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dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

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Linus42

Linus42
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Hallo zusammen,

1:41 Uhr nachts ist es jetzt. Ich wende mich heute mal wieder an Euch, weil es mir immer gut tat, hier in diesem Forum, von Euch zu hören. Ich bin ja nun schon "einige Jahre" hier bei Euch und konnte auch Dank Euch viele meiner Sorgen und Krankheits-Ängste ein bischen besser 'überstehen"...

Doch heute übertrifft es nun wirklich alles! Ich habe hier ja schon mal gepostet, daß mein Papa im August völlig plötzlich und unerwartet verstarb Crying or Very sad Das habe ich bis heute nicht überwunden...... und das werde ich auch nie....

Nun sitze ich hier - 1:46 Uhr nachts - und ich bange jetzt UM DAS LEBEN MEINER MAMA Embarassed Das kann doch nicht wahr sein! Ihr Lieben, ich bin so am Ende. Am Ende aller meiner Kräfte. Ich kann einfach nicht mehr weiter seufzen

In Kurzform: Meine Mutter kam heute ins Krankenhaus. Wegen einer "Kleinigkeit" nur. Und dann kam es zur NOT-OP! Die Operation hat sie überstanden. Es darf nur heute Nacht nichts mehr passieren. Es darf zu keiner Blutung mehr kommen. Was los war? Heftige Magenblutung durch das Medikament Macroma (Blutverdünner). Ist bekannt, als "extrem gefährliches" Medikament. Soweit alles in Kurzform...

Ich bin mit den Nerven völlig am Ende. Bitte Leute, laßt meine Mama die heutige Nacht überleben! Weiß nicht, wie ich die nächsten Stunden einigermaßen überstehe. Bin aber froh, daß IHR hier seid und vielleicht ein bischen meinen momentanen Zustand nachempfinden könnt.

1:59 Uhr - habe Angst ins Bett zu gehen! Ich heule mir gerade die Augen aus. Ich habe soooo eine Angst....... Ich kann einfach nicht mehr... ich kann nicht mehr.....

Meine Gedanken kreisen, ich grübel ... bitte laß das Telefon nicht klingeln heute Nacht...

2:16 Uhr .... schließe für jetzt erstmal.... BITTE DRÜCKT MEINER MAMA DIE DAUMEN! Bitte!

18.10.2021 x 1 #1


231 Antworten ↓
Astrid63

Astrid63
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Ich habe lange überlegt, ob ich etwas zu Deinem Thema schreiben soll. Ich kann auch alle hier verstehen, die Verständnis zeigen und dir immer wieder Mut machen. Das finde ich toll und ich freue mich sehr, dass es dir so sehr hilft. Fakt ist aber meiner Meinung nach auch, dass du ganz dringend professionelle Hilfe und Unterstützung suchen solltest. Nein, nicht nur dein Leben verläuft so, wie du es beschrieben hast. Mein Vater liegt zur Zeit im Hospiz und wartet darauf, sterben zu dürfen. Meine Mutter liegt mit einer Lungenembolie im Krankenhaus auf der Intensivstation. Ich weine auch viel, ich habe furchtbar Angst, es zerreißt mich fast aber das, was da passiert, ist leider das normale Leben. Wir alle haben unser Päckchen zu tragen, das geht nicht dir alleine so und das macht auch nicht nur dein Leben beschissen. Und wenn wir es alleine nicht schaffen, so wie es bei dir ja manchmal rüber kommt, dann brauchen wir Hilfe. Ich bin seit vielen Jahren in psychologischer Betreuung und meine Therapeutin hilft mir auch in meiner jetzigen Situation. Es ist wirklich übel was du durchmachen musst aber wie gesagt, leider ist es der Lauf der Welt. Deine Mutter wird nicht jünger. Es gibt also vermutlich in deiner Zukunft noch viele unerfreuliche Dinge, mit denen du dich auseinander setzen musst. Mir tut es wirklich unwahrscheinlich leid, aber ab einem gewissen Punkt kann man Dinge nicht mehr beschönigen. Mein Vater ist alt. Er ist im September 90 geworden. Ich dachte, sein hohes Alter würde mir helfen mit dem Ende umzugehen. Das tut es nicht. Es ist immer zu früh. Alleine würde ich das auch nicht durchstehen. Aber auch meine Therapeutin beschönigt nichts. Sie versucht halt mit mir, meine Gefühle zu ordnen, Dinge zu finden, die mir trotz allem gut tun. Sie ordnet Prioritäten mit mir usw. Anstelle die Schuld bei Ärzten, Pflegeheimen, Sozialarbeitern etc zu suchen, solltest du schauen, wie du dir selbst helfen kannst, wie du das Thema "Opferrolle" mal angehen könntest, schauen, wie deine Zukunft aussehen soll. Ich weiß, ich bin jetzt vermutlich der Buhmann bzw. die Buhfrau und glaube mir, ich kann dich trotzdem so gut verstehen. Es ist furchtbar, einen geliebten Menschen leiden zu sehen. Ich erfahre es gerade selber jeden Tag. Ich kann dir nur aus ganzem Herzen raten, dir Hilfe zu suchen. Es wird nicht leichter werden. Trotzdem ist es natürlich toll, dass hier in diesem Forum mitfühlende Menschen sind, die dir gut tun. Das solltest du natürlich auch weiter wahrnehmen. Aber eine Psychologin, ein Psychologe könnten dir sicher auch gute Dienste leisten. Ich drücke dich unbekannter Weise mal ganz fest.

