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Hallo Joembri13,
seit nunmehr 5 Jahren leide ich unter starken Panikattacken und in diesen Jahren haben sich die Symptome vervielfältigt, es sind über die Zeit geschätzt so viele Symptome involviert, dass ich heute nach der Panikattacke einfach nur lachen muss, wie mein Körper es schafft, mir seine Grenzen, Dysbalancen oder weiter im dunkeln schlummernden Konflikte mitzuteilen, nachdem ich bereits geglaubt hatte, Spannungszustände und Angstattacken mit ihren Symptomen zu kennen.
Je nachdem wie sich die Aufmerksamkeit auf sich selbst über die Zeit verändert, verändert sich auch die Gruppe an Symptomen, die bei einer Panikattacke auftreten. Sensible und für psychosomatische Beschwerden empfängliche Menschen entwickeln ein breites Spektrum an Symptomen.
Im Laufe der Zeit hat sich meine Aufmerksamkeit durch die Panikattacken nachhaltig negativ (also dysfunktional) nach innen gewendet, sodass ich heute wieder stärker lerne, meine Sinne nach außen zu richten. Wenn man das Vertrauen in seine natürlichen Körperfunktionen verliert und Körpersignale missdeutet, entwickelt sich eine ungesunde Beziehung zwischen der Vorstellung von einem selbst und seinem Körper.
Sofern du vorher medizinisch für gesund befunden wurdest und um deine Panikstörung informiert/aufgeklärt bist, dir deiner Sorgen und Ängste bewusst bist, dann spricht sehr viel dafür, das Problem kognitiv anzugehen und den Verdacht aufzugeben, dass eine organische Verursachung diesen "furchtbaren" Körperempfindungen zugrunde läge.
Viele Grüße,
Matthias
11.09.2020 19:08 •
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