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84665

M

MiniMami30
Gast

Sammelthema
Hallo liebe Mitglieder,
ich bin weiblich, 30 Jahre und habe einen 10 Jährigen Sohn.
Habe seit gut 10 Jahren als mein Sohn ein halbes Jahr alt war einen dauerschwankschwindel. Er ist immer da. Es schwankt ..Wie benommen. Kann Einen Punkt nicht richtig fixieren.
Habe schon einige Ärzte durch :

HNO OK
EEG ok
Doppler ok
Nervenmessung ok
NervenWasser ok
Mrt Kopf ok
Blut ok
Herz ok
Mrt halswirbelsäule protrusion hwk5/6

Laut schwindel Ambulanz ist der Schwindel psychisch.
Wer kennt diesen von mir beschriebenen dauerhaften schwindel?
Hoffe ich finde hier jemanden der mich versteht .

Liebe grüße
Eure Minimami Smile

30.04.2026 x 8 #1


47941 Antworten ↓
Moonliner111

Moonliner111
Mitglied

Beiträge:
60
Themen:
1
Danke erhalten:
122
Mitglied seit:
Hallo ihr Lieben, ich habe heute ein bisschen mitgelesen und wollte mich zu Wort melden.

Nur so dass ihr einen kleinen Einblick bekommt.
Ich hatte schon überall Panikattacken.
Im Schlafzimmer, im Wohnzimmer, im Kinderzimmer,im Bad, im Keller, im Bus, an der Kasse, beim Sport, bei der Arbeit, beim Musikhören, beim Arzt, bei Untersuchungen,beim Elternabend, bei Hochzeiten, im Club, beim shoppen, im Auto und das sind nur die Orte sie mir spontan einfallen.

Und was mir extrem hilft ist mir selber anzuerkennen was ich "leiste".

Ich persönlich glaube das ist ein Lösungsansatz.

Ringelsocke du bist die 50 m in die Eisdiele gelaufen!
Und du wirst sie auch wieder reingehen.
Immer und immer wieder.

Letztes Jahr um die Zeit da habe ich auch hauptsächlich gelegen, war krankgeschrieben und habe das Haus kaum verlassen.
Ich hatte Schwindel, und eine Angst die mir wirklich in den Knochen saß.
Also nur damit ihr versteht das ich euch verstehe.

Ich habe getan was man mir bei der Therapie gesagt hat.
Ich hab Konfrontationsübungen gemacht und das war wirklich unangenehm. Und natürlich hätte ich Angst und PA.

Ich bin auf einen Spielplatz gegangen.
Im Winter.
Alleine am Vormittag.
Da war keiner da.
Ich bin auf den Balken balanciert.
Ich bin auf dem Trampolin gehüpft.
Ich war schaukeln.
Ich bin so ein Klettergerüst hochgeklettert.

Das erste Mal habe ich gar nicht bis zur Übung gedacht, sondern nur an das hinkommen.
Mit Bus und Bahn und umsteigen usw.
Als ich dann dort war (sehr überrascht das ich überhaupt angekommen bin) habe ich versucht das umzusetzen was mir geraten wurde.
Anfangen...
Hab ich gemacht.
So lange bis es unangenehm wird.
Und dann weitermachen.
So lange bis ich Panik bekam.
Und dann weitermachen.
Dann den Bogen ausfüllen.
Mit der Skala wie schlimm meine Angst war.
Und ob ich wollte oder nicht, ich konnte "sehen" auf der Skala wie meine Angst weniger wurde.
Gefühlt habe ich das erst später.

Ich habe auch gelernt mich selbst distanzierter zu "erleben".

Es gibt Tage da fällt mir alles etwas schwerer.
Ich bin müde,irgendwie unsportlich, schlecht gelaunt, mecker und bin von Grund auf irgendwie ängstlicher.
Ich bin ein Mensch.
Wir sind so.
Manchmal sind wir müde.
Ohne Krankheit.
Manchmal sind wir schlecht gelaunt.
Und manchmal stehen wir morgens auf und sind einfach angespannt.
Auch das gibt es bei Menschen die keine Störung haben.

Ich lege nicht mehr jedes Gefühl auf die Goldwaage.
Und ich spreche mit meinen Freunden um zu hören wie sie so manchmal fühlen.
Eine meiner Freundinnen kann schlecht mit Rolltreppen fahren.
Sie hat da diese Angst zu fallen.
Mein Mann hat Angst vor dem Erbrechen.
Er ekelt sich.
Und ich habe eine Kollegin die rastet aus wenn sie Styropor anfasst.