08.10.2021 16:17 • x 8 #204


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A


Zittere heute Nacht um das Leben meiner Mama

x 3


P

püppi123
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Zitat von Linus42:
Meine Güte, habe ich ein Drecks Leben....Es geschieht nichts Schönes


So lieber Linus,

vielleicht brauchst Du auch einfach mal einen Tritt in den Allerwertesten. Ich kenne Dich nicht, ich kenne Deinen bisherigen Lebensweg nicht.

Glaub mir, ja, das ist eine doofe Zeit. Und dass deine Mama wieder ein Durchgangssyndrom hat ist auch doof.

Aber Du scheinst Dich permanent im Tal der Tränen zu befinden und auch in jedem Post, in dem es mit deiner Mutter bergauf geht befindest Du dich wieder drin. Der Satz, den ich oben zitiert habe, finde ich schlicht weg nicht fair. Vielen vielen Menschen auf der Welt und vielleicht sogar in deiner nächsten Umgebung gegenüber.
Deine Mutter hatte ENORM viel Glück. DU hattest ENORM viel Glück. Deine Mutter ist sehr schnell von Intensiv auf Normal und von Normal in die Reha gekommen. Deine Mutter hat überlebt. Ohne Schäden. Du bist gesund. Sie ist sonst auch gesund. Du hast eine Arbeit (und wenn sie dich so nervt, such dir eine, die weniger nervt! Du bist erwachsen und kannst das jederzeit tun). Du hast Geld für Essen und ich gehe davon aus, dass Du auch ein Dach über dem Kopf hast. In Deinem Leben passieren jeden Tag wundervolle Sachen (zum Beispiel wenn Du wieder aufwachst und immernoch gesund bist, immernoch unter der warmen Bettdecke liegst, immernoch genug Geld hast, um Dir ein Frühstück zu machen, Deine Mutter immernoch in der Reha ist und nicht wieder auf Intensiv oder schlimmeres). Mit all diesen Dingen hast Du ENORM viel und ENORM viel Glück, das alles zu haben. Und alles andere ist beeinflussbar. Wenn Du deine Arbeit doof findest: Steh auf und such Dir eine andere! Wenn ich es richtig verstandene habe, scheinst Du sehr qualifiziert zu sein und einen tollen Lebenslauf zu haben. Wenn Du doof findest, dass Du keine Partnerin und nicht genug Freunde hast: Geh raus! Lerne Leute kennen! Wenn Du meinst, Du bist dazu nicht in der Lage: Überdenke, ob Du Dir auf andere Weise helfen lassen solltest als jetzt (vielleicht eine andere Art der Therapie? Eine Tagesklinik? Mal vorübergehend Medikamente?).

Und ein gutgemeinter allgemeiner Tip: Informiere dich ein bisschen über Achtsamkeit. Und praktiziere sie.
Vielleicht würde es Dir auch helfen, dich in Bereichen zu engagieren, wo Menschen Hilfe brauchen. Mit Flüchtlingen. Mit verwaisten Angehörigen. Mit schwerkranken und sehr armen Menschen.

Das mag hart klingen, aber es macht mich immer wieder wütend, wenn Menschen sagen, sie haben nix und alles ist schlecht. Meine Eltern arbeiten beide in der Notaufnahme eines Kopfklinikums. Motorradunfälle, Hirntumore, Schlaganfälle, Kopfschüsse. Sie haben uns immer gesagt, wenn ihr nicht dankbar sein, was ihr seid und habt, kommt mal mit uns zur Arbeit. Das hat geholfen.

