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Hallo !
Da ich jetzt Urlaub habe, hatte ich für heute früh einen Termin beim Orthopäden ausgemacht, weil ich oft Schmerzen in der LWS habe und dazu ein ziehen ins linke Bein / Fuß. Obendrauf kommt noch eine Schwellung am li Innenfuß, unter dem Knöchel genau. Dieser tut weh, wenn man drauf drückt. Es ist kirschgroß.
So, nun hat die Ärztin mir zwei Überweisungen gegeben.
Erste: MRT LWS und ISG beidseitig mit Diagnose Chondrose L5/S1 ( leicht) Verdacht auf NPP
Was ist NPP ? Hab Angst im Internet zu gucken, da ich den Termin erst am 07.11. habe.
Zweite: MRT li OSG mit Verdacht auf Ganglion
Obwohl sie meinte die Stelle wäre untypisch für ein Ganglion. Jetzt habe ich Angst das es ein Tumor ist
Kennt sich jemand aus und kann mir helfen ?
LG

09.10.2017 11:53 • 06.12.2017 x 1 #1


130 Antworten ↓


Hallo Ginger,

NPP ist nichts anderes als ein Bandscheibenprolaps. Also nichts, was man nicht wieder gut in den Griff bekommen kann.

Ein Ganglion am Fuß bzw. am oberen Sprunggelenk gibt es zwar nicht so oft, kommt aber immer wieder vor ( ich habe beruflich damit viel zu tun)
Es handelt sich um ein völlig harmloses knöchernes Überbein, das abgetragen werden kann, wenn es zu große Beschwerden macht.

Hab keine Angst : Beides hat nichts mit Tumoren zu tun und kann bestens behandelt werden.

Liebe Grüße und ein großes Lob, dass du nicht gegoogled hast

09.10.2017 12:03 • x 2 #2


Tanilein du bist ein Schatz, vielen lieben Dank. Wirklich. Jetzt bin ich beruhigter. Und juhu, ich habe nicht gegoogelt )))
Sie sagte aber auch, wenn es operiert werden muss, dann falle ich vier Wochen aus, so lange ?
Werde dann berichten.

09.10.2017 12:35 • #3


Hallo Ginger,

deine Standhaftigkeit in Sachen "ich Google nicht" war super und richtig ! So muss das sein.

Wenn das Ganglion am Fuß abgetragen werden muss, z.B. weil es am Schuh reibt usw., dann ist das natürlich eine unangenehme Stelle, weil da die ganze Belastung des Körpers drauf ist.
Und mit Schuhe tragen wird es dann auch erstmal schwierig.
Außerdem muss der Knochen ja dann schön durchheilen.
Ich denke, deshalb geht sie von der Ausfallzeit aus.

Ist aber alles völlig folgenlos behebbar

09.10.2017 12:43 • x 1 #4


Dankeschön !

09.10.2017 12:48 • #5


Hallo, ich hatte gestern meinen MRT Termin für die LWS. Bin da um 17 h nach der Arbeit ganz entspannt hingefahren, da meine Rückenschmerzen sich auch gebessert haben. Kam auch sofort dran. Dann in den Wartebereich auf meine Bilder gewartet....so ist es normalerweise. Dann sagte die Arzthelferin ich solle mich ins Sprechzimmer setzen....da wurde mir schon komisch. Ich wartete ca zehn Minuten. Dann kam der Arzt und ich witzelte noch, dass es wohl unnötig war. Er legte die Bilder vor mir auf den Tisch und ich sah sofort einen weißen Fleck in meinem Wirbelkanal. Er sagte das gehöre da nicht hin und wäre schon recht groß. Sofort liefen mir die Tränen und ich zitterte am ganzen Körper.
Er meinte dann, er könnte das ohne Kontrastmittel nicht beurteilen. Ich bettelte ihn an, dass bitte heute noch zu machen. Ich wartete lange, rief unter Tränen meine Schwester an, die dann auch kam. Ich hatte schon mit meinem Leben abgeschlossen und sagte ihr, dass es mir schon länger nicht gut gehe und ich wusste, dass sowas irgendwann kommt. Dann bekam ich das Mittel gespritzt und noch mal ins MRT.
Dann kam wieder der Arzt und sagte es sähe höchstwahrscheinlich nach einem Bandscheiben Vorfall aus, aber hundertprozentig könnte er es nicht sagen. Ich solle damit zum Orthopäden. Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen und mir ist übel. Heute um zwölf kann ich zum Glück zu meinem Orthopäden. Aber ich habe so eine Angst. Egal was es ist, es muss wohl operiert werden. Ich habe MRT Bilder im Netz mit meinen verglichen und die sehen anders aus. Da quillt die Bandscheibe sichtlich raus. Bei mir ist mitten im Wirbelkanal ein runder Fleck mit einer Lücke zur Bandscheibe. Ich befürchte das schlimmste. Das war's dann wohl. Lange Zeit Angst vor Krebs gehabt und jetzt bestätigt es sich vielleicht.

