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Hallo zusammen,
Würde mich gerne an alle richten aber vorallem an die Frauenwelt.
Ich bin mit meiner Freundin 1,5 Jahre zsm.
Ich 23, sie 19.
wir haben einiges durch in unserer Beziehung und waren auch mal 4/5 Wochen komplett getrennt, sind aber wieder zsm gekommen und es lief eigentlich alles besser als in der "alten" Beziehung.
Grund bei der Trennung damals waren zu viele kleine streitereien die zugegebenermaßen oft von mir verschuldet wurden. Mein Problem ist die Eifersucht. Mit dieser Eifersucht habe ich gemerkt dass ich alles kaputt mache.
Haben uns vor Ca. 3 Wochen ziemlich heftig gestritten wegen dieser Eifersuchtssache.

Um es kurz zu fassen hat sie recht mit dem Eifersuchtsproblem. Ich habe es eingesehen und bessere mich und bin dabei mich zu bessern.
Sie sagt das es schei. war usw.

Jetzt das eigentliche Problem momentan.
Sie sagt sie will mit mir zsm sein und durch diese schwere Phase aber sie will abstand erst einmal. Was soll mir das sagen?
Wir wohnen Etwas weiter voneinander weg und sehen uns nur am WE. Für mich ist das schon Abstand genug... Jetzt hat sie mir dieses WE unser Treffen abgesagt weil sie keine Zeit hat und ich bin natürlich sauer...sie sagt ich übertreibe. Sie ist anders zu mir als sonst.
Ich meine, klar ist es schei. mit der Eifersucht aber ich bin ja schließlich nicht fremd gegangen, dass man so blöd zu mir ist.

Was sagt ihr dazu? Ist sowas normal? Wie kann man sowas in den Griff kriegen ? Wie geht man am besten durch so eine schwere Phase ?

Vielen Dank euch!

19.02.2016 17:49 • 23.02.2016 x 1 #1


13 Antworten ↓


Hm, wenn sich das weiter zum Negativen wenden sollte, dann würde ich mir überlegen, ob es für eine Beziehung reicht, bzw. ob ich denn so glücklich wäre. Kann sie so glücklich sein?

19.02.2016 23:03 • #2


Also natürlich geht das nicht auf Dauer. Das sie gesagt hat, dass sie abstand braucht ist jetzt seit so 10 Tagen Ca.
Sie sagt dass es irgendwann wieder normal wird aber sie braucht das wohl halt. Ich verstehe es nicht wirklich aber irgendwie will und muss ich es akzeptieren, weil ich sie nicht verlieren möchte

20.02.2016 01:28 • #3


Also wenn einer (durch seine Eifersucht) versucht, mich einzuengen, dann gehe ich auch auf Abstand. Wenn ich das nämlich nicht mache, dann laufe ich Gefahr, mich irgendwann nur noch eingesperrt und kontrolliert zu fühlen. Und dann müsste ich wirklich ausbrechen.

Ich möchte gar nicht wissen, wie das dann aussehen würde.


Ich bin verheiratet. Ich war schon mal, mit Wissen meines Mannes, vier Tage/drei Nächte lang mit meinem bsten Freund, in einer Ferienwohnung (Typ C, zwei getrennete Schlafzimmer) untergebracht, im Wohenendurlaub. Und es ist nichts passiert - aber schon absolut auch gar nichts! Dafür konnte ich die Erfahrung machen, dass mein Mann mir vertraut.

Das empfand ich damals schon als etwas ganz besonders Schönes.

Ich wage es sogar, zu behaupten, dass es viel schwieriger ist, jemanden zu enttäuschen, der einem vertraut und der das Gute in einem sieht, als jemanden, der sowoeso nur das Schlechteste annimmt. Da ist es dann ja eh schon egal. Er glaubt einem ja sowieso nicht. Warum also nicht mal seine Erwartungen erfüllen?


