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FrancesTheMute
Hallo liebe Mitglieder,

ich würde in dieser Diskussion folgendes Thema mit euch besprechen:
Eine Vielzahl an Personen in diesem Forum hat Angst vor Krankheiten. Diese Angst wird oftmals durch verschiedenste körperliche Symptomatiken geschürt. Ich will hier keine Aufzählung durchführen, wir alle kennen sie genau.

In den letzten 3 Monaten habe ich einen regelrechten Ärztemarathon hinter mir, aufgrund unterschiedlichster Symptome. Oftmals fühle ich mich als Fremder im eigenen Körper.

Am kommenden Dienstag habe ich einen (erneuten) Termin beim Neurologen. Grund meines Besuchs sind:
- Unregelmäßiges Kribbeln/Taubheit im linken Körperbereich (hauptsächlich Hände/Gesicht)
- Schwindel/Benommenheitsgefühl, Gefühl umzukippen/Ohnmächtig zu werden
- stechende Kopfschmerzen, kurz und unregelmäßig

Was ich mir davon erhoffe? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich wird dieser Besuch genauso wie die unzähligen anderen Besuche davor keinen Befund bringen. Und dennoch kann ich nicht anders. Ich hoffe dass mich der Arzt zumindest ernst nimmt.

Danke für's Lesen, freue mich auf eure Beiträge und einen regen Austausch.

17.05.2024 18:35 • 02.06.2024 #1


63 Antworten ↓


Afraid1992
@FrancesTheMute ich halte es für sehr wichtig alles, was was neu aufgetreten ist einmal abzuklären. Im Notfall kann man sich noch eine zweite Meinung einholen. Sollte dann auch alles gut sein, muss man es jedoch lassen. Sonst werden die Beschwerden noch schlimmer.. wenn du erneut zum Neurologen gehst, wird deine Angst stärker. Die Abstände wo du die Bestätigung von einem Arzt brauchst, wird immer kleiner, bis du irgendwann raus gehst und nach 5 Minuten schon wieder rein rennen möchtest. Wenn du alles hast abklären lassen, sag diesen Termin am besten ab.

17.05.2024 18:39 • x 3 #2


A


Künftige Arztbesuche und was man sich erhofft

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JJ187
Ich bin gespannt was der Neurologe bzgl. deiner Symptome sagt.
2 davon hab ich gerade auch.
Das Gefühl umzukippen (eher als würde der Kopf kurz abschalten und ich kipp um) und die Kopfschmerzen. Genau wie du beschreibst, stechend, kurz und unregelmäßig. Bei mir wurde der „primär stechende Kopfschmerz“ diagnostiziert. Chronisch. Ich bezweifel das aber noch weil er nach manueller Therapie fast weg ist. Denke da eher an ein HWS Syndrom.
Als Mensch mit einer somatischen oder psychischen Erkrankung - vorallem noch relativ jung, wird man meist schnell abgefertigt - ist halt die Psyche. Ärgerlich.
Wünsch dir ein schönes Wochenende

17.05.2024 18:46 • x 1 #3


K
Ich bin mit diesen Symptomen, die du beschreibst, auch früher zu meinem Hausarzt gegangen und wurde dann untersucht, wobei natürlich nichts Lebensbedrohliches herauskam. Der Hausarzt war selber Internist, Neurologe und arbeitete in einer Gemeinschaftspraxis mit einem Psychiater zusammen. Es wurde mir immer gesagt, dass ich ein ängstlicher Mensch sei, der zu tief in seinen Körper hineinhört. Nach dem 5 Besuch innerhalb von einem halben Jahr sagte mir dann mein Hausarzt, dass ich mal eine Tür weiter gehen sollte, um mir helfen zu lassen. Das habe ich getan und mir wurde geholfen, weil dieser Arzt mir half, mit meiner Angst umzugehen. Leider ging der Arzt nach England, er war der beste Psychiater, den ich kannte, der einem half auch ohne Medikamente, man muss nur anders denken.

