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shari

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Am 23. Juli, nach dem mir der Weisheitszahn gezogen wurde, hab ich mit dem Rauchen aufgehört und seit dem bin ich total komisch geworden.

Ständig hab ich Angst um mein Herz, genauer gesagt, Angst vor Herzrasen, obwohl ich weiß, dass alles mit dem Herz ok ist. Echo war super, 24 Std. EKG auch, obwohl ich auch da ein Zucken usw gemerkt habe, aber null ES usw. Nur Puls war tagsüber manchmal 135 (sehr aufgeregt) , aber nachts 50. Belastungs-EKG war nicht so toll, aber ich mache überhaupt keinen Sport (ändere ich gerade), da muss ich mich nicht wundern.

Schon frühs ist es so, wenn ich noch im Bett liege, als wenn jemand einen Knopf gedrückt hat und sofort diese unsicheren Gedanken da sind, also die Erwartung, dass ich wieder Herzrasen kriege. Tritt es auf, dann in solchen Situationen: ZB im Supermarkt, bei einem Termin, der länger dauert, da wo ich nicht einfach abhauen kann. Ich hab da regelrechte Fluchtgedanken, merke mein Herz stark und schnell im Bauch schlagen, werd nervös und will sofort nach Haus. Bin seit Jahren arbeitslos, und leider muss ich zur Zeit sagen, dass ich darüber froh bin, auch wenn ich mich wegen dieser Einstellung schäme, aber wenn ich dran denke, ich bin den ganzen Tag woanders und kann nicht einfach weg, das macht mir sehr Angst.

Auch dieses jetzige komische Gefühl ist mir nicht fremd, nur nicht so stark.

Kann der Nikotinentzug noch daran schuld sein? Nach 2 Tagen ohne Nikotin (10 Jahre tgl. 1 Schachtel und mir war Nikotin das Wichtigste, also um zu Rauchen hätte ich alles gemacht) saß ich beim Arzt, Herzrasen, Schweißausbrüche, Schüttelfrost, erhöhte Temperatur usw- dachte, es kommt vom Zahnziehen, aber mein Arzt sagte, es liegt am Entzug, da war ich geschockt, da ich nie mit einer derartigen Reaktion vom Körper gerechnet habe, "Waren doch nur Zig.".

Danach gings wieder, im August bin ich 2 mal wachgeworden, weil ich kurz wie Herzstolpern hatte. Dann, Ende August, hat mein Herz plötzlich für 10 Sekunden gerast, ich hatte totale Angst und saß nur vorm Internet und hab geschaut, was es denn sein könnte. Dann hatte ich einen Arzttermin (beim Rheumaarzt, der für mich sehr wichtig ist), er hat aber da weiter nichts unternommen, nur die Empfehlung ausgesprochen, dass ich ein Echo machen lassen so. Das hat mich sehr geschockt, weil ich dachte, dass gerade er Alarm schlägt und alles nötige einleitet. Und seit dem hatte ich die Herzangst. War auch 2 mal in der Notaufnahme-- war alles ok, mein Puls war 78, obwohl ich es ganz anders empfunden habe. Das hab ich mittlerweile auch verstanden, dass ich mit meiner Angst nur den Puls hochtreibe, da körperlich alles ok ist.

Wie kann ich aber frühs diese Erwartungsangst abstellen und warum krieg ich plötzlich Panik in Situationen, die gar keine Gefahr sind? Als wenn aus dem Bauchraum was Stechendes (nicht schmerzhaft) nach oben strömt, so empfinde ich das, so als wenn alles in mir sich zusammenzieht.

Ständig messe ich den Puls, und sobald mal mein Herz schneller schlägt- zb nach Anstrengung- was ja normal ist, bekomm ich Panik.

Irgendwie hängt das alles so zusammen, merke mein Herz, durch die damit verbundene Angst krieg ich ne Panikattacke. Das nervt mich alles so.

Hab auch eine Psychotherapie begonnen,aber da steh ich ganz am Anfang.

Heute hatte ich es wieder auch, war den ganzen Tag allein und hatte Langeweile. Kann das damit zusammenhängen? Hatte auch etwas Angst, weil ich dachte, was, wenn was passiert und keiner ist da.

Werde ich wieder wie früher werden?