Ich an deiner Stelle würde mir profesionelle Hilfe holen und meine Eifersucht mit Hilfe eines Therapeuten versuchen, in den Griff zu bekommen. Schließlich kann deine Freundin nichts dafür, dass du in früheren Zeiten (vermutlich) des Öfteren alleine/zurück-/ stehen gelassen wurdest. Sie kann nichts für das Verhalten anderer und an deinen Problemen kannst nur du arbeiten. Dafürist sie nicht zuständig.

Mir geht es ähnlich, wie dir. Nur dass mein Problem nicht die Eifersucht, sondern eine sehr heftige Verlssensangst ist. Ich arbeite schon einige Zeit daran und kann inzwischen ganz deutliche Fortschritte erkennen. Dadurch ändert sich auch für mich sehr viel. Ich bin lange nicht mehr so damit beschäftigt, auf den anderen zu warten und ihn zu kontrollieren.

Ich erlebe das als Befreiung. Ich fühle mich damit selbst auch sehr viel besser, habe Zeit dazu, meine Zeit zu genießen. Ich bin sehr viel aktiver geworden und fühle mich um so vieles freier und lebendiger.

Glaube mir, das ist das wert!

20.02.2016 16:46 • #4


Danke für Deine Antwort.

Also ich habe das mit der Eifersucht wirklich eingesehen, so geht es nicht und ich muss ihr voll vertrauen. Aber ist es denn normal, dass man eine Beziehung weiter will aber abstand braucht? Das passt ja irgendwie nicht so zusammen. Wir haben ja schon den Abstand dass wir uns nur am Wochenende sehen.

Und ich finde, es ist jetzt ein Fortschritt von mir, dass ich sie lasse soweit es geht und nicht immer frage wo sie ist was sie macht etc.
nur was kann ich machen damit sie das sieht und sich das nicht alles "in die Länge zieht" mit dieser Abstandsgeschichte.

Es steht außer Frage, dass die Eifersucht aufhören muss. Aber es ist auch schei. (für mich) dass sie nicht mal langsam anfangen kann wieder normal zu sein.

Ich will auch nicht immer ansprechen müssen, dass sie anfangen soll normal zu sein, weil das auch beschi** ist und wieder nur zu Streit führt.
Dieses "ignorieren" macht mich aber auch fertig auch wenn ich es wahrscheinlich bis zu einer gewissen Grenze verdient habe.

Wie würdet ihr damit umgehen. Hier sind die Menschen wahrscheinlich neutral und ich kann mit neutrale Meinungen einholen. Wenn ich mit Freunden spreche stehen diese natürlich immer ein bisschen mehr "auf meiner Seite" auch wenn Sie Verständnis für sie zeigen..

Vielen Dank vorab

21.02.2016 12:52 • #5


Ich denke, dass sie es sehr wohl sieht und auch sehr wohlwollend zur Kenntnis nimmt. Aber kann sie darauf vertrauen, dass das auch so bleiben wird?

Sicherlich will sie sich einfach diesbezühlich noch etwas Sicherheit einholen.

Wie oft hatte sie dir schon die Einsicht geglaubt? Und wie häufig bist du dann rückfällig geworden?

Ich glaube, dass sie um dich kämpft. Mir erscheint sie mit ihrer glasklaren Linie sehr viel glaubhafter als mit so einer "Ich-weiß-nicht,-was-ich-will-Haltung".

Jedenfalls sagt sie dir ganz klar, was sie von dir erwartet, damit sie an eurer Beziehung festhalten kann. Wäre es ihr egal, könnte sie sich diese Mühe sparen. Also gib nicht ihr die Schuld! Arbeite einfach an deinem Vertrauen, das du ihr entgegenbringst.

21.02.2016 17:16 • #6


Also es ist leider Gottes nicht das erste mal dass ich gesagt habe, es kommt nicht mehr so krass vor mit der Eifersucht und es dann doch wieder vorgekommen ist. Also es ist leider 2/3 mal heftig gewesen. Es hört sich zwar dumm an aber es ist mit jedem Mal besser geworden. Naja ich bin echt da dran und gebe mir Mühe.

