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Ahnungslos87
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Guten Tag zu mir männlich 35 Jahre, aus heiterem Himmel bekam ich auf der Arbeit ein Augenlidzucken, nach 2 Wochen zuckten beide, dan war eine Gesicht Hälfte Taub und ich war beim Neurologe, laut ihm ohne Untersuchung Stress…Ich beruhigte mich etwas, manchmal waren die Zuckungen für ein paar Stunden ganz weg. Plötzlich zieht auch die obere linke Lippe immer kurzzeitig nach unten auch verspüre ich ein kribbeln mittlerweile rechts in der Oberlippe, das alles kann ja wirklich vielleicht am stress liegen dachte ich, obwohl ich keinen habe, war mir das zu bedenken machte war als ich vor ein paar Tagen von der Arbeit nach Hause kam, mein Fuß rechts war extreeeeem kalt und auch die Hand obwohl es warm war, auch ein Fußbad konnte die Kälte nicht stoppen, auch sprechen das stottern und als falsche Wörter sage also öfter z. B anstatt schwierige sagte ich schwichig und mehr, bin nochmal beim Neurologen gewesen und er meinte jetzt muss ein Kopf mrt gemacht werden und ich denke mir so das hätte man doch vor 3 Monaten machen könnte als ich da war, neeeeein es wird immer auf Stress/Psyche geschoben, mich macht es richtig fertig was beim Mrt rauskommt und das die Symptome sich so schnell verbreiten… Ich danke euch im vorraus und wollte fragen ob irgend jemand solche erfahrungen schon gemacht hat.

13.03.2022 #1


67 Antworten ↓
Roman87

Roman87
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Zitat von Ahnungslos87:
... manchmal ist es kurz weg wenn ich die Beine übereinander mache, das zucken vermehrt sich aber auch echt schnell... auch in der rechten pobacke und Arm geht's schon los, echt extrem wie schnell es sich ausweite , ...

Deine Körpervorgänge beobachtest du anscheinend besonders oft und intensiv. Als ich vor vier Jahren das Gleiche tat, wanderten und wucherten Symptome quasi zeitgleich mit meiner gerichteten Aufmerksamkeit: mal war was am Hals, ich bekam einen Klos und konnte schwer schlucken, Atembeschwerden setzten ein, mal waren es Beschwerden beim Hinlegen und Aufstehen, ich bekam ein einseitiges und rhythmisches Pochen in der rechten Wade, dann war es das Herz, ich bekam Herzrhythmusstörungen, Extrasystolen, plötzliche Herzrasen, dann war es mein Kopf, Schwindel stellte sich ein, Missempfindungen, Kopfschmerzen und mal war es der Sauerstoff im Blut oder gar die Nerven(-bündel), die Hände waren plötzlich ständig blass-bläulich, Kribbeln, Zuckungen und Missempfindungen in den Extremitäten und am Kopf stellten sich ein. Nun, nach sicherlich einem Dutzend vollumfänglicher Untersuchungen weiß ich, dass ich ein psychisches Problem mit der Bewertung körperlicher Vorgänge habe und nebenbei völlig gesund bin und dass ich das endlich raffen muss. Das Vertrauen ist irgendwo verloren gegangen, ich achte nur noch darauf, wie mein Körper etwas macht und meistens gefällt es mir nicht und da liegt das Wesentliche an der psychischen Erkrankung. Selbstbeobachtung und (falsche/irrationale) Bewertung.

Du hast bereits viel über deine wechselnden Beschwerden erzählt und wir tappen mit dir im Dunkeln. Ich will dich auf gar keinen Fall in eine Schublade stecken, wenn ich meinen Glauben äußere, dass ich in deinen Berichten Parallelen zu mir selber erkenne und ein Muster eines Hypochonders, der lieber einen organischen Befund erhält, der handhabbar ist, eine "wirkliche" Diagnose, die greifbar ist im Sinne einer physischen Erkrankung, als die Diagnose einer vagen psychischen Verursachung. Ich konnte damit lange nicht ins Reine kommen, ich konnte es nicht für wahr halten, dass die Fülle an sich ständig entwickelnden und verändernden Symptomen psychischen Ursprungs sein sollten. Und da bin ich jetzt, mit geschärftem Bewusstsein, dass, wenn sich neue Symptome einstellen, ich die Verbindung zu meiner Grunderkrankung erkenne, meine übermäßig-ungesunde, nach innen gerichtete Aufmerksamkeit erkenne und nach einer gewissen Zeit flachen die Symptome ab, verschwinden oder suchen sich neue Stellen. Ich arbeite daran.

