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Guten morgen, oder schlechter morgen eigentlich!

Ich befinde mich seit einem dreiviertel Jahr wegen Angstattacken in psych. Behandlung. Hatte bis vor kurzem ein Hoch was die Angst angeht, doch dann kam leider wieder ein Tief. Tiefer als es vorher war. Seitdem kommen immer neue Beschwerden hinzu: Kloß im Hals, Beklemmungsgefühl in der Brust, Angst zu ersticken usw... Aber der Höhepunkt des Tiefpunktes war glaub ich gestern abend/heute nacht erreicht:

Ich mache seit kurzem abends Progressive Muskelentspannung mit CD. Danach kann ich eigentlich super einschlafen. Gestern war ein guter Tag, bin nur etwas aufgedreht ins Bett. Konnte mich dann aber schon überhaupt nicht auf die Entspannung einlassen. Und dann gings los! Als ich versuchte einzuschlafen bin ich stundenlang bei der kleinsten Entspannung oder wie soll ich das nennen, beim kleinsten einnicken hochgeschreckt vor lauter Angst. Vorher hatte ich noch ein paar schöne Angstattacken. (Vor dem ersten Schlafversuch überhaupt)

Gibt es sowas? Bin ich total bescheuert? Heute nacht hätte ich am liebsten den Notarzt gerufen und gesagt Hallo, ich werde gerade verrückt, fahrt mich bitte in ne Psychosomatische Klinik! Heute früh gehts mir gut - außer dass ich fix und fertig und müde bin.

Kann es sein, dass ich vielleicht Angst hatte wiedermal mit Bauchschmerzen, Bauchkrämpfen oder Durchfall aufzuwachen? War es die Angst heute früh bei Aldi nicht die Billigklamotten für meine Kids zu bekommen die ich möchte (Gibt es sowas?) Ich kann es mir beim besten Willen nicht anders erklären.

Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen....

Müde Grüße..

June22

12.03.2009 06:44 • 18.03.2009 #1


6 Antworten ↓


Hallo nochmal!

Mir gehts nicht mehr so toll wie heute früh. War jetzt schnell einkaufen und da gings schon wieder los. Beklemmungsgefühl, Angst zu sterben, Angst keine Luft zu bekommen usw... Hab schon extra meine Mutter und meine Schwester mit zum einkaufen genommen, alleine mach ich sowas ja schon garnicht. Wollte gerade schon eine Tablette nehmen. Habe Tavor verschrieben bekommen, für meine Hochzeit letztes Jahr. Dachte, wenn ich da Probleme hab, dass ich sie nehmen kann. Hab Gott sei Dank keine gebraucht. Versuchs die ganze Zeit ohne. Nun war ich so weit, eine zu nehmen, Beipackzettel gelesen, und so viel Angst vor der Tablette bekommen, dass ich sie nicht nehmen kann. So ein Teufelskreis! Was soll ich nur tun? Ich möchte einfach, dass alles so wird, wie es einmal war. Mir gehts gerade richtig mies...

12.03.2009 09:07 • #2



Hilfe!? Gibt es Angst vorm Einschlafen?

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hallo june!

du hast geschrieben, dass du in therapie bist. machst du verhaltenstherapie?

tiefs gehören zum lernprozess dazu, damit muss man leider leben.

deine symtome sind ja an sich die klassischen bei panikattacken, da bist du nicht allein. geht mir manchesmal genauso.
mit dem schlafen hab ich manchmal auch so meine probleme. du darst dich nicht darauf versteifen jetzt unbedingt einschlafen zu müssen. wenn du nicht kannst, dass steh auf und mach irgendwas (lesen, fernschauen, den pc aufdrehen......). ich kann das auch nur schwer, aber zumindest versuche ich es manchesmal
du darfst dich auch nicht zwanghaft zu entspannen versuchen. probier vielleicht mal mittels atemübungen dich zu beruhigen - vorallem auf die bauchatmung achten.

setz dich nicht unter druck. es wird alles wieder so wie es war, oder zumindest annähernd. aber das geht eben nicht von heute auf morgen. aber wenn du daran arbeitest dann hast du zumindest schon den ersten schritt in die richtige richtung gemacht!

ich wünsche dir alles gute!
lg gerhard

12.03.2009 09:42 • #3


Hi June,
ja, leider - oder Gott sei Dank?- sind die Symptome klassisch. Oberstes Gebot für Angsthasen: Nie Beipackzettel lesen, oder googeln.
Liebe Grüße
iris

12.03.2009 09:48 • #4


Hallo!

Was meinst du mit Verhaltenstherapie? Ich denke das ist eine Gesprächstherapie die ich mache. Ich geh dahin, wir reden drüber wies mir geht, sie fragt was über meine Vergangenheit wenn noch Zeit ist, dann beruhigt sie mich. Das wars eigentlich. Was muss ich tun, um eine Verhaltenstherapie zu machen/bekommen?

Danke...

June22

12.03.2009 14:51 • #5


guten morgen june,

die verhaltenstherapie ist eine behandlungsart in der psychotherapie. es wird eben nicht nur geredet, sondern du wirst aktiv mit deinen ängsten konfrontiert und lernst somit damit besser umzugehen (kurzer abriß *gg*).
ich war zuerst auch nur in einer gesprächstherapie. diese war zwar angenehm, half aber nichts. mit der vt bin ich zwar auch noch nicht geheilt, es geht aber deutlich besser.

schau dich mal auf dieser seite mehr um, da findest du sicher infos wie du zu einem therapieplatz kommst.
ansonsten könnte ich dir nur einen link von österreichischen therapeuten geben....

ich hoffe dir geholfen zu haben.

lg gerhard

13.03.2009 07:24 • #6


Hallo!

Ich hoffe, Du liest das jetzt noch, nachdem ich mich einige Tage nicht gemeldet habe! Vielen Dank für die Erklärung zur VT.

Mir gings letzte Woche total schlecht, deshalb war ich nicht mehr online. Ich hab dann aus lauter Verzweiflung meine Therapeutin angerufen, die mir dann mal so richtig in den A.... getreten hat Und dann hats erstmal klick gemacht. Seitdem kann ich mit meinen neuen Symptomen Erstickungsgefühle besser zurechtkommen. Sie kommen zwar noch, aber mir ist jetzt mehr oder weniger klar geworden, dass sie mich nicht umbringen werden. Das läßt die Panik etwas geringer ausfallen.

Wie wird man denn bei einer VT mit seinen Ängsten konfrontiert, wenn man nicht genau weiß, in welchen Situationen sie auftreten? Also wenn ich jetzt Angst hab, ne Rolltreppe zu fahren, dann geht der Therapeut mit mir zu einer Rolltreppe, so stell ich mir das jetzt einfach mal vor. Aber bei mir kommt die Angst in ganz unterschiedlichen Situationen, bei denen ich keinen Zusammenhang erkennen kann. Was macht man dann?

Vielen Dank...

June22

18.03.2009 22:35 • #7




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