App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

60

Darcyless

Darcyless
Mitglied

Beiträge:
560
Themen:
9
Danke erhalten:
629
Mitglied seit:
Sammelthema
Hallo Leute,

ich wollte einfach mal in den Raum fragen ob sich hier noch mehr Leute mit Schlafstörungen tummeln und Lust haben sich auszutauschen.
Ich leide seit ca. einem halben Jahr durch meine Angststörung bedingt unter Schlafstörungen, sowohl Ein- als auch Durchschlafstörungen. An manchen Tagen sind sie total easy, an anderen Tagen schlafe ich die ganze Nacht gar nicht bzw. schrecke immer wieder hoch. Für mich persönlich ist das sehr belastend und ich kenne in meinem Umfeld niemanden, der auch regelmäßig mit sowas zu kämpfen haben.
Ich weiß, dass der Königsweg zum Schlaf über die Entspannung führt, doch das ist gerade für Angstpatienten wie mich sehr schwer zu erreichen, da ich teilweise auch unter sehr irrationalen Ängsten leide wie z.B. von heute auf morgen gar nicht mehr schlafen zu können. So verbaue ich mir dann eben ohne es zu wollen selbst den Schlaf. Ich liege regelmäßig nachts mit Herzrasen und Ängsten wach, oder brauche stundenlang zum Einschlafen, wodurch sich mein Tagesrhythmus ständig nach hinten verschiebt, da ich von zuhause aus arbeite und daher keinen Wecker stelle morgens (was ich aber eigentlich gern ändern würde, nur weiß ich genau dass ich dann jeden Tag übermüdet rumlaufen würde wie ein Zombie. )

Ich freue mich sehr, wenn sich jemand meldet der sich mit mir austauschen möchte!
LG und bleibt gesund
Lea

23.06.2025 #1


234 Antworten ↓
A

Anonym2017
Mitglied

Beiträge:
15
Themen:
1
Danke erhalten:
6
Mitglied seit:
Zitat von Darcyless:
Schau dir mal zum Beispiel diese Artikel an, natürlich lässt das Phänomen (nur eine Hirnhälfte schläft) sich generell auf psych. Stress anwenden und nicht nur auf die Situation, zum ersten Mal wo anders zu schlafen: Oder hier aus dem Amboss, das ist die Lernplattform für Medizinstudenten also absolut vertrauenswürdig, runterscrollen und in der Tabelle unter "paradoxe Insomnie" gucken: Ich hoffe das hilft dir etwas!


Danke, deine Beiträge sind sehr hilfreich. Es ist echt schön und hoffnungsstiftend, dass du deine schlimme Phase überwunden hast. Die von dir beschriebene paradoxe Insomnie ist mir bekannt. Es ist auch durch schlaflaboratorische Untersuchungen belegt, dass die subjektive Schlafdauer in nicht unerheblichem Maße von der tatsächlichen abweichen kann.
Das beste Mittel gegen diese Schlafprobleme sind Ablenkung und Glückseligkeit. Ich führe ein montones und zurzeit leider unerfülltes Leben, sodass die Anfälligkeit für solche Schlafprobleme schon gegeben ist. Die Krise rund um das Coronavirus verschärft die Lage leider zusätzlich. Aber ich bin auch zuversichtlich, dass meine Schlafstörung mit einem Lebensumschwung, der auch von Außen kommen kann, abklingen wird. In der Geduld liegt glaube ich der Schlüssel. Ich muss diesen Kampf annehmen und ihn auch zu Ende führen. Von nichts kommt nichts.
Nochmals Danke für deinen Thread.

24.03.2020 21:59 • x 2 #40


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Schlafstörung Insomnie und Angst vor FFI Austausch

x 3


S

Somnambula
Mitglied

Beiträge:
2
Danke erhalten:
1
Mitglied seit:
Hallo, Yvonne! Smile

Liebe Lea,

es ist so schön, auf "Gleichgesinnte" (oder auch -verängstigte) zu treffen! Smile
Genau die Info mit dem Hyper-Arousal hat mich quasi gerettet! Also (noch) nicht vor der Schlafstörung an sich, die ist im Moment wieder stärker geworden und ähnlich wie am Anfang, nur ohne die "Erholungsnächte"... Heute konnte ich bis 7 nicht richtig schlafen, als ich das nächste Mal auf die Uhr gesehen habe, war es dann allerdings doch 10 und ich konnte mich über 3h ohne (bewusstes) Aufwachen dazwischen freuen - besonders anspruchsvoll bin ich in Sachen Schlaf heutzutage ja nicht mehr Very Happy

