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Hallo zusammen!
Alles fing vor ca. 2 1/2 Wochen an: Mein linkes Handgelenk schmerzte. Mir machte das nicht wirklich Sorgen, weil ich es auf die neuen Arbeitsumstände und die vielleicht nicht immer vorteilhafte Haltung meiner Hände beim Tippen im Homeoffice zurückführte. Ich schmierte Voltaren drauf, und nach 2 Tagen dachte ich, es wäre weg. Dann kam es aber nach einem weiteren Tag wieder und dann ging der Spaß los.

Fast zeitgleich fing auch das andere Handgelenk an zu schmerzen. Kein Problem weiterhin, das war ja für mich nur logisch, wenn ich beim Tippen eine schlechte Haltung hatte, dass dann auch beide Handgelenke irgendwann betroffen wären. Der Schmerz zog an beiden Seiten zusätzlich leicht in den Unterarm. Am nächsten Tag fing dann plötzlich mein rechtes Sprunggelenk an, wehzutun. Das Ganze passierte am Ende eines (kurzen) Spaziergangs, sodass ich selbst da noch dachte, okay, vielleicht falsch belastet beim Spazieren. Ich nahm wieder Voltarensalbe und Kinesiotape, schonte mich fortan und achtete darauf, die Gelenke nicht zu sehr zu belasten. Doch schon am nächsten Tag ging es weiter. Das rechte Knie tat nun auch weh, zusätzlich beide Ellenbogengelenke. Das linke Sprunggelenk folgte bald. An beiden Beinen zieht auch hier der Schmerz bis ins Schienbein hoch. Meine Finger und Zehen tun ebenfalls teils weh, hinzu kommt auch zeitweise noch das Hüftgelenk, der Hauptschmerz ist aber mittlerweile eher in den Sprunggelenken.

Kurios ist, dass es wirklich "nur" wehtut. Es ist nicht rot, nicht geschwollen, nicht warm. Es ist morgens besser als abends, wenn ich aufwache, habe ich also erstmal kaum oder keine Schmerzen. Es macht mir auch keine Probleme, die Gelenke zu bewegen, ich bin also nicht versteift. Kälte tut gut gegen den Schmerz, hilft aber nur kurzzeitig. Der Schmerz ist einschießend, ich habe also keinen Dauerschmerz, sondern z. B. gerade tut das rechte Sprunggelenk weh, es sticht, gleichzeitig zieht es ins rechte Bein hoch. Jetzt zieht es im linken Handgelenk, der Schmerz im Sprunggelenk ist immer noch da. Jetzt kommt der rechte Ellenbogen hinzu, die Schmerzen in Handgelenk und Sprunggelenk sind weg usw. Und so geht es wirklich den ganzen Tag lang. Es schmerzt nie alles und nie permanent, aber irgendein Gelenk tut mir immer gerade weh. Bis auf das Ziehen in Unterarm und Schienbein betrifft der Schmerz aber wirklich nur die Gelenke.

Ich konnte es nicht lassen und habe ein bisschen gegoogelt, aber nicht mal da konnte ich etwas finden. Nichts passt auf meine Symptome. Rheumatische Erkrankungen beginnen i. d. R. weder so schnell gleichzeitig in fast allen Gelenken, noch sind sie morgens besser. Fast alle anderen Krankheiten gehen auch mit einer Schwellung einher oder es gibt weitere Symptome wie z. B. Fieber. Auch wäre bei vielen gängigen Krankheiten typisch, dass der Schmerz bei Bewegung besser wird, bei mir ist es umgekehrt. Ich habe auch überlegt, ob ich irgendeinen Mangel haben könnte, aber die einzigen Mangelerscheinungen, die mit Gelenkschmerzen einhergehen, wären Vitamin D und C und beides nehme ich regelmäßig zu mir, Vitamin D sogar in Tablettenform. Stress hatte ich in letzter Zeit trotz der momentanen Situation überraschend wenig, eigentlich ging es mir recht gut so zu Hause. Und wegen der Kontaktbeschränkungen hatte ich auch außer zu meinem Freund zu niemandem Kontakt, der mich mit irgendwas hätte anstecken können. Zeckenbiss könnte theoretisch zwar sein, aber ich habe keine Zecke an mir finden können und außerdem müsste ich da ja eigentlich auch noch andere Anzeichen merken, z. B. Wanderröte oder Fieber o. ä. .

