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Ansche1985

Ansche1985
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Hallo an alle.
Ich hab mich grad neu hier angemeldet. Ich habe eine diagnostizlerte hypochondrische Störung. Ich war schon von vielen Krankheiten überzeugt. Bestätigt hat sich bisher keine. Es dreht sich meist um Krebs.
Über die Tage hat die Angst wieder zugenommen. Heute war es bereits wieder so schlimm dass ich nicht mehr am leben teilnehmen konnte, nix mehr essen wollte und am liebsten nur im Bett liege weil dann die Angst grad so zu ertragen ist. Meine Familie ist genervt von mir und will davon eigentlich nix mehr hören.
Ich bin so sicher dass ich diesmal das habe, was ich befürchte. Ich möchte vorerst die Krankheit u meine Symptome nicht nennen um mich zu schützen denn hier könnte ja geschrieben werden "ja, das klingt nach Krebs etc
Ich wollte eher wissen ob es jemandem grad so ergeht wie mir, auch so schlimm Angst hat und schon weiter denkt...also an das Sterben und das Leiden. Ich fühle mich völlig alleine damit und niemand kann mir helfen

22.09.2016 #1


165 Antworten ↓
Jolixa

Jolixa
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Zitat von Ansche1985:
Also ich bin seit 11 Jahren in Behandlung. Stadionär, tagesklinisch, ambulant...Verschiedene Medikamente auch ausprobiert. Bisher hat nix geholfen

Aber sollte man denn da nicht endlich "Selbsthilfe" betreiben?Also ich bin ja auch ein Mensch der manchmal schlimme Dinge vermutet...aber wenn ich dann vom Arzt Entwarnung bekomme ,dann glaube ich das auch!Ich hatte neulich wochenlang "Lungenprobleme",bin dann nach 4Wochen zum Röntgen und Lungenfacharzt gegangen.Da kam dann Entwarnung.Meine Beschwerden hatte ich zwar immer noch(Druck auf Brust,Schmerzen zwischen den Schulterblättern,starkes Verschleimungsgefühl) aber ich habe mir gesagt: Du bist untersucht und jetzt Schluß damit!Deine Symptome sind psychischer Natur!Das habe ich mir immer wieder gesagt und nach 2 Wochen ging es mir wieder gut.Mir hätte jetzt ein Teufelchen Evil or Very Mad einflüstern können:Aber auf einem Röntgenbild sieht man nicht immer alles...ich brauch eine CT...und eine Bronchoskopie um sicher zu gehen...usw...da kommt man vom hundersten ins tausendste und was käme dabei heraus?Ich lasse alle diese Untersuchungen machen und bekomme das Ergebnis:Ohne Befund!Und trotzdem schleichen sich wieder neue Zweifel in mein Hirn...das würde zur Endlosspirale werden und ist niemanden zu wünschen.So ein Leben ist gelinde gesagt Mist!Ich möchte nicht zu meinem 80.Geburtstag zurückblicken und mir sagen wie doof ich war und wie ich mir mein Leben vermiest habe durch solch unsinnige Gedanken.Weshalb man 11 Jahre ohne Erfolg therapiert wird ,erschliesst sich mir ehrlich gesagt nicht.Ich glaube man muß auch wollen das einem geholfen wird und etwas mitarbeiten.LG jolixa

07.09.2016 18:28 • x 1 #165


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A


Hat hier jemand auch grad doll Angst Krebs zu haben ?

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Icefalki

Icefalki
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Ich hab mir darüber auch schon öfters Gedanken gemacht, warum man in diesen Mist reinrutscht.

Ich bin für mich zu der Erkenntnis gekommen, dass ganz tief in mir eine Unsicherheit herrschte, die vollkommen unbewusst für mich, sich irgendwann als Angst gezeigt hat.

Drum hab ich auch in der Angst mein Umfeld als feindselig betrachtet. Das wurde mir aber erst bewusst, als ich mal geradeaus denken konnte. Meine Angst, die wirkliche Angst, hatte bei mir damit zu tun, dass ich umfallen und mich damit der Lächerlichkeit der anderen ausliefern würde.