Die kneifen alle die "geistig Gesunden"
Meine Freundin will immer zum Fahrstuhl.
Mein Mann erbricht seit 2013 nicht und meine Kollegin fast kein Styropor an.

Aber ganz ehrlich ich will mit dem Bus fahren, ich will shoppen gehen, ich will zum Elternabend, ich will auf Hochzeiten, ich will zum Sport UND ICH WILL AUF DEN SPIELPLATZ!

Am 04.09 musste ich zum MRT.
Morgens um 8.30 h.
Ich bin da hin.
Alleine mit dem Bus.
Ich hatte 3 Panikattacken.
Als ich nach Hause kam sagte meinann zu mir, er wäre stolz auf mich.
Und gut das ich keine Panikattacken hatte.
Ich sagte ihm ich hatte 3.
Aber es hilft nix.
Ich habe nicht abgebrochen.
Ich hätte gerne.
Ich wollte weinen.
Ich wollte da raus.
Ich konnte nicht atmen.
Mein Herz ist gefühlt explodiert.
Gerast und gehüpft.
Mir war warm.
Ich habe angefangen zu zittern.
Und da sagte die MRT Maschine etwas.
Die Nächste Sequenz dauert 90 Sekunden.
Okay die schaffe ich noch.
Im Kopf versucht von 90 runter zu zählen.
Ging nicht war zu laut.
Aber da sagte die Maschine die nächste Sequenz dauert 3 Minuten.
Also fast nur 2 Mal 90 Sekunden
Die schaffe ich auch noch.
Danach kann ich abbrechen.
Und irgendwann war das MRT fertig.

Ich habe akzeptiert das es in meinem Leben wahrscheinlich häufiger so sein wird.

Aber hej das Ergebniss ist ich habe nicht abgebrochen.

Ich warte nicht mehr drauf das eines Morgens einfach alles gut ist.
Ich habe akzeptiert das in meinem Leben oft aussitzen an der Tagesordnung steht.

Ich bin etwas netter zu mir selbst geworden.
Ich wäre auch gerne eine bessere Ehefrau und Mutter.
Ich erinnere mich jeden Tag daran mein bestes zu geben.
Und mehr kann ich auch nicht.

Auch wenn ich das hier sooft lese.
Gebt der Therapie eine Chance.
Nicht die Hoffnung aufgeben.
Letztendlich ist es nicht der Therapeut der uns gesund macht.
Sie zeigen uns Wege.
Manchmal muss man ein wenig suchen.
Aber gehen müss n wir den Weg selber.

Ich habe eine mittelschwere Depression, Angststörung/Somatisierungsstörung, und eine Hypochondrie diagnostiziert bekommen.

Und ich glaube das wird immer Thema sein.
Mal mehr Mal weniger ausgeprägt.

15.10.2019 22:16 • x 15 #22921


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A


Dauerschwindel wer kennts? Eure Erfahrungen

x 3


M

Musketierin
Mitglied

Beiträge:
252
Themen:
3
Danke erhalten:
515
Mitglied seit:
Hallo Ihr Lieben,
wie gewohnt bin ich ja fast immer die letzte die schreibt, heute ist es für mich das letzte mal.
Ich werde mich nicht abmelden aber nicht mehr schreiben. Das hat nichts mit Euch zu tun sondern nur mit mir, meine zweite lange Angstphase im Leben habe ich überwunden. Ich leide seit meiner Kindheit unter Angststörung, aber akut temporär zwei mal in meinem Leben bisher. Sonst immer mal mit Symptomen behaftet aber nicht langfristig.Das letzte Mal jetzt von 2017 bis Mitte 2019 mit all den kreativen Möglichkeiten des Unterbewusstseins. Von Schwindel über Atemnot, Herzstolpern, Herzrasen, hohem Blutdruck, Durchfall, Übelkeit, ach alles was es so gibt. Bin 2018 dann mit Burnout komplett zusammen gebrochen.
Ich bin wieder im Arbeitsleben besser als je zuvor, ich habe erkannt was mich ausmacht und wo ich immer zu viel gegeben habe als bekommen habe. Ich lerne mühsam Grenzen zu setzen und auch mal nein zu sagen. Ich war komplett am Ende körperlich und seelisch.
Ich möchte euch alle noch einmal ermuntern, gebt nicht auf, es sind furchtbare Zeiten wo nichts geht.
Aber es gibt durchaus einen Weg daraus, Ihr müsst ihn für euch finden.
Mein Leben war von vielen schweren Schicksalsschlägen geprägt , ich weiss wovon ich rede. Aber wir hier sind alle stark. Ich wünsche euch allen hier das Ihr Euren Weg finden mögt. Meine Ratschläge habe ich hier gepostet, mehr kann ich nicht mehr dazu beitragen.
Ich wünsche Euch alles Glück dieser Welt, Ihr habe es verdient.
LG

10.01.2020 02:42 • x 12 #32220


Zum Beitrag im Thema ↓


Rose88
Hallo Minimami,

Ich habe zwar keinen Dauerschwindel, dementsprechend auch keine Erfahrung damit. Allerdings habe ich seit fast 8 Jahren, seit mein Sohn 3 Tage alt ist, psychisch bedingte Atemnot. Denkst du es liegt mit der Geburt in Verbindung? Ich frage weil du es ja auch kurz nach der Geburt deines Kindes bekommen hast.

