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chaosinside
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Liebe Leute.
Seit Jahren bin ich geplagt von dieser Angst die mich tagtäglich kontrolliert vor Krankheiten, speziell Krebs.
Was ist euer Erfolgsgeheimnis? Gerne schreibe ich ausführlich wenns jemanden interessiert.
Will aber keinen nerven, hab ich hier im forum eh schon das gefühl:(

07.12.2025 #1


21 Antworten ↓


Yuber
Radikale Akzeptanz

x 2 #2


A


Was ist das Beste gegen die Hypochondrie?

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F
Zitat von Yuber:
Radikale Akzeptanz

Und was soll man radikal akzeptieren 😂? Das man sterblich ist?
Ja das dürfte der Schlüssel zum Erfolg sein,aber damit das funktioniert muss es klick im Kopf machen und das tut es bei vielen leider nicht.
Solange der Mensch noch etwas zu verlieren hat,hat er i.d.R auch Angst vor Krankheiten bzw dem Tod.
Radikal gesagt:nimm dem Menschen alles weg woran er hängt und die Angst vor Krankheiten verschwindet ebenfalls
Leider wird er dann aber auch depressiv wovon ich ein Lied singen kann.
Keine optimale Lösung also.
Für Psychologen wirds so natürlich schwer den Patienten von seinen Krankheitsängsten zu *heilen*
Es bleibt dann eine 50/50 Chance das Medikamente zum Gamechanger werden und den Schalter im Kopf umlegen.
Von daher ist das beste gegen Hypochondrie alles auszuprobieren mit dem man sie unter Kontrolle bringen kann und sie nicht zu pflegen in dem man sich ins Wartezimmer beim Arzt hockt in der Hoffnung das er einen von Kopf bis Fuß untersucht oder am besten gleich ins CT schickt.🤪
Das Rezept gegen Hypochondrie gibt es nicht! Selbst Ablenkung bringt nur für einige Stunden Erleichterung...spätestens wenn man am Abend im Bett liegt und sich das Karussell im Kopf zu drehen beginnt gehts wieder los.

x 2 #3


Kruemel_68
@chaosinside Ließ Dich mal hier durch, das ist eine super Sammlung.

agoraphobie-panikattacken-f4/raus-aus-der-angst-so-schaffst-du-es-t133396.html

x 1 #4


D
Zitat von Faultier:
Und was soll man radikal akzeptieren ? Das man sterblich ist?

Das ist meiner Meinung nach tatsächlich der wichtigste Schritt überhaupt.

Zitat von Faultier:
Solange der Mensch noch etwas zu verlieren hat,hat er i.d.R auch Angst vor Krankheiten bzw dem Tod.

Das ist auch gut so und das soll auch so bleiben, aber nicht auf die irrationale, unbegründete und unlogische Weise, wie sie ein Hypochonder hat, sondern eher als Antrieb fürs Leben.

Zitat von Faultier:
Für Psychologen wirds so natürlich schwer den Patienten von seinen Krankheitsängsten zu *heilen*

Nun ja, kommt auf dem Therapeuten an. Über Gesprächstherapie lernt man ja schon, seine Gedanken zu kontrollieren und mehr Logik in den Kopf zu bekommen, dazu lernt man, seine Ängste zu steuern und jetzt nicht das Gedankenkarussell ins unermessliche wachsen zu lassen.

Aber es stimmt, eine Pauschal-Lösung gibt es nicht. Für mich ist eine Mischung aus Lebensstil, der Akzeptanz der Sterblichkeit, zu trainieren, wieder rational zu denken und zu verstehen, dass man manche Dinge eh nicht beeinflussen kann.

Wenn jemand Übergewicht hat, Kettenraucher ist und sich null bewegt, braucht er sich nicht wundern, dass er Angst vor Lungenkrebs oder Herzversagen hat. Dann sind seine Ängste in gewissen Maßen ja berechtigt.
Wenn jemand aber an sich selbst viel arbeitet, gesund isst und Sport treibt, hat die Personen viele Risikofaktoren schon eliminiert. Sollte dann Angst "Oh Gott, ich hab Husten, bestimmt Krebs" kommen, muss die Logik versuchen, die Angst zu bekämpfen nach dem Motto "hey, wovon soll ich Lungenkrebs bekommen?".
Wenn man das noch in Kombination mit der Akzeptanz schafft, ist ein großer Schritt gemacht. In dem Beispiel wäre das dann "ja gut, auch gesunde, fitte Menschen mit wenig Lastern können Krebs bekommen, aber das kann man dann leider nicht beeinflussen".

