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Ich bin traurig und verletzt.
Man kann sich seine Familie nicht aussuchen und trotzdem muss man die Schmerzen und Enttäuschungen aushalten.
Mein Sohn hatte letzte Woche Geburtstag und wie schon des öfteren ist meine Mutter, also die Oma einfach nicht erschienen. Es kam eine kurze WhatsApp "Ich komme heute nicht" 1 Stunde vor Beginn der Feier. Lieber saß sie zusammen mit meiner Schwester herum. Es fällt mir schwer das ganze nicht auf mich zu beziehen und zu sagen, dass sie krank ist usw. Natürlich hatte mein Sohn einen schönen Geburtstag. Für mich sind das aber immer und immer wieder Situationen der puren Enttäuschung.

04.08.2020 07:47 • 02.12.2020 #1


297 Antworten ↓


Annalehna
Wenn du weißt wie sie ist und reagiert dann hoffe doch einfach nicht mehr darauf,dann kannst du höchsten noch überrascht werden.

Genieße einfach die Zeit mit deinem Sohn und eurer kleinen Familie.....du machst dich sonst krank.

Nicht jeder hat eine perfekte oder gute Mutter dann muss man schauen,dass man ohne sie zurecht kommst und seinen Seelenfrieden findet.

04.08.2020 07:55 • x 7 #2



Hinter den Symptomen

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Enttäuschung kommt von einer zu hohen Erwartungshaltung.
Du fährst am besten, wenn du sie bzgl. deiner Mutter herunterfährst. Am besten nichts erwarten, dann kannst du auch nicht enttäuscht werden. Wenn du das hinbekommen würdest, wärst du einen grossen Schritt weiter.

04.08.2020 08:03 • x 3 #3


Ich sage mir genau das auch immer hinterher... Ich erwarte nix mehr von ihr. Aber jedesmal wenn wieder irgendwas ist bin ich wieder mega enttäuscht. Ich versuche es ab sofort wirklich nix mehr von ihr zu erwarten und vor allem es nicht auf mich zu beziehen sondern zu sagen dass sie selbst ein Problem hat was nichts mit mir und meiner Familie zu tun hat.

04.08.2020 08:08 • #4


Zitat von Sarahh:
Ich sage mir genau das auch immer hinterher... Ich erwarte nix mehr von ihr. Aber jedesmal wenn wieder irgendwas ist bin ich wieder mega enttäuscht. Ich versuche es ab sofort wirklich nix mehr von ihr zu erwarten und vor allem es nicht auf mich zu beziehen sondern zu sagen dass sie selbst ein Problem hat was nichts mit mir und meiner Familie zu tun hat.

Mit dem sich einreden, ab sofort vom Verhalten einer Person (nicht) mehr enttäuscht zu sein ist das so ne Sache. Meistens klappt es nicht und man fühlt sich doch wieder enttäuscht, weil unbewusst immer die Erwartungshaltung mitschwingt. Vielmehr ist das los-lassen der Erwartungshaltung ein Prozess, der nicht von heute auf morgen funktioniert. Hast du dieses Thema bei deiner Therapie mal angesprochen? Ich vermute, es ist für dich wichtig, dass zu bearbeiten, denn hier liegt u.a. der Schlüssel dafür, das es dir oft so schlecht geht.

04.08.2020 08:25 • x 2 #5


Zitat von soleil:
Mit dem sich einreden, ab sofort vom Verhalten einer Person (nicht) mehr enttäuscht zu sein ist das so ne Sache. Meistens klappt es nicht und man fühlt sich doch wieder enttäuscht, weil unbewusst immer die Erwartungshaltung mitschwingt. Vielmehr ist das los-lassen der Erwartungshaltung ein Prozess, der nicht von heute auf morgen funktioniert. Hast du dieses Thema bei deiner Therapie mal angesprochen? Ich vermute, es ist für dich wichtig, dass zu bearbeiten, denn hier liegt u.a. der Schlüssel dafür, das es dir oft so schlecht geht.

Loslassen ist richtig und fühlt sich auch gut an. Ja ich habe das oft in meiner Therapie als Thema... Mein Therapeut sagt sogar dass es besser wäre gar keinen Kontakt mehr zu haben.

04.08.2020 09:14 • x 1 #6


Zitat von Sarahh:
Mein Therapeut sagt sogar dass es besser wäre gar keinen Kontakt mehr zu haben.

Was hält dich davon ab, hast du eine andere Meinung als er?

