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Hallo,

ich hoffe, jemand von euch kann mir einen Rat geben.
Weiß jemand etwas darüber, wie man beim Arbeitsamt mit psychischen Erkrankungen umgeht und ob z. B. ein Krankenhausaufenthalt erzwungen werden kann? Vielleicht kann mir ja jemand von euch weiterhelfen.

21.08.2008 22:06 • 14.10.2008 #1


28 Antworten ↓


Hallo Marie

deine Angst kann ich sehr gut nachfühlen.
Bitte geh noch heute zum Arbeitsamt und melde dich arbeitslos. Erkläre, warum du gekündigt hast. Du bist doch weiter in Behandlung? In diesem Fall würdest du vielleicht auch keine Sperrzeit bekommen. Die Sperrzeit beginnt immer erst ab Meldung beim Arbeitsamt. Und verlang eine Vorstellung beim psychologischen Dienst des Arbeitsamtes.

Es gibt die KrankenversicherungsPFLICHT! Das heißt, du sammelst grad ne Menge Schulden an. Dann ist es natürlich auch Essig mit einer Therapie.

Bitte geh zum Arbeitsamt! Egal ob Sperrzeit oder nicht! Rede mit der Krankenkasse. Und dann bemüh dich um eine ambulante Therapie in einer Tagesklinik. Die Wartezeit bis zum Therapiebeginn überbrückst du mit einer Krankschreibung, so bleibst du von solchen sinnentleerten Maßnahmen verschont.

Ich wünsch dir Kraft, Mut und einen verständnisvollen Sachbearbeiter beim Arbeitsamt.

LG karo

22.08.2008 05:39 • #2



Angst vorm Arbeitsamt

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Hallo marie!

Auch mir ging es einmal sehr ähnlich. Ich habe mich jedoch sofort Arbeitslos gemeldet, und mich dann erst einmal Krankschreiben lassen.

Karo-mia hat in vollem Umfang recht, akzeptiere bitte diesen Rat, sonst kann es sehr teuer werden.

Das Arbeitsamt kann dich auch nicht zu einer Therapie oder einem Krankenhausaufenthalt zwingen. Sie können dir höchstens eine Reha-Massnahme vorschlagen.

Liebe Grüsse,

Helpness

22.08.2008 14:37 • #3


Hallo Karo, hallo Helpness,

vielen Dank für eure netten Antworten. Es hat mir sehr gut getan, einmal darüber sprechen bzw. schreiben zu können, außer meiner Schwester weiß sonst keiner davon. Ich habe mir vorgenommen, nächste Woche zum Arbeitsamt zu gehen, morgen geht es nicht wegen einer Familienfeier (wirklich, das ist keine Ausrede). Ich weiß aber ehrlich gesagt immer noch nicht, wie ich das schaffen soll, schon beim Gedanken daran wird mir schlecht. Was ihr über die Krankenkasse schreibt, hat mich ziemlich geschockt. Mir war selbst schon klar, dass das noch Ärger geben wird, weil meine (ehemalige) Krankenkasse mich seit Monaten mit Briefen bombardiert, aber ich habe das zu verdrängen versucht. Gut, dass ihr mir den Ernst der Lage vor Augen führt. Habt ihr denn eine Ahnung, auf welche Summe sich die Schulden von knapp vier Monaten belaufen könnten?
In Behandlung bin ich natürlich nicht, geht ja ohne Krankenversicherung gar nicht. Ich habe selbst schon mal mit dem Gedanken gespielt, in eine Tagesklinik zu gehen, dann könnte ich wenigstens in meinen eigenen vier Wänden übernachten, aber ich glaube gar nicht, dass es bei mir in der Gegend die Möglichkeit dazu gibt. In die ortsansässige Psychiatrie möchte ich auf gar keinen Fall, ich kenne Leute, die da sehr schlimme Erfahrungen gemacht haben. Ich mache mir Sorgen, dass ich, wenn ich dem Arbeitsamt von meinen psychischen Problemen erzähle, etwas in Gang setze, was ich dann nicht mehr stoppen kann und was mir dann vielleicht leidtut. Dass der psychologische Dienst z. B. dann feststellt, dass ich in eine Klinik muss und es dann heißt: Wenn sie das nicht machen, gibt̀’s kein Geld mehr. Diese sinnlose Maßnahme musste ich ja auch machen, das war auch kein Vorschlag, sondern Zwang.
Wie ihr merkt, habe ich immer noch große Angst, aber drückt mir die Daumen, dass ich mich nächste Woche trotzdem aufraffen kann!
Nochmal vielen Dank.

