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201825.02




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Hallo Linus,

es ist doch noch nicht gut geworden, aber doch besser, da deine Mutter nicht mehr in Gefahr ist, die Intensivstation verlassen konnte. Du bist nun auch geschwächt, was wohl dem Stress und der Belastung zuzuschreiben ist. Da wünsche ich dir gute Besserung und dass du auch zur Ruhe kommen kannst.

Ich denke, da deine Mutter keine Bewegung machen konnte, sind auch die Arme geschwollen, vom Stechen auch grün und blau gefärbt - das muss nicht bedeuten, dass Muskeln und Sehnen verletzt worden sind. Ich glaube daran, dass das wieder gut abklingen wird, wenn sie entsprechende Übungen machen kann.
In der Angst (und das kann ich verstehen) bewerten "wir" (ich meine eben auch mich) Situationen oftmals auch gefährlicher, als sie sind.
Bezüglich des Keims, versuchte die Schwester vermutlich doch, dich zu beruhigen.

Du hast viel durchgemacht, die Ereignisse zehren an der Kraft - ich wünsche dir sehr, dass es auch dir bald wieder besser geht. Auch wenn dir meine Hoffnung nicht hilfreich ist, so darf ich trotzdem sagen, dass ich daran glaube, dass alles gut wird.
Lieben Gruß an dich!

Auf das Thema antworten


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5958
  25.02.2018 14:22  
Lieber Linus,
da ich weiß, dass mein Papa mal meine Mama in's Auto gepackt und in ein anderes
Krankenhaus gebracht hat, hab' ich ihn eben mal gefragt, wie das ablief. Ist allerdings
20 Jahre her. Meine Mama war damals im Krankenhaus und es bestand vom Hausarzt
der Verdacht auf Gelbsucht. Die Krankenhausärzte bestritten dies aber und einer sagte ironisch
zu meinem Papa" Wenn ihre Frau eine Gelbsucht hat, dann hab ich auch eine'".
Woraufhin Papa Krankenkasse und anderes KH anrief, und sodann meine Mama in's
Auto packte und in das andere KH fuhr, wo eine Gelbsucht festgestellt wurde.

Danke1xDanke


5914
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  25.02.2018 14:37  
Ich wünsche dir ganz viel Kraft :knuddeln: und das es deiner Mama bald wieder gut geht. Alles Gute

Danke1xDanke




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  26.02.2018 03:47  
Ihr Lieben,

Danke für Euren Zuspruch :trost: Es tut so gut, immer von Euch zu hören. Es tut einfach gut, hier meine Gedanken reinzuhauen. Schlürfe sogar heute mal ein Bierchen dazu, weil ich merke, daß der Hopfen mich runterholt und sogar entspannt.....

Wieder mal war der Tag der Horror. Natürlich ist im Krankenhaus nichts passiert. Kein Arzt ließ sich sehen, kein nichts. Es fragte auch keiner, wie's geht oder so. Nichts. Sie lassen meine Mama da liegen und fertig. Auf dem Tisch stapelten sich in ihrem Zimmer Essens-Tablette von 5 Mahlzeiten. Es interessiert Niemanden. Sonntag.... wen juckts? Mama liegt allein auf dem Zimmer wegen des Verdacht des "Keimes" von der Intensiv.

Annähernd 7 Stunden saß ich heute bei ihr am Bett. Mama nörgelte zwischendurch wegen der Schmerzen. Kann ich ja auch alles verstehen. Und es müssen Höllenschmerzen sein, diese Arthrose-Schmerzen. Und dann sagte sie zwischendurch gar nichts mehr..... Ich sage: "Mama, sag doch mal was. Ich kann doch auch nicht mehr tun!" Aber sie schwieg.... Mir tut das alles so weh in der Seele. Wieder heule ich jetzt... Verdammt, das kann nicht wahr sein, was in den letzten 10 Tagen los ist bei uns.....