Sollte sich die Hypochondrie durch starke körperlich Symptome äußern, empfehle ich schon erstmal einen einmaligen Arzt-Besuch zum Abklären, aber dann gut sein lassen.
Es muss viel von einem selber kommen, da muss tagtäglich dran gearbeitet werden.

Mein Therapeut hat mir ein schönes Rollenspiel näher gebracht, bei dem Logik und Angst quasi als 2 Personen in meinem Verstand gesehen werden und kommunizieren.
Wenn mein Kopf sagt "Oh Gott, irgendwas stimmt nicht, bestimmt hab ich dies, das, jenes" versuch ich diese Gedanken aus einer zweiten Sichtweise zu betrachten und erstmal ruhig denken "ja okay Angst, was für ein Mist denkst du denn gerade 😄 "

Aber auch sowas bedarf Übung, hat mir aber geholfen.

x 4 #5


fourofour
Zitat von chaosinside:
Was ist euer Erfolgsgeheimnis?

Forenklassiker:

erfolgserlebnisse-f59/mein-erfolgreicher-weg-aus-der-hypochondrie-t101968.html

#6


Sonja77
Zitat von chaosinside:
Liebe Leute. Seit Jahren bin ich geplagt von dieser Angst die mich tagtäglich kontrolliert vor Krankheiten, speziell Krebs. Was ist euer ...

Also ich kann dir vielleicht keine Antwort auf deine Frage in dem Sinne geben weil es einfach kein Patentrezept gibt gegen die Hypochondrische Störung denn jeder Mensch mit dieser Erkrankung geht anders damit um

ich kann dir jedoch einen nett gemeinten Ratschlag mit auf deinen Weg geben

vergiss nie das es in der Medizin keine 100%ige Garantie und Sicherheit gibt für niemanden
du kannst heute zum Arzt gehen und morgen an Krebs erkranken
ich selber hatte bereits 2 mal bösartigen Krebs und Gott sei Dank lebe ich trotzdem noch und es geht mir gut

das einzige was du machen kannst sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen damit du immer auf einer relativ sicheren Seite bist

zu den Ängsten da hilft nur die radikale Akzeptanz und das absolute Vertrauen zum eigenen Körper
die Symptome die du kennst einfach ignorieren und ihnen keinen großen Raum in deinem Alltag geben und versuchen dein Leben so gut es geht zu genießen und für jeden Tag dankbar zu sein
sonst verlierst du dein Leben an die Angst und vergeudest deine Zeit für nichts

und das absolut wichtigste Finger weg von dr Google denn der ist absolutes Gift für jeden Hypochonder

x 3 #7


fourofour
Zitat von Faultier:
Und was soll man radikal akzeptieren ? Das man sterblich ist?

Lapidar gesagt - ja

Murphy's law:
"Es ist nicht eine Frage ob es passiert, sondern wann es passiert"

Du kannst alle Krankheiten ausschließen und auf einer Bananenschale ausrutschen und.... RIP.
Mit 18 hatte ich einen Motorradunfall. Polytrauma 13 Knochenbrüche, ein Schädeltrauma.
Wer rechnet damit das man Mitten in der Woche, nachmittags um 16:30 Uhr von einem der 2.17 o/oo im Blut hat, von der Maschine geholt wird?

Es gab zu SMS Zeiten immer so rundmails - "Was würdest Du tun, wenn Du nur noch eine Woche zu leben hättest?'"

Meine Antwort:

Trigger

Was würdest Du tun, wenn Du noch dein ganzes Leben vor dir hättest?



Hypochondrie ist die fiktive Annahme einer Gefahr, also irreal. Irrealität begegnet man mit REALITÄT.
Und dafür gibt es verschiedene Therapieformen. Darunter auch körperorientierte.

#8


C
Das schlimme ist, dass ich mittlerweile echt vor vielen Teilen meines Körpers angst habe. Immer hauptsächlich Krebs. Seit dem Sommer angst vor lungenkrebs und bei jeder rippe, Knochen an meinem Rücken etc, denke ich das ist ein Anzeichen von lungenkrebs

x 1 #9


fourofour
Persönlich kann ich bei Hypochondrie kaum mitreden. Da ich diese Symptomatik nur sehr schwer verstehen kann.