Ich habe heute auch bei meinem Hausarzt angerufen und warte gerade noch auf einen Rückruf. Viel wird der aber auch nicht tun können, außer z. B. das Blut zu untersuchen. Hier würde man dann sehen, ob z. B. Entzündungswerte erhöht sind, aber nach allem, was ich gelesen habe, sagen weder erhöhte Entzündungswerte, dass da irgendwas ist, noch schließen niedrige Entzündungswerte etwas aus. Ich kann ausnahmsweise nicht einmal benennen, vor welcher Krankheit ich Angst habe, es ist einfach diese Ungewissheit, die mich gerade verrückt macht.

Hat jemand von euch schon einmal etwas Ähnliches gehabt oder davon gehört? Oder habt ihr sonst irgendwelche Ideen, was es sein könnte? Bin für jede Anregung dankbar!

Liebe Grüße!

16.04.2020 10:47 • 24.05.2020 x 1 #1


29 Antworten ↓


alessa11
Hallo junebug,

ich hatte das auch schon mal, bei mir lag es ganz einfach an den Jodtabletten. Vielleicht ist es bei dir auch einfach eine Nebenwirkung von Tabletten.

Lg Alessa

16.04.2020 10:52 • x 1 #2


Liebe Ales
Zitat von alessa11:
Hallo junebug,

ich hatte das auch schon mal, bei mir lag es ganz einfach an den Jodtabletten. Vielleicht ist es bei dir auch einfach eine Nebenwirkung von Tabletten.

Lg Alessa


Liebe Alessa,
das wäre eine schöne Erklärung, aber bis auf die Pille (die ich aber so schon seit fast 4 Jahren nehme) nehme ich keine Tabletten. Ich habe noch nicht mal Schmerztabletten jetzt gegen die aktuellen Schmerzen genommen. :/

16.04.2020 10:54 • x 1 #3


alessa11
Schade, aber ich glaube wenn es was schlimmeres wäre, dann hättest du noch weitere Symptome.

16.04.2020 11:08 • x 2 #4


Update:
Nachdem es mir zwischenzeitlich wieder besser ging, kamen die Schmerzen vor ca. 1 Woche wieder. Wieder fing es im Handgelenk an und dann folgten diverse andere Gelenke. Es knackt auch überall bei den kleinsten Bewegungen.

Ich war gestern beim Orthopäden und das Gelenk, was am meisten wehtat, war die Hüfte, weshalb er die genauer untersucht hat. Es wurde dabei ein Gelenkerguss festgestellt.
Ich muss allerdings sagen, dass ich mich in den letzten Tagen wegen der Schmerzen auch sehr häufig und mit teils ungewohnten Bewegungen/schlecht aufgewärmt gedehnt habe. Dabei könnte theoretisch auch was in der Hüfte kaputtgegangen sein, wobei ich nicht weiß, ob man bei einem Muskelproblem einen Gelenkerguss kriegen würde...
In meinem Ellenbogen, der auch wehtat, war jedenfalls nichts.

Der Arzt meinte aber dann, ich muss auf jeden Fall ins MRT, Verdacht auf irgendwas Rheumatisches... Und zum Rheumatologen soll ich jetzt auch. Termin habe ich schon - Ende September. Wie soll ich noch so lange mit dieser Ungewissheit leben?

Mich stören gar nicht so sehr die Schmerzen, sondern eben dieses Ungewisse und dass ich nicht sagen kann, was als nächstes passieren könnte. Ich habe gelesen, dass theoretisch auch Organe davon befallen werden können und da bei mir ja schon sehr schnell quasi alle Gelenke betroffen waren, hätte ich dann ja wohl auch eine sehr aggressive Form... Ich denke jetzt ständig darüber nach, ob vielleicht irgendein Organ befallen sein könnte (Herzmuskel, Leber, Lunge...) und wie ich das überhaupt feststellen soll. Hinzu kommt noch, dass ich bereits Typ 1-Diabetes habe und die Medikamente, die man bei Rheuma benötigt, sich total negativ auf den Blutzucker auswirken. Außerdem sind solche Immunsuppressiva für jemanden, der ohnehin schon ständig Angst hat, krank zu sein, natürlich was ganz Tolles...

Kennt sich hier irgendwer mit rheumatischen Erkrankungen aus? Ich weiß echt nicht mehr weiter und bis September drehe ich erst recht durch.