Aber meine riesige Angst hat eben die ganzen online beschriebenen Anzeichen von FFI (oder auch die nicht erbliche Version davon) betroffen, denn ich habe - auch tagsüber gelegentlich, aber vor allem beim gestressten Wachliegen - immer wieder Muskelzuckungen, und es passiert auch mal, dass eine Hand in einer ungünstigen Position kurzzeitig taub wird. Schwitzen beim Aufwachen oder Wachliegen kenne ich auch sehr gut. Zusätzlich habe ich meine intensiven Träume als Anzeichen dafür gedeutet, dass etwas nicht stimmen kann, weil ich das mit der REM-Störung falsch interpretiert hatte... Dabei merke ich vor allem, wenn ich von einem Alptraum aufwache (was jetzt auch häufiger passiert), dass ich, auch wenn ich im Traum wild herumspringe (hab ich vor kurzem in einem luziden gemacht, um es auszuprobieren) in Wirklichkeit völlig steif daliege und keinen Finger rühre. Ich habe auch gelegentlich Schwierigkeiten, ganz bestimmt zu sagen, ob ich geschlafen habe, und bestimme das dann eher anhand der Erinnerung an Träume oder durch die Beobachtung, dass die Zeit, in der ich auf die Uhr geschaut habe und es dort x Stunden früher war, aus meiner Sicht erstaunlich schnell vergangen ist.

Sowas wie Einschlafattacken oder auch nur die Empfindung richtiger Schläfrigkeit hatte ich seit Beginn meiner Schlafstörung allerdings nie, auch wenn ich mich nach sehr wenig Schlaf körperlich irgendwie komisch fühle - aber als Müdigkeit, die zum Schlafen führt, kann man das nicht bezeichnen. Vielmehr bin ich wie gesagt die meiste Zeit über unfähig zu einem Mittagsschlaf, das war ich auch, als ich am ersten Wochenende insgesamt nur 2h geschlafen habe. Ich gähne schon mal oder denke, bis zum Abend werde ich sicher genug Müdigkeit beisammen haben, um etwas früher einzuschlafen, habe dann aber oft eher Angst davor, dass es tatsächlich soweit wird und es mir wieder nicht gelingt, als dass ich den Augenblick herbeisehne, weil ich ihn als dringend notwendig verspüren würde. Dass das ein eindeutiges Zeichen für eine psychisch bedingte Störung ist, ist für mich eine so unglaubliche Erleichterung! Very Happy Wenn ich das gleich am Anfang gewusst hätte, wäre es mir ja vielleicht gelungen, die Angst erst gar nicht so weit kommen zu lassen. Aber durch das ganze Googeln habe ich mich einfach immer weiter darin bestätigt gefühlt, dass meine Symptome auf was ganz Schlimmes hindeuten. Es ist wirklich heftig, welche Horrorzustände man auf diese Weise bekommen kann! Crying or Very sad Ich finde es toll, dass du dich dagegen zur Wehr setzen möchtest - das dürfte vielen anderen Schlaflosen, die ohnehin schon psychisch stark belastet sind, eine Menge an weiteren Problemen ersparen!

Von Apathie oder mentalen Ausfällen kann bei mir auch keine Rede sein. Ganz im Gegenteil, ich musste in letzter Zeit schon beim Lesen von Nachrichten und E-Mails oder beim Bekanntwerden neuer Coronamaßnahmen weinen und habe zu Beginn der Schlafstörung eine Zeit lang für eine Klausur gelernt (die dann leider auf unbekannte Zeit verschoben wurde ), wobei ich mich selber drüber gewundert habe, dass ich trotz meiner geringen Schlafdauer überhaupt noch kognitiv leistungsfähig war. Beim nächtlichen Wachliegen hab ich mich ständig an Dinge erinnert, die teilweise in meiner Kindheit passiert sind, und wusste wieder ganz genau mit Datum, wann ich bestimmte subjektiv gesehen quälende oder furchtbar peinliche Dinge erlebt hatte - woraufhin ich dann gleich wieder zu schwitzen begann, mein Herz klopfte etc.. Mein Gedächtnis ist also eher hyperaktiv, als dass es irgendwelche Störungen zeigen würde.