Viele Grüße
Marie

22.08.2008 22:47 • #4


Hallo marie !

Wenn du während der "nicht versicherten Zeit" nicht in irgendeiner Behandlung warst, dann gibt es wahrscheinlich auch keine Schulden.

Schreibe einmal, wie es nächste Woche auf dem Arbeitsamt gelaufen ist, und glaube mir bitte, die können dich zu nichts zwingen.

Liebe Grüsse,

Helpness

23.08.2008 12:17 • #5


huhu

So nun möchte ich mal versuchen dir deine ängste zu nehmen, zumindest vor dem arbeitsamt ,-) Mir ging oder geht es genau so wie dir. Nur das ich mich damals arbeitslos gemeldet habe. ich wurde auch in eine so tolle Maßnahme gesteckt und auch wie du habe ich soziale ängste. ich habe das ganze drei tage durch gehalten dann ging nix mehr. Ich bin zu meinem Sachbearbeiter und habe mir den mut zusammen genommen und sagte ihm warum es nicht mehr geht. Es stellte sich heraus dein mein sachbearbeiter sehr überrascht war, weil man mir ja vorher nix angemerkt habe und so meinem glück arbeitet seine frau im Therapeutischen bereich und er war sehr interessiert und hörte sich alles ganz genau an. Was dann passierte war folgendes: Er riet mir dringend zu meinem psychater zu gehen und mich erstmal kurzfristig krankschreiben zu lassen und ihm eine Bescheinigung zu besoregn, dass ich unter psychischen beschwerden leide und in behandlung bin. Daraufhin beantragte ich eine berufliche reha. Klar mußte ich zu zwei amtsärzten aber die waren ganz ok. Das ganze zieht sich jetzt seit über eienm jahr hin und meine sachbearbeiter lassen mich was bewerbungen und 1 euro jobs betrifft in ruhe. klar hatte ich versucht einen 1 euro job zu machen um einfach mal wieder was zu tun, leider ging es nicht lange gut und auch da hat keiner mir vorwürfe gemacht oder mich hin gezwungen. Aber wenn du niemadnen sagst was mit dir los ist, ist klar das sie denken du hast nur einfach nur keine Lust. Also hab keine Angst, dir kann keiner was und schon gar nciht dich in eine klinik schicken. Dir stehen genau wie jeden anderen menschen der arbeitslos ist gelder zu und du kannst doch überhaupt nix dafür das du diese erkrankung hast. Ganz wichtig ist wirklich das du eine krankenversicherung hast und klar werden sie nicht begeistert sein das du dich jetzt erst meldest aber was sollen sie tun, sie können dir rein gar nix tun. Im gegenteil, ich habe gute erfahrung mit meiner ehrlichkeit gemacht. Denk immer daran, das keiner dir was böses tun kann und es nur besser werden kann. Immerhin kannst du dir dann eine arzt suchen und einen therapeuten weil du versichert bist. Es ist der erste schritt die probleme an zu gehen und ich wünsche dir ganz viel kraft und erfolg. Vielleicht kannst du ja deine schwester mit zum arbeitsamt nehmen.