Vor Monaten hab ich noch viel unternommen, jetzt will ich nur noch zu Hause bleiben. Sonst bin ich jedes Jahr vor Weihnachten in die Stadt gefahren (20 km), dieses Jahr nicht, weil ich Angst hab wieder Herzrasen zu kriegen und wo anders zu sein.

Was könnt ihr mir raten?

11.12.2008 17:20 • 18.12.2008 #1


13 Antworten ↓


Pueppy


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Hallo shari,

dass was du da alles so beschrieben hast sind wohl deutliche Anzeichen von Panikattacken. Ob das vom Nichtrauchen kommt wage ich zu bezweifeln. Du hast vor mehr als 4 Monaten aufgehört mit dem Rauchen und ich glaube nicht, dass du davon überhaupt noch Entzugerscheinungen hast. Ich rauche selber und habe auch schon öfters damit aufgehört. Das längste war mal 6 Monate und ich kenne das nicht so. Eigentlich fühlt man sich nach ein paar Wochen vom körperlichen her sehr gut. Hattest du schon bevor du aufgehört hattest mit dem Rauchen die Herzangst? Du hast dich jetzt so auf dein Herz fixiert, dass du alles in diesem Bereich noch viel deutlicher wahrnimmst. Und wenn mal aus irgendein Grund dein Herz schneller schlägt oder auch mal stolpert, nimmst du es als Bedrohung wahr. Irgendwann bekommst du dann eine Panikattacke obwohl du das in dem Moment gar nicht als PA wahrnimmst, sondern du denkst dann, dass dir was schlimmes passiert.

Das du eine Therapie machst, ist doch der beste Weg, damit es dir bald besser geht. Das du in Situationen Panik bekommst, in denen eigentlich keine Gefahr besteht, kann daran liegen, dass du schon vorher dir unnötige Gedanken machst. Ich kenne das alles nur zu gut. Du solltest auf alle Fälle versuchen, dass du weiterhin in diese Situationen reingehst, so schwer es auch sein mag. Denn sobald du anfängst, ein Vermeidungsverhalten aufzubauen, bist du mittendrin in diesem Angstkreislauf.

Ich wünsche dir alles Gute, und hoffe, dass es dir schnell wieder besser geht.

LG Pueppy

11.12.2008 23:13 • #2


Geheilter


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Hallo,
das mit den Entzugserscheinungen kommt mir schon sehr unwahrscheinlich vor, nachdem du jetzt schon vor vier Monaten aufgehört hast mit dem Rauchen. Aber lass dich doch zur Sicherheit trotzdem noch mal von einem Experten beraten.
Also ich kann dir nur sagen, dass ich bis vor kurzem selbst Herzphobiker war und es geschafft habe aus diesem Teufelskreis auszubrechen und heute mit sehr großer Wahrscheinlichkeit einfach behaupte, dass ich nichts habe und auch nie was hatte.
Die Symptome die ich hatte waren vielfältig (will jetzt net alle aufzählen, wenn du sie wissen willst frage einfach noch ma) und sehr ähnlich zu deinen.
Die Angst irgendwo hinzugehen, wo einem nicht geholfen werden kann ist nat. die Schlimmste und man kann sie auch nicht so einfach abschütteln, das solltest du auch auf keinen Fall von dir erwarten, sonst kann es nicht klappen. Dir muss klar sein, dass es ein langsam fortschreitender Prozess ist seine Angst zu bewältigen, vielleicht auch mit Rückfällen nach ersten Erfolgen...
Schlüssel zum Erfolg war bei mir die Angst nach und nach mit dem klaren Verstand auszuspielen, z.B. einfach mal absichtlich in eine Situation begeben von der man weiß, dass sie einem Angst bereiten wird (es ist verdammt schwer) und danach festzustellen, dass man wieder einmal überlebt hat. Dann könnte sich nach und nach das Gefühl entwickeln doch gesund zu sein (im Kopf vorerst) und evtl., werden die Symptome nach der Zeit besser, weil du positivere Gedanken hast was deinen Zustand angeht und solche Symptome eben oft auch gerade erst durch die Angst schlimmer werden.
Wichig ist nat. trotz allem zuerst von Fachärzten den Befund "keine organische Ursachen" einzuholen, damit es dir überhaupt möglich ist zu glauben du könntest doch gesund sein.
Und es ist auch besser eine ablenkende Beschäftigung zu haben, dh. wenn du arbeitslos bist solltest du trotzdem versuchen so viel Zeit wie möglich mit irgendwelchen Sachen (Hauptsachen du machst irgendwas, das deine Aufmerksamkeit erfordert) zu verbringen und nicht den ganzen Tag im Internet zu suchen welche schlimme Krankheit du haben könntest, denn das wird dich nur noch mehr verunsichern. Die Infos aus dem Internet sind sowieso so reichlich, dass du wahrscheinlich zu jedem Symptom 100 verschiedene Krankheiten finden könntest.
Ich kann dir auf jeden Fall nur sagen, dass es geht diese Angst wieder loszuwerden auch wenn du jetzt vielleicht davon überzeugt bist, dass du es nicht schaffen kannst, kannst du es schaffen!
Viel Glück dabei