17.05.2024 19:10 • x 2 #4


FrancesTheMute
@JJ187
Ich bin sich gespannt. Aber da ich schon ein Kopf-MRT wegen dem Schwindel gemacht habe, schließe ich Katastropen wie MS oder Gehirntumor aus. Und deshalb ist meine Erwartungshaltung dementsprechend überschaubar.
Ich fühle mich wie @Afraid1992 schon erwähnt hat, verpflichtet neue Symptome abzuklären. Auch wenn ich mir oft die Frage stelle, ab wann rechtfertigen Symptome einen Arztbesuch, wenn zumindest gewisse Muster erkennbar sind oder Symptomatiken weiterwandern.

17.05.2024 19:21 • x 2 #5


Flame
Wenn man psychische Probleme hat,ist es einfach immer irgendwie schwer.
Weil eine Diagnostik nicht so einfach ist.

Mir ging es auch mal sehr schlecht,wobei ich schon meine Psyche im Fokus hatte.

Aber ich hatte auch Angst vor einem Gehirntumor,was glaub ich ziemlich typisch ist,wenn es plötzlich rund geht mit Angst und Panik und man sich das nicht anders erklären kann und der Körper plus Psyche quasi gemeinsam spinnen.

Übrigens die Symptome hatte ich auch,die Du beschrieben hast inklusive unkontrollierbarem Zittern,Schlaflosigkeit,Grübelattacken etc...

Und viele andere Betroffen hier haben oder hatten das auch also Du bist damit sicher nicht alleine.

Ich möchte raten,Dich damit an einen Psychiater zu wenden und Dich parallel um einen ambulanten Therapieplatz zu bemühen.

17.05.2024 19:34 • x 2 #6


FrancesTheMute
@Flame
Hallo!
Danke für deine Rückmeldung. Befinde mich beteits in psychotherapeutischer und psychiatrischer Behandlung.
Die Grundsteine sind also gelegt.

17.05.2024 19:40 • x 2 #7


Flame
Zitat von FrancesTheMute:
Danke für deine Rückmeldung. Befinde mich beteits in psychotherapeutischer und psychiatrischer Behandlung.
Die Grundsteine sind also gelegt.

Das ist bestens,wirklich.

Und Du wirst auch fest stellen,dass da nix Schlimmes rauskommt.

Es geht eher darum,einen besseren Umgang mit sich und seinem Leben zu finden und das ist jederzeit möglich.
Alleine schon auch durch gewisse Einsichten (Zusammenhänge erkennen).

17.05.2024 19:44 • x 1 #8


FrancesTheMute
@Flame
Ich mutmaße eben schon dass es keinen Befund geben wird. Ich erwarte das ehrlich gesagt sogar. Und dennoch ist diese innere Stimme, welche wir wohl alle kennen und wenn's doch was Ernstes ist ...

17.05.2024 19:47 • #9


Flame
Zitat von FrancesTheMute:

Ich mutmaße eben schon dass es keinen Befund geben wird. Ich erwarte das ehrlich gesagt sogar. Und dennoch ist diese innere Stimme, welche wir wohl alle kennen und wenn's doch was Ernstes ist ...

Na klar ist das so und es ist ja auch nicht verkehrt körperliche Ursachen mit in Betracht zu ziehen.
Halte das sogar für wichtig.

Nur man darf nicht drin hängen bleiben,sag ich mal.

17.05.2024 19:50 • x 1 #10


UMAIR
Sehr schönes Thema. Ich kann dir gerne ein Beispiel von mir geben. Die Ärzte wollten mich kaum untersuchen, da ich noch jung bin. Hab’s dann auf eigene Kosten getan. Blutbild selbst bezahlt ( Vitamine, Hormone ….. ). MRT vom Kopf und MRT vom ganzen Abdomen, Urin Test und ein stuhltest. Was ist dabei rausgekommen ? Rein garnicht außer das ich okkultes Blut im Darm habe. Anscheint bin ich kerngesund aber trotzdem müde, depressiv, abgeschlagen, energielos, hoher Blutdruck ( dyastolisch ) ,lustlos, hier und da schmerzen und ängstlich. Schmerz triggert mich auch. Was kann ich jetzt noch tun ? Nichts. Am Ende müssen wir lernen damit klar zu kommen was mir so garnicht gelingt. Aber ich habe dennoch Hoffnung das eines Tages alles sich bessert. Hab selbst Angst vor Thrombosen und und und. Wenn du mich fragst wieso das so ist, weiß ich es selbst kaum vielleicht die Angst vor dem tot.