Ich war gestern auf der Beerdigung meiner Freundin. Sie hatte Brustkrebs. Zwei Mal schon. Zweimal Chemo, OPs und Bestrahlungen. Sechs Jahre lange. Diagnose unmittelbar nach der Geburt ihrer kleinen Tochter, die jetzt 6 wird. Zwei mal galt sie als Krebsfrei. Am 28.2. war sie zur Nachsorge und man hat ihr gesagt, der Krebs ist zurück. In der Brust, in den Lymphknoten, in den Knochen, in der Leber. Man kann nichts mehr machen, genießen sie ihr Leben. Eine Woche später ist sie in ihrem letzten Urlaub mit Freunden verstorben. Mit 41. Ihr Mann, 34 Jahre alt, sitzt jetzt allein da mit der kleinen Tochter. Nur mal so als kleine Anregung...

Vielleicht denkst Du in einer ruhigen Minute mal darüber nach, was Du vielleicht doch alles hast und findest deinen Frieden mit dir selbst...

21.03.2018 08:42 • x 8 #124


Zum Beitrag im Thema ↓


MirkoS
Zitat von Linus42:
Hallo zusammen,

1:41 Uhr nachts ist es jetzt. Ich wende mich heute mal wieder an Euch, weil es mir immer gut tat, hier in diesem Forum, von Euch zu hören. Ich bin ja nun schon "einige Jahre" hier bei Euch und konnte auch Dank Euch viele meiner Sorgen und Krankheits-Ängste ein bischen besser 'überstehen"...

Doch heute übertrifft es nun wirklich alles! Ich habe hier ja schon mal gepostet, daß mein Papa im August völlig plötzlich und unerwartet verstarb Crying or Very sad Das habe ich bis heute nicht überwunden...... und das werde ich auch nie....

Nun sitze ich hier - 1:46 Uhr nachts - und ich bange jetzt UM DAS LEBEN MEINER MAMA Embarassed Das kann doch nicht wahr sein! Ihr Lieben, ich bin so am Ende. Am Ende aller meiner Kräfte. Ich kann einfach nicht mehr weiter seufzen

In Kurzform: Meine Mutter kam heute ins Krankenhaus. Wegen einer "Kleinigkeit" nur. Und dann kam es zur NOT-OP! Die Operation hat sie überstanden. Es darf nur heute Nacht nichts mehr passieren. Es darf zu keiner Blutung mehr kommen. Was los war? Heftige Magenblutung durch das Medikament Macroma (Blutverdünner). Ist bekannt, als "extrem gefährliches" Medikament. Soweit alles in Kurzform...

Ich bin mit den Nerven völlig am Ende. Bitte Leute, laßt meine Mama die heutige Nacht überleben! Weiß nicht, wie ich die nächsten Stunden einigermaßen überstehe. Bin aber froh, daß IHR hier seid und vielleicht ein bischen meinen momentanen Zustand nachempfinden könnt.

1:59 Uhr - habe Angst ins Bett zu gehen! Ich heule mir gerade die Augen aus. Ich habe soooo eine Angst....... Ich kann einfach nicht mehr... ich kann nicht mehr.....

Meine Gedanken kreisen, ich grübel ... bitte laß das Telefon nicht klingeln heute Nacht...

2:16 Uhr .... schließe für jetzt erstmal.... BITTE DRÜCKT MEINER MAMA DIE DAUMEN! Bitte!


Unbekannterweise Daumen gedrückt.Alles Gute.

x 1 #2


Wildrose
Hoffentlich geht es Deiner Mama besser.
Meine Mama hat auch jahrelang Marcumar nehmen müssen.

knuddeln

x 4 #3


L
Es wird alles gut werden.

Man gibt in diesem Fall Vitamin K, das Gegenmittel sozusagen für Marcumar.

Damit wird es wieder gut.

x 2 #4


W
@linus; alles Gute für deine Mama....

L.G. Waage

x 3 #5


petrus57
@Linus42

Ich hoffe deine Mutter hat die Nacht gut überstanden.

Bei meinen Eltern und Schwiegermutter kann es auch jederzeit soweit sein. Bei jedem klingeln des Telefons zucke ich immer zusammen und gerate in Panik.