12.12.2008 00:16 • #3


sonja1717


Bin seit vier Jahren Ex-Raucherin. Habe gerne und auch viel geraucht.

Mein Entzug war die Hölle.


Schlafstörungen, Herzrasen, Schweissausbrüche, Unruhe, das volle Programm und vieles mehr. Dauerte bis fast 6 Monate. Wohl gemerkt wurde es deutlich schwächer und weniger.

Halte durch es lohnt sich.

Ansonsten hört sich alles nach Angst / Panik an.

lg Sonja

12.12.2008 06:19 • #4


shari


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Ich danke euch für die Antworten.
Bevor ich aufgehört habe, hatte ich überhaupt keine Herzangst, im Gegenteil, ich hab immer so gedacht,dass es bestimmt nicht gut für mein Herz ist soviel zu rauchen, gerade wegen der Immunkrankheit, die ich habe, hat mir aber keine Sorgen bereitet. Selbst wenn mein Herz mal gestochen hat, dann wars halt so und gut.
Ich denke auch nicht, dass es noch Entzugserscheinungen sind, sondern ich meinte damit, dass es erst damit angefangen hat.
Mich würde mal interessieren, was ihr so für Symptome hattet?
@Geheilter: Ich weiß auch, dass ich nichts habe, sondern dass ich mit meinem Kopf alles steuere, deshalb wäre ich dir für Tips unendlich dankbar.
Schlimm finde ich, dass ich aufwache und schon beim Aufwachen daran denke, was passieren könnte. Oder wenn ich irgendwo bin, zb Supermarkt und ich merke, wie das so hochsteigt und ich schon weiß, dass es gleich los geht.
Ist wie ein Teufelskreis- Angst vor Herzrasen macht Herzrasen, was mir Angst macht.