13.05.2020 13:56 • x 1 #5


So... Heute wieder beim Orthopäden gewesen zur Blutabnahme. Gleichzeitig auch Ultraschall des Handgelenks.
Und auch da ist, wie in der Hüfte, wohl ein Erguss bzw. eine Reizung zu sehen...
Ich drehe langsam aber sicher durch.

Ich bin es eigentlich gewöhnt, zum Arzt zu gehen und dann wird nichts gefunden - und jetzt ist da anscheinend mal wirklich was...

Ich denke den ganzen Tag nur daran, was es sein könnte und finde wegen der vermehrten Ergüsse mittlerweile auch keine harmlose Erklärung mehr. Die Schmerzen nehmen eher zu und ich habe Angst, dass es noch mehr um sich greift... Dann gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit, dass irgendwas viel Schlimmeres als Rheuma (was für mich in Kombi mit Typ 1 - Diabetes schon schlimm genug wäre) vorliegt, z. B. ein Tumor, der wild streut, Lupus, eine septische Arthritis oder Ähnliches... Ich versuche, mich abzulenken, aber es klappt nicht, weil ich die Schmerzen eben auch permanent habe.

Es gibt Dinge, die total untypisch für eine Arthritis sind (z. B. sind meine Gelenke morgens nicht steif, da ist es eher besser und wird abends schlimmer), aber dann sprechen eben das sehr schnelle Auftreten in diversen Gelenken und die Ergüsse wieder eine andere Sprache...

Ich weiß nicht mal, vor welcher Krankheit genau ich Angst habe, aber zu wissen, dass da diesmal WIRKLICH etwas ist und es nicht "nur" Verspannungen o. ä. sind, ist schon echt mies...

15.05.2020 12:38 • x 1 #6


Brookler
Hallo junebug,
letztes Jahr im August bekam ich Leisten Schmerzen. Dann im laufe der Zeit Kniegelenk Schmerzen. Danach starke Schulterschmerzen und Oberarme, Unterarme, Handgelenke und die Finger waren betroffen. Fast alle meine Gelenke waren be-
troffen. Ich ging dann für 2 Wochen ins Krankenhaus. 1 Woche saß ich im Rollstuhl, weil ich nicht in der Lage war mein eigenes Gewicht zu tragen. Dieses Jahr war ich im Januar in Bad Buchau auf Reha.War eigentlich wegen meinen Rücken gedacht. Ich konnte in der Reha eigentlich nichts machen, außer Wärmebehandlung und Thermalbad. Da hörte ich das erste mal das Wort Fibromyalgie. Meine Gelenke sind alle in Ordnung. Bei mir sind es die Faszien die nahe an den Gelenken sind. Bin bis heute noch krank geschrieben. Meine Finger kann ich nicht richtig bewegen und meine Schultern sind kaum bewegungsfähig. Psychosomatische Erkrankung teilte mir dann mein Hausarzt mit. Im Endeffekt weiß aber niemand so richtig, was es sein soll. Fibromyalgie ist keine anerkannte Krankheit und sehr schwer zu diagnostizieren. Nur über ein Auswahlverfahren lässt es sich erkennen, ob es Fibromyalgie ist. Meine Leisten Schmerzen sind soweit wieder weg. Meine Kniegelenke sind immer noch nicht ganz in Ordnung. Vielleicht wäre es hilfreich den Arzt zu fragen, ob es Fibromyalgie sein könnte. Bei mir tut Wärme sehr gut. Muss aber Oxycodon und Pregabalin nehmen. Ich wünsche dir von ganzen Herzen, dass es dir bald besser geht.
Liebe Grüße Brookler