Als wir uns dann so anschwiegen, bin ich einfach mal rausgegangen und habe Papa am Grab besucht. Ob er weiß, was da passiert? Hab ihm wieder alles erzählt. Manchmal frag ich mich, ob Papa vielleicht neben mir steht, wenn ich bei ihm bin. Ich kann ihn eben nur nicht mehr sehen... Wie ich meinen Dad vermisse :cry: Wie oft haben wir uns gestrritten und Tage nicht miteinander gesprochen.

Dann zurück zu Mama ins Krankenhaus. Sie setzt alle Hoffnungen auf Montag. Daß jetzt endlich was passiert. Habe der Schwester eine Verlegung in ein Nachbarkrankenhaus nahegelegt. Die haben ne spezielle Rheuma und Arthritis-Abteilung mit bestem Ruf.

Mein eigenes Leben? Findet nicht mehr statt...... Doch! Montag muß ich arbeiten ..... und STRAHLEN und LUSTIG sein.... BOAH, wie kotzt mich das an...... Wärme? Umarmungen? Liebe? Was ist das...?



8015
7
5958
  26.02.2018 08:44  
Das klingt doch gut, ein Krankenhaus mit spezieller Arthitis-Abteilung. :trost:

Warum lässt Du denn niemand hinter Deine Fassade schauen ? Ich meine jetzt nicht
den Job, sondern im Privatleben. Glaubst Du vielleicht,( Entschuldigung, ich will Dir
nicht zu nahe treten), dass der Linus hinter der Fassade nicht in Ordnung, nicht
liebenswert ist ? Natürlich hat man auch Angst vor seelischen Verletzungen. Eine
Fassade schützt, aber macht auf Dauer einsam.
Meine Mama hat früher manchmal zu mir gesagt, wie sehr sie sich wünscht, dass ich
jemand an meiner Seite habe, wenn ich älter werde. Deine Mama macht sich da
bestimmt auch ihre Gedanken, weil sie dich lieb hat.

Liebe Grüße. :knuddeln:

Danke1xDanke




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  27.02.2018 02:14  
Liebe Cati,

meine Mama sagt genau immer das Gleiche zu mir! Exakt die gleichen Worte!

Und? Haste denn jemanden gefunden?

Viele Grüße :kuss:



8015
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  27.02.2018 02:59  
Irgendwie ja, aber nicht so, wie meine Mama sich das vorgestellt hätte.



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  27.02.2018 13:51  
Schläfst du immer noch so schlecht? Einen Beitrag hast du um 02:47 Uhr geschrieben. Du solltest jetzt wirklich mal versuchen, dich ein bisschen zu beruhigen und nachts zur Ruhe zu kommen. Du musst auch ein bisshen auf dich selbst aufpassen.

Gibt es was Neues aus dem Krankenhaus?





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  01.03.2018 02:42  
Ihr Lieben,

hab jetzt 2 Tage nichts mehr geschrieben. Warum? Weil ich einfach nicht mehr kann :cry: Hab keine Kräfte mehr. An schlafen ist kaum zu denken. Und wenn ich dann doch einschlafe und morgens wach werde, geht es schon los. Meine Morgen beim wach werden und die Zeit danach im Badezimmer sind einfach nur die Hölle. Ich grübel mich halb tot. Bin nur noch voller Sorgen und Ängste. Draußen scheint die Sonne, das schönste Winterwetter und ich? Ich habe Angst und Sorgen. Das ist so schlimm, daß ich mich gestern beim Rasieren vor dem Spiegel fast übergeben habe. So schlimm waren meine trüben Gedanken. Oh je, mir graut es jetzt schon wieder vor dem Aufstehen morgen........ Selbst, wenn ich erst um 8 Uhr aufstehen muß, werde ich schon um 6 Uhr wach und fange an, mich einzugrübeln. Herzrasen, trockener Hals und Mund, ein Albtraum folgt dem nächsten. Seit vielen Jahren habe ich jeden Abend Albträume. Auch gerade, als ich vor dem Fernseher eingeschlafen bin: Albträume. Werde verfolgt, bleibe in Stacheldraht hängen, komm nicht weiter, komische "Menschen", Feinde, verfolgen mich. Alle wollen mir was Böses. ICH HABE NIEMALS EINEN SCHÖNEN TRAUM!