12.12.2008 19:33 • #5


Geheilter


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Naja also mein Symptome waren zuerst nat. Herzrasen, das war auch das erste und alles auslösende Symptom, nachdem ich zuvor 7 Wochen erkältet war und Angst hatte evtl. ne Herzmuskelentzündung zu haben.
Dann hatte ich sehr oft Druck im Brustbeinbereich, also sehr speziell an kleinen Stellen oder auch das Gefühl, dass der komplette Brustkorb eingeschnürt ist, im Liegen war das oft noch schlimmer.
Irgendwann kam dann abundzu eine Arte Brennen unterm Brustbein dazu und schließlich auch zufällig auftretende Stiche, dann noch schlimmer waren auf einmal Stiche im Herzrythmus. Ab und zu auch so ganz merkwürdige "Impulse" die so durch meinen Körper gingen, weiß net genau vielleicht so wie sich ein kurzzeitiger Adrenalinkick anfühlen könnte war das ca. oder so wie wenn man mit einem Schreck aus nem Traum aufwacht und dann einem diese mulmige Gefühl durch den Körper fährt. Außerdem hatte ich oft wenn große Menschenansammlungen um mich herum waren das Gefühl, dass sich mein Hals zuschnürt und ich vielleicht Atemnot kriegen könnte (dazu kams aber nie)
Das Letzte waren noch Schlafstörungen mit einer Art Bewegungslähmung im Wachzustand (üble Sache), war aber nur 2x
Während dem ganzen nat. immer wieder mal richtige Panikattacken, also wirklich bis zur Todesangst, einmal ganz schlimm da war es schon eher eine Todesgewissheit.
Bei mir war es ja so, dass ich wirklich gedacht habe was schlimmes, vllt. sehr seltenes zu haben und dass ich einfach an nem plötzlichen Herztod sterben würde, evtl. auch an nem Herzinfarkt.
Also waren für mich die Herzrasenanfälle schon sehr beängstigend, habs mir ja so vorgestellt, dass das quasi eine letzte irgendwie fehlgesteuerte Aktivität des Herzens sein könnte, dass es also verrückt spielt und dann einfach aufhört zu schlagen, also war die Angst davor überhaupt Herzrasen zu haben schon irgendwie begründet.
Den Diagnosen der Ärzte konnte ich zunächst auch nicht trauen, weil mich die Symptome einfach stärker überzeugt haben.
Wenn du jetzt allerdings sagst du weiß schon, dass du nichts hast weiß ich nicht ganz wie du das mit der Angst vor Herzrasen meinst. Also wenn du es dann erst mal hast, denkst du dann auf einmal doch du hast etwas oder denkst du einfach nur, dass Herzrasen an sich einfach nicht so gut ist oder wie ist das?
Eigentlich ist es ja so, dass man schon ab 100 Schläge/min von einer Tachykardie spricht was aber an sich überhaupt nicht gefährlich sein muss. Erst wenns so Richtung 150 geht wirds bedenklich und man sollte auf jeden Fall IMMER, egal wie oft man schon bei Ärzten war dann wenn möglich nen Arzt aufsuchen der gleich ein Ekg von so ner enorm hohen Frequenz schreiben kann.
Was dir etwas helfen könnte ist, dass du vielleicht deinen vertrauten Personen davon erzählst (auch wenn es peinlich sein könnte), falls dus noch nicht gemacht hast und ihnen das auch so erklärst mit der Angst überhaupt Angst zu kriegen etc. , dann fühlst du dich schon gleich etwas beruhigter, wenn du in so einer besagten Situation bist und weißt es ist jemand da, der informiert ist.
Ansonsten kann das Herzrasen auch ma weg gehen, wenn du dich kurzzeitig mal anstrengst z.B. ins Klo gehen und ein paar Kniebeugen machen xD und danach beruhigt sich evtl. der Puls wie nach einer Anstrengung eben wenn man wieder verschnaufen kann.
Und irgendwie musst dus halt einfach schaffen positive Gedanken aufzubauen, dir zu denken "hey mir kann doch gar nichts passieren, ich bin gesund, warum sollte ich denn Angst haben?"
Und das mit der Ablenkung hat bei mir auch relativ gut geklappt, es ist langsam besser geworden seit dem ich mit dem Studium begonnen hatte, weil ich mich einfach mal versucht habe wieder auf Sachen zu konzentrieren und dann nach einer halben Stunde ist mir aufgefallen: "Cool, jetzt hab ich ne halbe Std. nicht an mein Herz denken müssen"

Und wenn du jetzt eh schon ne Therapie begonnen hast müssen die ja bestimmt auch noch ein paar Tricks wissen, die im Fall einer Panikattacke helfen können.
Viel Glück und Geduld wünsch ich dir
Gruß