Petrus

x 3 #6


Carcass
Oh mein Gott, ich kenne diese Ängste und genug Schocks im Leben gehabt. Wie geht es ihr denn jetzt?

x 3 #7


Linus42
Ihr Lieben,

Danke für die netten Worte. Ich habe die Nacht nicht geschlafen. Ich fasse keinen klaren Gedanken. So kann man doch nicht durch den Tag gehen.... was soll ich nur tun...? Crying or Very sad

Hab gerade auf der Intensiv angerufen. Meine Mama ist stabil und nicht ins Lebensgefahr. Aber, stimmt das wirklich? Sie soll weiter untersucht werden und kommt auch heute nicht auf die normale Station. Sowas kann doch alles nicht sein. Ich habe auch das Gefühl, daß die Ärzte, oder mit wem auch immer ich da gerade gesprochen habe, überhaupt nicht wirklich an mich interessiert sind, wenn ich da anrufe.

Das fiel mir gestern schon auf. Die Auskunft des Arztes war so lapidar und gleichgültig. Der Mann hat doch gesehen, daß ich geheult habe. Kein bischen Einfühlungsvermögen...nichts...

Leute, es geht nicht mehr...

#8


E
Die Angst muss schrecklich sein. Ich habe diese immer bzgl. meines Kindes. Kannst du denn nicht ins Krankenhaus und dich selbst überzeugen? Da kannst dann nochmal direkt mit den Ärzten sprechen und deine Mama sehen.

x 2 #9


Wildrose
Ich denke, Deine Mama kommt noch nicht auf die normale Station, weil die Ärzte sie
lieber noch intensiv überwachen wollen. Das ist doch sinnvoll.
Weißt Du, mein Papa hat mal einen nassforschen jungen Arzt richtig zusammengefaltet.
Der sagte nämlich zu meiner Mama im Krankenhaus,bezüglich des Marcumar : " Warum nehmen
Sie denn das Sch...zeug !"Sehr einfühlsam. Er hat sich nach der Ansage meines Papas immerhin
entschuldigt.
Meine Mama hatte eine Bauch OP unter Marcumar und hat alles gut überstanden.
Die Bauch OP war aber nicht wegen der Marcumar-Einnahme, das hatte andere Gründe.


knuddeln

x 2 #10


L
Wenn deine Mutter in Lebensgefahr wäre, würde man dir das sagen. Man müsste es sogar sagen.

Sie sind so...weil sie extremen Stress haben und sie müssen funktionieren und immer kühlen Kopf bewahren.

x 1 #11


kalina
Ich drücke auch ganz fest die Daumen!

Ich fühle mit Dir! Erst den Papa verloren und jetzt Angst um die Mama. Das ist auch zuviel auszuhalten!

Die Ärzte sind manchmal sehr unsensibel,für die ist das ihr Alltag. Wenn es ihre Angehörigen wären, wäre es auch anders. Hast Du nicht jemanden, der Dich unterstützen kann? Partnerin, Geschwister, Kinder, Freunde?

Bestimmt wird Deine Mama sich wieder erholen. Das Macumar müssen ja manche nehmen. Damit sich keine Gerinsel bilden. Normalerweise muss das aber vor einer geplanten OP abgesetzt werden. Deshalb ist sie vermutlich noch auf der Intensivstation, damit sie gut überwacht wird. Das ist schon gut so.

Es wird bestimmt wieder gut werden. knuddeln

(Ich kann Dich aber gut verstehen, ich habe auch immer schreckliche Angst, dass was mit meinen Eltern ist.)

x 1 #12


Sells1234
Drücke dir und deiner Mama die Daumen. LG.

x 1 #13


Carcass
Also Intensivstation machte mir früher Angst, weil das das überall piept, aber mein Papa war immer auf solchen Stationen, er hatte sehr viele Schockmomente, die wir miterlebten . Die Intensivstation ist komplette Überwachung, da entgeht einem nichts, daher mittlerweile beruhigender. War vorletztes Jahr froh als er auf Intensiv war, wegen der Beobachtung und da wird sofort gehandelt. Wenn die sagen keine Lebensgefahr, dann ist das so. Untersuchungen sind da ganz normal. Ich weiss genau wie du dich fühlst, es ist zum kotzen! Ich wünsche dir und deiner Mama viel Kraft ihr schafft das!

x 2 #14


M
Ich drücke euch auch die Daumen .....

x 1 #15


K
Ich drücke dir fest die Daumen mit deiner Mama und das sie ganz schnell wieder genesen ist. knuddeln

Wenn die Ärzte sind so kühl sind, mach dir keine Gedanken, hauptsache die machen ihre Arbeit und so scheint es wohl zu sein. Das ist schon mal gut.

x 2 #16


Mondkatze
Ich kenne diese verlustängste auch, wenn man um einen geliebten Menschen bangt.

