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Hey;)

Vor einigen Tagen habe ich plötzlich von einem auf den anderen Moment auf dem linken Auge nur noch "Nebel" gesehen, d.h. meine Sehkraft hat meiner Einschätzung nach zu dem Zeitpunkt nur noch 20% betragen. Mit dem rechten Auge war alles in Ordnung. Ich habe wahnsinnige Panik bekommen und bin schlussendlich nach einer Stunde, nachdem es nicht besser wurde, in die Notfallambulanz gefahren. Dort hat man mir gesagt, dass ich einen kleinen "Kratzer" an der Hornhaut habe (im Befund steht "KSP" wird vermutet). Der Arzt hat mir eine Salbe gegeben, die ich ab sofort 3 Tage nehmen soll. Er meinte auch, dass ich noch einige Tage schlecht sehen werde. 1 Std . nach dem Arztbesuch konnte ich allerdings schon wieder fast problemlos sehen. Insgesamt habe ich für ca. 3 Std Nebel gesehen. Ich stelle mir jetzt die Frage, ob es nicht doch Migräne mit Aura gewesen sein könnte. Ich hatte an diesem Tag über dem betroffenen Auge Kopfschmerzen und Schmerztabletten dagegen genommen. Neige generell in den letzten Jahre öfters zu hormoneller Migräne. Ich zweifle an der Diagnose, da ich mir nicht vorstellen kann , dass ein so kleiner Kratzer zu fast völligem Verlust der Sehkraft führen konnte und nach 3 Stunden plötzlich wieder besser war. Was sagt ihr dazu? Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Soll ich es weiter abklären lassen oder auf die Meinung des Arztes vertrauen? Liebe Grüße

30.01.2021 21:41 • 27.02.2021 #1


20 Antworten ↓


DieSonne
Ich hatte mir nach einem Fahrrad Unfall meine Hornhaut verletzt (ich kann nicht mal mehr sagen welches Auge). Ist schon ewig her und konnte dann auf beiden Augen nichts mehr sehen, weil beide nur am Tränen waren. Es half nur Augen schließen. Habe dann eine Salbe bekommen und alles war gut (Schleimheute heilen innerhalb kurzer Zeit). Wenn der Arzt dir einen Kratzer diagnostiziert hat, wird es wohl stimmen. Die Frage ist, wie könntest du ihn dir zugezogen haben? Wenn du da schon einmal verletzt warst, bist du da auch empfindlicher.

30.01.2021 21:59 • #2



Plötzlich einseitiges Nebel sehen auf einem Auge

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....das ist es ja, ich könnte mich nicht daran erinnern mich verletzt zu haben. Ich wollte mich gerade hinlegen und plötzlich hab ich kaum mehr sehen können. Generell habe ich seit einigen Jahren sehr trockene Augen, aber noch nie einen plötzlichen Verlust der Sehkraft gehabt. Wenn ich es beschreiben müsste, war es so, als würde ich durch ein Milchglas schauen, bzw. ganz dichten Nebel. Müsste eine kleine Verletzung der Hornhaut nicht mehr weh tun? Habe Angst, dass irgendwas übersehen wurde.....Vor allem denke ich ständig darüber nach, ob es bald wieder soweit sein könnte.

30.01.2021 22:03 • #3


petrus57
Ich hatte das auch mal für einige Stunden. Bin dann auch in die Notaufnahme gefahren. Meine Sehkraft lag da bei 60%. Weiß bis heute nicht woher das kam.

30.01.2021 22:06 • #4


Ich habe auch gefragt, ob es auf einen Tumor im Hirn hindeuten könnte. Der Arzt meinte da hätte ich andere Symptome. Ich muss auch nicht mehr zur Kontrolle vorbeikommen. Das Auge brennt enorm, seit ich die Salbe verwende. Kann es mir einfach nicht erklären , was los war. Hatte wirklich das Gefühl blind zu werden....

