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Hallöchen liebe Leidensgenossen.

Ich möchte einmal paar Zeilen zu mir loswerden.
Zu mir: - freundlicher - aufgeschlossener - sehr humorvoller Typ mit vielen Interessen und träumen.
Ich bin ein Typ der gern unter Freunden und Familie ist. Ich bin ständig auf Achse und plane mir meine Freizeit bis oben hin voll. Ich setze mir Ziele und halte diese ein.

Ich hatte vor 3 Jahren plötzlich mitten aus dem nichts ein Gefühl von leere, keine Körperfunktion mehr, keine Gefühle allerdings nur für paar Sekunden. Dann ging ja der ganze Spaß los. Ich hatte einen enormen Druck im Kopf, Schwindel, schreckhaft und halt dieses komische plötzliche Gefühl aus dem Oberbauch.
Diagnose nach Schädel MRT (muss man nicht haben aber geht auch vorbei), nach Psychotherapeuten und Psychiater, ich sollte Panikattacken haben. Okay dachte ich mir, noch nie gehört. Also hat mir der Arzt viel Bewegung empfohlen, was für einen Menschen der sich ständig schlecht fühlt, erstmal eher wie ein Witz rüberkommt aber es hilft, seinen Geist in Bewegung zu halten und nicht stehen zu bleiben.
Dazu durfte ich Opipramol 50mg jeden Tag einnehmen. Was soll ich sagen, am Anfang der Einnahme wurde es schlimmer aber aushaltbar. Nach ca. 1 Woche wurde es besser und irgendwann hast du es vergessen, das du irgendeine Krankheit hattest und konzentrierst dich auf dein Leben.
1 Jahr lang habe ich sie genommen und dann schleichend abgesetzt.
Was hatte sich geändert in der Zeit? Mir ist vieles egal geworden, kurzzeitig bin ich auch mal frech geworden und schlussendlich hat es mich doch positiv verändert. Ich sage jetzt wenn mir was nicht passt, sehe vieles gelassener vielleicht manchmal zu gelassen, ich habe mich irgendwie doch positiv charakterlich verändert.

Nun sind 3 Jahre vergangen und was soll ich sagen es hat sich eine Veränderung im Leben ergeben und es hat mich anscheinend hart getroffen. Obwohl ich dachte alles wird gut und ich ich keine Panik mehr bekomme.
Freundin weg, Wohnung weg, Kohle in der Wohnung. Was tun, genau Kopf nicht in den Sand stecken und.wieder mal von 0 anfangen, kennen wir ja. Also bei Eltern eingezogen, Geld gespart und eigene Bude gesucht. Gesagt, getan und richtig schön eingerichtet. Vor ca. 2 Monaten hab ich gemerkt wie.mir schwindelig wurde, Anzeichen ignoriert. Bein Arzt gewesen zum Checkup für die Arbeit. Starke Entzündung im Harn festgestellt. Antibiotika genommen und zack wurde es schlimmer und die Panikattacken waren wieder da. Ich habe das Zeug überhaupt nicht vertragen und es ging mir noch Wochen danach schlecht.
Egal weiter gelebt. Doch immer mehr macht es den Anschein, irgendetwas ist doch. Egal weiter geht es.
Letzte Woche auf arbeit nen Kreislaufzusammenbruch gehabt und ab zum doc. Arzt hat Blut gezogen und siehe da, natürlich nix. Also gesagt, okay doch Kopf. Er wollte mich Krankschreiben und ich sagte nein. Also weiterleben. Früh an die Waschanlage, was ja für mich eigentlich schön und entspannend ist. Irgendwie hmm komisches Gefühl im Körper und ganz schwere Gliedmaßen. Okay weiter machen denk ich mir, wird schon. Dann im 4 Stock zusammengebrochen, wieder Kreislauf mit stechen im Bauchraum und Schwitzen.

Also Chef angerufen und ihm alles erklärt. Die Woche gehe ich halbtags und dann hab ich mir Überstunden genommen. Ich glaube jetzt ist wieder die Zeit etwas grundlegend zu verändern. Ihr merkt, ich habe es versucht zu verdrängen und normal weiterzuleben aber seinen Kopf kann man nicht überlisten.

Termin habe ich zum Glück wohlweislich schon beim Psychologen gemacht gehabt und habe nächste Woche Termin.