Dennoch sind die Ängste für die Betroffenen absolut real und somit können sie auch als extrem belastend empfunden werden.

Es tut mir leid das Du das so erlebst und ich hoffe Du findest einen Weg hinaus - zumindest so das Du wieder eine brauchbare Lebensqualität haben wirst. knuddeln Daumen hoch

x 1 #10


D
Zitat von chaosinside:
Seit dem Sommer angst vor lungenkrebs und bei jeder rippe, Knochen an meinem Rücken etc, denke ich das ist ein Anzeichen von lungenkrebs

Genau, das ist ja die Angst der du mit Logik entgegen gehen musst!

Stell dir erstmal die Frage, wieso ausgerechnet du Lungenkrebs bekommen solltest:

-Rauchst du stark?
-Wie alt bist du?
-Hast du Husten oder Atemnot?

Da denkste mal logisch drüber nach und überlegst, wie wahrscheinlich das wohl ist.
Vielleicht auch mal dran, wie viele Sachen für Rücken- oder Rippenschmerzen sorgen können. Zu 95% nämlich Anspannungen, Verspannungen, Haltungsfehler, verklebte Faszien usw.

Solltest du bei Lungenkrebs schon Rückenschmerzen haben, wäre es auch extrem fortgeschritten. Und du glaubst, du hast nen Monster-Tumor in der Lunge, der für Rückenschmerzen sorgt und ansonsten hast du nix?

Erstmal versuchen, ruhig und rational zu analysieren, diese Fähigkeit ist in dir drin, auch wenn sie gerade wenig Mitsprache-Recht hat 😉

#11


C
Nein nicht rückenschmerzen an sich nur Taste ich immer wieder rippen, Knorpel, Knochen wo ich angst habe, dass der Krebs quasi tastbar ist.
Und meine Seiten am rücken sind nicht gleich, am Schulterblatt ist eine Seite zb dominanter ausgeprägt.

x 1 #12


D
Zitat von chaosinside:
dass der Krebs quasi tastbar ist.

Man merkt an deinen festgefahrenen Antworten, dass du tief drin bist, du antwortest mit deinen ernstgemeinten Sorgen, aber hast du mal wirklich entspannt drüber nachgedacht, wie wahrscheinlich das ist?

Lungentumore, die außen tastbar sind? Du kannst ja auch von außen nicht deine Lunge tasten, der Tumor wäre schon Apfel-groß und glaub mir, du würdest hier dann nicht schreiben.


Zitat von chaosinside:
Und meine Seiten am rücken sind nicht gleich, am Schulterblatt ist eine Seite zb dominanter ausgeprägt.

Und? Meine auch, ich bin irgendwie schon immer nicht sonderlich symmetrisch, eher krumm und schief 😄

#13


C
Lungentumore, die außen tastbar sind? Du kannst ja auch von außen nicht deine Lunge tasten, der Tumor wäre schon Apfel-groß und glaub mir, du würdest hier dann nicht schreiben.

Also ist das eigentlich nicht möglich? Also zu Tasten? Weil du ja sagst, Apfel groß. Also irgendwann kann man ihn tasten? Habe halt medizinisch auch keine Ahnung.

Danke für deine Antworten 🙂

#14


Phaedra
Zitat von chaosinside:
Also ist das eigentlich nicht möglich? Also zu Tasten? Weil du ja sagst, Apfel groß. Also irgendwann kann man ihn tasten? Habe halt medizinisch auch keine Ahnung.