Der 2. Absatz gilt natürlich vor dem Hintergrund, dass deine kommende Untersuchung dir nicht das (erhoffte?) Ergebnis liefert. Wenn du dich früher oder später in der Situation wiederfindest, wieder ein neues Symptom zu erleben, das diagnostische Abklärung bedarf, dann sollten spätestens da deine Alarmglocken läuten, dass an der Art, wie du über Erkrankungen und deinen Körper denkst, etwas grundsätzlich nicht in Ordnung ist und professionelle psychologische Abklärung benötigt.

01.03.2022 11:25 • x 3 #50


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A


Eventuell Hirntumor ich habe angst

x 3


Y

Y100
Gast

Ja, habe die vergangenen Monate mit ähnlichen Symptomen gekämpft, Zucken, kribbeln, steife Finger bei Kälte, bin einmal in einem Zungenbrecherwort hängengeblieben und seitdem ständig aufs Sprechen konzentriert gewesen, inneres Zittern - mein Neurologe diagnostizierte ein überreiztes Nervensystem. Mit der Horrorvision es könne sich bei den Symptomen um einen Gehirntumor handeln habe ich monatelang meine Ärzte (war neben Hausärztin und Internist bei 3 Neurologen, die allesamt keinen Gehirntumorverdacht hatten) gestresst. Mit täglich steigender Selbstbeobachtung nimmt man nämlich immer mehr Symptome wahr, die - wenn man recherchiert - allesamt zumindest theoretisch als Begleitsymptome eines Gehirntumors auftreten könnten. Die klassischen Symptome für einen Gehirntumor sind jedoch andere:
plötzlich auftretende starke Kopfschmerzen, gegen die keine Tabletten wirken
Gesichtsfeldausfälle
Gangstörungen
epileptische Anfälle
Lähmungen (Halbseitenlähmung)

Ich habe mich dann irgendwann als ich meine ganze Selbstbeobachtung gar nicht mehr ausgehalten habe zu einem Schädel - MRT entschlossen und es hat mir (trotz Panik vor dem Ergebnis) sehr geholfen - bei mir wurde kein Gehirntumor (im MRT Bericht steht dann: keine Raumforderung) gefunden und das klingt bei dir auch nicht danach... eher ebenfalls nach so einer diffusen Stressreaktion des Nervensystems, aber man unterschätzt das, welch bedrohliche Wirkung auch solche harmlosen Stressreaktionen machen können.

Eine MRT - Untersuchung sollte man vorher mit dem Neurologen absprechen und selbst abwägen, selten gibt es mal (teilweise auch harmlose) Zufallsbefunde... ich habe auch lange überlegt, aber wenn die Symptome und die Selbstbeobachtung stärker werden, dann ist das MRT ab einem gewissen Punkt letztendlich auch eine Befreiung.

Ich wünsche gute Nerven und gute Besserung !

PS: Der (bösartige) Gehirntumor trifft statistisch pro Jahr nur wenige Fälle (je nach Angaben 3 bis 7) pro 100000 Personen, die meisten im Alter zwischen 50 und 70 Jahren. Es handelt sich daher um eine seltene Erkrankung.

01.03.2022 22:28 • x 2 #56


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Islandfan
Wenn ich das richtig verstehe, wurde ja noch kein MRT gemacht, also ist die Diagnose reine Spekulation. Laut deiner Überschrift hört es sich aber so an, als stünde es schon im Raum. Es gibt so viele Erkrankungen mit diesen Symptomen, da wäre ein Tumor nur eine von vielen. Also würde ich abwarten. Bei mir wurden im November auch drei kleine auffällige Herde im MRT gefunden, man vermutet, dass es von meiner jahrzehntelangen Migräne kommt, das wird im April noch mal abgeklärt, aber solange denke ich so gut wie gar nicht daran.

x 1 #2


A
Vielen Dank für Ihre Antwort, wollte gerade die überschrieft nochmal ändern, glaube das funktioniert aber nicht, der Neurologe meinte nur ein Hirntumor könnte möglich sein.

