Zitat von Linus42: ich wollte Euch heute eigentlich schreiben, wie der aktuelle Stand der Dinge ist. Aber, ich will nicht mehr. Ich stehe kurz vor dem körperlichen und seelischen Zusammenbruch. 3:46 Uhr morgens... alles schläft. Nur ich hampel hier noch rum. Das geht so einfach nicht weiter. Ich mach mich selbst kaputt.
In wenigen Stunden stehe ich wieder auf. Dann wird mir schlecht sein, mir wird sich wieder der Magen drehen vor Angst beim wach werden. Ich werde kaum geschlafen haben. Ich werde wieder völlig unausgeschlafen sein und übelst aussehen. Den Sonntag werde ich wieder auf der Intensivstation verbringen. Ich habe kein Leben mehr. Montag arbeiten, dann wieder Intensivstation. Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag arbeiten - dann wieder Intensivstation. Jeden Tag.
Hallo Linus, das ist natürlich eine zermürbende Situation die Kraft kostet.
Einen Menschen begleiten, der so schwer krank ist, das eigene Leben weiterführen.
Zwischendurch las es sich so, als würdest du gar nicht realisieren, wie schlecht es deiner Mutter geht?
Ich denke, du solltest schauen, wie du für dich auch noch irgendwie auftankst und Unterstützung hast.
Hast du Freunde oder ggf. SHG mit Angehörigen in einer ähnlichen Situation?
Dein Leben geht ja weiter bei dir und es ist gerade eine schwere Phase.
Wenn du Hilfe brauchst, dann hole sie dir doch besser, sprich mal mit deinem Hausarzt.
Als mein Vater mit Krebs im Endstadium lag und ich das die ersten Wochen verarbeiten musste, hab ich wenigstens etwas beruhigendes bekommen vom Hausarzt. Auch der ein oder andere Kollege wusste bescheid, und ab und an konnte ich mal drüber sprechen oder mich mal früher ausklinken aus der Arbeit.
Er hatte noch ein halbes Jahr und wir hatten auch immer noch eine gute Zeit, aber das hat mir am Anfang den Boden weggezogen, dass der Tod so real nah war.