Zuhause, nachdem ich kapiert hatte, dass ich nicht sterbe, war nur die normale Hippeligkeit vorhanden. Man steht ja eh ständig unter Strom.

Ich weiß ja nicht, aber bei Hypochondrie könnte man diese Gedanken vielleicht auch anwenden.

Wenn die Angst vor schrecklicher Erkrankungen einen schüttelt, der Arzt sagt, ist alles ok, warum kann man es nicht glauben, bzw. was steckt da wirklich dahinter, dass das Vertrauen in sich, in andere abhanden gekommen ist?

Ich weiß jetzt nicht, ob ihr damit was anfangen könnt.

Mein Weg ging eben in diese Richtung, nach diesem Warum zu fragen, mich quasi selbst zu hinterfragen. Warum kann ich nicht zulassen, dass ich wirklich mal umfalle?

Auf Krankheitsängste könnte man doch auch fragen: Warum bin ich nicht in der Lage, zu glauben, was man mir sagt? Wer hat mir das genommen? Warum erschüttert mich der Gedanke, dass man etwas übersehen könnte? Mich nicht ernst nehmen kann? Mir quasi den Glauben an Autoritäten weggenommen hat? Oder den Glauben an meine eigenen Wahrnehmungen?

Ich kann euch nur den Umgang mit meiner eigenen Problematik erzählen. Mich selbst hat das sehr weit gebracht.

04.09.2016 14:26 • #112


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M
Hallo,

Ich habe dieses Jahr zwei nahe stehende Menschen an den Krebs verloren. Ich kenne also die Angst, die Du in Dir trägst.
Einer von den Zwei, war ein 13jähriges Mädchen das an einem Hirntumor erkrankt ist. Es gab keine Chance auf Heilung, zwischen Diagnose und dem Tod lagen 9 Wochen.
Ich erzähle Dir das, weil Wir alle viel von diesem Mädchen lernen können. Sie hat ihr Leben bis zum Schluss in vollen Zügen genossen, sie hat sich nie beklagt, die Schmerzen weggelacht. Selbst die Ärzte und Schwestern auf der Krebsstation waren völlig sprachlos wie dieses Mädchen ihr Schicksal gemeistert hat.
Ich habe im Moment auch mit Ängsten zu kämpfen, aber an den Mut und die Kraft dieses Mädchens zu denken, gibt mir die Kraft für meine seelische und körperliche Gesundheit zu kämpfen und nicht aufzugeben. Denn ich habe diese Chance, die sie nie hatte.

Ich hoffe, das war irgendwie hilfreich.

x 1 #2


miriam0707
Hallo und herzlich willkommen Anscheinend:-)
mir geht es ähnlich wie dir, allerdings ist es bei mir eher Angst vor einem Herzinfarkt, Schlaganfall und Lungenembolie.
Ich versuche mich von der Angst nicht unterkriegen zu lassen und alles weiter zu machen wie immer. Was allerdings alles andere als leicht ist ...
Machst du eine Therapie? Nimmst du Antidepressiva?
Liebe Grüße

#3


Ansche1985
Therapie seit Jahren.
Ja ich nehme auch Medis.
Das hilft aber alles nicht.
Vor "deinen" Krankheiten habe ich keine Angst. Ich kann leider nix machen wie bisher. Ich lieg dann nur im Bett, esse nix mehr u dämmere vor mich hin.

#4


miriam0707
Zitat von Ansche1985:
Therapie seit Jahren.
Ja ich nehme auch Medis.
Das hilft aber alles nicht.
Vor "deinen" Krankheiten habe ich keine Angst. Ich kann leider nix machen wie bisher. Ich lieg dann nur im Bett, esse nix mehr u dämmere vor mich hin.


So ging es mir anfangs auch, habe mir dann aber extrem in den Hintern getreten.
Welches Medikament nimmst du?
Vielleicht brauchst du ja eine andere Therapie ...