26.08.2008 23:15 • #6


Bist du denn nicht in Therapie? Denn mit einem Attest oder einfach nur einer Bescheinigung dass du krank bist wird alles etwas einfacher. Du wirst dann zusätzlich vom Amtsarzt untersucht und dir werden keine unzumutbaren Arbeiten mehr aufgedrängt.

27.08.2008 13:13 • #7


Zitat von Helpness:
Hallo marie!

Auch mir ging es einmal sehr ähnlich. Ich habe mich jedoch sofort Arbeitslos gemeldet, und mich dann erst einmal Krankschreiben lassen.

Karo-mia hat in vollem Umfang recht, akzeptiere bitte diesen Rat, sonst kann es sehr teuer werden.

Das Arbeitsamt kann dich auch nicht zu einer Therapie oder einem Krankenhausaufenthalt zwingen. Sie können dir höchstens eine Reha-Massnahme vorschlagen.

Liebe Grüsse,

Helpness


Zwingen können sie einen dazu nicht aber sie machen ungeheuren Druck. Und "vorschlagen" ist milde ausgedrückt. Mir haben sie einen Wisch vorgelegt worin steht, dass wenn ich nicht die Reha Massnahmen einleite ich kein Geld mehr bekomme. Und man muss jeden Monat antreten und wird befragt wie es läuft, sie wollen alle 4 Wochen Fortschritte sehen. Außerdem wollen sie, wenn man wegen seiner Erkrankung bei Ärzten in Behandlung ist, dass man sie von der Schweigepflicht entbindet und das Amt dann in die Akten einsehen kann. Kontoauszüge müssen ebenfalls abgeliefert werden. Als ich bei einer Amtspsychologin war wurde mir gesagt, entweder ich gehe in eine Tagesklinik (muss dazu anmerken dass ich mal 3 Monate in einer Tagesklinik war und danach Selbstmordgefährdet war) oder ich bekomme kein Geld mehr. Es interessiert diese Leute 0 ob man krank ist, die schikanieren weil es immer nur ums Geld geht.

27.08.2008 13:17 • #8


Hallo Nicky, hallo Diamond,

danke für eure Antworten, die waren sehr hilfreich, weil ihr ja schon ähnliche Erfahrungen mit dem Arbeitsamt gemacht habt. Wie sieht denn so eine Reha-Maßnahme aus? Besuch einer Tagesklinik oder ambulante oder stationäre Therapie? Eine Bescheinigung vom Arzt, dass ich krank bin, kann ich mir nicht geben lassen, weil ich ja nicht mal eine Krankenkassenkarte habe, die habe ich auf deren Aufforderung hin der Kasse zugeschickt. Ich muss also zum Arbeitsamt (habe es bisher leider immer noch nicht geschafft), damit ich eine Therapie in die Wege leiten kann, was ich ja auch selber will. Ich habe bisher schon öfter die Erfahrung gemacht, dass viele Leute (auch einige Psychologen) die sozialen Ängste nicht ernstgenommen haben, darum fällt es mir sehr schwer, beim Arbeitsamt und beim Amtsarzt davon zu erzählen. Es ist mir unangenehm, darüber zu reden, ich fühle mich dann ehrlich gesagt immer als Versager, der sein Leben nicht auf die Reihe bekommt (wurde auch schon öfter so behandelt).
Diamond, was du schreibst, bestätigt ja meine schlimmsten Befürchtungen, das ist ja genau das, was ich gedacht hatte: Dass man unter Druck gesetzt und andernfalls mit Geldentzug gedroht wird. Und dass man die Ärzte von der Schweigepflicht entbinden und seine Kontoauszüge abliefern soll, das geht ja wohl wirklich zu weit. Man hat doch wohl als Arbeitsloser auch noch Rechte, da sollte man eigentlich schon fast einen Anwalt einschalten. Ich verstehe ja, dass Druck gemacht wird, dass man eine Therapie macht, man soll ja irgendwann wieder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, aber Akten- und Kontoeinsicht, das kann doch wohl nicht sein. Wie läuft denn ein Besuch beim Amtsarzt ab? Ich mache mir ständig Gedanken und Sorgen wegen dieser Sache und möchte jetzt meine Schwester fragen, ob sie sich für mich Benzos verschreiben lassen würde. Ich weiß, dass die keine Dauerlösung sind, aber in Krisensituationen haben sie mir schon ein paarmal geholfen. Ich muss auf jeden Fall da hin, aber sonst weiß ich nicht, wie ich das schaffen soll.