Aus dem Krankenhaus gibt es nicht viel Neues. Mama ist auf Normalstation. Die Ärzte wollen erstmal ihren Magen im Auge behalten. Da war wohl echt viel "aufgerissen" von Marcuma in Verbindung mit Ibu. Sie hat Höllenschmerzen, was ihre Schulter-Arthrose angeht. Sie kann beide Arme kaum anheben. Nicht mal ein Glas kann sie halten. Ich verstehe auch nicht, warum die Sau-Ärzte da nichts machen. Ihre hochgradig arrogante Ärztin sagte, sie dürfen im Moment nicht verabreichen, was sie wollen, weil sich der Magen erstmal regenerieren muß.

Das versteht Mama nicht. Sie liegt da und ich muß ihr sogar das Wasser an den Mund reichen. Ich kenne meine Mom so nicht. Das ist eine Powerfrau ohnegleichen. Mir tat sie gestern so leid, als sie anfing zu weinen:cry: Heute sagte sie zu mir: "Ich habe so eine Angst!" Wieder hätte ich am liebsten mit ihr geweint am Bett. Ich habe sie in den Arm genommen im Bett und gesagt: "Du mußt keine Angst haben. Ich bin immer bei Dir! Und wenn ich gleich Zuhause bin, bin ich trotzdem bei Dir!" Is ja auch so. Ich esse seit fast 2 Wochen nicht mehr richtig, weil ich gedanklich nur im Krankenhaus bin.....

Heute kam die Therapeutin, wollte sie in den Sessel setzen. Mama konnte aber nicht. Sie hat es abgelehnt, wegen der Schmerzen. Morgen kralle ich mir diese kleine, miese Ärztin. Wenn die das da nicht in den Griff kriegen, dann muß Mama eben in ein anderes Krankenhaus. So geht es nicht weiter....

Man stelle sich folgendes vor. Ich rede vor einigen Tagen mit einer der Ärztinnen dort. Gestern treffe ich eine der Ärztinnen im Fahrstuhl. Das dumme Miststück hat nicht mal "Hallo" gesagt :evil:

Ein weiterer beschissener Tag in meinem Leben geht zuende. Es folgt nun eine Nacht voller gruseliger Albträume. Vielleicht bleibe ich ja wieder im Stacheldraht hängen. Vielleicht werde ich wieder verfolgt. Beim Aufwachen in gut 6 Stunden wird mein Herz rasen, meine üblen Gedanken werden kreisen. Bin in Gedanken bei Mama im Krankenhaus. Werde mich dann weitere 2 Stunden rumwälzen, bis ich aufstehen muß. Mich danach im Bad fast übergeben, aus Kummer und Sorgen..... Auch der Donnerstag wird wieder mal ein dufter Tag...

Ach ja, zum Training darf ich ja auch nicht (4 mal die Woche Krafttraining)- hab ja ne fette Erkältung. Wäre doch dumm, wenn ich jetzt noch einen Herzinfarkt in der Muckibude bekomme. MIR WÄRE ES schei.! Dann hat es wenigstens alles ein Ende. Aber meiner Mom kann ich das nicht antun....

Gute Nacht.... ha ha ha ha ha.... "gute Nacht" - guter Witz!