Ich glaube diesmal ist es mehr wie nur ne Panikattacke und hoffe das ich wieder Opi nehmen kann und es besser wird.

Meine Symptome: - Schwindel - starkes Unwohlsein - ständig Angst eine schlimme Krankheit zu haben
- Magen Darm Probleme - stechen in der linken Achsel - verspannt - kurzer Schlaf mit komischen Gefühl im Körper nach dem aufwachen
- Arme fühlen sich teilweise sehr schwach an - Beine schmerzen - Rückenschmerzen/Becken - schreckhaft - zuckende Arme und Finger - Kreislaufprobleme
Meine Bedenken: es fühlt sich diesmal anders an, eher so körperlich statt psychisch aber Blut ist ja in Ordnung also kann es nur Kopf sein

Ich denke und weis das ich nicht alleine bin, ich war ja beim ersten mal schon in einem Forum.
Ich wünsche euch einen hoffentlich guten Start in die neue Woche

08.05.2017 07:41 • 01.12.2017 #1


59 Antworten ↓


Kannnixwissen
Hallo,

ich kenne Deine Symptome nur zu gut...
Darf ich fragen wie alt Du bist?

Gruß

Achim & Leidensgenosse...

08.05.2017 08:28 • #2



Nach Symptome online suchen - tut es nicht

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Hallo, ich bin 26 Jahre alt.

Gruß Basti

08.05.2017 09:02 • #3


Nach meinem niederschreiben heute früh, dachte ich mir legst dich nochmal hin und ruhst dich aus. Denkste sagt der Kopf. Hin und her im Bett gedreht. Plötzlich ein komisches Gefühl im Kopf und Zack stand ich. Dann kommt der Punkt Wegzurennen.
Also in die Küche geeilt und Beruhigungstee gemacht und ne heiße Wanne eingelassen. Jetzt geht es langsam.

Was ich noch vergessen hatte, mein linkes Bein wackelt ständig man hat immer diese Unruhe selbst in der Wanne.

08.05.2017 09:24 • #4


Kannnixwissen
Ja jetzt ja, habe es auch jetzt im Profil gelesen...

Dass mit der "positiven" Persönlichkeits/Charakterveränderung habe ich damals auch erlebt. Ein positiver Nebeneffekt unserer Krankheit. Man möchte nur noch Leute um sich haben, die einem gut tun, Oberflächlichkeit ist einem zu wider...
Man trennt Spreu vom Weizen...

Da ich gerade ernsthaft recherchiere, würde ich mich freuen, wenn ich mehr über Dich und Deine Erlebnisse erfahren dürfte..

Meine E-mailadresse müsstest Du bei mir im Profil finden...


Die Symptome deuten für mich eindeutig auf eine langanhaltende Panikattacke hin...Was passiert wenn Du Dich mit was Positivem beschäftigst? Spiel, Musik Film etc?

Klingt doof ist aber so.... ALLES wird gut...

Gruß

Achim

08.05.2017 09:29 • #5


Wenn ich mich versuche abzulenken klappt es entweder oder wird noch schlimmer. Action oder Horror Filme gehen gar nicht mehr, sind für mich viel zu aufregend.

Momentan bin ich bei jeder Anstrengung im Bereich von Panikattacken. Daher fällt es mir schwer Sport zu machen oder andere aktive Dinge.

Gruß Basti

08.05.2017 21:58 • #6


So ich habe mich mal 3 Tage aus dem Rennen genommen. War beim Arzt um meine Kreislaufschwankungen abzuklären. 24 std. Blutdruckmessung gleich gemacht. Mal sehen was raus kommt. Er meint, das alles die Psyche auslösen kann. Ich muss auch sagen das es mir in den 2 Tagen bis auf paar kleine Ausnahmen recht gut ging. Also abwarten was Psychotherapie ergibt.