Als sich mein Freund nach zwei Wochen wieder gemeldet hat, um mir zu erklären, was bei ihm vorgefallen war, dass er sich so seltsam verhalten hatte, verschlimmerte sich (wohl einfach vor Aufregung) mein Muskelzucken und ich, die in der Nacht davor noch 5h abbekommen hatte, lag wieder mit extremen Krankheitsängsten die ganze Nacht wach und hatte dann noch drei Tage lang ein dauerhaftes Zucken im linken Fuß. Das ist dann "zufälligerweise" verschwunden, als ich wieder verstärkt über andere Dinge nachdachte... Wenn ich mir all diese Dinge vor Augen führe, zusammen mit meiner Hypochonder-Vorgeschichte, ist es schon ziemlich logisch, dass das jetzt auch zu all diesen Zeichen für psychische Anspannung gehört. Erst letzte Woche hatte ich beim Essen und dann noch mal stärker beim Fernsehen wieder ein starkes Derealisationsgefühl, Schwindel und den Eindruck, dass mein Kopf am Zerplatzen ist, musste mich auf den Boden legen und habe dann gezittert und krampfhaft geweint, bis nach einer halben Stunde alles wieder vorbei war.

Ich war immer schon ziemlich ehrgeizig und perfektionistisch, besonders dann ab dem Studium, will auch in der Arbeit immer mein Bestes geben und bin dabei eigentlich auch recht erfolgreich. Während des Semesters und der Arbeitszeit "läuft" es meistens einfach, wobei mir soziale Kontakte zwischendurch aber sehr wichtig sind, auch weil sie mich von übermäßiger Selbstbeobachtung und vom Grübeln abhalten. (Die Panikattacken habe ich immer nur in "Ruhephasen", d.h. im Urlaub etc., wenn ich offenbar nicht genug davon abgelenkt werde, jede Missempfindung zu überanalysieren und mir wegen Dingen Sorgen zu machen, die ich ohnehin nicht beeinflussen kann.) Dieser Aspekt des direkten Kontakts ist seit Mitte März natürlich weggefallen, zusammen mit dem Rest meines gewohnten Alltags, und diese Zustände sind jetzt wohl einfach eine Folge davon. Wenn sich die Lage wieder einigermaßen normalisiert hat, werde ich jedenfalls mal eine Psychotherapie beginnen - ich hatte schon früher darüber nachgedacht, aber immer gemeint, ich hätte die Lage doch noch einigermaßen im Griff Rolling Eyes

LG Maria

30.04.2020 17:02 • x 1 #144


Zum Beitrag im Thema ↓


T
Ich kann dir die Meditation ans Herz legen und zusätzlich vllt. So ein CBD Öl.was arbeitest du denn? Von zuhause...das ist ja toll

#2


Darcyless
Heyhey,

Ja Meditation wurde mir auch schon oft empfohlen das Ding ist ich bin für sowas zu unruhig, genauso wie Yoga, mein Hirn läuft immer auf 200% daher kann ich bei sowas nicht runterkommen sondern langweile mich eher.
Ich denke ich müsste mich einfach mal mehr auspowern, überlege schon lange mir einen Hund aus dem Tierheim zu holen damit ich täglich an die frische Luft komme und Bewegung und Auslastung habe -.... Aber selbes problem wie mit dem kinderwunsch, traue mir die verantwortung nicht zu.
Eigentlich würde ich auch gerne in Teilzeit einen Job suchen wo ich raus unter leute komme aber auch da trau ich mir die verantwortung nicht zu da ich wegen meinen schlaf- und angststörungen länger arbeitsunfähig war.
Ich lebe sozusagen mein Leben im "Schonmodus" weil ich weiß wie sch**** es mir an manchen tagen geht, wenn die ängste und schlafstöungen besonders heftig waren und ich dann fürs nichts und niemanden zu gebrauchen bin leider. Sad

