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Hallo Mitleidende;-)

heute möchte ich mich auch mal vorstellen,lese schon eine ganze Weile bei euch mit und das allein hat mir schon sehr geholfen,wenn meine Angst mal wieder überhand nahm.Ich bin schon von klein auf eher ängstlich,neue Situationen machen mir schnell Angst obwohl ich diese sei es beruflich oder privat immer Super bewältigt habe(so wurde es mir zumindest gesagt:-)Aber meine Devise lautete immer:erstmal verrückt machen!Auch hatte ich schon immer leichte hypochondrische Züge an mir,die immer für viel Erheiterung im Freundeskreis sorgten.Hab das über einen sehr langen Zeitraum auch prima im Griff gehabt,zwar schon hin und wieder vor dieser oder jener Krankheit Angst gehabt aber konnte mich immer selbst beruhigen...bis letztes Jahr.War auf Tiolette und plötzlich eine Lache hellrotes Blut mit in der WC-Schüssel.Konnte mich auch da noch schnell wieder beruhigen,mit meiner Mom gesprochen,alles halb so Wild..bis ich die ganze Sache googelte...böse Falle:-/Ich war sicher ich hab Darmkrebs,ab zum Arzt,Darmspiegelung ohne Befund...mein Herz klopfte also wieder im gewohnten Rhythmus.Dann ist mein Freund in den Urlaub geflogen,ich saß an diesem WE bei meinen Eltern am Mittagstisch und bumms:Schwindel,Schweißausbrüche,Herzrasen wie Wild,ich dachte jetzt sterbe ich und sehe meinen Freund nie wieder.Notarzt gerufen,EKG/RR/Blut ohne Befund,also wieder beruhigt,nach Hause,und nä Tag wieder volles Programm auf Arbeit(hab meist ne 45 h Woche,wenig Freizeit,Zeitdruck etc)Danach ging's wieder,nicht mehr dran gedacht,Alltag eben.Zum Jahresanfang ging's dann so richtig los:Silvester nachmittags Durchfall und Bauchweh,ich wieder panisch,hab mich doch das ganze Jahr auf die Feier gefreut.War dann aber auch in Ordnung,schön gefeiert und danach ab in den Stress-Alltag.Bis Mitte Februar plötzlich gehäuft Schleim im Stuhl war,ich natürlich gegoogelt und zack,ab da an war's bei mir vorbei:bilde mir seitdem jede Woche neue Symptome ein( oder habe ich sie wirklich?)erst durch den Schleim(war bei der Hausärztin,Tabletten gegen Darmentzündg bekommen)gedacht,dass ich Magenkrebs/Bauchspeicheldrüsenkrebs/Leberkrebs hab->habe mir Bauchschmerzen und gelbe Haut eingebildet und da war alles klar für mich.Die nä Woche habe ich am We bemerkt,dass ich mich häufig räuspern musste:für mich klarer Fall Lungen/Kehlkopfkrebs,hatte ungelogen eine Woche auf Arbeit damit zu kämpfen und immer auf mein Schluckgefühl geachtet.Seit letzter Woche ist mir ab und an schwindelig,nicht der klassische Schwindel sondern solch Unwirklichkeitsgefühl und Gummiarme und Gummibeine,dazu Druck an den Schläfen als ob ich einen Stahlhelm aufhabe,zittrig war mir auch.Deswegen letzten Freitag beim Notarzt gewesen(ja auch ich bin dort gerne Gast;)EKG/Urin/Blut/RR und Puls-alles Top,also wieder nach Hause und mir ging's den Abend erstmals so,als wäre ich wieder die Alte.Falsch gedacht,gestern wieder gegrübelt,darauf gewartet,dass mir komisch wird,dann wurde mir auch komisch und ich bin wieder in der Spirale...dieses Mal Hirntumor...kennt ihr das auch,jede Woche andere Symptome?Werde mich um einen Therapeuten kümmern,so kann das ja nicht weiter gehen.Als ob ich nicht genug Stress auf Arbeit habe.Natürlich spukt in meinem Kopf der Gedanke:ich muss zum Arzt und Brauch unbedingt ein CT...was nun?Ach ja,Lasea hab ich mir schon besorgt,rieche jetzt wie ein Duftöl aus dem Mund:))Was ich noch dazu sagen muss:ich habe zusätzlich noch einen ausgeprägten Kontrollzwang,kann das was mit den Krankheitsängsten zu tun haben?
Schönen Sonntag euch noch

24.03.2013 15:32 • 24.03.2013 #1


11 Antworten ↓


crazy030
Man, warum machst du keine Absätze? Wer soll denn das lesen?

24.03.2013 15:37 • #2



Ständig neue Symptome und Krebsangst

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Uups,ist mir während ich wie wild getippt hab,gar nicht aufgefallen,mach sowas nich so häufig

24.03.2013 15:49 • #3


crazy030
Einen ähnlichen Thread haben wir hier auch gerade:

angst-vor-krankheiten-f65/die-krebsangst-bestimmt-mein-leben-t49273.html

24.03.2013 15:51 • #4


Hallo Placebo!

Diese Ängste kenne ich nur zu gut. Wenn ich Deinen Zeilen lese kommt es mir so vor, als würdest Du über mein eigenes Leben schreiben. Hellrotes Blut in der Toilette - mit anschließender Darmspiegelung (Darmkrebs)? Hatte ich schon! Häufiges Räuspern und die Konzentration auf den Schluckakt (Kehlkopfkrebs?) - danach Breischluck? Hatte ich schon! Schwindel (Hirntumor?) - anschließende MRT?! Hatte ich schon. Darüber hinaus auch schon drei Magenspiegelungen (Magen-/Speiseröhrenkrebs?), zwei mal Oberbauch-Sonographie (Leber-/Bauchspeicheldrüsenkrebs?), drei mal Lunge röntgen (Lungenkrebs?), zwei Mal MRT Kopf (Hirntumor? Multiple Sklerose?)...