10.05.2017 07:33 • x 1 #7


Mal wieder ein kleiner zwischenstand. Man denkt man hat schon alles erlebt aber so extreme körperliche Beeinträchtigungen hätte ich nie für möglich gehalten. Ich habe mich wohlweislich erst einmal für 2 Wochen von Arbeit angemeldet. Die 3 Tage krank waren doch recht entspannt. Allerdings ging das arbeiten heute überhaupt nicht. Während eines Kundengespräches mit Panik kämpfen und am Schreibtisch erst einmal zusammenzucken geht gar nicht. Dazu kommt der enorme Druck im Kopf und die extreme Anspannung selbst bei meiner Lieblingsbeschäftigung, dem Auto fahren. Ich habe mir immer geschworen, das kann mir keiner nehmen. Mit den Attacken kann ich mittlerweile umgehen, auch wenn ich jedes mal das Handy in der Hand habe und kurz davor bin den Notarzt zu rufen. Am meisten stört mich das extreme Unwohlsein, wobei ich mich immer Frage, was das mit Panik zu tun hat. Der Gedanke doch eine schlimme Krankheit zu haben bleibt nach wie vor im Hinterkopf.

Am Montag lass ich mir mein Opipramol verschreiben und werde die erst einmal nehmen und schauen wie es klappt. Am Anfang wird es sich sicher wieder verschlimmern aber der Wohlfühleffekt ist es mir Wert.

Hätte nie für möglich gehalten das es mal solche Ausmaße annimmt.

13.05.2017 00:47 • #8


Deine Symptome kenn ich zu gut . Ich Plage mich seit fast 4 Jahren damit rum . Innere Unruhe , schwach , schwache Beine , Benommenheit, das Gefühl net richtig atmen zu können , ständig tief ein und ausatmen, ab und zu herzstolpern, und da sollst du ein normales Leben führen können ? Das ist sehr schwer . Hatte schon 1 Jahr Verhaltenstherapie hinter mir was mir nix brachte .

13.05.2017 03:17 • #9


Hallo Therock85, nimmst du dagegen Medikamente? Vor 3 Jahren hatte ich schon einmal Opipramol genommen, was mir doch geholfen hat.

13.05.2017 08:07 • #10


Ja seit 6 Wochen nimm ich paroxetin aber ich kann nicht sagen ob es mir wirklich hilft .

13.05.2017 14:21 • #11


Okay na das kenn ich gar nicht. Ich drücke dir die Daumen das es irgendwann besser wird.

13.05.2017 17:41 • #12


Danke dir ja das hoffe ich seit fast 4 Jahren aber leider nicht

13.05.2017 18:38 • #13


Coru
Ich kenn das, wenn die Panikattacken wieder zurück kommen. Bin so alt wie du. Dachte ich hatte das alles ja schon mal ich kann damit umgehen, aber als es dann wieder richtig los ging lief es nicht so gut. Hatte auch einen Neustart meines Lebens von Null, was bei mir aber sehr gut war. Ich hab es erst so versucht wie du und es so gut es ging nicht beachtet, aber es wurde immer schlimmer. Ich wünsche dir alles Gute=).

LG

Coru

13.05.2017 21:18 • #14


Hallo Coru,

danke für die Erfahrung. Wie hast du es schlussendlich in den Griff bekommen oder ist es noch aktuell?

LG Stressless90

14.05.2017 01:54 • #15


Coru
Es ist noch aktuell. Ich gehe wieder zur Psychotherapie. Wie sieht es bei dir im Moment aus? Gehst du arbeiten?

14.05.2017 05:04 • #16


Okay. Ja ich gehe am Mittwoch auch das erste mal wieder zur Therapie. Hatte mich letzte Woche 3 Tage krank schreiben lassen und jetzt nehme ich Überstunden die nächsten 2 Wochen. Ich lass mir am Montag Opipramol verschreiben. Arbeiten geht momentan einfach gar nicht. Gehst du arbeiten?

14.05.2017 08:37 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Mal wieder ein kleiner Zwischenstand. Nach dem sich ja nun nichts gebessert habe, hab ich heut mit Opipramol angefangen. Mal gucken was passiert. Wir halten durch

15.05.2017 19:53 • #18


Ich nimm seit 7 Wochen paroxetin aber irgendwie wirkt es nicht bei mir . War heute bei Neurologe er hat mir jetzt die Dosis erhöht mal schauen ob es wirkt

16.05.2017 05:13 • #19


Okay das kenne ich nun gar nicht. Wie gesagt, ich habe mit Opi damals gute Erfahrungen gemacht. Am Anfang wie auch gestern Abend und jetzt leichte Nebenwirkungen. Aber die verschwinden ja in der Regel. Ich drück uns mal die Daumen das es hilft. Manchmal dauert es ja doch länger.

16.05.2017 05:17 • #20



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