08.11.2017 08:57 • #6


petrus57
Ich drück dir mal die Daumen, dass es sich als nicht allzu Schlimmes herausstellt. Hast du wenigstens was zur Beruhigung da?

08.11.2017 09:02 • x 1 #7


TheNiceLife
ALso geh doch erstmal heute zum Orthopäden.
Und nicht jeder fleck auf einem mrt ist gleich Krebs.
Ich verstehe dass du Angst hast und dass für dich gerade eine Welt zusammen bricht, aber hör dir erstmal bitte das an, was der Arzt sagt.
Und objektiv gesehen (ich kann es kaum glauben, dass ich das gerade ernst meinte, trotz meiner hypochondrischen angststörung) heißt Krebs nicht, dass man auch stirbt.
Und Bandscheibenvorfälle müssen auch nicht operiert werden. Meine Mama hatte 3 und hat sich operieren lassen und im Nachhinein, sagt sie dass es keinen Unterschied gemacht hätte.

08.11.2017 09:05 • #8


Nein, ich habe nichts zur Beruhigung. Ich sehe aus wie der Tot auf Latschen. Dicke Augen, blaß, augenringe.
Der Arzt sagt, es ist groß.....und wie schon geschrieben, es sieht für mich absolut nicht nach Bandscheibe aus, die liegt begrenzt da wo soe hingehört.

08.11.2017 09:09 • #9


Auch wenn ich mir gut vorstellen kann, welche Ängste du gerade ausstehst, möchte ich dich ermutigen dich nicht in die Angst zu stürzen.

Wie kommst du auf den Rückschluss, dass es sich um Krebs handeln muss? Sind entzündliche Prozesse ausgeschlossen? Ich habe Rheuma mit Wirbelsäulenbeteiligung und weiß daher, dass sich Entzündungen auch als weiße Bereiche im MRT zeigen.
Ich wünsche dir alles Gute!

08.11.2017 09:46 • x 2 #10


Also der Arzt sagte, wenn mit dem Kontrastmittel die Flecke dunkel sind, wäre es anatomischer Abfall, so hat er sich ausgedrückt. Wenn sie hell bleiben und das sind sie ja, dann ist es Gewebe. Sprich Bandscheibe oder Tumor. Von Entzündungen und Rheuma hat er nichts gesagt. Ich weiß nur das mrin HBLA27 Wert pos. ist. Der ja auch für ein hohes Risiko für Rheuma spricht.

08.11.2017 09:51 • #11


Ich bin auch HLBA27 positiv. Bei mir ist es Psoriasis Arthropathie und Psoriasis Spondylitis.
Also entzündlichen Veränderungen an der Wirbelsäule sind eindeutig weiß auf den MRT Bildern zu sehen. Beide Radiologen habe mir immer gesagt "hier die weißen Bereiche" und es war auch eindeutig zu sehen.
Ich möchte damit nicht sagen, dass es bei dir auch so ist. Sondern möchte dir nur sagen, dass auch andere Dinge in Betracht kommen

08.11.2017 09:58 • x 1 #12


Aber hätte er es dann nicht erwähnt ? Hmm, der Fleck ist direkt im Wirbelkanal bei mir.

