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ThE-Joker
Hallo,

Wollte mal fragen, ob ihr auch immer ständig diese Angst habt vielleicht irgendwann mal Krebs zu bekommen? Müsst ihr auch immer euren Körper kontrollieren ob alles ok ist, ob nicht irgendwo ein Knubbel ist oder eine Schwellung?

Also bei mir ist es so... nun hab ich bemerkt das meine rechte Wade 2cm dicker ist als meine linke und nun befürchte ich immer jedesmal das schlimmste.

Und das mach ich eigentlich mit allem... ich verbinde fast jedes Symptom mit einer schlimmen Krankheit.
Beruhigen kann ich mich nur dann wenn der Arzt mir versichert das es nichts schlimmes ist... dann ist erstmal alles ok.
Aber sobald wieder irgendwas neues auftacht... kreisen die Gedanken wieder... und ich befürchte das schlimmste.... dann ist meine Stimmung so lange gedrückt... bis ich zu einem Arzt gehe der mich dann wieder beruhigt.
Aber alles was vorher ist bevor ich zu einem Arzt gehe ist einfach pure Angst... ich hab das Gefühl ich würde bis zu einem Arzttermin viel Zeit verlieren... deswegen bin ich öfters bei Notfallärzten um sofort Gewissheit zu haben...

kennt das jemand?

24.02.2012 00:44 • 04.11.2012 #1


27 Antworten ↓


hallo,
Dein beitrag hätte auch von mir sein können. Denn genauso gehts mir auch. Ich habe nach meiner ersten pa, durch die ganzen symptome die dann kamen, eine riesen angst vor krankheiten entwickelt.
Ick kontrolliere mich auch ständig, puls blutdruck usw.
Seit wochen habe ich immer leicht erhöhte temperatur, bin natürlich beim doc gewesen, aber er findet es nicht bedenklich. Ich leider schon.
Ich bin auch oft beim arzt, komme mir manchmal richtig blöd vor. Aber ich hab eine tolle ärztin, die viel verständnis und geduld hat. Die mir viel erklärt.
Also,ich kann dich gut verstehen, denn mir gehts ganz genauso. Machst du eine therapie oder nimmst du medis?

Gruß
Nolleck

24.02.2012 08:34 • #2



Ständig immer Krebsangst

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ThE-Joker
Ich mach keine Therapie... aber ich will bald eine anfangen nur dauert es immer so lange bis man nen gescheiten Psychologen bekommt. Ich habe Mirtazapin Zuhause das hab ich wegen meiner Schlafstörung bekommen... das ich nur ab und zu mal benutze... ich nehme das immer wenn es mir nicht gut geht und ich wieder Angst habe... das beruhigt mich und macht mich müde dann denk ich nicht mehr so stark daran.

25.02.2012 14:01 • #3


ja, die wartezeit für ne therapie ist immer recht lang. Ich hatte zwei mal glück. Die erste therapie hab ich abgebrochen, da sie mir nicht half. War tiefenpsychologisch. Jetzt hab ich ne verhaltenstherapie die mir besser tut. Dennoch werde ich nächste woche mit meinem doc sprechen, wegen einer klinik oder reha. Denn ich komm aus dem loch nicht mehr raus. Und alle 1,5 wochen therapie reicht einfach nicht.
Mirtazapin hatte ich am anfang. Mir brachte das medi leider nichts, ausser 8kg gewicht mehr in 4 wochen und ich hätte den ganzen tag schlafen können. Und das ist mit kind eher kontraproduktiv. Das einzig gute war, ich hatte sonst keine „bösen” nebenwirkungen. Aber seitdem habe ich keine medis mehr genohmen.
Manchen tag gehts mir relativ gut, da kommen die gedanken an krebs etc nicht so hoch. Aber oft ist es eben anders. Ein schmerz und die panik kommt mit voller wucht. Die haben mich auch leider schon 3 mal in die notaufnahme gebracht. Das letzte mal war so schlimm, auch von den symptomen her, dass die im krankenhaus ne hirnblutung vermuteten und ich kam mit tatütata ins nächste krankenhaus.
Ich hab so die nase voll von dem mist. Naja, ich wünsche ein ruhiges we.
Gruß

