehr von Bedeutung, ob das jetzt da aufgefüht ist oder nicht? Ist nicht jeder Mensch sowieso individuell? Und ist nicht jeder Mensch von mehreren Persönlichkeiten betroffen, nur halt von der einen etwas mehr und von der anderen etwas weniger?


Hierzu noch eine Ergänzung (zwecks der Korrelation der PS miteinander):
http://www.krankheiten.de/Psychiatrie/s ... oerung.php

09.06.2016 18:10 • #18



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