CBD Öl habe ich eine weile regelmäßig eingenommen aber ehrlich gesagt hat mich das eher gut gelaunt und hyper gemacht anstatt beruhigt^^ ähnlich wie kaffee

#3


T
Du schreibst es ja schon....sport Sport Sport.....auspowern. das würde ich mal probieren....und wenn du mit joggen anfängst

#4


Darcyless
ja sport wäre glaub echt das mittel der wahl das haben mir schon soo viele empfohlen also da muss eigentlich was dran sein.
weißt du was mich davon bisher abgehalten hat: dass ich die angst einfach besiegen wollte.
eigentlich ist das schlimme nämlich meine angst nachts, die angst vor dem nicht schlafen.
so blöd das jetzt klingt, ich denke mir wenn ich mich jetzt jeden tag auspower und dann gut schlafen kann werde ich die angst nie besiegen und wenn dann wieder eine schlechte nacht kommt reißt es mich wieder voll rein.
weißt wie ich meine?
bevor ich die schlafstörung angehe möchte ich erstmal diese unsinnige angst vor dem nicht-schlafen besiegen...

#5


T
Ja ich glaub ich verstehe es was du meinst. Dann musst du versuchen die Angst kommen zu lassen und in ihr bleiben ohne zu wollen dass sie endlich aufhört... Sie aushalten und in den Bauch atmen...die Gedanken spielen da eine große rolle

x 1 #6


Calima
Hast du schon mal ausprobiert, bewusst nicht schlafen zu wollen? Ist nur eine Idee, aber vielleicht könnte die Erfahrung, dass nicht Schlafen dauerhaft einfach nicht möglich ist, die Angst vor der Schlaflosigkeit besiegen?

x 2 #7


Darcyless
Vielen Dank für eure Antworten ihr beiden, die haben mir beide sehr geholfen bzw sind beides sehr gute Ideen!
Die Angst aushalten ja, das is der härteste Weg hab ich gemerkt, aber manchmal der Einzige der geht, wenn man sich mit nichts beruhigen kann...
Bewusst Nicht schlafen @calmina: Interessant dass du es sagst, weil genau die Idee hatte ich gestern Nacht auch. Ich war mal wieder sooo genervt von der letzten Nacht, in der ich mich stundenlang zum Schlafen "zwingen" wollte, dass ich mir einfach gesagt habe: Das ist jetzt zu dumm, ich bleib jetzt einfach die ganze Nacht wach, der Schlaf kann mich mal! Irgendwann sind mir natürlich die Augen zugefallen und ich weiß ja eigentlich auch dass es jedes Mal so läuft und der Schlaf immer irgendwann kommt.
Nur das ewige Warten auf den Schlaf ist immer das Nervenaufreibende. Weil bei mir ist es halt so dass selbst wenn ich mich noch so lange Wach halte, in dem Zeitraum zwischen "Augen zufallen" und "schlafen" vergeht schon mal gerne nochmal ne Stunde - in der ich einfach zu müde bin um noch irgendwas zu machen, nur mit geschlossenen Augen da liege aber einfach nicht wegdrifte. Das ist wie gefangen sein in so einem nervigen Zwischenzustand - zu müde um noch richtig wach zu sein aber zu wach um richtig zu schlafen. Und genau in diesem dummen Zwischenzustand attackieren mich dann die Ängste und ich kann mich nicht richtig ablenken indem ich zB einfach ein Video schaue weil ich dazu zu müde bin... Macht das Sinn?

#8


Calima
Hast du vermutlich schon durch, aber trotzdem: Was mich immer in den Schlaf schaukelt, sind Hörbücher. Timer an, manchmal muss ich ihn nachjustieren- aber das Zuhören lenkt meine Gedanken ab und irgendwann bin ich weg.

x 1 #9


Darcyless
Das Problem bei Hörbüchern ist, dass ich da dann immer wieder aufwache. Entweder ich wache vom Hörbuch selbst auf oder ich wache auf, wenn das Hörbuch dann aus ist (mit einem Timer). Ich hab in diesem Anfangs-Stadium vom Schlaf einen unglaublich leichten Schlaf und wache wegen jedem kleinen Mist wieder auf, daher funktioniert das leider auch nicht. Wie du schon sagst, ich hatte das auch schon ausprobiert, aber das läuft bei mir dann so ab: Ich drifte während des Hörens weg, bin am Schlafen ohne es zu merken.. plötzlich bin ich wieder da (dachte ich hätte gar nicht geschlafen) aber das Hörbuch ist an einer komplett anderen Stelle und ich hab keine Ahnung mehr worum es geht. Habe dann vielleicht so 5-10 Minuten geschlafen.