Sobald ein Symptom abgeklärt ist, taucht (es ist wirklich wie verhext!) das nächste Zipperlein auch schon bald wieder auf. Ich glaube, ich bin mittlerweile der am besten und regelmäßigsten durchgecheckte Mensch auf der Welt.

Gerade komme ich, wieder aus der Notaufnahme des Krankenhauses. Fest davon überzeugt, Lungenkrebs zu haben (siehe mein Erstbeitrag: "Die Krebsangst bestimmt mein ganzes Leben..."). Dieses mal habe ich mir aber, "schlau" wie ich bin, ein anderes ausgesucht. Die haben dann sofort alles gecheckt... Blut / Blutdruck / EKG / Röntgen der Lunge... Wieder nix.

Irgendwie komme ich mir, während ich diese Antwort an Dich schreibe vor wie ein nicht trockener Alk., der einem anderen, ebenfalls nicht trockenem Alk. "wertvolle Ratschläge" geben möchte. Verrückte Welt!

24.03.2013 15:54 • #5


Es beruhigt mich schonmal,dass man damit nicht allein dasteht!
Ich finde es immer wieder erstaunlich,wie oft einem die Psyche was vormachen kann
das ist doch nicht normal.Warum kann man nicht einfach Ruhe geben und sein Leben genießen?
Grusel mich mittlerweile schon vor dem WE,weil man ja da so schön viel freie Zeit zum in sich Gehen hat...:-0

24.03.2013 16:06 • #6


Was würde denn passieren wenn tatsächlich Krebs diagnostiziert werden würde?
Würdest du dich dann in deinen selbstgestellten Diagnosen bestätigt fühlen?

24.03.2013 16:07 • #7


Gute Frage Leny,ich weiß es nicht,glaube ja auch den Ärzten aber finde halt immer wieder was Neues.
Und meine Hauptangst ist nunmal die vor Krebs...was soll ich dir als Hypochonder darauf antworten?

24.03.2013 16:11 • #8


Schlaflose
Zitat von faktum:
Die haben dann sofort alles gecheckt... Blut / Blutdruck / EKG / Röntgen der Lunge... Wieder nix


Damit tust du dir aber keinen Gefallen, denn jedes Röntgen erhöht das Krebsrisiko.

24.03.2013 16:24 • #9


Wohl wahr,eigentlich auch komisch,man braucht immer wieder die ärztliche Absicherung durch Untersuchungen und setzt sich damit aber einem neuen Risiko aus,was man als Hypochonder aber bestens ausblenden kann Denk ich

24.03.2013 16:30 • #10


crazy030
Zitat von Schlaflose:
Zitat von faktum:
Die haben dann sofort alles gecheckt... Blut / Blutdruck / EKG / Röntgen der Lunge... Wieder nix


Damit tust du dir aber keinen Gefallen, denn jedes Röntgen erhöht das Krebsrisiko.


Die Gedanken hab ich auch schon oft gehabt. Letzter Beitrag von mir:

angst-vor-krankheiten-f65/schilddruese-knoten-t48127.html#p456431

Auf der Einweisung für Krankenhaus steht "V. a. SD-Ca.", was übersetzt bedeutet Verdacht auf Schilddrüsen Karzinom (Krebs). Ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht, aber der Verdacht ist da.

Wenn ich mir überlege, wie oft ich allein die letzten 4 Jahre geröntgt wurde etc., Wahnsinn. Herzkatheter Untersuchung mit (viel) Kontrastmittel, 3 x CT, 2 MRT mit Kontrastmittel, 20-25 Röntgenbilder beim Zahnarzt und Kieferchirurg (kein Witz), 2 x Röntgen HWS, Röntgen Lunge, 1 x Röntgen Schulter, 1 x Röntgen BWS, 1 x Röntgen LWS. Wie gesagt, von Mitte 2009 bis heute. Untersuchung Schilddrüse vor paar Wochen war auch mit radioaktiver Infusion.

Ob das alles so gesund ist, ist die Frage...

Heute kritisiere ich, bei uns wird viel zu schnell geröntgt, CT oder MRT, Herzkatheter. Hört man ja oft in den Medien über Deutschland und ich kann das nur bestätigen.

24.03.2013 16:39 • #11


Da muss ich echt mal genauer nachhaken.....WOVOR genau besteht denn eigentlich Eure Angst?
Was würde denn passieren,wenn tatsächlich Krebs entdeckt werden würde,habt ihr das im Kopf schon mal durchgespielt?
Habt ihr tatsächlich Angst vor Krebs,oder doch eher vor dem Tod?
Wenn man Krebs hat ist das REAL,da spielt sich nix mehr in der Psyche ab,das ist verbunden mit Schmerzen,mit OPs mit hoffen und bangen und mit kämpfen.
Da ich das aus Erfahrung schreiben kann,verstehe ich nicht wirklich wie man sich mit so einer Angst verrückt machen kann,denn wenn es einen ereilt,dann muss man sich dem sowieso stellen.....wieso sich vorher schon so davor fürchten?

Vielleicht reagiere ich auf dieses Thema anders,weil ich diese Erkrankung eben schon hinter mich gebracht habe,sie auch überlebt habe und ehrlich gesagt auch nie mehr daran denke,dass wieder Krebs bei mir auftreten könnte.
Ich bin einfach nur froh,dass ich es überlebt habe und versuche mein Leben so gut es eben geht und es meine Panikattacken zulassen zu leben und zu geniessen!

24.03.2013 16:59 • #12



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