15.05.2020 15:03 • x 2 #7


@Brookler Danke für deinen Beitrag. Und es tut mir leid, zu lesen, was du für einen Weg hinter dir hast.
Fibromyalgie ist mir tatsächlich schon länger ein Begriff, da dies bei meinem Vater diagnostiziert wurde. Ich habe das deswegen auch für mich schon immer auf dem Schirm gehabt, weiß aber nicht, ob meine Symptome so wirklich passen... Einerseits passen zwar die Schmerzen am ganzen Körper ganz gut darauf, aber bei Fibro sind diese meines Wissens üblicherweise nicht symmetrisch - es ist also z. B. das linke Handgelenk schmerzhaft und der rechte Fuß, rechtes Handgelenk und linker Fuß aber nicht. Bei mir ist zwar nicht immer alles gleichzeitig schmerzhaft, aber jedes Gelenk, das mir wehtat, tat früher oder später auch auf der anderen Seite weh... Und was mich auch noch irritiert, ist, dass man nach meinem Kenntnisstand bei Fibromyalgie nichts "Handfestes" findet, was die Diagnostik eben auch so schwierig macht. Bei mir wurden ja die Gelenkergüsse festgestellt und das hat man bei einer Fibromyalgie doch nicht, oder?
Ich komme mir momentan vor wie in einem Albtraum, was für viele mit schlimmeren Krankheiten sicher lächerlich klingt... Aber ich male mir einfach grad alles aus und lese und lese... Jetzt heute, dass man mit rheumatoider Arthritis meistens auch eine Lungenfibrose hat und dass das keine tolle Diagnose ist, erst recht mal nicht in der momentanen Zeit, liegt ja auch auf der Hand... Und selbst wenn man es medikamentös behandeln könnte und die rheumatische Erkrankungen so im Griff hätte, bleibt halt immer noch, dass die Therapie sich auf meinen Blutzucker (Diabetes Typ 1) wohl extrem negativ auswirken würden... Und ein geschwächtes Immunsystem hätte ich auch ungern... :'(

15.05.2020 19:09 • x 1 #8


Brookler
Hallo junebug,
bei mir war es von Anfang an immer beidseitig. Zwar nicht immer gleich stark, aber zum Beispiel jetzt bei mir. Beide Schultern, Oberarme Gelenke und Finger. Zeigefinger rechte Hand ist seit gut 3 Monaten einfach nur geschwollen. Mal mehr mal weniger. Aber das sind einfach mal die Äußerlichkeiten. Viel schlimmer ist der nicht sichtbare innere Kampf, Zerrissenheit, dieses flaue Gefühl im Magen und was weiß ich noch für Symptome. Dieses Unsichtbare in mir drin, dass es mir schwer macht in Worten das zu beschreiben, was ich eigentlich nicht beschreiben kann. Ich bin ständig damit beschäftigt meine negativen Gedanken in positive umzuwandeln. Sonst lande ich in einer Spirale nach unten. Da wieder nach oben zu kommen ist recht schwierig. Ich muss es irgendwie bis August schaffen, es in den Griff zu bekommen. Da läuft mein Krankengeld aus. So langsam macht sich Panik in mir breit, es bis dahin nicht geschafft zu haben. Ganz viel Kraft und Hoffnung wünsche ich dir auf deinen Weg. Deswegen ist auch schreiben ganz arg wichtig. Ist fast wie mit jemanden reden. Liebe Grüße, Brookler

15.05.2020 19:32 • x 1 #9


Brookler
bevor ich es auf den Gelenken bekommen habe, hatte ich starke Bws. Schmerzen mit starken Stromschläge die mich fast auf die Knie zwangen. Manche nennen es auch Einschüsse. Ich wurde daraufhin krank geschrieben und konnte nicht mehr arbeiten. Seit dem habe ich keinen Stromschlag mehr bekommen . Auch tut da gar nichts mehr weh. Auch da fand ich schon , dass die Äußerlichkeiten, also der Schmerz, nicht an den Schmerz ran kommt den ich in mir verspürte. Das, dass mit Worten so schwierig ist zu beschreiben ist. Hatte ich vergessen zu erwähnen.

15.05.2020 19:41 • #10


Könnte es evtl Fibromyalgie sein? Ich habe das, mal Schmerzen im ganzen Körper , mal die Füße, Handgelenke, Rücken. Es gibt Tenderpunkte, wie viele, weiß ich nicht mehr, die der Doc drückt. Wenn der Großteil der Punkte weh tut, deutet das auf eine Fibromyalgie hin

15.05.2020 21:41 • x 1 #11


Brookler
Hallo Violetta,
erst mal danke für deine Antwort, es geht bei mir schon in die Richtung Fibromyalgie. Da ich aber rechts wie links fast die gleichen Schmerzen habe, würde es eher nicht für Fibromyalgie sprechen. An den Kniegelenken tippte der Doc schon in diese Richtung. Auch bekomme ich Pregabalin 100 das für Fibromyalgie sprechen würde. Fibromyalgie ist nach wie vor, keine anerkannte Krankheit und ist sehr schwer zu therapieren. Bei mir wird es zwar immer besser, aber die Schmerzen sind dennoch sehr massiv. Deswegen suche ich auch, ob es irgend was anderes sein kann. Gehe ich zu den Ärzten, habe ich zig verschiedene Aussagen. Vielleicht , so habe ich gehofft, finde ich hier andere Ansätze. Liebe Grüße, Brookler

