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Hallo zusammen

Seitdem sich meine leichte Angst vor Krankheiten zur regelrechten Panikzuständen gesteigert haben finde ich immer wieder neue Dinge und Krankheiten.

Ich schäme mich unglaublich zum Arzt zu gehen. Dabei beruhigen mich Arztbesuche nachhaltig. Als ich beispielsweise im Sommer von Durchfall geplagt war, hatte ich danach eine Darmspiegelung. Das Ergebnis war, dass alles in Ordnung ist und ich kerngesund sei. Die Kirche war wieder im Dorf und seither kann ich den Durchfall, den ich eigentlich schon seit dem Kindesalter habe, als Reizdarm akzeptieren.

Ich gehe selten zum Hausarzt, weil ich mich so schäme.


Wie ist es bei euch? Geht ihr bei jeder Befürchtung zum Arzt? Wie fühlt ihr euch dabei? Beruhigt es auch nachhaltig oder kommt die Angst schnell wieder?

25.12.2012 21:47 • 30.12.2012 #1


6 Antworten ↓


Rick
Hallo,

ich bin häufig zum Arzt gegangen, wenn ich Angst hatte. Manchmal auch zu zwei verschiedenen. Die Angst hat sich dann auf etwas anderes verlagert (z. B. Angst vor Hautkrebs wegen einer Veränderung. Als das abgeklärt wurde und sich als harmlos herausstellte, machte mir das Herz sorgen und so weiter).

Ich kann nur aus eigener Erfahrung berichten: Wenn man sich auf etwas fixiert, werden Schmerz, Symptomatik und Angst immer schlimmer.

Manche Ängste kamen wieder und ich versuchte, dagegen anzukämpfen (beim Hautarzt habe ich auch immer nur einen Teil ansehen lassen. Irgendwann entdeckte ich etwas Neues und der Drang war wieder da; aber gerade die Haut verändert sich ja ständig und deswegen kann da leicht ein Teufelskreis entstehen).

Nachhaltig hat mir nur eine Psychotherapie geholfen, da das ständige Abklären immer nur kurz geholfen hat.

Viele Grüße

Rick

26.12.2012 01:28 • #2



Häufige Arztbesuche

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lol das kenn ich von mir auch. Erst starke Kopfschmerzen also Angst ich habe Gehirntumor. Alles abgecheckt MRT alles ok usw. Dann hatte ich Magenprobleme. usw usw. Von Arzt zu Arzt. Ich glaube ich habe mittlerweile jeden Check Up gemacht den man machen kann.

Hört auf damit. Es bringt alles nichts. Lebt euer Leben lernt es wieder zu geniessen und zu erfreuen. schei. AUF DIE ANGST.

Mir geht es nach 1nem Jahr absolutem Horror. Seit 2 Monaten echt wieder gut. HOff des bleibt so.achwas ich weiss es bleibt so

26.12.2012 01:50 • #3


Ihr Lieben,

ich denke auch, die ganze Abklärerei schadet langfristig mehr als dass sie nützt. Wir müssen lernen uns selbst zu beruhigen, auch mal körperliche Zipperlein auszuhalten, um fest zu stellen: Mein Körper funktioniert weitestgehend wunderbar und wird mit dem Meisten allein fertig.

Ich habe seit gut sechs Wochen Kopfschmerzen, kann mich noch genau an den Nachmmittag erinnern, als ich mich regelrecht auf die Kopfschmerzen konzentrierte.....und sie mich eben seitdem begleiten. Die Psyche ist einfach meisterhaft.
Ich habe natürlich Angst! Ich bin einer der bestausgebildeten Hypochonder.... ..........ABER: Ich lasse es wie es ist, ich gehe das Risiko ein im schlimmsten Fall an einem Tumor oder sonst was zu sterben. Ich lasse nichts abklären.
Es ist NUR das alte Verhaltensmuster - UND DAS HAT MICH NICHT WEITER GEBRACHT!!
Also Kehrtwendung, da, wo die Angst ist, da geht es für mich im Moment lang!! Ich versuche mein Leben MIT der Angst zu genießen, so schlecht klappt es nicht im Moment, wofür ich dankbar bin und was mich in meinem Weg bestärkt.
Ich grüße euch alle sehr herzlich,

Charly.