25.02.2012 17:33 • #4


hallo, the joker,
ich kann dich voll verstehen - ich habe diese Panikattacken seit Feber letzten Jahres, ausgelöst durch mehrere Todesfälle in meiner unmittelbaren umgebung. laut meinem psychologen war ich allerdings auch vorher schon angeschlagen, immer viel stress in der Arbeit, 2 Kinder und viel zu tun.... aus heutiger Sicht kann ich das nur bestätigen.
Bei mir ist es vor allem die Lunge die mir Panik verursacht. Lungenkrebs, Speiseröhrenkrebs, Kehlkopfkrebs sind so meine Krankheiten
Bin/war in Therapie mit mässigem Erfolg, nehme auch Medikamente in normaler Dosierung und ja: solange ich kein zipperlein verspüre hält sich die panik in Grenzen bzw. ist weg. Kaum drückt wo der Schuh geht das Karussel wieder an....
allerdings wird es ganz ganz langsam besser. ich kann erstens durch die Therapie besser damit umgehen (bin aber mittlerweile an einem punkt angelangt wo sie aus meiner sicht nichts mehr bringt sondern sich im kreis dreht) andererseits tun die medikament natürlich ihre wirkung. ich beobachte mich auch selbst ..ich hatte neun monate husten und bin schier wahnsinnig geworden vor angst (diese geschichte kannst du in meinem faden nachlesen) . wichtig ist auf jeden fall ein kompetenter und verständnisvoller hausarzt wie nolleck schreibt.
Es gibt aber auch heute noch viele Tage wo ich nicht arbeiten kann vor lauter Angst, weinend durch den Tag schleiche und fest überzeugt bin zu sterben und meine kinder nicht aufwachsen zu sehen

26.02.2012 18:43 • #5


ThE-Joker
@nolleck

Bei mir war es so das ich seit 4 Jahren versuche eine Therapie anzufangen. Jedesmal wenn die Krebsangst so groß ist das ich kaum noch an was anderes denke ruf ich gleich bei mehrere Psychologen an und versuch ein Platz zu bekommen... dannach wird mir gesagt ich soll es nochmal in 1-2 Monaten nochmal versuchen und ich werde auf eine Liste gesetzt.
Naja jetzt kommt das Problem oder vllt. doch kein Problem? Naja in dieser Zeit ist es meißt so das ich bei einem Arzt war und der mich beruhigt hat und dann schwupps denke ich mir immer ok du bist geheilt du brauchst du Therapie nicht du kommst schon damit klar... dann vergehen Monate, die Termine werden ausgelassen und schwupps wenn es zu spät ist kommt schon das nächste Symptom... ich könnt echt kotzen... manchmal denke ich, ich komme damit klar manchmal, fühl ich mich überfordert und könnte hilfe echt gut gebrauchen...
Meine Auslöser sind nicht wirklich die Schmerzen, davor hab ich nicht so Angst... es sind mehr solche schmerzlosen Schwellungen oder irgendwelche flecken im Mund oder auf der Haut die mir Angst machen. Dann muss ich sofort googlen und schauen was es sein könnte, naja und wie ihr das vllt. so kennt... ließt man so einiges fürchteliches und schwupps fang ich an zu zittern... und denke mir oh Gott ich hoffe ich hab nicht sowas... und zack hat mich die Todesangst im Griff.
Du redest mir aus der Seele ich hab auch die Schnauze voll... immer ist irgendwas es hört nie auf... ich will mal in Ruhe einfach mein Leben leben ohne Angst zu haben es könnte bald passieren... bald könntest du Krebs bekommen.


