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Hallo Liebe Forumuser,

ich bin froh, dieses Forum gefunden zu haben vielleicht kann mir jemand von euch weiterhelfen oder einen Rat geben.

Ich bin 31 Jahre alt, weiblich und befinde mich auch schon in Therapie.
Gerade sind wir bei einem schwierigen Thema in der Therapie angelangt (Angst vor Nähe) Wenn ich jemanden kennenlerne oder mich jemand anspricht kriege ich einfach Angst und Panik. Ich lasse es einfach nicht zu, dass mich jemand näher kennenlernen kann, weil ich teilweise im vornerein schon abblocke. Wobei ich hier nicht von Freundschaften rede, sondern von Beziehungen.

Es fällt mir einfach schwer meine Ängste genau zu beschreiben, ich kann zwar sagen, dass folgende Symtome in dieser Situation auftreten, wie z.b Rot werden, schwitzen, Herzrasen und das Gefühl zu haben flüchten zu wollen usw. aber ich kann schwer meine Gedanken dazu festhalten ich meine damit ich kann nicht sagen, was ich dabei denke. Ich habe das Gefühl, dass ich in bestimmten Situationen einfach nur noch fühle, und diese Gefühle so mächtig sind, dass ich garnicht mehr Denke dabei sondern nur noch fühle. Ähm, ok das ist ein bissel komisch beschrieben, aber anders weiss ich mich nicht auszudrücken.

Meine Therapeutin meinte, dass ich meine Ängste und Gedanken aufschreiben soll und genau das ist mein Problem. Ich kann meine Gedanken einfach nicht "greifen". Habe ich angst, dass die Person mich ablehnt oder habe ich angst verletzt zu werden usw ? Ich weiss es einfach nicht...es macht mir einfach angst. Kennt ihr so etwas auch ?

Ich sitze hier vor einem leeren Blatt und weiss nicht was ich schreiben soll......

Liebe Grüße MacFee

16.01.2009 18:04 • 17.01.2009 #1


4 Antworten ↓


Hallo MacFee !

Ich bin M und 49 Jahre alt, ich habe genau die gleichen Ängste.

Mit Gedanken hat das alles meistens nur sehr wenig zu tun, Gedanken kann man ändern.
Bei mir sind es Gefühle, Gefühle der Angst, sie bestehen aus Folgendem:

Die Angst den gewonnenen Menschen wieder verlieren zu können.
Die Angst, für eine Beziehung nicht "gut" genug zu sein.
Die Angst, zuviel für die erhaltene Liebe geben zu müssen.

Seit meiner frühesten Jugend bin ich auf der Flucht vor Beziehungen, ab einer bestimmten Nähe laufe ich weg.
Den einzigen Weg meinem Verhalten entgegenzuwirken sehe ich jetzt in einer Therapie.

Liebe Grüsse, Helpness

16.01.2009 19:00 • #2



Angst vorm kennenlernen/kontaktaufnahme Hilfe!

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Hallo Helpness,

danke für deine Antwort. Ich denke eine Therapie ist immer ein guter Weg.

Du hast recht, wenn man an sich arbeitet kann man Gedanken ändern.
Wie es mir scheint, weisst du was hinter deinen Ängsten steckt "Angst den Menschen zu verlieren oder nicht gut genug zu sein." Du bist dir darüber bewusst.

Ich dagegen bin mir zwar bewust dass ich Ängste habe kann aber sie nicht wie du deffinieren. Ich weiss nur, dass diese Ängste bis heute dran schuld sind, dass ich noch nie eine richtige Beziehung hatte und umso älter ich werde umso schwieriger wird es für mich.

16.01.2009 20:24 • #3


Hallo MacFee !

Meistens stecken hinter diesen Ängsten frühe Kindheitserfahrungen. Es fehlt sehr oft das "Urvertrauen" zu anderen Menschen.

Ich selbst kann meine Ängste in dieser Sache auch erst seit sehr kurzer Zeit so beschreiben. Früher habe ich das auch nicht verstehen können, ich dachte einfach nur, ich sei halt anders als alle anderen. Habe mich daher auch sehr aus dem Leben zurückgezogen.

Heute kann ich meine Probleme aber benennen, und versuchen sie gezielt anzugehen.

Liebe Grüsse, Helpness

16.01.2009 21:20 • #4


Hallo MacFee,


ich (23, m) kenne dieses Gefühl und die Angst vor Nähe wie du sie beschrieben hast auch und empfinde es auch als sehr belastend, da ich auf der einen Seite gerne jemanden an meiner Seite hätte.

Vermutlich hat das auch seine Ursache darin, dass du Angst davor hast, von der abgewiesenen Person bewertet werden zu können. Bei mir zumindest scheint das so zu sein, ich habe einfach Angst davor, dass ich die Erwartungshaltung der Person nicht erfüllen kann und mein Gegenüber mit meiner Person belaste. Das baut in mir innerlich einen Druck auf, vor allem in kommunikativer Hinsicht: Man muss irgendwie interessant rüberkommen, ich habe total Angst, dass mich die Person in meiner Nähe in ihrem Denken als dumm oder nicht normal einstufen könnte.

Leider hilft mir auch diese Erkenntnis in keinster Weise, weil man ja nie erfährt, was die Leute gerade über einen denken und ich starke Selbstzweifel habe..

Hoffe aber, dass das aber bei dir irgendwie klappt und will dir auf gar keinen Fall den Mut oder deine Hoffnung nehmen!


Lieben Gruß,

Blackeyedboy

17.01.2009 11:46 • #5





Dr. Reinhard Pichler