Ich weiß ich bin da leider eine sehr harte Nuss. Ich denke ich muss einfach meine Angst vor dem Nicht-Schlafen überwinden, damit ich die psychische Kraft habe diesen Zwischenzustand zwischen Wach und Schlaf auszuhalten und mich im besten Fall sogar auszuruhen in dieser Zeit, ich denke dann wird das Einschlafen auch schneller klappen.
Leider hängt meine Angst mit gewissen unheimlichen Krankheiten zusammen, die mit Schlafstörungen einhergehen. Das ist eigentlich mein Kernproblem. Es gibt halt neurodegenerative Krankheiten die sich mit Schlafstörungen ankündigen und ich bin anscheinend nicht in der Lage mir selbst zu sagen "deine Schlafstörungen sind harmlos", denke immer an das Schlimmste...

x 1 #10


Calima
Dazu hab ich dir ja im anderen Thread schon geschrieben Wink.

Du bist zu jung für diesen schei..

#11


Darcyless
Wenn ich das nur glauben könnte! Dann wäre ich "geheilt"... Leider gibt es auch Menschen die es sehr jung schon bekommen. Es gibt eben, wie man so schön sagt, nichts was es nicht gibt auf dieser Welt...

#12


Calima
Stimmt. Wenn man was glauben möchte, findet man immer Gründe dafür.

Da du das Schlafproblem seit mindestens einem Jahr hast, müsstest du bei normalem Krankheitsverlauf längst tot sein. Die Überlebensdauer ist nicht sehr lang.

Bist du aber erfreulicherweise nicht. Und Ängste sind nicht lebensverlängernd, sie machen bestenfalls die unschönen Momente länger.

Guck dir die längste Überlebensdauer an und warte ab, bis du drüber bist. Da bist du schon fast am Ziel Wink.

x 1 #13


Darcyless
Das Problem ist ja nicht, dass ich denke, dass ich es HABE, seit die Schlafstörungen begonnen haben - also ich glaube du verstehst meine Angst falsch!
Mein Problem ist, das ich bei jeder neuen Nacht mit Insomnie (also so ziemlich jeder neuen Nacht) denke "was wenn es jetzt beginnt". Ich weiß ja, dass die letzten 500 Male, in denen ich Schlafstörungen hatte, harmlos waren, aber weiß ich es auch bei der 501. Nacht? Oder sind das dann plötzlich "gefährliche" Schlafstörungen?
Anders gefragt, kann ich wirklich davon ausgehen, dass ein Symptom (Schlafstörungen) automatisch harmlos ist, "nur" weil es sich so präsentiert wie sonst auch immer? Könnte es nicht plötzlich an einer anderen Krankheit liegen?
SO denkt mein gestörtes Hirn..

#14


Calima
Ja, ich kenne diese abstrusen Denkspiralen. Und ich weiß glücklicherweise auch, dass man sich aus ihnen lösen kann.

Mir half und hilft Pragmatismus: Ich bin bisher nicht dran gestorben, warum sollte ich es jetzt?

Und mir hilft Sport. Laufen, Klettern, Krafttraining. Das gibt neben einer recht erfreulichen Fitness auch ein wachsendes Vertrauen in den eigenen Körper. Und das bringt gewaltig was.

x 1 #15


Darcyless
Das mit dem Pragmatismus finde ich gut. Im Laufe des letzten halben Jahres bin ich zunehmend auch in diese Richtung gegangen, nachdem ich einfach immer wieder gemerkt habe, dass ich - egal wie sehr ich es versuche - einfach nie diese 100%ige Sicherheit haben werde, ob ich etwas habe oder nicht habe...

Dann fing die Pragmatismus-Idee an: Wenn ich nicht schlafen kann, wieso bilde ich mir nicht einfach ein, geschlafen zu haben? Ich bin jemand die tatsächlich nicht immer mitkriegt ob ich geschlafen habe oder nicht, insbesondere bei psychischem Stress merke ich es oft nicht, ob ich geschlafen habe. Das ist eine unglaublich starke Waffe im Kampf gegen meine Ängste.