17.05.2024 19:56 • x 2 #11


Windy
Am besten gar nichts erhoffen. Je niedriger die Erwartungen, desto geringer die Enttäuschung.

17.05.2024 19:59 • #12


Flame
Zitat von Oxuz:
vielleicht die Angst vor dem tot.

Eine gewisse Angst vor dem Tod hat jeder Mensch,weil es ganz natürlich ist aber das ist wirklich ein guter Hinweis.

Und ich denke,dass diese Angst auch eine grosse Rolle spielt im Zusammenhang mit Angst/Depression.
Entsprechend ist es glaub ich hilfreich,sich mit dem Thema Endlichkeit insgesamt mal zu befassen.

Dinge/Lebenssituationen/Beziehungen verändern sich und manchmal kommt man da innerlich so schnell nicht mit.

Also immer wieder loslassen von gewissen Vorstellungen,die man vielleicht von seinem Leben hatte,das ist glaub ich am ehesten die Herausforderung.

17.05.2024 20:07 • x 1 #13


UMAIR
@Flame das Ding ist nur, das wir mit unseren Problemen ständig daran denken das es nun soweit ist, während der gesunde denkt das es ihn momentan nicht treffen wird.

17.05.2024 20:13 • #14


Flame
Zitat von Oxuz:
das Ding ist nur, das wir mit unseren Problemen ständig daran denken das es nun soweit ist, während der gesunde denkt das es ihn momentan nicht treffen wird.

Also ich bin inzwischen so aufgestellt,dass ich denke,heute ist mein letzter Tag.
Das kann (theoretisch) jedem passieren,ist ja nunmal Fakt.

Habe mal eine Doku gesehen über einen Mann ,der ca. 103 Jahre alt war (wirklich).
Der sagte,er freut sich über jeden Tag und warum sollen wir das nicht auch tun?

17.05.2024 20:20 • x 1 #15


UMAIR
@Flame ja hast schon recht nur kommt noch der Zustand des Todes. Wie es sein wird mit oder ohne Schmerz. Diese ganzen Gedanken ständig zu haben nur weil mal ne Kleinigkeit mit dem Körper ist.“, ist nicht normal. Der gesunde denkt sich : Guter Tag und stirbt. Der kranke: heute sterbe ich und lebt weiter. Mit 103 wär’s mir auch Wurscht . Aber der Gedanke : heut ist mein letzter Tag und ihn zu genießen hat schon was.

17.05.2024 20:24 • x 1 #16


Flame
Zitat von Oxuz:
Aber der Gedanke : heut ist mein letzter Tag und ihn zu genießen hat schon was.

Probier das mal,lohnt sich echt und ist wirklich bereichernd.

Ich selbst werde sicher auch keine 103,ist auch nicht mein Ziel.
Aber es hat mich beeindruckt,wie er aufgestellt war und auch wie glücklich er war.
Mit 103 würde Angst vor dem Tod ja auch schon eher Sinn machen aber dieser Mann war zufrieden,hat intensiv gelebt und alles intensiv genossen.

17.05.2024 20:33 • x 2 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

UMAIR
@Flame kann ich mal ausprobieren. vielleicht wirkt es ja. Danke dir.

17.05.2024 20:36 • x 1 #18


Rosenzauber
@FrancesTheMute du musst das ja alles selber bezahlen oder? Bekommst du die ganzen Arzt besuche zu 100% zurück erstattet?

17.05.2024 20:37 • x 1 #19


Flame
Zitat von Oxuz:
kann ich mal ausprobieren. vielleicht wirkt es ja. Danke dir.

Mach das und berichte gerne.
Wirst merken,dass Du schöne Sachen viel intensiver wahr nimmst.

Das kann die Sonne sein,die durch die Bäume scheint und man beginnt wieder zu staunen und nichts mehr für selbstverständlich zu nehmen.
Das ist eine vollkommen andere Wahrnehmung und dazu muss man auch nicht 103 werden.

17.05.2024 20:41 • x 1 #20


A


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