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Hallo zusammen,

tut mir leid, dass ich schon wieder was poste, aber ich brauche echt Hilfe, Rat, was auch immer...

Hatte Anfang Oktober eine Panikattacke und seitdem einen Arztmarathon. Bin körperlich gesund und leide wohl an einer Angststörung. Bin auch beim Psychologen in Behandlung. Hätte am 13.01. einen Termin gehabt , aber der wurde abgesagt und auf Mitte Februar verschoben...

Leider geht's mir seit der einen Attacke jeden Tag schlechter, so dass ich schon aufwache und am liebsten nicht aufstehen will. Ich habe seit der Attacke jeden Tag das Gefühl nicht richtig durchatmen zu können und manchmal wird der Druck auf meinem Brustkorb unerträglich. Schwindel habe ich auch ununterbrochen seit 3 Monaten. Bin langsam mit meinen Kräften am Ende....

Schon wenn ich morgens im Bett liege, merke ich wie ich total unruhig (innerlich) bin und das Gefühl habe mein Herz klopft total starkt und mein Puls rast. Messe ich dann, ist aber alles in bester Ordnung. Also ist es tatsächlich nur so ein innerliches Unruhegefühl. Ich habe kaum noch Appetit und Ekel mich regelrecht vorm Essen (obwohl ich Essen immer geliebt habe) und habe 8 Kg abgenommen. Ich zwinge mich was zu essen und mich abzulenken und im Laufe des Tages geht's dann auch, aber morgens ist echt der Horror. Ich habe auch seit der ersten Attacke Schwindel und ständige wirklich jeden Tag das Gefühl nicht genügend Luft zu bekommen... Allein deswegen graut es mich immer schon aufzustehen und den Tag anzugehen... Habe langsam keine Kraft mehr und Angst, dass es nicht mehr aufhört... Bin viel am Weinen und total verzweifelt.

Kennt dieses Gefühl jemand? Wie geht ihr damit um? Ich habe den Eindruck, dass ich demnächst morgens wirklich nicht mehr aufstehe... Ich will das alles nicht und versuche es mit positiven Gedanken, aber das hilft leider kaum noch...

Weiß echt nicht mehr wie ich das schaffen soll. jemand Tipps für mich? Auch wie ich das mit der Atmung wieder richtig hin bekomme?

Danke schon mal.

Liebe Grüße,

Angel

06.01.2016 20:01 • 18.07.2016 #1


4 Antworten ↓


kleiner
Hallo fashion angel,

Das was du gerade mit machst, erinnert mich total an das was ich vor 15 jahren hatte...meine erste Panikattacke.
Das gute erst mal, du weisst schon dass es eine panikattacke ist. Da bist du schon einen schritt weiter, du musdt es akzeptieren denn rückgängig machen kann man es ja nicht mehr.

Nach meiner ersten Attacke hatte ich wochenlang wie du, schwindel, herzrasen, atemnot, ich erkannte mich nicht wieder.
Das macht angst.
Ich war bei sehr vielen Ärzten.
Ich war aber gesund
In einer Zeitschrift las ich dann was über panikattacken. Ich hab gleich wieder eine bekommen weil ich gemerkt habe, oh nein Das hab ich.

Irgendwann hat der Hausarzt mich zum Psychiater geschickt, und von dem bekam ich Antidepressiva.
Die ich erst nicht nehmen wollte, da ich ja nicht verrückt bin.

War mit der Situation total überfordert. War da 19 jahre alt.

Seitdem begleitet mich auch die angst vor der angst, die wirklich sehr anstrengend ist.

Bis du einen Termin beim Therapeut bekommst, kannst du dir vielleicht ein buch zum Thema kaufen.
Da ist alles gut erklärt und hilft für den anfang etwas.

Hattest du in der letzten zeit Stress?

Ich frage das weil bei mir das ganze kam, nachdem ich eine stressige zeit hatte.
Sozusagen im urlaub unter der Sonne mit strand.

Lass dich vielleicht in der Apotheke beraten, ob du vll baldrian oder ähnliches vorerst einnehmen kannst.

Drück dich

06.01.2016 20:57 • #2



Unruhe, Atemnot, Beklemmung - Angst vorm Tag -Hilfe!

x 3


Hallo kleiner,

danke für die Antwort.

Hast du denn jetzt deine Attacken im Griff? Nimmst du nun Medikamente oder wie ging das bei dir weiter?