15.05.2020 21:53 • #12


Du hast recht. Fibromyalgie ist keine wirklich anerkannte Krankheit. Es soll wohl eine Art WeichteilRheuma sein. Festgestellt wurde es; als ich für 8 Tage im Krankenhaus war. Das war so eine Art Reha mit Anwendungen usw. Ih nehme dagegen Amitriptilin 75 mg. Das ist zwar ein Antidepressiva, wirkt aber wohl auf das Schmerzzentrum im Gehirn.

15.05.2020 22:22 • x 1 #13


Brookler
Hallo Violette,
es gibt nicht viele Medikamente für Fibromyalgie. Amitriptylin, Duloxetin, Milnacipran und Pregabalin sind wohl die einzigen, die einigermaßen helfen sollen. Ich habe morgens und abends Pregabalin 100 genommen, dazu noch Oxycodon 40/10 und novaminsulfon 500 m/m/a. Hab die 100er Pregabalin abends abgesetzt. Konnte nicht mehr schlafen. Jetzt geht es besser. Bei mir ist halt alles so in der Schwebe, Rheuma nein Arthritis auch nein und Fibromyalgie Vielleicht. Mit so einer Diagnose kommt keiner zurecht. Dachte ich finde hier vielleicht jemand mit gleichen Symptome. Meiner sogenannten Krankheit einen Namen geben. Komisch ist halt, dass meine eigentliche Problematik Bws-Leiden nicht mehr vorhanden ist. Wie weggeblasen. Liebe Grüsse Brookler

15.05.2020 22:37 • #14


Die Psyche hat auch einen großen Einfluss auf Schmerzen. Gerade, wenn man noch nicht weiß, was einem fehlt. Deine BWS Beschwerden sind jetzt vielleicht weg oder besset geworden, weil dein Fokus jetzt auf deine anderen Schmerzen legst. So ist es zumindest bei mir

15.05.2020 22:42 • x 1 #15


Brookler
Hallo Violetta, ich habe noch vergessen zu erwähnen, das auch ein möglicher Zeckenbiss in Betracht kam. Borreliose habe ich seit Jahren im Blut, aber auch nicht sicher diagnostiziert. Was mich halt wundert, ist dass mein Bws. Syndrom weg ist. Da ist mal mächtig die Psyche im Spiel. Es gibt also Möglichkeiten wie Krankheiten verschwinden können. Ich muss nur meinen Fokus verändern. Zumindest mal einen Ansatz

15.05.2020 22:54 • #16


Zitat von Brookler:
Hallo Violette,es gibt nicht viele Medikamente für Fibromyalgie. Amitriptylin, Duloxetin, Milnacipran und Pregabalin sind wohl die einzigen, die einigermaßen helfen sollen. Ich habe morgens und abends Pregabalin 100 genommen, dazu noch Oxycodon 40/10 und novaminsulfon 500 m/m/a. Hab die 100er Pregabalin abends abgesetzt. Konnte nicht mehr schlafen. Jetzt geht es besser. Bei mir ist halt alles so in der Schwebe, Rheuma nein Arthritis auch nein und Fibromyalgie Vielleicht. Mit so einer Diagnose kommt keiner zurecht. Dachte ich finde hier vielleicht jemand mit gleichen Symptome. Meiner sogenannten Krankheit einen Namen geben. Komisch ist halt, dass meine eigentliche Problematik Bws-Leiden nicht mehr vorhanden ist. Wie weggeblasen. Liebe Grüsse Brookler


Wie hat man denn Arthritis bei dir ausgeschlossen, wenn ich fragen darf? Warst du bei einem Rheumatologen? Was wurde alles untersucht? Ich frage, weil ich jetzt immer gelesen habe, dass die Diagnostik nicht so einfach ist und ich gerne wüsste, wie es ausgeschlossen werden kann.