#5


Ansche1985
Ich nehme Venlafaxin und Quetiapin. Die letzte Therapeutin wo ich hätte bezahlen müssen wollte mit mir in Chemoambulanzen und Krebsstationen fahren. Davor hatte ich zu dolle Angst. Ich lag heute den ganzen Tag im Bett und hab vor mich hin vegetiert

#6


M
Bist du derzeit krank geschrieben?

#7


Ansche1985
Ich mach ne berufliche Reha und konnte da heute nicht hingehen. Kam nicht aus dem Bett...Hab nun auch keinen Krankenschein

#8


M
Hm... und was passiert, wenn du keinen Krankenschein bringst? Vielleicht stellt Dir dein Hausarzt rückwirkend einen aus?

#9


Ansche1985
Ich geh morgen mal zum Hausarzt

#10


M
Er kennt ja dich und deine Krankheitsgeschichte, da macht er bestimmt eine Ausnahme

#11


IchWillPositiv
Ich habe gerade ganz schlimme Angst! Letzte Woche war ich zur Mammografie. Montag riefen sie an, ich müsste wiederkommen zu weiteren Untersuchungen. Die sind morgen. Ich schiebe grad Panik ohne Ende.

Ich hatte vor 22 Jahren bereits Krebs (Hodgkin) und damals sagte der Arzt, die Wahrscheinlichkeit erneut an was anderem zu erkranken ist groß!

Mein Kopfkino dreht grad ne Serie! Ich bin so müde - Krebs? Mein letztes Blutbild: Laut Arzt alles ok, aber ein paar Werte waren nicht im Normbereich. U.A. die Blutsenkung - Krebs?
Es ist Horror grade.

#12


M
Das tut mir sehr leid für dich. Ehrlich gesagt, hätte ich deinem Fall auch Angst Sad
Blutsenkung hat etwas mit Entzündung zu tun. Erhöhte Leukozytenzahl ist wohl ein Indiz, aber so Sattelfest bin ich da auch nicht

#13


Ansche1985
Ich wollte nun heute zum Hausarzt aber hab solche Angst bekommen dass der Arzt mir Angst macht u meine Symptome auch als schlimm einordnet. Hatte solche Angst dass es alles noch schlimmer macht. Fahre jetzt zum Psychiater. Hausarzt hab ich erstmal ne Woche verschoben.

#14


M
Ich wünsche Dir viel Kraft!

#15


Ansche1985
Wegen der von mir befürchteten Krankheit war ich schon beim Neurologen. Er hat die Krankheit ausgeschlossen. Aber ich denke er irrt sich

#16


M
Was müsste denn getan werden, damit Du den Diagnosen der Ärzte vertraust?

#17

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Ansche1985
Ich weiß es nicht.
Der Arzt schreibt sogar Mails mit mir, auch zum Sonntag. Er hat auch nur super Bewertungen u nimmt sich viel Zeit. Er meinte noch dass ich mir theoretisches Wissen angeeignet habe aber die Erfahrung nur er hat. Mal sehen was mein Psychiater jetzt sagt.
Der Neurologe ist sein Kollege. Sitzen in einer Praxis. Der Neurologe hat nur die Woche noch Urlaub

#18


M
Mensch, da hast Du ja mit deinem Neurologen einen Glücksgriff gehabt. Jemand wie er, der so um seine Patienten bemüht ist, ist eine Seltenheit.

#19


Ansche1985
Ja der schreibt wirklich abends von zuhause noch Mails...Leider is er die Woche im Urlaub. Ich kann ihm trotzdem nicht vertrauen weil mir das Internet andere Infos liefert. Habe jetzt beim Psychiater um eine Untersuchung gebettelt. Also eine Überweisung dahin. Habe ich nicht bekommen. Er sagt das ist nicht sinnvoll u verstärkt die Angst nur

#20


A


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Dr. Matthias Nagel
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