13.12.2008 00:00 • #6


shari


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Hallo und danke! Kann es denn auch sein, dass ich mir das selber "gezüchtet" hab? Ich habe mal darüber nachgedacht, das erste Mal, wo ich Probleme diesbezüglich hatte, war am Samstag BEVOR ich das Rauchen aufgehört habe. Wir waren grillen, lag dann im Bett und hörte mein Herz laut schlagen. Ich hab da immer hingehört- 2 Stunden lang und es wurde immer schneller. Am Sonntag dann hatte ich zum ersten Mal so einen Tag, wo ich ständig den Puls kontrolliert habe. Montag war dann ok, Dienstag raste der Puls ab Mittag wieder, hatte aber danach ein Vorstellungsgespräch und Angst vor Mittwoch wegen Zahnziehen. Nach dem Gespräch war aber alles wieder ok. Mittwoch wurde der Zahn gezogen und ich hab davor meine letzten 2 Zig. geraucht. Natürlich hoher Puls, aber vor Angst. Dann wurde beim Ziehen eine Arterie getroffen, hatten ständig Blut im Mund, das hat mir auch Angst gemacht. Zu allem Überfluss hatte mein Freund Nachtschicht und ich hatte Angst vor einer erneuten Blutung. Donnerstag war ich beim Hausarzt, weil mein Herz sehr schnell und kräftig schlug, er sagte, alles ok. Dann musste ich am Freitag zum Rheumadoc (hab lupus), Puls raste wieder, Schweißausbrüche usw., liegt am Entzug- was ich auch glaube. Dann hatte ich eine Woche viel zu erledigen und dann hatte mein Freund und meine Eltern 3 Wochen Urlaub. Da war mir nachts mal kurz so, als wenn mein Herz stolperte und ich davon wach wurde, aber ich hab mir keine Gedanken gemacht. Das ganze Theater fing eigentlich erst dann an, als alle ihren Urlaub beendet hatten und für mich auch wieder Alltag war. Mein Freund fing wieder mit Nachtschicht an (hasse es allein zu sein, falls was passiert) und ich musste an die letzte Nachtschicht denken, wo ich Angst wegen dem Zahn hatte. Den ganzen Tag wusste ich schon, wen er losfährt, geht mein Puls hoch und so war es auch.
Und dann halt fing auch im September der Durchfall an (Magen-Darm-Grippe, ich hätte nie gedacht, dass es einen dabei so schlecht gehen kann).
Was mir noch aufgefallen ist, in den 'Sommermonaten hatte ich immer das Gefühl, als wenn die linke Brust vibriert, war ein ganz komisches Gefühl, hab mich ständig da drauf konzentriert- aber letztenendes wars so, dass es am BH lag, da war was an der Innenseite. Ich glaube, damit hat alles angefangen.
Respekt, dass du es geschafft hast, hattest ja ganz schön viele Symptome. Ich hoffe,ich kriegs auch hin. Es ist so bei mir, ich denke normalerweise, dass ich gesund bin und keine Angst haben brauch, da sich alles im Kopf abspielt bzw von dort gesteuert wird und NICHT vom kranken Organ. Aber dann merke ich wie sich in mir was zusammenbraut und ich krieg tierisch Schiss und will am liebsten sofort zum Arzt, reiß mich aber zusammen. Bei der Therapie wurde zum Thema Herz nur ein paar Sätze gesagt, er hat gesagt, mein Problem ist, dass ich mich zu sehr um andere sorge und es allen recht machen will. Stimmt ja auch, aber einen Zusammenhang seh ich da nicht. Er hat noch gesagt, dass ich alles zu kompliziert mache, wenn es kurz schneller schlägt, ist es ok, ich soll es dabei belassen, aber ich will immer den Grund wissen.
Schade, dass man an den Körper nicht so ein Diagnosegerät wie beim Auto anhängen kann und den Grund dann erfährt.

13.12.2008 15:54 • #7


Geheilter


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Das Problem ist halt, dass das Herz auch Zentrum unserer Gefühle ist und sich halt auch der seelische Zustand darin widerspiegeln kann.
Z.B ist es schon immer so (seit Urzeiten), dass ein Mann wenn er eine Frau sieht die ihm gut gefällt einen höheren Puls kriegt, vllt. sogar "Herzrasen" oder nat. auch wenn jemand Angst hat, das hat ja alles seine Gründe noch von ganz früher weil man durch die Angst und dem damit verbundenem hohen Puls das Letzte noch aus seinem Körper rausholen konnte um einem Gegner überlegen sein zu können.
Leider hat man halt heute immer noch hohen Puls bei Angst, auch wenn sie uns da gar nix mehr bringt. Und durch das Herzrasen wiederum wird die Angst schlimmer, halt ein Teufelskreislauf.
Und das man sich dann sone Krankheit einbilden kann ist wahrscheinlich meistens eine Verkettung von unglücklichen Zufällen wie z.B bei mir: erst Erkältung und gleichzeitig immer das Gelaber von meiner Mutter, dass man da was am Herz kriegen kann wenn man sich nicht schont (stimmt zwar aber trotzdem), dann der erste Herzrasenanfall (den man auch anders begründen kann, da ich am Tag davor total besoffen war und kein Wasser getrunken hatte etc.) und schon ist die eingebildete Krankheit perfekt. So ähnlich isses ja bei dir auch.