Viele Grüße
Marie

28.08.2008 00:37 • #9


Hallo marie !

So, wie es aussieht bist du zur Zeit nicht krankenversichert. In Deutschland besteht jedoch eine Krankenversicherungspflicht.

Du solltest dich also baldmöglichst erst einmal Arbeitslos melden, um dann auch wieder einen Versicherungsschutz zu haben.

Was auch immer dann das Arbeitsamt mit dir vor hat, es wird nicht sofort passieren. Du kannst dann aber wieder zu einem normalen Arzt deiner Wahl gehen, dich krankschreiben lassen oder andere Massnahmen einleiten.
Die Amtsärzte auf dem Arbeitsamt können dich weder krankschreiben, noch sonst irgendwie medizinisch behandeln, sie geben praktisch nur ein Gutachten ab.

Liebe Grüsse,

Helpness

28.08.2008 09:00 • #10


Da bin ich noch mal. Also bei mir gab es noch keine spruchreifen vorschläge für eine reha aber ich habe mich selber erkundigt und eine einrichtung gefunden die stationär sowie teilstationär (ich schaffe stationär auch nicht) bezüglich beruflicher Wiedereinstieg arbeitet. Sprich es geht ca. 7 Monate und anhand praktikas (gestaffelt von erstmal 1-2 stunden am tag usw.) wird versucht einen geeigneten beruf unter fachlicher Betreuung zu bekommen. Erkundige dich doch mal ob es in deiner region so etwas auch gibt. Die arbeitsämter sidn froh wenn man ihnen arbeit abnimmt und sie sehen das man bemüht ist. Das auch arbeitsämter unterschiedlich reagieren ist klar aber so furchtbar negativ sachen, wie vorher beschrieben hab ich noch nie gehört. Hoffe das es ein einzelfall war. Also mich hat nie jemand zu irgendwas gezwungen und gelder streichen usw. geht ja mal gar nicht. Aber zur not gibt es auch bei solchen sachen hilfe in form eines anwaltes oder deines arztes den du bis da hin hoffentlich hast. Aber all das sind reine spekulationen. So lange du den schritt zum arbeitsamt nicht machst, wirst du dich mit diesen gedanken nur verrückt machen. Schritt für schritt. Meld dich arbeitslos, dann bekommst du ja erstmal einen termin zugeschickt in der zeit kannst du dir einen arzt suchen, der dir wenn nötig auch medis verschreiben kann (bitte mach das nicht über deine schwester) und dann siehst du weiter. Denk in kleineren schritten. Momentan ist erstmal nur eins wichtig, deine krankenversicherung und alles andere wird sich finden. Ich würd dich ja am liebsten an die hand packen und mit dir hin maschieren weil ich dich so gut verstehen kann. Dir kann keiner was. Das wichtigste ist was du von dir selber denkst und nicht was so ein Hirnverbrannter arbeitsamt mensch sagt, der einfach nur überfordert ist und sich nicht mehr anderst zu helfen weis. Vielleicht hast du ja auch so glück wie ich und er versteht das ganze besser als du denkst. ich habe sogar beratungscheine für soziale hilfe bekommen. Ein verein der menschen mit problemen bei genau solchen gängen zum amt usw. hilft. Laß dich nicht verrückt machen, sei offen und steh für das ein was dir eben zu steht und vorallem laß dich nicht unterbuttern. Es gibt sogar anwälte dich sich genau auf solche fälle spezialisiert haben und mit beratungshilfeschein arbeiten. Ach übrigens kontoauszüge abgeben ist völlig normal beim arbeitsamt. Das muß jeder, ob er will oder nicht.