Liebe Grüße

x 3 #2


M
Hallo Rose 88,

vielen Dank für deine liebe Antwort. .Ich denke das es mit der Geburt schon einen Zusammenhang geben kann.
Hab schon öfter im Internet von andren mutti s gelesen vom schwindel oder anderen Dingen direkt nach der Geburt.
Wie soll man sowas nur behandeln ?

x 3 #3


Rose88
Ich war mal beim Therapeuten aber da habe ich mich leider nicht wohl gefühlt, bin dann nicht noch einmal hin gegangen. Gestern hatte ich einen sehr schlechten Tag was meine "Panikattacken" betrifft, überlege nun es nochmal bei einem anderen Therapeuten zu versuchen und hoffe dass das vielleicht etwas hilft. Aber wieso kann eine Geburt so etwas mit der Psyche auslösen?

#4


M
Ich suche mir auch einen Therapeuten weil so ist es nicht mehr erträglich. .
Hmm das weiß ich leider nicht warum eine Geburt so etwas grausames auslösen kann. Sowas kann uns evtl ein guter Therapeut sagen . .
Was machst du wenn du die Atemnot bekommst?

#5


Rose88
ja ich verstehe das, kann es mitunter auch kaum ertragen. Vor allem nach so einer Attacke habe ich stänfig die Angst vor der nächsten.
Also wenn es nicht ganz so schlimm ist dann versuche ich einfach ruhig zu bleiben und durch die Nase ein und aus zu atmen und mich etwas abzulenken, meistens klappt das ganz gut. Mitunter wird es aber so schlimm dass ich dazu auch Schwindel und Herzrasen bekomme dann habe ich richtig Angst zu ersticken und werde auch ganz panisch. Laufe dann meistens total unkontrolliert hin und her weil ich dann selber nicht weiß was ich tun soll.
Und was machst du?

x 1 #6


M
Ohje das hört sich echt schlimm an.
Also ich kann mich kaum ablenken da der Schwindel 24 Stunden am Tag da ist . Aber ich versuch ihn soweit es geht ihn zu ignorieren . Aber er ist oft dann so schlimm sodass ich einfach nur noch liegen kann.

x 1 #7


Rose88
Ja ist es mit unter auch.
24std am Tag, jeden Tag? Das muss auch sehr schlimm sein.
Ich hoffe dass dir durch eine Therapie auch geholfen werden kann oder es zumindest besser wird.
Kaum vorstellbar was die Psyche alles anrichten kann.

#8


Dan31
Zitat von MiniMami30:
Kann Einen Punkt nicht richtig fixieren.


Genau das hab ich auch! Es ist einfach grausam zu wissen das das vllt für immer so sein wird!;-(

#9


Cloudsinthesky
Ich hab seit ca 3 Monaten mit Dauer Schwindel zu tun. Hatte einen lagerungsschwindel und seit dem immer Angst, wieder umzukippen.
Grad heut ist es wieder schlimmer. Hab es aber täglich 24h.
Eben dachte ich, dass ich umkippe. Das ist ein schlimmes Gefühl mit dem Schwindel.
Ich denk, dass er für Angst vor Kontroll Verlust stehen könnte (wobei das gerade wieder so heftig war, dass ich kaum an Psyche glauben kann).
Möglicherweise hast du was erlebt, das dir diese Angst eingepflanzt hat bei der Geburt... Macht bestimmt Sinn, zu einer Therapie zu gehen

x 2 #10


K
Seit ich an Panikattacken leide, also bereits mehreren Jahren, kenne ich das sehr gut. Es ist kein Drehschwindel, sondern eine Art Schwummrigkeit und subjektiv empfundene Gangunsicherheit. Besonders schlimm, wenn ich aufstehe oder den Kopf drehe und dabei neige hochschaue.