@Wien100

Na dann Willkommen in meinem Angstbereich
Ich hab auch Angst wegen Speiseröhrenkrebs weil ich schon seit langem Sodbrennen habe und das würde ja mit der Zeit im hohen Alter Krebs auslösen, nicht bei allen aber das Risiko wäre gegeben... und genau das macht mir Angst... bin zwar 27... aber dennoch, man denkt immer vllt bekomm ich es früher.
Lungenkrebs Angst hab ich nicht so, da ich nicht Raucher bin... aber so leichte anflüge war schonmal da... weil ich gehört habe passiv Rauchen wäre auch risikoreich...
Bei mir ist es auch so... solange alles ruhig ist und alles ok... denk ich kaum nach... es gibt Monate da bin ich Angstfrei... aber ist irgendwas dann fängst mit voller Wucht an... der Grund warum es dann so stark ist... ist schnell erklärt... weil ich immer denke, das ich bestimmt seit langem schon was hatte nur die Symptome sich jetzt erst zeigen... was wenn es nun zuspät ist... und zack kommt die Todesangst hochgeschossen.
mit dem husten hatt ich auch so meine Probleme... immer wenn ich länger als 14 Wochen husten hatte... hatte ich Angst es wird daraus eine Lungenentzündung und das ich dann daran sterbe.
Ich kenn das Gefühl, kann dann auch nicht gescheit arbeiten... weil meine Gedanken immer bei diesem einen Thema ist...
...ja das sollte man... ich schaue auch immer positiv in die Zukunft... das endlich mal loszuwerden....

28.02.2012 21:46 • #6


Hallo,

Ich habe die letzten Wochen auch viel über diese Krankheit nachgedacht und immer wiederkehrende Gedanken daran gehabt, um die Arbeit auf einer Krebsstation zu verarbeiten, welche ich im Rahmen meiner Ausbildung geleistet habe.

Woher habt ihr genau Angst, wenn ihr euch vorstellt, ihr würdet Krebs bekommen?

Ist diese Angst denn begründet?

Ich frage mich immer wieder warum habe ich Angst vor dieser Krankheit.

Ich weiß, dass ich Angat vor Krebs habe, weil ich ca. 2 Monate krebskranke Menschen gepflegt habe und manche von Ihnen beim Sterben begleitet habe.

Jede Angst will einen vor etwas schützen. Ängste sind etwas normales, was den Menschen ausmacht. Ohne Ängste, würden jeden Tag viele Verkehrsunfälle passieren, viele Menschen würden von Bergen fallen, wenn sie keine Ängste hätten.

Leute, versucht euch zu entspannen. Versucht euch zu überzeugen, dass ihr gesund seid und auch bleibt. Tut lieber etwas dafür gesund zu bleieben. Schaltet krebsauslösende Stoffe aus, wie z.B. Fleisch, Nokotin und Alk..

Macht etwas für eure Entspannung, geht wandern, geht in die Sauna, esst viel Obst, trefft Freunde und denkt positiv.

Verliert eure Angst vor dieser Krankheit, denn seid euch bewusst, diese Gedanken könnten eure Immunsystem schwächen. Die Gefahr diese Krankheit zu bekommen ist größer, wenn man große Angst davor hat. Genausogut könnt ihr auch gesund blieben, wenn ihr immer wieder Angst vor Krebs habt. Aber es lebt sich schöner mit weniger Ängsten.

Befreit euch von den Ketten der Angst.

Meine Angst verschwindet Tag für Tag mehr. Ich hab es nun so ziemlich alles verarbeitet, was ich erlebt habe auf dieser Krebsstation.

Liebe Grüße

01.03.2012 09:30 • #7


hallo ihr lieben...
mir geht es auch wie euch...
denke ständig daran an krebs zu erkranken!
es raubt einen die ganzen nerven!
meineärztin sagt immer...es ist möglich in meinem alter(30)krebs zu bekommen,aber extrem selten...es beruhigt mich nicht..denn ich denke,ich bin einer der seltenen!
seid gestern nhabe ich soeinkomosches gefühl auf der haut am ganzenkörper....als würde mir einer kalte wassertropfen oder chinaöl rauf tropfen lassen

05.03.2012 15:00 • #8


Hallo

Also Ich kann ja diese angst schon verstehen . Nur fragt euch doch mal , was wäre den , wenn ihr eine Krebsart bekommen würde.

Was wäre dann , Könnte man es ändern , man überlegt warum grade ich oder was habe ich ewentuel Falsch gemacht , aber letzendlich ist das auch egal , den ändern kann man nichts und auch , wenn man noch so gesund gelebt hat


Also denkt nicht soviel nach was könnte mal sein , ebenso könnte es sein das morgen ein besoffner dich platt fährt.
Ausserdem heisst Krebs nicht immergleich Tot , Ich war 27 jahre alt und lebe noch . 10 Jahre habe ich nun um.