Du hast wohl recht dass du sagst wenn es ihr egal wäre dann wäre sie schon längst weg...
Aber ich fühle mich blöd dabei wenn Sie mir "die kalte Schulter zeigt" und ich frage mich wie und wann es denn wieder bei ihr "Klick" macht und sie anfangen kann wieder positiv mit mir umzugehen und mir ihre liebe zu zeigen, eben wie eine ganz normale Beziehung halt.

ich war gestern bei ihrer Schwester auf dem Geburtstag und wir saßen mit ihrer Familie. Später haben wir alleine etwas geredet und sie sagte mir dass sie das alles sieht und merkt aber sie braucht halt Zeit und kann momentan nicht auf normal tun...

Ich hoffe du hast recht, dass sie auch um die Beziehung kämpft. Es ist echt schwer im Moment.

Du hast gesagt du warst auch mal in der Krise, auch wegen Eifersucht. Wie seid ihr denn da raus gekommen ?

Danke!

22.02.2016 19:08 • #7


Nein, eifersüchtig in dem Sinne war ich nie. Ich leide unter sakrischen Verlassensängsten. Aber unter`m Strich dürfte das auf `s Gleiche rauskommen.

Wir sind nicht durch. Er fühlt sich permanent überfordert und ich laufe auch Gefahr, ihn zu verlieren. Aber ich mache Therapie und komme immer besser damit klar, dass er eben auch das Recht auf sein eigenes Leben hat. Ich bin nicht mehr so auf ihn fixiert und suche mir andere Kontakte und Interessen. Das lenkt ab und tut dem eigenen Selbstwertgefühl gut. Ganz wichtig dabei erscheint mir aber auch, dass mir zunehmend klarer wird, woher meine Ängste kommen. Sie haben nichts mit diesem Freund zu tun, sondern stammen aus meiner Kindheit, in der ich (aus der Sicht des Kindes) einfach immer und immer wieder verlassenn wurde.

Ich klammere auch.

22.02.2016 21:41 • #8


Naja es ist denk ich mal vergleichbar. Das sie ihr eigenes Leben hat usw. ist schon klar und ich denke da gab es bei uns auch nicht so die Probleme. Die Sache ist einfach nur, dass ich sie nicht verlieren möchte und vorallem nicht durch so einen Blödsinn wie momentan. Das ist sowas von unnötig und ich möchte verstehen, wieso sie Abstand will aber dennoch mit mir sein will.
Das ist etwas was nicht in meinen Kopf geht..

Wenn man sagt lass mich mal 3,4 Tage in Ruhe...ok das seh ich irgendwie ein. Aber es geht ja jetzt schon seit mehr als einer Woche so...
Mir kommt es vor wie Monate. Ich bin echt ratlos...

22.02.2016 21:48 • #9


Vielleicht war es ihr ja einfach zu viel. Vielleicht fühlt sie sich von dir kontrolliert, eingeengt und unter Druck gesetzt. Das ist auch nicht anders als bei der Arbeit. Da fühlt man sich nicht wohl. Und du überschreitest damit auch ihre Grenzen. Permanent!

Meiner Meinung nach zeigt sie da einfach nur eine ganz gesunder Reaktion.
Zeige ihr, dass es dir ernst ist. Beginne eine Therapie. Also das würde ich von dir erwarten. Denn nur davon zu reden, das bringt dich nicht wirklich weiter. das hat sich in der Vergangenheit ja gezeigt. Und du bist damit einfach unglaubwürdig (geworden).

22.02.2016 22:01 • #10


Mehr als zeigen, dass ich mich bessere kann ich ja nicht. Bin ja eben gerade dabei.
Es nervt aber permanent "abgewiesen" zu werden und wie irgendein Typ behnadelt zu werden und nicht wie ihr Freund verstehst du.

Ich denke viel nach und manchmal denke ich mir: Führt die mich jetzt an der Nase herum?
"Macht was sie will" weil sie weiß er wird eh bleiben...