Auch deinen Gedanken finde ich gut. Wenn sich das Symptom genau so äußert wie die letzten tausend Male, kann ich eigentlich schon davon ausgehen dass der gleiche körperliche Prozess zugrunde liegt und nicht irgendwas Neues.
Das sind alles Mittel und Strategien, die helfen- aber was sie nicht tun, ist die Angst komplett aufzulösen Ich weiß nicht ob das jemals passieren wird und wenn ja, wie es geht, wie es funktioniert.

Was ich noch überlegt hatte: Damit aufhören, die Schlafstörungen als "Störungen" wahrzunehmen, sondern mehr als natürlichen Teil von mir, als Schwankungen - mal regnet es, mal scheint die Sonne. Das nimmt ihnen auch so ein bisschen die "Krankheits-Vibes" - ich bin eben keine Maschine, ich habe gute und schlechte Tage und so geht es eben auch meinem Schlaf - das hat ja an sich überhaupt nichts mit einer Krankheit zu tun.

Der Typ für Sport bin ich nicht so - eher so der Kopftyp. Ich kämpfe meinen Kamp im Schädel, mein Körper hat da eigentlich nichts mitzureden. Razz Vertrauen in den Körper würde mir bei CJD auch wenig helfen, da es sich ja um Gendefekte handelt..

#16


Calima
Täusch dich nicht. Der Kopf ist bei uns Angsthasen nicht immer unser Freund. Und je besser die Denkmaschine funktioniert, um so überzeugender kann sie uns in Schach halten.

Körperlich zu werden und die Empfindungsebenen erweitern habe ich selbst mühsam lernen müssen. Und wenn ich schreibe, dass es mein Leben um 100% zum Positiven verändert hat, klingt das recht melodramatisch, ist aber schlicht die Wahrheit.

Ohne Sport hätten meine Ängste mich aufgefressen. Und dafür, dass ich gute 10 Jahre meines Lebens täglich mehrmals an Herzinfarkt, Schlaganfall, Hirntumoren, Krebs, MS, ALS und noch ein paar exotischeren Dingen gestorben bin, hat es sich echt gelohnt, den Allerwertesten zu bewegen und den Mist loszulassen.

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

Darcyless
Das glaube ich dir, liebe Calima, und werde mir deine Worte zu Herzen nehmen. Danke!
Allerdings schreibst du auch in deinem Profil, dass dir Dinge wie Corona zu schaffen machen. Ein Virus ist etwas, wo wir mit körperlicher Fitness nicht kontrollieren können ob wir uns anstecken oder nicht, daher macht er vielen Angst. Man kann noch so viel joggen, schwimmen und Rad Fahren, wenn man Pech hat steckt man sich an, wenn man Glück hat verschont es einen. Und das macht Angst - das Unberechenbare. So ähnlich sehe ich Prionenkrankheiten.
Daher sehe ich nicht inwiefern Sport mein Vertrauen in meinen Körper bei DIESEM Thema verbessern sollte. Bei Krankheiten bei denen die körperliche Fitness hilfreich ist, z.B. Krebs oder Diabetes/Übergewicht, Herzkrankheiten etc hilft das natürlich sehr viel mehr.

Der Denkapparat wird durch Sport ja auch nicht ausgeschaltet und ich würde so oder so abends im Bett liegen und Angst davor haben, so ein blödes Zeug zu haben. Ich denke tatsächlich dass ich da "so" durch muss - mit der Kraft meines Geistes.

Für die Hypochondrie GENERELL stimme ich dir aber auf jeden Fall zu.

#18


Yvonnchen68
Hallo, Schlafen kann ich zurzeit auch nicht mehr so gut. Ich werde auch durch Albträume wach und Herzrasen, mir geht genauso. LG yvonne (

#19


Darcyless
Liebe Yvonne,

dann sind wir wohl Leidensgenossinnen. Weißt du woran es bei dir liegt bzw was die Ursache deiner Angst ist?

LG

#20


A


x 4


Pfeil rechts




Dr. Matthias Nagel
App im Playstore