04.08.2020 09:26 • x 2 #7


Zitat von soleil:
Was hält dich davon ab, hast du eine andere Meinung als er?

Gute Frage fällt mir schwer darauf eine Antwort zu finden.

04.08.2020 11:10 • #8


Ich lese gerade ein tolles Buch, es heißt "Lieben was ist" von Byron Katie. Alles was wir ja in unserem inneren empfinden und fühlen wird ja sozusagen zuerst durch unsere Gedanken hervorgerufen. Sie schreibt dass man durch 4 entscheidende Fragen ein schöneres und freies Leben führen kann.
Die 4 Fragen die man sich auf seine eigenen negativen Gedanken oder Glaubenssätze stellen soll lauten dabei lauten:
- Ist es wahr?
- Kannst du dir 100% sicher sein das
es wahr ist.
- Was wärst du ohne diese
Gedanken
- Stelle die Umkehrfrage

Ich habe es heute morgen bei einem aktuellen Gedanken ausprobiert und es war interessant und befreiend es zu machen.

Regelmäßig habe ich das Gefühl, dass mein Mann mich nicht mehr liebt oder begehrt und einfach nicht mehr mag...
Ich habe mir die 4 Fragen gestellt und auch schriftlich gemacht.

Ich selbst kann mich genau in dieser Zeit nicht lieben und akzeptieren. Es ist nicht mein Mann der mich ablehnt sondern ich bin es selbst.

Das war für mich eine interessante Erfahrung und ich werde jetzt alle negativen Gedanken versuchen so zu bearbeiten.

04.08.2020 11:37 • x 1 #9


Icefalki
Ich rede Tacheles in solchen Situationen, und zwar richtig. Rede hauptsächlich darüber, wie das bei mir ankommt, wie es mich verletzt und will den Grund wissen.

Anhand solcher Gespräche erkenne ich dann, was Sache ist und dann entscheide ich, wie ich damit umgehen möchte.

Es gibt auch Situationen, in denen ich erkenne, dass ich falsch gelegen habe und man kann es miteinander regeln.

Ich nehme nichts mehr einfach hin. Will Klartext reden, brauche Erklärungen.

Dementsprechend sind dann auch meine Erwartungen, und da ich mich mitgeteilt habe, kann keiner sagen, dass das Problem nicht angesprochen wurde.

Alles durch meine Erkrankung erlernt und damit fühle ich mich wohl.

04.08.2020 12:13 • x 5 #10


Phaedra
Könnte das abweisende Verhalten deiner Mutter die Ursache für deine Krebsangst sein? Schwere Krankheit = Chance darauf, gesehen zu werden?

04.08.2020 16:39 • x 1 #11


Zitat von Phaedra:
Könnte das abweisende Verhalten deiner Mutter die Ursache für deine Krebsangst sein? Schwere Krankheit = Chance darauf, gesehen zu werden?

Ich denke auch dass es was mit meinen Eltern und Ablehnung zu tun hat. Allerdings glaube ich eher das durch die Ablehnung ein Gefühl von " mit mir stimmt was nicht, wenn man mich so ablehnt" entstanden ist und ich deshalb immer unterbewusst nach etwas an mir suche was nicht stimmen könnte... Weißt wie ich meine?

05.08.2020 08:54 • x 1 #12


Calima
Mal eine Idee: Aus dem Erleben von Ablehnung könnte der Versuch entstehen, sich anzustrengen, sein Verhalten zu optimieren, um Anerkennung zu bekommen. Man reißt sich Beine aus, strebt nach Perfektionismus, damit die Ablehnung endet und die positive Zuwendung kommt.

Dadurch wird jeder (vermeintliche) Fehler zur Katastrophe, denn er bestätigt ja möglicherweise den Grund für die Ablehnung. In der Folge nimmt der Drang nach Perfektion, bzw. der nach Fehlervermeidung zu. Das führt zu immer stärkerem Druck und immer größerer Kontrolle.

Schwer krank werden wäre der Gipfel der "Unperfektheit" und weiterer Anlass, abgelehnt zu werden.

05.08.2020 14:16 • x 2 #13


Zitat von Sarahh:
Ich denke auch dass es was mit meinen Eltern und Ablehnung zu tun hat. Allerdings glaube ich eher das durch die Ablehnung ein Gefühl von " mit mir stimmt was nicht, wenn man mich so ablehnt" entstanden ist und ich deshalb immer unterbewusst nach etwas an mir suche was nicht stimmen könnte... Weißt wie ich meine?