#3


E
Zitat von Ahnungslos87:
Vielen Dank für Ihre Antwort, wollte gerade die überschrieft nochmal ändern, glaube das funktioniert aber nicht, der Neurologe meinte nur ein ...


Das kann ohne weitere Untersuchung gar nicht gesagt werden. Würde die Vermutung im Raum stehen, wärst du sofort ins KH überwiesen worden.

x 1 #4


Islandfan
Ärzte sind aber auch manchmal unsensibel. Theoretisch können selbst Kopfschmerzen im schlimmsten Fall ein Hirntumor sein, aber sie sind es in den seltensten Fällen. Ich verstehe nicht, wie man als Arzt einem Patienten schon vor dem MRT so eine Angst machen kann.

x 1 #5


A
Angst ist wirklich noch untertrieben, wenn diese starke kalteempfindlichkeit dazu gekommen wäre... Ich hab eine kleine Tochter und das 2 Kind ist auch fast da, mein Job leben alles läuft gut

#6


GoodFriend
Wenn der Verdacht akut wäre, hätte er dich schon ins KH geschickt. Dass du nun allerdings auf heißen Kohlen läufst, ist verständlich. Wenn du bei mehreren radiologischen Praxen anrufst, findest du sicher irgendwo einen schnellen Termin. Ich hoffe dass du deine Befürchtung schnell ausräumen kannst!

#7


P
Zitat von Ahnungslos87:
Guten Tag zu mir männlich 35 Jahre, aus heiterem Himmel bekam ich auf der Arbeit ein Augenlidzucken, nach 2 Wochen zuckten beide, dan war eine ...


Die breite Streuung deiner Symptome über die ganze Körperlänge und vor allem beide Körper-Seiten, spricht nicht für einen Hirntumor. Dazu musst du wissen, wie ein Gehirn aufgebaut ist. Es ist in unterschiedliche Areale unterteilt, die jeweils für gewisse Funktionen stehen. Die durch einen Gehirntumor entstehenden Funktionseinschränkungen bzw. -ausfälle spiegeln die Position des Tumors im Gehirn wider. Bei Funktionen, die auf rechte und linke Hirnhälfte aufgeteilt sind, betrifft der Ort des Tumors die entspreche Körperhilfe.
I.d.R. hat man also entweder einseitige Störungen oder eine bestimmte Funktion ist gestört, z.b. das Sprechen.

x 3 #8


A
Also wie gesagt das kalte Gefühl hab ich im rechten Arm und Bein und die Sprachstörungen merke ich halt wie ich einen Satz anfange und ihn dan abbrechen muss und ihn erneut anfangen, das muskelzucken allerdings ist im ganzen gesicht verteilt mehr links rechts nur das auge und die Oberlippe recht kribbelt links ist es das auge und die Oberlippe auch nur heftiger

#9


P
Ich denke, du kannst dem MRT gelassen entgegen blicken. Temperaturempfindungsstörung kann auch gut mit der Wirbelsäule zu tun gaben, Kribbeln mit Verspannungen, Muskelzuclen und Wortfindungsstörungen bzw Versprecher mit Stress.
Ein Gehirntumor hat eine so invasive Wirkunh, dass die Symptome - wenn er schon so groß ist, dass er Symptome macht - gravierende, vom Ausmaß her sehr beängstigende Probleme verursacht.
Sprachstörungen sind z.B. sehr einschränkend, man kann sich nur noch sehr undeutlich verwaschen ausdrücken oder es fehlen einem ganz viele Worte oder man kann gar nicht mehr reden oder es kommen die komplett falsxhen Worte raus. Du verspricht dich lediglich ab und zu mal. Ich denke, mit Achtsamkeit kannst du die betreffenden Worte richtig aussprechen. Mir fallen bei Stress manchmal Worte und Namen nicht direkt ein oder ich verwechsele Buchstaben.
Bei einem Gehirntumor fällt die ganze Mimik in einer Gesichtshälfte aus oder einer ganzen Körperseite kann kaum noch bewegt werden. Man hat nicht nur hier und da ein Zucken oder Kältegefühl.