Ach so Raupibaby dein komisches gefühl hat mit Krebs null zu tun ehr nerven

05.03.2012 17:40 • #9


hey rockshaver,
das es was mit krebs zu tun haben könnte,dachte ich auch nicht...aber man hat immer was..


ich denke auch so wie du...wenn man was hat,kann man es nicht ändern.....dann geht es mir gut unddann gehen die gedanken wieder los...aber wenn doch...das ist schlimm...
ich denke auch oft....ichmache mich mein ganzes leben kaputt und werde nie krebs bekommen...erher ein herzinfarkt weil ich mich so fertig mache

05.03.2012 18:23 • #10


Raupibaby

Im Prinzip biste du auf dem richtigen weg , wir Angst und pniler müssen lernen , nicht alles zu hinterfragen .
Auch beim kleinsten wehwehchen und wir müssen lernen unser leben zu genissen .

Wir wissen nicht was morgen ist oder nächste woche .


Beispiel eben , furchtbares picken in der Lunge , der erste gedanke Lungen embolie , was für ein schwachsinn und wenn kann ich es nicht ändern.
Darauf hin habe ich mir erstmal eine geraucht.

So meine devise ist , gehst mir schlecht , herzrytmusstörungen oder sschwindel usw. Es ist immer das Wetter und da ist auch was dran , wir sind nämlich hochsensibel

05.03.2012 18:43 • #11


Ich verdränge den Gedanken Lungenkrebs vom Rauchen zu bekommen und zu haben, mit Anfang 30 an den Folgen zu sterben. Aber es kann schon sehr belastend sein. Aufhören oder reduzieren ist leider sehr schwer für mich. Aber intressiert ja niemannden. Ich seh die Menschen schon ganz teilnahmelos auf meiner Beerdigung. Schließlich bin ich ja selber schuld wenn ich Anfang an den Folgen gestorben bin.

25.03.2012 17:38 • #12


Hallo zusammen,

ich kenne das auch sehr gut! Bin zwar erst Mitte 20 und meine Ärztin sagt in dem Alter hat man kein Krebs und ich solle mein Leben genießen statt mir ständig Sorgen zu machen, aber darauf reagiere ich mit dem Gedanken, dass sie aufgrund Ihrer (nicht unbegründeten Argumente) meine Symptome nicht ernst nimmt und etwas übersieht

Denke ständig, dass ich einen Tumor habe, der meine Nerven-Geschichten auslöst oder einen, der meine seltsamen Mängel auslöst. Auch die Lungen-Geschichte hatte ich lange Zeit, da ich über Jahre hinweg einen schlimmen Husten mit mir rumgeschleppt habe, der auch bei Stress immer wieder kommt (z.B. Besuche bei den Eltern oder Situationen in denen ich mich überfordert fühle). Hier versuche ich mir allerdings keine Panik mehr zu machen, da ich das mit den Jahren festgestellt habe.

Ihr habt auch wirklich Recht - wir sollten uns nicht mit der Angst quälen, das macht nichts besser. Sehe ich auch so. Nur ein kleines Männchen sitzt auf meiner Schulter, das immer wieder flüstert, dass mein Körper mich grade deshalb so permanent mit Symptomen löchert, weil ich nicht aufhören soll zu suchen, bis die Ursache gefunden wird. Weeeeil das ja was gaaaanz schlimmes sein könnte.

Frage mich, wann das Männchen auf der anderen Schulter endlich mal rübergeht und den Miesepeter runterschubst

Liebe Grüße!

26.03.2012 03:05 • #13


hey du,
ich werde 31 undmeine ärztin sagte,das auch in dem alter krebs so extrem selten ist...
ich gehe zur vorsorge,mehr kann ich nicht machen.
aber diese gedankenkreisen man könnte ja doch die ausnahe sein,macht mich irre!
LG

26.03.2012 11:02 • #14


hallo,
ich bin zwar 59 w ,aber mir geht es seit muttis tod vor drei jahren und einer sd-sanierung derzeit wieder echt schlimm: nachts frieren und panikattacken,durchfall,nehme 2 perenterol täglich,habe eine solche krebsangst,habe dabei supergutes blutbild,tumormarker etc alle im grünen bereich..und doch,habe jede lebensfreude verloren,nachts ganz alleine,,,bin derzeit krankgeschrieben...