Hört sich nach einer interessanten Theorie an.
Ich erwische mich auch oft zu mir selbst sagen "Immer krieg ich alles Schlimme ab." "Was schief gehen kann, geht schief" etc.
Meine inneren Glaubenssätze sind also ziemlich negativ behaftet und deshalb denke ich natürlich auch, dass ich garantiert nicht kerngesund bin und irgendwas Schlimmes haben muss oder was schief gehen muss.
Aber es ist, seit ich an mir arbeite, nicht mehr ganz so schlimm

05.08.2020 21:00 • x 1 #14


Zitat von Calima:
Mal eine Idee: Aus dem Erleben von Ablehnung könnte der Versuch entstehen, sich anzustrengen, sein Verhalten zu optimieren, um Anerkennung zu bekommen. Man reißt sich Beine aus, strebt nach Perfektionismus, damit die Ablehnung endet und die positive Zuwendung kommt.Dadurch wird jeder (vermeintliche) Fehler zur Katastrophe, denn er bestätigt ja möglicherweise den Grund für die Ablehnung. In der Folge nimmt der Drang nach Perfektion, bzw. der nach Fehlervermeidung zu. Das führt zu immer stärkerem Druck und immer größerer Kontrolle. Schwer krank werden wäre der Gipfel der "Unperfektheit" und weiterer Anlass, abgelehnt zu werden.

Das mit dem Perfektionismus stimmt absolut. Ich habe immer nur das Gefühl geliebt zu werden, wenn ich perfekt bin.

07.08.2020 06:23 • #15


Momentan habe ich keine Angst, hab ja auch ziemlich viel abklären lassen... ...Wenn ich Dusche habe ich allerdings jedes Mal schon vorher Panik und würde es auch am liebsten sein lassen immer beim eincremen meine Brust abzusten oder nach neuen Muttermale zu schauen oder andere Sachen zu finden. Wäre es falsch einfach nicht mehr zu schauen, also einfach eincremen und nix dabei beachten. Ich weiß schon nicht mehr was normal ist...

07.08.2020 06:25 • #16


Calima
Zitat von Sarahh:
Wäre es falsch einfach nicht mehr zu schauen, also einfach eincremen und nix dabei beachten.

Das wäre genau richtig. Menschen ohne Angst machen das so. Duschen dient dem Sauberwerden nicht der Kontrolle. Eincremen dient der Haut, nicht der Kontrolle.

Das Begreifen der normalen Hygiene als das, was sie ist, ist gesund. Ein pseudomedizinischer Systemcheck ist krank.

07.08.2020 07:35 • x 1 #17


Heute habe ich mich so richtig dabei ertappt wie ich mir den total kranken sch. zusammen spinne.
Ich habe momentan Schleim im Hals. Was sicherlich bedingt durch meinen Reflux ist. Dann habe ich ein bisschen ziehen in der Wirbelsäule, wenn ich meinen Kopf nach unten senken. Sicherlich bedingt durch eine falsche Ausführung beim Sport.
Mein kranker Kopf hat sich nun zusammen gereimt, dass ich vielleicht bereits Metastasen in der Lunge und in der Wirbelsäule habe und deshalb Nachts so verschleimt bin.
Zumindest erkenne ich, dass es absolut verrückt ist!

08.08.2020 13:24 • #18


Zitat von Sarahh:
Heute habe ich mich so richtig dabei ertappt wie ich mir den total kranken sch. zusammen spinne.Ich habe momentan Schleim im Hals. Was sicherlich bedingt durch meinen Reflux ist. Dann habe ich ein bisschen ziehen in der Wirbelsäule, wenn ich meinen Kopf nach unten senken. Sicherlich bedingt durch eine falsche Ausführung beim Sport. Mein kranker Kopf hat sich nun zusammen gereimt, dass ich vielleicht bereits Metastasen in der Lunge und in der Wirbelsäule habe und deshalb Nachts so verschleimt bin. Zumindest erkenne ich, dass es absolut verrückt ist!


Glückwunsch!
Dann hake es auch genau als das ab: verrückte Spinnerei!

08.08.2020 13:26 • x 1 #19


Zitat von Labelli:
Glückwunsch! Dann hake es auch genau als das ab: verrückte Spinnerei!

Das werde ich tun!

08.08.2020 13:29 • x 1 #20



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