Stress hatte ich eigentlich nicht wirklich. Ich habe eine sehr schlimme Beziehung (psychische Gewalt) hinter mir, bin seit 2 Jahren jetzt getrennt, aber er lässt mich nicht in Ruhe... Am Ende der Beziehung war ich ganz am Boden und da fingen auch die ersten Beschwerden an, wie ich jetzt im Rückblick festgestellt habe...

Deine Symptome sind dann aber wieder verschwunden? Das macht mir nämlich noch mehr Angst, dass es nie mehr aufhört...

Mein Psychiater (war 2x dort und hab ihm was vorgeheult) sieht nicht so aus als würde er mir was verschreiben. Seine Worte waren mehr oder weniger Sie sind körperlich gesund. Machen Sie einfach alles so weiter wie vorher. Buchen Sie einen Flug und arbeiten im Ausland so wie Sie es geplant haben. Da gibt es auch Ärzte und die Leute werden ihnen auch helfen, wenn was ist.
Das ich aber kaum aus dem Bett komme und unter ständiger Atemnot und Angst leide, hat er irgendwie nicht mitbekommen, da er sich total auf den Schwindel eingeschossen hat und der Schwindel ist für ihn anscheinend nicht so schlimm...

LG Angel

06.01.2016 21:19 • #3


kleiner
Hallo nochmal.

also den Psychiatr würde ich ehrlich gesagt wechseln, Hilfe.
Der hat deine Situation nicht wirklich erkannt. Es gibt da wirklich große Unterschiede.

Bei mir ging das nur durch Medikamente weg. Ich habe jahrelang Citalopram genommen, in niederiger Dosis. Wollte öfter damit aufhören, aber dann kamen die Panikattacken leider immer wieder.
Mit Medikamenten hab ich auch Panik und Ängste, es ist aber nicht so ausgeprägt, und ich konnte weiterhin ein halbwegs normales leben führen.
Wegen Unverträglichkeit musste ich vor 3 Jahren das Medikament absetzen.

Leider habe ich nach 2 Wochen einen Rückfall bekommen. Das absetzen der Medikamente hat bei mir nie funktioniert.
Obwohl ich es sehr langsam über Monate ausgeschlichen habe.

Habe ein Jahr lang nichts genommen, da ich es ohne schaffen wollte. War auf REHA etc.
Ein Besserung hat leider nur wieder ein Antidepressivum gebracht und weniger Perfektionismuss.
Den versuche ich nach wie vor abzutrainieren.

Ich nehme nun Sertralin, wirkt nicht so gut wie Citalopram gegen Ängste, aber immerhin vertrag ich es. Ist wohl mit das verträglichste.
Mir wurden auch schon andere Hemmer verordnet, die ich aber nicht nehmen wollte.

Es gibt viele Möglichkeiten, ich habe mich eingelesen, in das Thema Medikamente aus Not.
jeder Arzt verordnet was anderes.
Du könntest es vll mit einem niedrig dosierten Antidepressiva probieren, das etwas sediert, also die Unruhe nimmt.
zum Beispiel Opipramol, Amitriptylin.
Das ist eigentlich was beruhigendes, bei mir hat das nie gewirkt. Jeder Mensch ist anders.
Man muss leider ausprobieren.

Fazit: Ich habe mit und ohne Medikamente Panikzustände. Mit Medis ist es aber nicht so ausgeprägt. Es sind wochen dabei das ist es super, dann kommt es wieder häufiger vor.
Meine Beschwerdebild ist übrigens Agoraphobie, Unruhe mit Panikzustände, wobei meine Psychologin meinte das es langsam zu einer generalisierte Angsterkrankung geworden ist.

Stress wirkt sich auf jeden Fall negativ aus, ebenso wenig Schlaf und Alk..

Gut tut mir: Ablenken, Baden, Haustier,

Kannst du nachts schlafen?

06.01.2016 22:11 • #4


memyselfandangst
Hallo zusammen,

habe gerade diesen Thread entdeckt und da es zur Zeit auf mich gen au zutrifft...Ich habe seit ca. 2 Wochen fast durchegehn ein Gefühl ich bekomme schlecht Luft. Bei mir geht es mehr um Hals Bereich...Ich war schon sicher ok es kommt von Verspannungen in der Muskulatur aber jetzt bin ich mir immer weniger sicher
Am schlimmsten finde ich es in den Meetings in der Arbeit. ich sitze und bete zu Gott dass ich nicht umkippe oder einen Anfall oder sonst was bekomme...wie geht ihr mit Eurer Panikattacken auf der Arbeit um? Diese innere Unruhe und Nervosität die einen die ganze Zeit begleitet ist untragbar!

18.07.2016 12:29 • #5




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