30.01.2021 22:12 • x 1 #5


rosebud42
Also, ich würde glaub ich nochmal zur Kontrolle einen niedergelassenen Augenarzt aufsuchen und die Hornhaut begutachten lassen. Du warst ja bisher nur bei der Notfallambulanz, oder?
Und dem Augenarzt würde ich auch den Migräneverdacht erzählen.
Ich hatte auch mehrmals solche merkwürdigen Sehausfälle (eher so komische Zacken und Verschwommenheit) und habe das auch mit der Augenärztin besprochen, die am Auge nichts finden konnte und mich an den Neurologen überwies wg. Migräne.
Glücklicherweise hatte ich das nun seit Jahren nicht mehr...

30.01.2021 22:36 • #6


Ich war in der Augenambulanz, d.h. eigentlich in einer der besten in unserer Gegend. Es war schon relativ spät, aber es wurden alle Tests gemacht, die üblich sind beim Augenarzt. Es geht mir einfach nicht ein das ich wegen einer eigentlichen "Kleinigkeit" plötzlich fast blind war. Mache mir viele Gedanken seit dem Vorfall. Für den Arzt war es eher nichts besonderes

30.01.2021 22:45 • #7


rosebud42
Weil mich das interessiert hat hab ich gerade mal ein bißchen zu deiner Diagnose gegoogelt und hab als Symptom bei KSP (also eine kleine Verletzung an der Hornhaut die oft durch trockene Augen entsteht) auch das vorübergehende verschwommene Sehen gefunden. Das wäre ja quasi der "Nebel" den Du beschriebst..
(Sonst gibt es als ähnliche Symptomatik eigentlich nur eine plötzliche Blindheit, da wäre aber wohl alles dunkel gewesen. Das kann dann etwas dramatischere Ursachen haben. ABER: das hattest Du ja glücklicherweise nicht!)
Und da Du ja in einer guten Augenambulanz warst würd ich, glaub ich, dem Rat des Arztes folgen, die Salbe nehmen und versuchen das Thema abzuhaken.
Ich weiß, ist oft leichter gesagt als getan, aber die Diagnose scheint plausibel...

30.01.2021 23:01 • #8


....werde es so hinnehmen und mich freuen, dass es anscheinend nichts schlimmeres ist hätte mich allerdings wirklich interessiert, ob auch andere die selben Symptome hatten wie ich hinsichtlich Hornhaut und Verletzungen.

30.01.2021 23:04 • #9


Schlaflose
Zitat von Catlady085:
Ich stelle mir jetzt die Frage, ob es nicht doch Migräne mit Aura gewesen sein könnte.

Nein, das äußert sich nicht durch Nebelsehen, sondern durch komplette Sehausfälle an den Stellen wo das Flimmerskotom gerade abläuft. Am Anfang genau in der Mitte des Sehfelds, so dass z.B. Buchstaben und Wörter einfach verschwinden, wenn man liest. So wie sich das Skotom kreisförmig zur Seite ausbreitet, kommt das Sehen in der Mitter wieder und es verschwinden Stellen weiter außen. Man kann es mit dem blinden Fleck vergleichen, den jeder hat.
Neblig sehen hat immer etwas mit der Hornhaut, mit der Linse oder mit dem Glaskörper zu tun, aber nicht mit der Netzhaut, wie bei der Aura.
Ich hatte einmal für ein paar Stunden Nebel, als mir in einem Auge die Kontaktlinse wehtat, es aber keine Möglichkeit gab, sie rauszunehmen ( war unterwegs und hatte keinen Behälter und keine Kochsalzlösung dabei). Als ich sie endlich rausnehmen konnte, sah ich völlig vernebelt. Das hst sich dann auch nach ein paar Stunden gebessert und am nächsten konnte ich wieder ganz scharf sehen.

31.01.2021 07:02 • x 1 #10


danke ich hoffe, es war wirklich die Hornhaut der Auslöser. Denke immer darüber nach, ob irgendwas im Gehirn nicht durchblutet war etc.. Aber da würde ich wahrscheinlich heftigere Ausfälle haben....

03.02.2021 18:06 • #11


Zitat von Catlady085:
danke ich hoffe, es war wirklich die Hornhaut der Auslöser. Denke immer darüber nach, ob irgendwas im Gehirn nicht durchblutet war etc.. Aber da würde ich wahrscheinlich heftigere Ausfälle haben....