Objektiv gesehen, bin ich nicht unsicher und habe wegen dieses Gefühls auch noch keinen einzigen Ausfallschritt zur Seite hin tun müssen, um mich zu stabilisieren. Jedoch habe ich manchmal das Gefühl, ich hätte Watte im Kopf oder die Schädeldecke würde gleich abheben. Das verstärkt dann das Gefühl des Schwindels noch weiter.

Einmal wurde bei mir ein blockierter Rückenwirbel diagnostiziert und manuell korrigiert. Da war es wieder eine Zeit weg.

LG
Konstantin

#11


Cloudsinthesky
Bei mir ist das heute wieder besonders schlimm. Drückt auf die Augen, bin total down.
Augen fühlen sich an, als hätte ich stundenlang geheult und der Kreislauf ist irgendwie auch down... Bin lahm wie eine Schnecke, alles zieht nach unten

#12


Dan31
Das gefühl das es einen nach unten zieht kenne ich auch sehr gut...dazu kommt das ständig schwanken und die erwartung das sich gleich meine optik verschiebt...
wenn es mich so nach unten zieht fallen mir kleine dinge wie duschen usw irgendwie sehr schwer..hoffe das wird ENDLICH mal leichter...

x 2 #13


Cloudsinthesky
Ja, so kenn ich es auch. Gerade das, mit der Optik ist auch bei mir so.
Ich kann das, alles nicht verstehen. Jeder Tag ist echt unendlich anstrengend Sad

x 2 #14


Speedymaus
Ich kenne das auch sehr gut. Hab diesen Schwindel auch die ganze Zeit. Gestern war es ganz schlimm, dachte ich kann mich
nicht mehr auf den Beinen halten..alles so furchtbar anstrengend. Heute ist wieder ein besserer Tag trotzdem ist alles
wackelig und man fühlt sich so unsicher auf den Beinen. Sad Am schrecklichsten finde ich aber das Gefühl gleich umzukippen,
was ja nicht passiert, aber dieser Moment ist immer so schrecklich. stirnrunzeln
Denke mir auch oft was ist wenn der mist einfach für immer bleibt? seufzen

x 7 #15


Cloudsinthesky
Das ist echt sehr schwer auszuhalten.. Es macht mich so traurig und fertig.
Alles was Freude macht kann ich nicht mehr fühlen. Es ist wie in Watte.
Heute hatte ich wie gestern einen schlechten Tag.
Bei guten Tagen komm ich mit dem schwanken besser klar, weg ist es eigentlich nie Sad

Denke auch oft, dass ich jetzt gleich weg kippe... Es passiert nie bis jetzt...

x 1 #16


Dan31
Zitat von Cloudsinthesky:
Ja, so kenn ich es auch. Gerade das, mit der Optik ist auch bei mir so.
Ich kann das, alles nicht verstehen. Jeder Tag ist echt unendlich anstrengend Sad


Ist es denn bei dir auch so wenn du denkst dir verschiebt es gleich die Optik das du kurzzeitig meinst der Schrank zb verschiebt sich und gleich verschiebt sich alles?

#17

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M
Hallo zusammen,

ich kenne das leider auch sehr gut, so eine Art Benommenheitsschwindel... bei mir ist/war das psychisch bedingt. Es ist echt nicht schön so ein Zustand Sad

x 1 #18


Cloudsinthesky
Bei mir ist es so, dass ich denke es rutscht gleich alles weg und manchmal ist es dann gefühlt auch so ich weiß nicht... Der Körper schwankt auch sehr

Bedingt durch den lagerungsschwindel hatte ich das, das es sich zur Seite wirklich verschoben hat, gefühlt und ich fast umgefallen wär.
Seit dem ist diese Angst da

Vor allem hab ich oft das Gefühl, das Gehirn ist irgendwie zu langsam für die Bewegung.
Zb Dreh ich den Kopf und irgendwie dauert es, bis das Gehirn nach kommt..

x 1 #19


Speedymaus
Heute ist es bei mir auch wieder so ekelig. Schon wenn ich sitze ist es als würde ich auf einer Luftmatratze auf
dem Wasser sitzen, die Beschreibung trifft es irgendwie haargenau wie sich das anfühlt. Wenn ich stehe oder
laufe fühlt es sich an als wäre der Boden nicht fest, als wenn man einsinkt. Und das Gefühl jeden Moment weg zu
kippen ist natürlich auch wieder dabei. stirnrunzeln Ein schrecklicher Zustand ist das. Sad Manche Tage bringen einen echt
total an die Grenzen.

Bei mir ist das ganze auch immer mit so einer furchtbaren Benommenheit verbunden, gefühlt bin ich gar nicht
richtig da und alles wackelig und schwummrig...

x 1 #20


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Dr. Matthias Nagel
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