Wenn Du einen Tumor bereits tasten kannst, dann hast Du noch anderweitig deutliche und unmißverständliche Symptome durch den Krebs. Das hieße dann nämlich Krebs im Endstadium, und dann schreibst du nicht in einem Forum sondern liegst auf der Palliativstation. Sorry für die deutlichen Worte, aber Deine Hypochondrie treibt da schon sehr extreme Blüten.
Tumore sind größenmäßig im cm-Bereich angesiedelt und einen Lungentumor könntest Du garantiert nicht tasten, weil da der Brustkorb mit den Rippen drumrum ist. Genausowenig wie einen Hirntumor, weil der innerhalb der Schädeldecke wächst.
Ein gewisser Grad von medizinischem Wissen wäre sicher nicht verkehrt um der Hypochondrie zu begegnen, allerdings kann das sicher auch schnell ins Gegenteil abdriften, wenn man sich Informationen anliest, die durch die Hypochondrie wieder zur Symptomdeuterei verwendet werden,,,,

#15


D
Zitat von Phaedra:
Ein gewisser Grad von medizinischem Wissen wäre sicher nicht verkehrt um der Hypochondrie zu begegnen, allerdings kann das sicher auch schnell ins Gegenteil abdriften, wenn man sich Informationen anliest, die durch die Hypochondrie wieder zur Symptomdeuterei verwendet werden

Das ist die Problematik, als es bei mir irgendwann stabiler wurde, hab ich auch angefangen meine Hirngespinste durch fachliches medizinisches Wissen zu korrigieren. Quasi diesen Dr.Google Stuss, der sich über Jahre in meinem Kopf festgebrannt hat mal wieder zu bearbeiten. Du muss man aber halbwegs stabil sein, um das rational hinzubekommen.

Zitat von chaosinside:
Habe halt medizinisch auch keine Ahnung.

Dann bist ja scheinbar nicht so weit, dass du googelst oder? Das ist nämlich der Erzfeind, und macht alles schlimmer. Behalt das so und gehe bei Unsicherheiten zum Arzt und lass es dir von dem erklären (also jetzt bei jeder Sorge, das wäre auch wieder schlecht).

#16


Max74
Hey hey, ich habe mit zwangsgedanken zu kämpfen, (mal ist es „was ist der Sinn des Lebens, wenn wir eh irgendwann sterben“ bis zu Gesundheit)

Das beste was mir hilft ist es einfach zu akzeptieren, ja klingt blöd ist aber so.

Wenn ich irgendwelche krassen Symptome habe gehe ich zum Arzt und lasse es checken. Zu 99% ist es wirklich nur Einbildung. Man muss es lernen zu akzeptieren.

#17

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KiraStuttgart26
Ich hatte auch einen ähnlich Thread gestartet, bin selbst betroffen und quasi austehrapiert. Ich nehme keine Medikamente und teile die Ansicht , dass man einfach auch damit leben muss: das oberste Ziel ist ja immer Sicherheit herzustellen. Wir Hypochonder wollen ständig das alles gut ist und das am Besten noch mit bildgebenden Untersuchungen untermauert. Mein Resümee ist leider auch annehmen dass dies nicht möglich ist . Wir alle können erkranken, jederzeit und außer einem präventiven Lebensstil ( der meines Erachtens aber mehr ausmacht als manche wahr haben wollen ) können wir nicht tun.
Ich lebe mit meiner Angst und zum Glück kommt sie in Wellen und zwischendrin ist es auch mal so dass ich andere Themen habe , bis zum nächsten Symptom Smile
Aber wie gesagt gesund leben senkt das Risiko für diese ganzen Erkrankungen , die wir Hypochonder eben so fürchten.

#18


Dunkelbunte
Zitat von chaosinside:
Was ist euer Erfolgsgeheimnis?

Ich war von Jugend an Hypochonder und der Schrecken jeder Arztpraxis.

Das ich auch eine Angst und Panikstörung habe, habe ich Therapien gemacht und gelernt, das Konfrontation, Aushalten und Pausen machen hilft, das Gehirn umzuprogrammieren.
Und sich mit dem Auslöser zu beschäftigen. Bei den meisten ist es die Angst vor Kontrollverlust. Als Kind erlebt? Häufig erlebt? Das ist tief im Gehirn eingespeichert.

Es war eine lange Reise und zuletzt hat mir geholfen, das ich wirklich krank wurde. Bzw man hat vor 10 Jahren, nach 20 Jahren Schmerzen den Grund dafür gefunden.

In dem Moment traf ich die Entscheidung. Rein in das Schicksal und Annahme dessen.

Angst frisst Reserven.
Echte Krankheit braucht jede Reserve.

#19


KiraStuttgart26
Zitat von Dunkelbunte:
In dem Moment traf ich die Entscheidung. Rein in das Schicksal und Annahme dessen.

Find ich gut und mehr bleibt einem im
Prinzip ja auch nicht 👍🏻

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