Ansonsten muss ich sagen, dass ich auch schon oft festgestellt habe, dass manche Dinge, von denen man dachte "Das geht NIE WIEDER weg" plötzlich doch wieder verschwunden waren. In meinem Fall war das z. B. ein Muskelzucken, was ich 3 Monate lang hatte. Ich habe ständig darüber nachgedacht, was es alles sein könnte. Als die Ärzte aber deswegen so gar nicht besorgt waren, habe ich es eben akzeptiert und irgendwann war es weg.
Es ist häufig so, dass sich Beschwerden wieder bessern, wenn wir ihnen weniger Aufmerksamkeit schenkt. Bloß fällt es mir z. B. schwer, da zu differenzieren, welche Beschwerden jetzt möglicherweise ernst und behandlungsbedürftig sind und welche nicht...

Witzigerweise habe ich gerade erst letzte Sitzung zu meiner Psychologin gesagt, dass die Schmerzen mir weniger Angst machen als vieles andere "weil, was soll das schon sein, von einem Tag auf den anderen Schmerzen in allen Gelenken" und genau da kam es mit aller Wucht zurück...

15.05.2020 23:58 • x 1 #17


Brookler
Hallo junebug,
als ich in Reha war bekam ich einen Termin beim Rheumatologen, der mich ausgiebig untersuchte. Er war auch der erste der eher auf Fibromyalgie tippte. Fibromyalgie kann nur durch ein kompliziertes Ausschlussverfahren diagnostiziert werden. Einen dieser Tests hat er bei mir gemacht und ich auch sofort darauf reagiert habe. Es gibt dann glaub ich noch elf weitere Tests. So ist es bei mir halt in der Schwebe. Habe auch meinen Psychologen gefragt, wo der psychische Teil drin liegen könnte? Ob ich mich vielleicht gegen die Psychotherapie innerlich wehre. Weil körperlich nichts zu finden ist. Außer, dass ich einen hohen Entzündungswert habe.
Auch meinen ständig geschwollenen Zeigefinger ist irgend wie nicht zu erklären.

17.05.2020 20:49 • #18


Bei mir ist es schon wieder ganz vorbei. Als wäre die mögliche rheumatoide Arthritis nicht schlimm genug, habe ich natürlich was noch Schlimmeres ergoogelt und jetzt panische Angst davor: Lupus.
Ich habe erst immer darüber hinweggelesen, weil ich dachte, das passt nicht so zu mir, weil ich diese "Allgemeinsymptomatik" nicht habe (also kein Fieber, Müdigkeit, Gewichtsverlust etc.)
Was ich eben habe, sind die Gelenk- und Muskelschmerzen. Und zusätzlich war jetzt bei einem Urintest der Eiweißwert ganz leicht erhöht - auch ein Hinweis auf Lupus. Was mich gerade aber völlig verrückt macht, ist die Rötung im Gesicht.
Meine Wangen sind in letzter Zeit insbesondere abends des öfteren gerötet und fühlen sich dann auch warm an. Ich dachte mir nichts dabei, aber jetzt habe ich leider vom Schmetterlingserythem gelesen, ein Ausschlag, der sich schmetterlingsförmig über Nase und Wangen zieht. Die Nase ist bei mir zwar nicht betroffen, aber ich habe mir mal Beispielbilder im Internet angeschaut und da sieht es bei einigen schon sehr ähnlich aus wie bei mir... Jetzt male ich mir schon aus, dass ich das wirklich habe und als nächstes irgendein Organ befallen wird. Drehe noch durch.

20.05.2020 01:19 • x 1 #19


Brookler
Guten morgen junsbug,
dass Internet ist Fluch und Segen zugleich. Natürlich gut um sein Wissen zu erweitern, aber Fluch wenn ich oder du krank sind. Das Internet ist voll von Berichten, von Krankheiten usw. Bitte, einfach zum Doc gehen und dich untersuchen lassen. Er weiss am besten, wie es um dich bestimmt ist. Du machst dich mit dem ständigen googeln nach Krankheiten noch verrückt. Das ist wie in eine Falle treten, die dich gefangen hält. Ich bin auch in so eine Falle getreten, als ich nach meiner Krankheit suchte. Ich versuche, den psychischen Anteil meiner Krankheit zu finden. Eiweißwert leicht erhöht ist das normalste der Welt. Je nachdem wie deine Essgewohnheiten sind, variiert dein Eiweiß Spiegel.Mach dich bitte nicht verrückt. Ich weiß, leichter gesagt als getan.

20.05.2020 09:44 • x 1 #20




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Dr. Matthias Nagel