08.11.2017 10:00 • #13


Naja ich finde das Vorgehen des Radiologen eh sehr fragwürdig. Dich zu ängstigen, indem er die sagt "Da ist was großes" und dir aber keine Verdachtsdiagnose mitzuteilen, sehe ich sehr kritisch.
Ich kenne einen Fall, der war ähnlich wie bei dir. Die Person hatte schon einmal Krebs und war wegen eines tastbaren Knotens im MRT. Der Radiologe sagte ihr "Ja da ist etwas. Was soll ihnen ihr Hausarzt sagen - dort sollten sie jetzt hingehen" und verschwand. - Diagnose des Hausarztes: Verstopfte Talgdrüse.


Und glaube mir, ich kenne deine Angst!
Ich habe eine Neuralgie über dem Sprunggelenk. Der Orthopäde machte ein Ultraschall und sagte er sehe da etwas, was dort nicht hingehört und schickte mich im Mai ins MRT mit dem Verdacht "Gangliom". Bei dem Besprechungstermin beim Orthopäden sagte er dann es sei kein Gangliom aber eine Entzündung im Sprunggelenk.

Jetzt war ich bei der Rheumatologin und sie machte noch mal Ultraschall und schaute sich die MRT Bilder an und sagte "da ist was, das da nicht hingehört" ich habe jetzt den MRT Bericht angefordert und auch eine riesen Angst.

08.11.2017 10:04 • x 1 #14


TheNiceLife
Radiologen sind dazu da, um Mrt etc. durchzuführen und zu beurteilen, ob da ein Befund ist oder nicht. Das heist nicht das jeder Radiologe auch in Stande ist zu beurteilen, was da nicht standardmäßig ist.
Ich hatte mal ein ct von den halsgefäßen. Die Auswertung hatte dann 2 Stunden gedauert, weil der Radiologe nicht bewerten konnte, was da auf dem Bild falsch ist, bis dann der Chef Neurologe kam, um sich dann das Bild anzuschauen.
Im Endeffekt war es dann ein Artefakt, sprich ein Fehler beim Bildmachen und meine halsgefäse waren einwandfrei.
An dem Beispiel sieht man, dass auch ein Radiologe nicht immer diagnostizieren kann.

08.11.2017 10:09 • x 1 #15


petrus57
@Hoffnungsschimmer

So erging es mir schon 2 mal. Beim ersten mal sollte ich Lungenkrebs haben, beim zweiten mal war es Darmkrebs. Hatte nichts von beiden.

08.11.2017 10:10 • #16


Aber er sieht so was doch jeden Tag....Ich denke er überlässt den Orthopäden es, mir die Nachricht zu verkünden.

08.11.2017 10:12 • #17


@TheNiceLife ich kenne einige Ärzte, die Radiologiebilder nicht wirklich deuten können und dies auch offen kommunizieren. Eine entgültige Diagnose ist selbstverständlich nicht über einen MRT Befund zu stellen, da verschiedene Parameter hierfür notwendig sind. Eine Verdachtsdiagnose sollte ein Radiologe allerdings schon stellen - das ist sein Job.
@petrus57 schrecklich! Auch wenn man natürlich einfach nur froh ist, dass sich der Verdacht nicht bestätigt hat.

@Ginger1 Das ist aber deine Angst. Du interpretierst hinein, dass es so sein wird. Kannst du sich gerade irgendwie ablenken?

08.11.2017 10:18 • #18


Nein, ich bin die ganze Nacht wach, habe nichts gegessen und getrunken. Laufe wie falsch Geld durch die Wohnung. Dann bekomme ich Nachrichten von Kollegen, wann ich wieder da wäre. Das ist mir gerade alles zuviel. Ich bin euch aber sehr, sehr dankbar.

08.11.2017 10:20 • x 1 #19


Du hast um 12 Uhr den Termin, oder? Kannst du nicht etwas eher hingehen? Wenn du Glück hast, ziehen sie dich vor.

08.11.2017 10:25 • x 1 #20




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