26.03.2012 12:30 • #15


Hallo memmi,

ich frage mich jetzt schon eine Weile, was diese Tumormarker eigentlich aussagen, und ob die im großen Blutbild mit enthalten sind, oder ob die speziell untersucht werden müssen? Ich traue mich nicht danach zu googeln... Ihr kennt das ja
Muss man den Arzt speziell danach fragen und das allein bezahlen? Ich denke es würde mich schon etwas beruhigen, wenn wenigstens diese Werte bei mir in Ordnung wären

Liebe Grüße!

29.03.2012 00:37 • #16


Das kannst Du machen: Aber verfällst damit ja wieder deinem Schema. Du hast die Werte aktuell da und 4 Wochen später wirst Du schon wieder unruhig und würdest am liebsten noch ein Blutbild machen lassen. Selbst wenn Du noch beim Arzt drin hockst und das befundlose Blutbild auswertet, könnte sich im selben Moment eine Zelle entscheiden Krebs zu machen. Man ist nie sicher und wird diese Sicherheit auch nicht bekommen. Dieses Verhalten beruhigt ja nicht auf Dauer, sondern kippt eher noch Öl ins Feuer.

Bei mir ist es aktuell auch extrem schwankend. Vor 2 Tagen dachte ich noch an das Brugada-Syndrom, seit 2 Tagen ist es nun wieder Krebs, weil ich irgendwo ein, zwei rote extrem kleine Pünktchen auf der Haut habe und mich deswegen absolut verrückt mache. Wenn ich dann noch mal mit meiner ausgtrockneten Allergienase kräftig schnäuze und etwas Blut im Taschentuch ist, ist der Film schon wieder komplett.

Ich bin 34, bei uns hatte nie jemand Krebs - und genau mich sollte es treffen? Die Wahrscheinlichkeit ist extrem gering 1:100.000 - da müsste ich der einzige hier in der Stadt sein, der es bekommt. Aber das macht mich irgendwie nicht locker. Ich weiß wie blöd das alles ist und kann mich nur bedingt runterfahren. Aber immerhin besser, als es vor einiger Zeit noch der Fall war - langsam begreift man, wie irrational das alles ist - aber das geht nicht von heute auf morgen und ich denke, dass der "Entzug" die schlimmste Phase ist.

Sich also nicht mehr checken und scannen, obwohl es einen unter den Nägeln brennt, nicht mehr googlen und mit der quälenden Ungewissheit leben. Meist ist die besser, als die hunderste private Fehldiagnose, die ja auch keine Gewissheit bringt. Soweit die Theorie und die Aufgaben sind klar, aber ein Raucher weiß auch, dass er beim Entzug keine mehr rauchen sollte ...

30.03.2012 10:51 • #17

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Hallo Manitou,

ja da hast du sicher recht!
Allerdings habe ich einfach solche Angst, dass bei mir bisher etwas übersehen wurde - meine ganzen Symptome werden ja leider nicht besser sondern schlimmer (im Moment zuckt mein Daumen wieder), dass ich irgendwie glaube, dass es mich schon beruhigen würde, wenn diese Tumormarker unauffällig wären... aber habe leider auch keine Ahnung wie sowas funktioniert. Weißt du da was?
Solche roten Pünktchen habe ich übrigens auch - dachte bisher immer das wären harmlose Blutschwämmchen, deswegen werde ich die mal nicht googlen
Das mit der Nase kenne ich auch. Aber da sage ich mir dann mittlerweile immer, dass a halt auch verdammt viele kleine empfindliche Äderchen hausen...
Gibt es bei dir denn irgendwelche anderen Symptome? Also wenn bei dir in der Familie keiner einen Tumor hatte, ist das ja schonmal wirklich gut.

Liebe Grüße!

30.03.2012 17:30 • #18


Hi Larale,

es klingt blöd, aber ich finde es beruhigend nicht allein zu sein. Wir können uns die Hand geben. Ich sehe mich nächste Woche auch schon bem Doc ein Blutbild machen lassen. Lass mal - da kann die Vernunft noch so viel dagegen halten. Die Angst bald mit dem Tod konfrontiert zu sein schaltet einfach den Verstand aus und man denkt nur noch rational - wer kann mir für den Augenblick Gewissheit geben. Das lässt sich mich manchmal wirklich die Wände hochlaufen. War jetzt ca. 1,5h spazieren und habe mich wieder etwas runtergefahren. Kann ich immer empfehlen! Ein Telefonat mit der Schwester hat auch geholfen. Man hat so seine Mittelchen, aber der große Wurf ist noch nicht dabei - trotz Therapie. Aber es hilft ungemein zu wissen, dass man mit dem ganzen Mist nicht allein auf der Welt ist und sich austauschen kann. Bist Du in Therapie?