Ich drücke dir auch die Daumen.

x 1 #17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

charmander
Hallo @Linus42 ,

ich hoffe, dass es Deiner Mama bald wieder besser geht und dass Du Dich bald ausruhen kannst. Trost
Und ja, nicht alle Ärzte sind einfühlsam, aber lass Dich davon nicht beeindrucken, Deine Mama ist/war ja auf Intensivstation, und dort sind die Fachkräfte ganz besonders aufmerksam.

Alles Gute ! Blumen

x 1 #18


W
@linus; viel Kraft für euch beide, hoffe deiner Mama geht es bald wieder besser...

L.G. Waage

x 1 #19


Linus42
Ihr Lieben,

ich bin soooo froh, daß ich Euch hier habe.... Vielen lieben Dank für Euren Zuspruch. Das gibt mir Trost. Nicht umsonst bin ich in diesem Jahr schon 10 Jahre hier im Forum.... Doch die letzten Tage hier sind die härtesten meines Lebens.

Heute war ich bei meiner Mama. Im Vorfeld hatte mich die Ärztin am Telefon schon verrückt gemacht. "Rechnen Sie mit Allem!" WIE BITTE? "Ja, das hier ist eine Intensivstation!" So eine Unsensibilität, so eine Kälte....

Also ich hin zu Mama auf die Intensiv. Ich zittere schon auf dem Weg dahin, bin fast am Heulen. Und wie erlebe ich sie da? Liegt putzmunter in ihrem Bett und quasselt die ganze Zeit ununterbrochen Smile Lieber Gott, bitte mach, daß das ein gutes Zeichen ist. Sie hat geschimpft, daß sie da runter will und auf die normale Station.

Geht aber noch nicht. Die Blutung ist gestillt. Bitte lieber Gott, halte zu uns - bitte mach, daß es weiterhin nicht mehr blutet. Was sie herausbekommen haben: Überdosierung von Marcumar, dazu Ibuflam als Schmerzmittel. DAS war der GÖSSTE Fehler, sagte sie Ärztin heute. Löste ein Magengeschwür aus, welches blutete. Muß aber nicht operiert werden. Das hätte nicht zusammen verschrieben werden dürfen.

Das muß man sich mal vorstellen: Meine Mutter geht mit ihrer Arthrose-Schulter ambulant ins Krankenhaus. Um eine Injektion zu bekommen. Eine 2 Stunden-Sache. Und wie endet das? Als Notfall auf der Intensivstation wegen FALSCHER TABLETTEN? Lebensgefahr mit allem drum und dran? Embarassed

Es ist schon wieder 1:10 Uhr nachts. Wie ich den Abend verbracht habe? Zitternd auf der Couch, mit immer wieder den Versuchen, einzuschlafen vor dem Fernseher. Grübeln, immer wieder grübeln und nochmals grübeln. In einem Moment ist mir heiß, als hätte ich Fieber, 2 Minuten später friere ich wie ein Eisblock. NEUREXAN habe ich gelutscht, wie Hustenbonbons. Aber die Dinger wirken doch gar nicht oder? Bin aber dann doch eingeduselt. Wollte Euch aber jetzt hier trotzdem noch schreiben, weil mir das gut tut.

Ansonsten: Ich bin ein seelisches Wrack. Single seit 2 Jahren, keine Kinder. Meine Verwandtschaft stirbt langsam aus. Mein Papa ging am 18. August 2017 in den Himmel. Einfach so. Und ich war 12000 Kilometer weit weg. Der Anruf kam praktisch "unter Palmen". Im Urlaub. Seitdem kann ich nicht mal mehr die Bilder dieses Urlaubes anschauen. 6 Monate später liegt meine Mama auf der Intensiv, wegen eines TABLETTEN-FEHLERS! Leute, ich bin am Ende... sowas kann doch kein Mensch verkraften.... Nehme selbst Bluthochdruck-Tabletten, mein Herz rast schon morgens beim wach werden. Habe heute Nacht 3 Stunden geschlafen. Angst davor, daß das Telefon klingelt...

Möchte Morgen/Samstag meine Mama wieder so sehen, wie ich sie heute sah. Quasselnd und lustig. Daß sie spätestens Sonntag/Montag auf normale Station ist. Und jetzt sitze ich wieder hier und heule.... Das kann alles so nicht weiter gehen..... Mein Leben ist die Hölle..Und meine Mama kämpft um ihr Leben.. Sowas kann es doch alles gar nicht geben....

#20


A


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Dr. Matthias Nagel
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