13.12.2008 16:33 • #8


Swanni


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Hi Shari,

mir ging es genauso nachdem ich mit dem rauchen aufgehört habe..schau mal hier in dem forum nach "Panikatacken nach nikotinentzug". ich war nach einiger zeit beim lungenfacharzt..er meinte man könne sich gar nicht vorstellen wieviele leute an PA leiden nachdem sie mit dem rauchen aufgehört haben..jeder verarbeitet es anders...manche werden hibbelig , nervös , agressiv..andere wiederum...so auch ich..haben PA´s...ich bin jetzt seit 6 monaten rauchfrei und es wird von tag zu tag besser..bis vor einem monat war es noch ziemlich hart aber seit ungefähr 4 wochen gehts mir wieder prima..ich geh wieder mehr unter leute , trau mir wieder mehr zu..klar gibt es immer noch kleine rückschläge aber ich versuche mich in den situationen meiner angst zu stellen und bleibe an dem ort und versteck mich nicht drück dir feste die daumen! lg, swanni

14.12.2008 14:29 • x 1 #9


shari


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Hi Swanni, kennen deinen Thread, hab da auch schon geschrieben. Ich bin ja eh von Natur aus ein Mensch, der sich viele Gedanken macht, aber dass so ein Hammer kommt, nach dem Nikotinentzug, hätte ich nicht gedacht. Ich denke aber auch, dass da viele Sachen zusammengekommen sind (deshalb hab ich alles zeitlich aufgeschrieben). Wie haben sich deine PAs bemerkbar gemacht? Das komische ist ja, dass ich entgegen aller Erwartungen nicht mal den Drang nach Kippen hab.
LG

14.12.2008 14:48 • #10


Swanni


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ich hab auch keinen drang mehr...

14.12.2008 15:13 • #11


shari


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Konntest du selber was tun, um es zu ändern oder hilft da nur abwarten? So ist das bei mir auch mit Körper kontrollieren, das nervt und trotzdem tue ich es.

14.12.2008 15:34 • #12


Swanni


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ich hab versucht mich abzulenken wenn es mal wieder so weit war...meine handyrechnung ist z. B. ins unermessliche gestiegen weil ich nur noch am handy gehangen hab auf dem weg von der arbeit nach hause..mein arzt meinte am anfang ich sollte eine therapie machen aber davon halt ich für mich persönlich nichts...bin der meinung wenn man erst einmal auf dem sessel hockt kommt noch mehr hoch als man eigentlich will...bei mir zumindest...von daher bin ich da allein durch mit der hilfe meines freundes..hatte auch immer notfalltropfen mit dabei die mir gut geholfen haben und mir sicherheit gegeben haben..die sind nach wie vor mein wegbegleiter..wobei ich sie gott sei dank bestimmt schon 4 wochen nicht mehr genommen habe

14.12.2008 21:30 • #13


ich habs auch!


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Hi Shari!
Ich kenne dein Problem gut.Leide seit Januar diesen Jahres an Panikattacken wobei ch sagen würde, dass der Auslöser eher eine Herzphobie ist... Ich arbeite noch dazu in einer Arztpraxis und bin eigentl gelernte Krankenschwester, d.h. ich hab mir schon die verschiedensten Krankheiten diagnostiziert.In der Arztpraxis wurde von den 3 Ärzten auch immer an mir rumversucht...ich hab mich irgendwie gar nicht mehr ausgekannt...nehm seit september jetzt einen Beta-Blocker, was zwar meinen Puls ein bisschen runterfährt, aber die Panikattacken nat. ncith heilt und v.a. die angst vor einer Herzerkrankung nicht beseitigt...
Was meinst du wie oft ich mir am Tag den Puls messe??! Teilweise tut mir mein Hals vom drücken schon weh
Ich habe kurz nach meiner ersten Panitkattacke auch das Rauchen aufgehört, hab über 8 Jahre ca. 15 Zig. am Tag geraucht.Die Panikattacken bzw das Herzrasen sind aber dadurch nicht schlimmer geworden.
Ich glau auch nicht dass das vom Entzug kommt....
Ich bin seit 5 Wochen jetzt in Terapie und mein Psychologe sagt der erste Schritt zurück in ein normale Leben ist, dass man einsehen soll, dass das Herz gesund ist und auf gar keinen Fall einfach so aufört zu schlagen. Und ein gesundes Herz hält das Herzrasen aus.Wenn du das einsiehst,dann gehts bergauf!
Ich weiß dass das nicht einfach ist und bei jedem Ziepen und Brennen links im Brustbereich denkt man sofort an das Schlimmste...ich versuch mich dann einfach mal ein bisschen "runterzufahren" und mir wieder zu sagen, dass ich gesund bin...
Vielleich konnte ich dir ein bisschen helfen!
Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und lass dich nie unterkriegen!!
Liebe Grüße Kati

18.12.2008 20:08 • #14



Prof. Dr. Heuser-Collier


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