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SALSA1968

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Hallo liebe Forennutzer,

ich lese schon seit ca. August 2014 hier mit und habe mich nun entschlossen, mich hier anzumelden.
Ich bin weiblich, 46, und wurde von meiner Angststoerung sehr überfallen.
2012 landete ich in der Notaufnahme, viel mehr ich bin noch selbst dahin gefahren, nachdem mein linker Arm und Finger taub waren. Hausarzt hat EKG gemacht, Bluttest auf Herzinfarkt, war negativ, aber da es Freitag abend war mich zur Sicherheit nochmal zur Abklärung ins Krankenhaus fahren lassen.
Im Krankenhaus selber haben die richtig Panik erzeugt, ich musste auf liege, durfte nicht mehr aufstehn, EKG, nebenan kam noch eine Frau mit Herzstillstand
Der Arzt hat mich 24 h warten lassen, bis er mir sagte, dass ich keinen Herzinfarkt habe.
Seitdem habe ich Bluthochdruck.

Teil 2 folgt

05.12.2014 17:31 • 20.12.2014 #1


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SALSA1968

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Teil 2
Es war einfach eingeklemmte Wirbel, also auf jeden Fall ein Rücken Problem.
Bluthochdruck war dann da, entweder aufgrund der Angst oder vllt wäre der auch so gekommen.
Ich wurde eingestellt auf Medikamente.
Alles war soweit wieder gut.
Ich habe gemessen ohne Angst, die Werte waren normal.
Im Juli 2014 hatte ich eine Magenspiegelung.
Nebenan Patientin mit Panikattacke.
Mein Blutdruck schoss hoch.
Seitdem Herz angst.
Und bei Spiegelung kam raus, magenschleimhautentzuendung, speiseroehrenentzuendung, zwerchfellbruch, hellicobacter.
Schon am nächsten Morgen merkte ich, eine dunkle Wolke über mir, alles war anders, der Beginn meiner Angststoerung

05.12.2014 17:39 • #2


SALSA1968

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Teil 3
Schwindel kam, Ängste, kribbeln im linken Arm, die erste Panikattacke erwischte mich.
Angst vor Schlaganfall und Herzinfarkt.
Hausarzt kam, schloss das aus, diagnostizierte dickes burn out.
Panikattacken kamen weiter.

Nun bin ich seit November in einer psychosomatischen Klinik als Tagesklinik Patient

05.12.2014 17:44 • #3


Icefalki

Icefalki


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Hi Salsa, herzlich Willkommen hier.

Und wie fühlst du dich jetzt. Machst du Fortschritte. Berichte mal.

LG icefalki

05.12.2014 18:03 • #4


SALSA1968

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Hi icefalki,

Mist, der Text ist verschwunden, ich hatte mir solche Mühe gegeben.
Nun nochmal, hoffentlich vergesse ich nichts.

Momentan fühle ich mich wie ein rohes Ei.
Wir haben vor zwei Wochen meine Biografie durch gearbeitet, ich hatte eine schwere Kindheit.
Diese Woche bin ich richtig zusammen gebrochen.
Die Panik Attacken, die seit Wochen weg waren, kamen wieder.
Sie sagten, dass wäre normal, die sogenannte Erst Verschlimmerung.
Viele meiner Probleme resultieren aus meiner Kindheit.

In der tagesklinik ist es generell sehr anstrengend, kein Spaziergang.

05.12.2014 19:40 • #5


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Kennt das jemand von euch?
Erstverschlimmerung?
Erst dachte ich mir, daß hätten die mir doch sagen können, dass sowas passieren kann.
Mittlerweile denke ich, es ist vllt, gut, , dass ich es nicht wusste, sonst hätte ich Angst davor gehabt.

05.12.2014 19:43 • #6


SALSA1968

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Tagesklinik generell ist anstrengend, hinfahren, ankommen, den ganzen Tag Termine, Musik, Kunst, Psycho Therapie, wieder heim in den Alltag mit Haus, Mann, 8 jährigem Sohn.
Wenigstens bin ich momentan von meinem ungeliebten Job befreit, bin krank geschrieben seit August.
Stationär wäre aber nicht in Frage gekommen.

Generell hatte ich mich schon stabiler gefühlt, dieser Rückschritt hat mich ganz schön umgehauen.

Und ich habe schon erkannt, verdammt viele Baustellen in meinem Leben, die mich ins burn out getrieben haben,.

Ein Riesen Berg Arbeit

05.12.2014 19:53 • #7


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Achso, was noch wichtig ist, ich habe erkannt, dass meine Angst ganz klar den Ursprung hat:
Reine Angst vor dem Tod

Sorry, dass ich in Abschnitten schreibe, ich hatte erst einen langen einzeln Text, der verschwunden war, deswegen nun so.

Ich wuerde mich über Austausch sehr freuen

05.12.2014 20:00 • #8


Icefalki

Icefalki


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Hallo Salsa, ich finde es toll, dass du das so angehst. Lasse dich nicht entmutigen, du schaffst das

LG icefalki

05.12.2014 21:52 • #9


SALSA1968

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Kennst du denn diese Erstverschlimmerung auch von dir?