28.08.2008 18:25 • #11


Hallo,

danke nochmal für eure guten Ratschläge. Ich weiß natürlich, dass ihr Recht damit habt, aber es kostet mich eben sehr viel Überwindung, zum Arbeitsamt zu gehen. Aber ich weiß ja, dass es keine andere Möglichkeit gibt, und ich werde mich auch dazu durchringen, nur dauert das ein bisschen. Ich will aber ja auch nicht irgendwann aus meiner Wohnung rausfliegen, weil ich die Miete nicht mehr bezahlen kann oder krank werden und nicht zum Arzt gehen können. Ich wäre auch froh, wenn ich jemanden hätte, der mitkommen würde, das Gespräch muss ich wohl allein führen, aber es wäre mir schon geholfen, wenn ich vorher und danach mit jemandem sprechen könnte. Aber leider muss ich das allein machen, meine Schwester wohnt weiter weg und hat zum Glück auch einen Job. Ich werde mich wieder melden, wenn ich es endlich geschafft habe.
Ich musste beim Arbeitsamt bisher noch nicht meine Kontoauszüge abgeben, ich finde auch wirklich, dass das zu weit geht, auch wenn es vielleicht so üblich ist.

Viele Grüße
Marie

28.08.2008 21:54 • #12


So dann hoffe ich mal das wir bald von dir hören eher ein scherz von ihr aber ich bin halt einfach hin (klar mit viel angst) aber es war nicht ansatzweise so schlimm wie ich dachte und das ergebniss kommt in zwei wochen. Im grunde nütz es ja gar nix, wenn wirklich wieder was ist, ist es besser um so früher was gemacht wird. Die vogel-strauß-Taktik funktioniert halt einfach nicht. Im gegenteil, kopf in den sand stecken und hoffen keiner merkt es und wenn man nicht dran denkt wird schon alles gut, macht eigentlich nur alles schlimmer. und auch mit diesem wissen, verfalle ich oft noch in diese haltung, weis also wie schwer es ist. Irgendwie steht man sich selbst im weg. Lange rede, kurzer sinn. ich drück dir die daumen, dass du es bald schaffst

29.08.2008 11:17 • #13


Hallo marie !

Schiebe es nich mehr allzulange auf.

Am Tag der Antragstellung werden auch meistens keine allzugrossen Gespräche geführt, dazu gibt es dann später einen Termin.
Aber ab diesem Tag läuft das Arbeitslosengeld und die Krankenversicherung. Rückwirkend gibt es nichts, auch keine Krankenversicherung.

PS: Die Kontoauszüge müssen nur bei einem Harz IV Antrag vorgelegt werden, bei ALG1 eigentlich noch nicht. Bin mir aber nicht ganz sicher.

Viel Glück und liebe Grüsse,

Helpness

29.08.2008 11:20 • #14


Hallo Nicky, hallo Helpness,

werde mich auf jeden Fall nächste Woche beim Arbeitsamt melden. Eure Antworten und die anderen Antworten auf meinen Beitrag haben mich auf jeden Fall in diesem Entschluss bestärkt. Ich war sehr positiv überrascht, dass so viele nette und verständnisvolle Antworten gekommen sind, eigentlich fand ich selber das Thema schon fast albern, "Angst vorm Arbeitsamt", das hört sich doch wirklich ziemlich lächerlich an. Natürlich ist es für mich nicht lächerlich, sondern ein großes Problem, aber ich habe schon befürchtet, dass niemand dafür Verständnis hat. Es stimmt natürlich, dass es am besten ist, eine schwierige Sache sofort hinter sich zu bringen, aber das klappt bei mir meistens nicht, ich muss mir das erstmal alles durch den Kopf gehen lassen und mich darauf einstellen, weil ich so viele Ängste habe. Wenn ich wieder krankenversichert bin, werde ich mich um eine Therapie kümmern, ich hoffe ja, dass dadurch die Ängste etwas geringer werden. Habe mir überlegt, dass ich beim Arbeitsamt schon von mir aus sage: "Ich weiß, dass ich viel zu spät komme und dass das ein Fehler war, aber ich kann’s jetzt nicht mehr ändern," um denen gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen und mir keine Sprüche anhören zu müssen. Werde dann nächste Woche nochmal berichten.