26.12.2012 14:37 • #4


Nataraja
Mir geht es auch so..

Wenn die Sachen untersucht werden, beruhigt mich ds nachhaltig.

Ich hab z.B. ein Langzeit-EKG bekommen und seitdem keine Angst mehr was am Herz zu haben..seitdem hab ich so gut wie garnicht mehr Herzruckler.

Ich trau mich auch nicht zum Arzt, weil ich Angst hab der ist genervt von mir..er verdient nix an mir, weil ich blöder Kassenpatient bin und es gibt Leute, die wirklich krank sind..dann denke ich es wird auch ohne Arzt gehen ich geh aber wirklich extrem selten, bis auf den einen Ärztemarathon, den ich 2010 hatte aber ich weiß nu, ich hab nix am Herz, nix an der Schilddrüse, nix am Hirn..

Nur hätt ich z.B. auch gern mal ne Magen und Darmspiegelung, weil ich da ständig Probleme hab und trau mich nich.

Oft ist es auch Faulheit und Bequemlichkeit..ich hab schon seit Jahren vor wegen Rücken- und Spannungskopfschmerzen zum Orthopäden zu gehen.. oder zum Hautarzt wegen Hyperhidrose und meinen vielen Leberflecken. Aber meinst du ich schaff es nen Termin auszumachen? Ich sag dann immer ich hab keine Zeit oder ich muss dann erst schauen zu welchem Arzt ich geh und dann muss man da ja im Wartezimmer rumgammeln usw.

26.12.2012 20:11 • #5


Das kenn ich nur zu Gut !! Es gab bei mir im Leben Zeiten da hatte ich in jeder Woche etwas anderes. In dem Moment wo ich von einem Arzt kam, der mir eine beruhigende Diagnose gestellt hat, fand ich fluchs was anderes an meinem Körper was mir Sorgen gemacht hat.
Dabei war ich Meister in Geschwüren und Krebsknubbeln. Irgendein Lymphknoten war immer dick... oder ein Knochen dicker als ein anderer...

Blutuntersuchungen frag ich meist gar nicht ab , aus Angst vor einer Leukämie Diagnose. Und natüßlich find ich immer das Schlimmste im Internet was auf meine Symptome zutrifft.. und wenn ein Arzt nicht auf die selbe Idee kommt, dann ist er Inkompetent und eine zweite Meinung muss her....

So lernt man eine Menge Ärzte kennen...

27.12.2012 15:09 • #6


Mich beruhigt ein Arztbesuch sehr. Allerdings kommt oft wieder eine neue Erkrankung, die ich mir ausmale.

Am schlimmsten finde ich, wenn ich zu einem Spezialisten muss. Weil dann geht es immer so lange, bis ich dann wirklich hingehen kann und wenn ich dann bei ihm war, muss ich nochmals warten bis die Ergebnisse vom Labor kommen.

Beispielsweise war ich im Sommer bei einer Magen-/Darmspiegelung. Ich hatte sehr oft Magen-Darm-Probleme. Vor der Darmspiegelung bin ich schon fast gestorben vor Angst. Ich hatte Angst, dass etwas gefunden wird und hatte bis zur Spiegelung jeden Tag stärkste Bauchschmerzen. Immer überzeugter wurde ich, dass ich bestimmt Darmkrebs hätte oder im Magen was gefunden würde. Dann wurde im Darm eine Polype entdeckt und dieser musste auch noch ins Labor eingeschickt werden, was wieder Warten bedeutete. Ich hatte mit dem Leben schon fast abgeschlossen, doch mit dem Laborerebnis kam die Entwarnung. Die Polype war absolut ungefährlich und sie hätte niemals bösartig werden können. Seither kann ich die Magen-/Darmprobleme als psychosomatisch akzeptieren.

30.12.2012 13:24 • #7




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