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2
Sachsen Anhalt
44
  01.03.2018 03:10  
Ich habe deinen Text heute nur überflogen da es mir selbst nicht wirklich gut geht. Was du schreibst klingt nach einem ganz schlimmen Fall von Patientenvernachlässigung der mir in dieser Form bisher nur einmal bekannt geworden ist. Ich selbst habe 6 Semester Medizin studiert, aber abgebrochen.
Ich möchte dir empfehlen und dich dazu ermutigen Dich zur Wehr zu setzen. Kein Patient, egal in welcher Verfassung er sich befindet, muss in einem Krankenhaus unter ärztlicher Beobachtung unter derartigen Schmerzen leiden wie Du sie beschreibst. Es gibt genügend Alternativen einem Patienten diverse Schmerzmittel zu verabreichen ohne das der Magen davon tangiert wird.
Dein erster Weg jetzt, sollte jetzt zur Krankenkasse deiner Mama führen. Dort musst Du Beschwerde einlegen. Die Krankenkasse ist seit 2013 per Gesetz verpflichtet sich um die Belange von Patienten im Beschwerdefall zu kümmern. Die Krankenkasse wird sich dann an die ÄrzteKammer wenden und spätestens das wird große Wellen schlagen. Ich als, zugegeben nicht fertiger Mediziner weil ich das Studium abgebrochen habe, kenne und achte das Genfer Gelöbnis. Und jeder Arzt der dies nicht tut, verstößt gegen Ethik und Moral. Also sammle deine letzten Kraftreserven und setze Dich zur Wehr.

Danke3xDanke


8015
7
5958
  01.03.2018 08:37  
Lieber Linus,
ich habe eben mit meiner Schwester(der Krankenschwester )darüber gesprochen, was
Du zum Thema Schmerzmedikation berichtet hast. Sie meinte, natürlich müssen die Ärzte
sehr vorsichtig sein, welches Schmerzmittel sie geben ( und man müsste auch immer
berücksichtigen, ob der Patient noch andere ' Baustellen ' hat ( Nieren, Leber, Herzprobleme z.B. ).
Aber sie sagte, irgendwas gegen solche extremen Schmerzen, wie sie Deine Mutter leider hat,
kann man IMMER machen. In ihrem Krankenhaus gibt es ein sog. ' Schmerzkonsil '. Das wird
einberufen, wenn die ' normalen ' Ärzte einen sehr schwierigen Fall bezgl. der Schmerzmittelverabreichung
haben, dann beraten sie beim Schmerzkonsil mit Ärzten von der Intensivstation, die eine
spezielle Ausbildung dafür haben, wann man welche Schmerzmittel in schwierigen Fällen
verabreichen kann...aber sie sagte, natürlich gibt es so ein Schmerzkonsil nicht in jedem
Krankenhaus, aber irgendwas könnte man trotzdem IMMER machen.

:knuddeln:



5538
5
3496
  01.03.2018 10:39  
Das mit den Schmerzmitteln verstehe ich auch nicht. Es gibt Schmerzpflaster, Infusionen, Nasenspray, das muss alles nicht über den Magen. Und wenn sie solche Schmerzen hat, behindert das doch ihre Genesung. Dass sie nicht mal ein Glas halten kann vor Schmerzen ist ja nun wirklich eine schlechte Situation.

Hat deine Mutter vor der OP häufig Schmerzmittel genommen? Vielleicht hat sie schon vorher chronische Schmerzen gehabt.





190
6
30
  02.03.2018 03:01  
Cati, Luna....

um Euch mal zu verdeutlichen, was gerade in meinem Leben passiert: Meiner Mama ging es bis vor 2 Wochen blendend. Einmal die Woche zum schwimmen mit ihren Freundinnen. Mama ging noch arbeiten. Ein bischen Arthrose in den Schultern vielleicht. Ihr Blutdruck war eingestellt. Mallorca-Urlaub gebucht für Juni. Mama war nur unterwegs und auf Achse. Und nach Papa's völlig plötzlichem Gang in den Himmel, waren Mama und ich Sonntags oft abends essen. Als Trost. Als Zusammenhalt. Wir haben uns tapfer geschlagen in dieser schweren Zeit.

Und ganz plötzlich und auf einmal liegt meine Mom im Krankenhaus. Die Geschichte kennt Ihr ja nun. Ich könnte los schreien vor lauter Schmerz und Kummer. Das ist alles so schlimm und tut mir im Herzen weh. Mir reißt es fast das Herz raus.