05.12.2014 21:54 • #10


Icefalki

Icefalki


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Nö, aber ich war auch nicht in so einer richtigen Therapie. Ich bin jahrelang alleine gewesen, und musste dann medis nehmen, dann war Ruhe und nach Jobwechsel 10 Jahre alles gut. Mein Psychiater hatte gemeint, dadurch, dass ich trotzdem beinahe alles gemacht habe, hat mich das gerettet. Aber irgendwann war es halt zuviel. Dann auch Zusammenbruch.
Ich denke, dass in einer Therapie, so wie du es beschreibst, vielleicht auch, gerade durch die vielen Veränderungen und in sich schauen, der stresspegel sich auch erhöht. Man will ja mitarbeiten und gesund werden. Also setze dich nicht unter Druck.
LG icefalki

05.12.2014 22:01 • #11


SALSA1968

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Ja, icefalki, da hast du recht.
In der Klinik ist ein hoher Stresspegel, durch die ganzen Termine den ganzen Tag, aber auch durch die anderen Mitpatienten.man erfährt deren Probleme, untereinander gibt es viel Streit, also unter den stationären, die müssen sich Zimmer teilen, mit schnarchern , Küchen dienst muss gemacht werden:D
Und es gibt dort sehr viele extreme Selbstdarsteller.
So ne psychosomatische Klinik in einem nicht stabilen Zustand ist meiner Meinung nach nicht zu schaffen

05.12.2014 22:20 • #12


Icefalki

Icefalki


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Salsa, ich hatte in meiner panikjahren auch so ein Problem. Wenn ich Auto gefahren bin und die notfallsignale der Krankenwagen gehört habe, brach sofort eine PA aus. Ängste, Krankheiten von anderen, sofort PA. Man ist da so schrecklich dünnhäutig und verletzbar. Da will am ja auch nicht dazugehören. Ich konnte in kein Krankenhaus gehen. All das Leid war sofort auch mein Leid. Es war grässlich.
Also Suche dir ein paar nette Leute aus und halte dich an die. Den Rest versucht du auszublenden. Und mit Humor kann man auch so manches nehmen.


In diesem Sinne lg icefalki

05.12.2014 22:49 • x 1 #13


kumasai


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Hallo Salsa , habe gerade deinen Bericht gelesen . Du schreibst mir aus der Seele . Ich habe auch wahnsinnige Angst vor Herzinfarkt und vor allem dass ich sterben könnte .
Was übel ist , ich hab am Donnerstag die Diagnose Brustkrebs bekommen , soll am 16ten Dez operiert werden .Seither befinde ich mich quasi in einer Dauerpanikattacke .
Grausam, der Gedanke ich überlebe das ganze Procedere nicht .
Ich hab schon Angst , dass ich von der Narkose nicht mehr aufwache
Ich frag mich immer , warum wir unsere negativen Gedanken nicht ins positive steuern können
Würde mich freuen von Dir zu hören , vll könnte man ja sogar mal telen .Geteiltes Leid is halbes Leid ...
Ich bin 47 , hab 2 Kinder und seit 4 Monaten verwitwet.

Alles Liebe Dir ,

Tanja

07.12.2014 10:03 • #14


SALSA1968

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Hallo Tanja, sehr bestürzt hat mich dein Beitrag. Was ich da lese von dir, macht mich sehr traurig.
Du bist verwitwet, das allein ist schon sehr schlimm.
Die Ängste generell sind schlimm.
Und nun auch noch die Diagnose Brustkrebs.
Es tut mir sehr leid.
Hast du jemanden in deiner Nähe, der dich etwas auffangen kann?
Vllt können wir auch per PN weiterschreiben, wenn du magst?
Telefonieren könnten wir auch einmal, nur heute muss ich leider gleich weg.
Ich sende dir meine besten Wünsche

07.12.2014 10:56 • #15


Lilly1001

Lilly1001


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Hallo salsa1968....

Sehr mutig das du den Schritt in Richtung Therapie gegangen bist !
Hast du ein Notfall -Medikament falls sich eine fiese panikattacke nicht lösen will ?

Liebe Grüße

16.12.2014 23:03 • #16


SALSA1968

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Ja, geholfen hat die Zeit in der tagesklinik leider wenig.
Der Arzt sollte mich unterstützen, dass ich mich wieder traue, Blutdruck zu messen. Konnte oder wollte er wohl nicht.
Jetzt versuche ich es selbst.
Ansonsten gute Übungen zu Achtsamkeit, progressive Muskel Entspannung, stimmbildung, einige gute Sachen.
Ich hätte mir aber mehr erwartet.
Ich bin jetzt durch damit und fange im Januar mit einer tiefenpsychologischen Therapie an

16.12.2014 23:16 • #17


SALSA1968

SALSA1968


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Als Notfall Medikament hatte ich im August tavor bekommen.
Eine halbe sollte ich nehmen im Notfall.
Als es einmal ganz schlimm war nachts, habe ich die halbe halbiert und genommen, ich fand die Wirkung so stark und mir war es so wabernd und ganz unangenehm.
Und das von einer viertel tavor.
Die werde ich nicht nochmal nehmen.

Ich halte mich momentan über Wasser mit einer baldrian für die Nacht.
Und in der Klinik gab's bei Unruhe atosil

16.12.2014 23:20 • x 1 #18


Celestine

Celestine


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Hallo Salsa,

ich habe heute auch Atosil für den Notfall verschrieben bekommen. Welche Erfahrungen hast Du damit gemacht? Wie sind die nebenwirkungen?

17.12.2014 00:27 • #19


Olli91

Olli91


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Ok Tavor sollte man ja auch nicht nehmen da das zu den krassesten Dro. im Phramazeutrischen Bereich zählt was ganz gut hilft ist Johanniskraut Baldrian und bei Herzrasen oder Stolpern kann ich echt auch wenn er eklig ist Hafertee empfehlen

Bei mir ist es momentan nämlich auch wieder so krass also seit zwei Wochen seit zwei Tagen habe ich sogar immer erst so Kälteschauder und dann entweder Herzstolpern oder Herzrasen und dazu falls ihr das kennst so Schwankschwindel also das man so hin und her schaukelt wie ein Boot also es kommt einem so vor ganz eklig sowas aber das Herzstolpern ist die Hölle

17.12.2014 01:32 • #20




Dr. Matthias Nagel

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