Also wenn irgendwas nicht durchblutet gewesen wäre, dann wäre das die Netzhaut gewesen. Das hätte sich aber anders geäußert wie ich leider aus eigener Erfahrung weiß. Also alles gut

04.02.2021 13:24 • #12


d.h. ein Tumor im Gehirn kann wahrscheinlich nicht der Auslöser gewesen sein? Ich lebe seit dem Vorfall in ständiger Angst, dass es wieder auftreten könnte. Bin total skeptisch, ob die Diagnose des Arzt stimmen kann da ich oftmals schon schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht habe. Ich dachte Anfangs noch, dass es sich vielleicht um eine Panikattacke gehandelt haben könnte. Bin mir aber sicher, dass diese dann sicher keine 4 Std. gedauert hätte. Ich hatte zudem bei Panikattacken immer andere Symptome.

23.02.2021 21:46 • #13


Schlaflose
Zitat von Catlady085:
d.h. ein Tumor im Gehirn kann wahrscheinlich nicht der Auslöser gewesen sein?

Nein, ein Tumor würde Sehfeldausfälle, Doppelbilder u.ä. auslösen. Außerdem würde die Symptome nicht einfach nach kurzer Zeit verschwinden, sondern immer schlimmer werden.

24.02.2021 07:07 • #14


das beruhigt micht etwas War wirklich ein Schockmoment, als ich plötzlich kaum mehr sehen konnte. Hoffe, es wird zukünftig nicht mehr auftreten. Nicht mal Xanor hat in dem Moment zur Beruhigung geholfen......

24.02.2021 22:45 • #15


Wäre es auch eventuell möglich, dass es sich um eine Panikattacke gehandelt hat? Was meiner Meinung nach dagegen spricht ist, dass ich fast 4 Std. schlecht gesehen habe. Eine Panikattacke würde ja glaube ich weitaus kürzer andauern?

25.02.2021 21:00 • #16


Schlaflose
Zitat von Catlady085:
Wäre es auch eventuell möglich, dass es sich um eine Panikattacke gehandelt hat? Was meiner Meinung nach dagegen spricht ist, dass ich fast 4 Std. schlecht gesehen habe. Eine Panikattacke würde ja glaube ich weitaus kürzer andauern?

Erstens dauert eine Panikattacke höchstens 30 Minuten, weil sich das Adrenalin dabei verbraucht und der Körper erst neues bilden muss, außerdem wären dann beide Augen betroffen.
Lass es doch einfach gut sein, freue dich, dass es weg ist und seitdem nicht mehr wiedergekommen ist. Es spielt doch nachträglich überhaupt keine Rolle, wovon es kam.

26.02.2021 06:58 • #17


Hey, hatte ich auch. Immer im Abstand von ein paar Wochen. Ist eine Glaskörpertrübung. Google mal! Harmlos, nehme Tropfen und seitdem nicht mehr gehabt. Alles Gute!

26.02.2021 15:51 • #18


Schlaflose
Zitat von Sonny48:
Ist eine Glaskörpertrübung.


Quatsch. Glaskörpertrübungen sind feste Gebilde unterschiedlicher Form, die im Glaskörper herumschwimmen und die man je nach ihrer Intensität nur beim Blick auf helle Flächen oder auch ständig wahrnimmt. Meine Augen sind seit Jahren voll davon, aber komplett neblig sehe ich dadurch nicht, nur wenn eine Trübungswolke mitten im Sehfeld durchzieht, verschleiert sich kurzzeitig die Sicht.
Tropfen helfen dagegen nicht. Tropfen helfen gegen trockene Augen, was auch zu neblig sehen führt.

26.02.2021 18:19 • #19


Gebe schlaflose recht, das ist wirklich komplett anders.

Das mit der Hornhaut passiert sehr schnell, zum Beispiel auch wenn man erkältet ist, da ist die Hornhaut auch schnell angegriffen und es recht schon, wenn sie ein bisschen am Lid hängen bleibt.

Druck hatten sie ja wahrscheinlich gemessen dort oder? Wie war der?

Gestern 09:48 • #20



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