Viele Grüße
Marie

29.08.2008 17:04 • #15


Hallo ihr lieben,
könnte mal euren Rat brauchen.
Ich bin seit mehreren Jahren arbeitslos und somit beim Jobcenter gelandet.
Ich bekomme regelmäßig mein Geld, bin Krankenversichtert von der Seite ist also alles ok.
Mein Problem, bezieht sich auf meinen Sachbearbeiter.
Er weiß von meiner Psychischen Erkrankung denn die hatte ich wegen meinem Antrag auf Umschulung angegeben .
Er versuchte mich zu nem Krankenhausaufenthalt zu zwingen,
das konnte ich grad noch abbiegen.
Er übt dermaßen Druck auf mich aus das es mir richtig schlecht geht
Ich habe mich über ihn beschwert leider ohne Erfolg.
Die Beschwerde wurde mit der Begründung er hätte sich fachlich richtig verhalten abgelehnt. Er hat seine Vorgesetzte angelogen .
Er hat sich wie der größte Egoist verhalten richtig unmenschlich.
Zwei Fragen drängen sich mir in diesem Zusammenhang auf.
1) Muß man ein Egoist sein, lügen und betrügen um in der Arbeitswelt zu bestehen?
2) Wie soll ich reagieren wenn ich wieder einen Termin bei ihm habe
Vielleicht habt ihr ja eine Idee wie ich mit dieser Situation umgehen soll.
Wäre für jede Anregung sehr dankbar.
Herzliche Grüße milli1972

05.10.2008 14:15 • #16


Hallo milli1972 !

Ich bin auch seit vielen Jahren arbeitslos, und werde beim Arbeitsamt als psychisch "durch" geführt.
Zwingen können die dich zu nichts, sie können aber eine Rehamassnahme vorschlagen. Mit entsprechenden Ärztlichen Gutachten kann man aber der Willkür des Arbeitsamtes entgegenwirken.

Ich habe übrigens am kommenden Mittwoch einen ähnlichen Termin. Mich hatten sie, bis jetzt, auch jahrelang in Ruhe gelassen.

Liebe Grüsse,

Helpness

05.10.2008 16:12 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo helpness,
wünsche dir für morgen erstmal alles gute.
Die Umschulung will ich auf jeden Fall machen, bin einfach noch nicht soweit.
Der Sachbearbeiter ist wirklich unfähig im Umgang mit Psychisch kranken Menschen.
Seine Vorgängerin hatte da einfach ein Besseres Geschick.
Würde mich wirklich Interessieren wie es dir bei deinem Termin so ergangen ist.
Herzlichen Gruß Milli1972

06.10.2008 19:32 • #18


Hallo milli1972!

Mein Termin ist erst übermorgen, habe also noch einen Tag Schonzeit.

Vor etwa 24 Jahren hatte ich eine Alk. gemacht, und direkt im Anschluss eine Umschulung zum Arbeitserzieher. Damals wollte sich das Arbeitsamt auch querstellen, aber ein Gutachten von der Therapiestelle hat dagegen geholfen.
Ich werde am Mittwoch Abend einmal berichten, wie es gelaufen ist.

Liebe Grüsse,

Helpness

06.10.2008 20:01 • #19


Hallo Helpness,
na wie ist es dir bei dem Gespräch ergangen?
Interressiert mich wirklich.
Gruß Milli1972

11.10.2008 12:23 • #20



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