Wieder sitze ich hier und heule. Mitten in der Nacht....War vorhin in Mama's Wohnung. Habe ihre Blumen gegossen. Alles riecht nach Mama. Nach Papa. So wie früher eben. Hab auf Papa's Couchplatz geguckt... so doof es klingt, ich hab Papa gewunken...... :cry:



72
2
Sachsen Anhalt
44
  02.03.2018 03:23  
Linus42
Ich kann ungefähr erahnen wie es Dir geht. Daher fällt es mir schwer zu verstehen warum Du dich nicht zur Wehr setzt um Deiner Mama zu helfen. Die Möglichkeiten habe ich Dir genannt.
Ich muss leider auch Abstand davon nehmen dir weiterhin Tips und Hinweise zu geben. Es tut mir nicht gut. Genau aus diesem und anderen Gründen habe ich mein Medizinstudium geschmissen. Ich kann die Welt als Einzelner nicht ändern. Schon gar nicht wenn Helfende, aus,vielleicht persönlichen Gründen, Hilfe nicht annehmen können oder wollen. Ich wünsche Dir und Deiner Mama das ihr so schnell wie möglich einen verantwortungsvollen Arzt findet der sich seiner Aufgabe bewusst und halbwegs klar bei Verstand ist. Von Herzen alles Gute euch beiden.

Danke2xDanke


8015
7
5958
  02.03.2018 08:43  
Lieber Linus,
gibt es denn keinen einzigen Ansprechpartner im Krankenhaus, mit dem Du bezgl.
der Schmerzmedikation reden kannst ?
Ich hoffe wirklich, dass Du schon sehr bald zu ihr zu Besuch kommst und der Arzt
sagt," Die Problematik mit dem Magen ist soweit gebessert, dass wir Schmerzmedikamente
verabreicht haben, und ihre Mutter hat jetzt weniger akute Schmerzen und bewegt sich
schon mehr. "
Denn bei Arthrose ist es ja eigentlich wichtig, dass man in Bewegung bleibt...

Danke1xDanke



10205
140
Bärlin Spandow
4466
  02.03.2018 09:26  
Warum Intensivpflegepatienten der Willkür der Krankenkassen ausgesetzt sind:

http://www.ardmediathek.de/tv/Kontraste ... -der-Willkü/Das-Erste/Video?bcastId=431796&documentId=50499150


PS.

Es muss der ganze Link kopiert werden.

Danke1xDanke


5538
5
3496
  02.03.2018 11:19  
Ich verstehe dich ja. Meine Mutter war 69, als sie einen Schlaganfall hatte. Bis auf normale Wehwehchen topfit, hat auch noch Sport gemacht, war in Vereinen aktiv und sah viel jünger aus. Es traf uns damals auch völlig unvorbereitet getroffen und ich weiß wie man sich in so einer Ausnahme-Situation fühlt, wenn von einem Moment auf den anderen ein aktiver Mensch schwerstkrank in einem Krankenhaus-Bett liegt. Das Ganze hat dich natürlich bis ins innerste erschüttert, das ist völlig verständlich.

Aber deiner Mutter geht es ja zum Glück besser, also bitte versuche jetzt mal ein bisschen aus deinem Krisen-Modus zu kommen und sorge dafür, dass du nachts schläfst. Du brauchst deine Kraft, auf Dauer ist das echt nicht gut, nur so wenige Stunden zu schlafen.

Danke1xDanke




190
6
30
  03.03.2018 03:11  
Ihr Lieben,

schade Mirko, daß Du mir keine Hilfe mehr geben magst. Ich versuche hier jeden Rat anzunehmen. Denn Ihr seid meine einzige Unterstützung momentan. Natürlich kämpfe ich für meine Mama. Bin jeden Tag bei ihr. Morgens vor dem Job und abends nach dem Job. Heute habe ich wieder mal gesehen, daß sie unerträgliche Arthrose-Schmerzen hat. Wahnsinn :shock: Wegen ner dämlichen Arthrose so ein Horror!