Es gehen einfach 100.000 Sachen durch den Kopf und nicht immer positive.

23.02.2016 09:00 • #11


Dann mach doch auch einfach mal was anderes. Im Prinzip machst du ja schon wieder Vorwürfe und begibst dich in eine Erwartungshaltung. Aber sie ist nicht für dein Glück zuständig. Dafür musst du schon selbst etwas tun. Und wenn du auch mal eine neue Haltung einnimmst, dann machst du dich damit doch auch ein Stück interessanter. Du forderst! Du lässt ihr nicht ihr eigenes Tempo. Aber Vertrauen lässt sich nicht erzwingen. Das muss wachsen. Und nur, weil du ihr Freund bist, heißt das noch lange nicht, dass sie sich von dir alles muss bieten lassen. Sie hat da trotzdem das Recht, Ihre Grenzen aufzuzeigen. Sie ist Mensch mit Bedürfnissen und hat nicht für dich zu funktionieren.

23.02.2016 13:15 • #12


Meiner Meinung nach: Wenn man jmd etwas "verzeit" dann sollte man es nach einer gewissen Zeit auch gut sein lassen. Ich habe es eingesehen, dass ich Fehler gemacht habe, wer macht das nicht.
Nur ist es meiner Meinung nach, für mich kontraproduktiv, wenn sie mich die ganze Zeit "hinhält" und nur das nötigste macht, damit ich da bleibe, verstehst Du?

Ich fordere nichts, außer wieder Normalität...Step by Step. Nicht von jetzt auf gleich als wäre nie etwas gewesen. Das funktioniert auch nicht, das ist mir schon klar.
Ich bin jedes WE unterwegs, auch ohne Sie. Das war früher so als alles normal war und das ist jetzt auch so. Wir sind 6 von 7 Tagen in der Woche nicht zsm unterwegs. Was soll man noch anderes machen außer sich 6 Tage lang nicht sehen und 6 Tage lang was anderes machen?

Es ist was anderes wenn man zsm wohnt, oder ein paar Minuten voneinadner wohnt und sich von mir aus 4/5 mal in der Woche sieht. Da sagt man lass mir mal ne Woche oder lass uns mal paar Tage nicht sehen oder sowas in der Art, damit man auch was alleine machen kann.

Man muss unsere Beziehung als eine Art "Fernbeziehung" sehen.

Ich bin momentan echt traurig, wegen Ihr, weil ich will dass alles in Ordnung ist und ich mir Mühe gebe. Deswegen ist sie in diesem Fall auch dafür "zuständig dass ich glücklich bin".

Was für eine neue Haltung meinst Du denn?
Sie muss sich von mir auch garnichts bieten lassen, ich mache ja nicht sonst irgendwie was.
Es lief ja sonst auch...

Weiß nicht, korrigiert mich wenn ich falsch liege.
Wir wollen beide unsere Beziehung retten sonst wären wir nicht mehr zsm.
Das geht aber in meinen Augen schlecht alleine oder auf meine oder ihre Art.
Sondern auf eine gemeinsame.

Nur das kann man ihr irgendwie schlecht begreiflich machen.......

23.02.2016 14:35 • #13


Vielleicht hast du sie einfach schon zu sehr verletzt. Und jetzt braucht sie Zeit. Und du forderst wohl! Du drängst sie nämlich. Sie soll für dich funktionieren.

Zusammensein heißt auch, Verständnis und Geduld aufzubringen. Aber du willst nur. Du benimmst dich, wie ein trotziges Kind.


PS. Ich benehme mich derzeit genau so bescheuert. Kann es auch irgendwie nicht lassen.

Das, was ich dir schreibe, richtet sich im gleichen Maße auch an mich. Und mir geht es gar nicht gut damit. Wir streiten nur noch. Und ich weiß, dass meine Angst das ist, was am meisten belastet. Und trotzdem gewinnt sie immer und immer wieder an Oberwasser. Und ich, ich fühle mich so krank dabei.

23.02.2016 22:09 • #14





Dr. Reinhard Pichler