x 2 #10


A
Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort, das beruhigt mich auch in erster Linie, ich probiere es mal so zu erklären, ich fange einen Satz an, stottere entweder zwischendrin mal oder wo gestern die Arbeitskollegen lachen musste undzwar, ich fang an mit vergiss nicht wir müssen heute dan stottere ich und und bekomme den Satz nicht weiter hin und muss ihn komplett neu und langsam anfangen, weiterhin danke für die antworten, gestern war ich so nervös das ich abends das erste mal im Bett extremste wadenkrampfe das ich erst mal nicht einschlafen konnte

#11


P
Zitat von Ahnungslos87:
Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort, das beruhigt mich auch in erster Linie, ich probiere es mal so zu erklären, ich fange einen Satz an, ...


Ich kann die Situation total nachvollziehen. Das MRT wird entwarnende Klarheit in Sachen Tumor geben, deswegen am besten zeitnah einen Termin vereinbaren. Das beschrieben Stottern und Stocken kann jedem passieren und kommt gehäuft in Stresssituationen vor. Sollte dem ein Tumor zugrunde liegen, wäre es nicht möglich, allein mit Ruhe und Konzentration in der Situation den Satz besser/richtig rauszubringen. Es würde schlicht nicht gehen, weil das entsprechende Hirnareal "defekt" wäre.

x 2 #12


A
Hi sehr ausführlich, haben sie erfshrungen mit hirntumoren, meine Lippe links zieht auch mehr nach unten wenn ich z. B was esse, was der muskel sogeannt beansprucht wird

#13


P
Mein Wissen ist lediglich angelesen, ich bin kein Arzt. Das MRT wird Klarheit bringen.

#14


D
@Ahnungslos87

Das mit kalten Bein rechts und kalten Arm rechts hab ich seit 10 Tagen ebenso. Dazu - selbst wenn Bein eiskalt ist- oft so Missempfindungen mit Wärme,als würds kurzzeitig 50 Grad werden,wenn aber anfass ist eiseskalt.

@Pauline333
Meinst es kann echt von Wirbelsäule kommen?
Ich hab dazu oft noch kribbeln in beiden Händen,gabze Kopfhaut kribbelt und muskelzuckungen.
Und mega Druck im Hinterkopf,auch nachts.

Hatte Dienstag MRT BWS,hoff Befund is die Tage beim Orthopäden.
Am 9 März noch termin Neurologe

#15


P
Zitat von DeLeiw86:
Meinst es kann echt von Wirbelsäule kommen?


Kribbeln in den Händen sowie schwere Arme hatte ich durch einen Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule. Kribbeln Kopfhaut klingt nach Nackenverspannung, ebenso wie Druck am Hinterkopf. Kann man was gegen machen.

x 1 #16


Mollie
Dazu mal wieder mein Lieblingsspruch: "Bei Hufgetrappel nicht gleich an Zebras denken." Zumindest nicht in Deutschland und weit weg vom Zoo. Was ich damit sagen will ist, dass es viele Gründe für Deine Beschwerden gibt, ein Tumor wäre in dem Fall das Zebra, also höchst unwahrscheinlich. knuddeln

x 1 #17

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D
@Pauline333

Ja mit dem Nacken denke ich auch dass kribbeln kopf kommt. Bin mal auf Befund gespannt.
Mit dem kalten rechten Bein macht einem halt immer Gedanken,da es selbst nach 30-60 mins unter decke nicht warm wird.

#18


P
Fühlt es sich denn nur von "innen" kalt an oder ist es tatsächlich signifikant kühler? Durchblutung gestört?

#19


D
Ist auch von aussen kälter,so ab schienbein in etwa runter... jetzt nicht kalt wie im kühlschrank,aber halt merkbar

#20


A


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Dr. Matthias Nagel
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