Dann habe ich heute Abend kräftig Theater bei den Schwestern gemacht. Wie kann es sein, daß sich jemand so quälen muß? Es ist Wochenende. Da passiert schon wieder mal nix im Krankenhaus. Ich werde mir das aber NICHT anschauen an diesem Wochenende! Habe herausgefunden, daß die behandelnde Ärztin sogar ausnahmsweise am Samstag da ist. Ich werde ihr die Hölle heiß machen an diesem Wochenende! So geht es nicht mehr weiter...

Luna, wie kann ich denn aus meinem Krisen-Modus rauskommen? Bis auf's Mark erschüttert, ich sehe nur noch Leid und Kummer. Heute morgen bin ich zum ersten Mal aufgestanden und hatte spürbare Herzschmerzen :oops: Auch jetzt noch, wenn ich genau darauf achte...... Papa tot.... Innerhalb 6 Monate hat sich mein Leben zur reinen Hölle entwickelt.

Heute ist der 3. März. Wißt Ihr, womit ich mich normalerweise um diese Jahreszeit beschäftige? Ich plane meinen Sommer-Urlaub in meiner Wahlheimat USA. Suche nach Flügen, plane Touren durch Californien, suche nette Hotels aus... Sowas hat mich immer aufgebaut...

Stattdessen: Der blanke Horror :seufzen



10205
140
Bärlin Spandow
4466
  03.03.2018 09:38  
Moin Linus

Pass bloß auf dass du nicht in eine Depression abrutschst. Das kann ganz schnell gehen.

Meine Mutter hat auch Arthrose und nimmt auch Macrumar. Da sie auch noch eine Bauchfelldialyse machen muss, muss sie auch mit Schmerztabletten vorsichtig sein.

Ich glaube sie bekommt Metamizol.

Danke1xDanke


8015
7
5958
  03.03.2018 11:38  
Der gewohnte Alltag mit Deiner Mutter existiert im Moment nicht mehr und
Dir wird bewusst, dass es auch nicht ewig so weitergehen wird. Also natürlich
wusstest Du das auch vorher schon. Aber man verdrängt das ein Stück weit im
Alltag und auf einmal wurde es ganz konkret. Und dann will man nur, dass es wieder
so wird wie vorher.
Mein Papa hatte vor einigen Jahren zwei Schlaganfälle und hat sich davon zum Glück
gut erholt, aber er darf keine längeren Strecken mehr mit dem Auto fahren, kann sich
nicht lange konzentrieren und muss eine Menge Tabletten einnehmen. Er versorgt seinen
Haushalt allein und fährt auch allein in Urlaub.
Er wohnt 100 km entfernt, und vor einigen Monaten rief mich ein Bekannter von ihm an
und erzählte, sie waren zusammen unterwegs gewesen und auf einmal fand mein Vater
die richtigen Worte nicht mehr, also was er sagte, ergab keinen Sinn und ihm war schwindelig.
Da hab ich große Angst bekommen, dass mein Papa wieder einen kleinen Schlaganfall haben
könnte, und ich rief ihn an und bestand darauf, dass er zum Arzt geht und das untersuchen
lässt. Denn er wollte nicht zum Arzt, er meinte, er hätte an dem Tag nur zuwenig getrunken.
Es stellte sich dann heraus, dass es kein neuer Schlaganfall war, er war wirklich dehydriert.
Aber da hatte ich große Angst an dem Tag, und mir wurde schmerzlich bewusst, wie schnell
sich alles ändern kann und meine Alarmsysteme liefen auf Hochtouren.

Dein Alarmsystem läuft auch auf Hochtouren, seit Wochen schon, weil Du Deine Mama so
lieb hast und sie beschützen willst, das ist etwas, was ganz tief aus dem Gefühlszentrum
kommt, und manche Menschen können das mit ihrem Verstand besser steuern, um nicht so
( mit-) zu leiden, und andere nicht.
Ich kann das auch nicht gut.

Alles Gute, lieber Linus. :knuddeln:

Danke2xDanke

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