Tumormarker: Bin kein Arzt, aber ich glaube, dass es da auch um Antigene, o.ä. geht. Da wird also nach Dingen gesucht, die dein Immunsystem produziert und auch nur dann produziert, wenn ein entsprechender Tumor vorhanden ist. Die Methode ist aber auch nicht 100% sicher - so, wie halt das meisten auf der Welt. MRT ist hier glaube der bessere Weg, allerdings auch aufwändiger. Abder du kennst ja die Halbwertszeit dieser Arztbesuche. Spätestens nach 14 Tage sind die ersten Zweifel wieder da. Ich habe mindestes 10 Baustellen am Körper, die ich in den letzten Jahren abgehakt habe. Aber es finden sich ständig neue, man guckt ja auch immer.

Ich ziehe mich gerade an den Pünktchen und das bisschen Blut im Taschentuch hoch. Wir neigen in der Familie aber sowieso zu blauen Flecken, Äderchen auf der Haut, etc. - das liegt doch viel eher auf der Hand. Stecknadelkopfgroß sind die auch nicht - eher wie die Spitze einer Nadel - also wirklich winzig. Hinzu kommt, dass ich seit Wochen unklare wechselnde Schmerzen in Arm und Beinen habe und der Kreislauf ab und an verrückt gespielt hat. Hier habe ich neben anderen Dingen auch stark mein Rücken in Verdacht. Das ist aber im Grund besser geworden, als schlechter - manchmal habe ich wirklich das Gefühl, dass es gut ist/wird, wenn ich nicht dran denke. Heute verspüre ich die Schmerzen schon wieder deutlicher - eben weil sich alles wieder im Kopf dreht.

Es ist einfach unglaublich, man ist Opfer seinen Symptomekarussels - kann Gut nicht von Böse unterscheiden. Ist innerhalb von 10 Minuten zu Tode betrübt und entwertet selbiges in den nächsten Minuten. Heute ist es Krebs, morgen das Herz. Mit der Gewissheit zu leben, dass einem keiner Gewissheit geben kann, macht mich hibbelig. Wir müssen gelassener werden, nicht hinterfrage, am besten erst gar nicht nach Dingen suchen, die wir hinterfragen können. Ja, wenn Theorie und Praxis nicht so weit auseinander liegen würden ...

30.03.2012 18:19 • #19


Ja, was du da schreibst könnte auch von mir sein
Ist wirklich ein Teufelskreis. Aber vielleicht schaffen wir es ja uns gegenseitig ein bisschen hoch zu ziehen und wer weiß, ob man nicht irgendwann sogar wieder oben raus kommt aus dem ganzen Schlamassel.
Hast du denn etwas zu den roten Pünktchen gelesen, oder woher denkst du, dass die etwas schlimmes sein könnten? Ich habe mir vor einiger Zeit 2 Leberflecken wegoperieren lassen, weil ich es nicht ertragen konnte die ständig zu beobachten (das sollte ich tun, weil sie nicht ganz normal aussahen). Seitdem denke ich mir aber... es gibt sooo viele Leute, die mit Flecken rumlaufen, bei denen ich heulend zum Arzt rennen würde, weil ich denken würde das wäre Hautkrebs... Die Menschen kommen aber noch nichtmal auf den Gedanken das angucken zu lassen. Unsere Körper sind nunmal nicht perfekt und makellos - muss ja aber nicht heißen, dass das schlimm ist. (Ich weiß... aaaaaaaaber es könnte ja sein.)

Danke für deine Erklärung zu den Markern. Ich werde meine Hausärztin beim nächsten Kontrolltermin mal direkt darauf ansprechen (schreibe mir schon immer ne kleine Liste... ) - sofern ichs bis dahin aushalte.

Was hast du denn für Schmerzen in Armen und Beinen? Mein Arm schmerzt momentan leider auch...

30.03.2012 22:59 • #20



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Prof. Dr. Heuser-Collier