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Angstgehweg

10.12.2017 19:44 • 29.04.2021 #1


245 Antworten ↓


Isa1982
Ich pinne mich mal mit fest. Denn auch ich hab einen zwar nicht ganz so langen Leidensweg wie du hinter mir aber auch lang genug.

Symptome sind in etwa gleich, wie bei dir:
- Schwindel ( GSD nicht mehr täglich )
- Kopfschmerzen
- aufgeblähter Bauch
- Verspannungen
- Konzentrationsstörungen
- Schmerzen um den Brustkorb ( jetzt aktuell seit fast drei Wochen )
- Ab und an Kieferschmerzen

Untersuchungen sind alle durch aber es wird nichts gefunden. Egal bei welchem Arzt ich war. Ich habe nichts..... Außer Verspannungen.
Es nervt langsam! Und ich habe keine Lust mehr.

Mal sehen, ob sich wer findet, der uns Tipps geben kann.

Ich drücke uns beiden die Daumen, dass alles gut wird.

11.12.2017 13:21 • x 2 #2



Chronische Verspannungen Rücken, Nacken, Kopf-was tun?

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Angstgehweg
Es ist ja schon eine Erleichterung zu hören, dass ich offensichtlich nicht der einzige mit einem Problem bin, für das es keine Erklärung und auch offensichtlich keine Hilfe gibt.

Auch heute geht es mir mal wieder richtig dreckig. Vorher bin ich schon eingeschlafen, aber wieder aufgewacht, weil mich diese schei. Symptome (extrem aufgebläht, Hitzewallungen, Schwindel, etc.) nicht mal schlafen lassen...

Es ist einfach zum Verzweifeln...
Ich überlege ob ich morgen früh nicht mal wieder zum ärztlichen Wochenenddienst fahren soll, weil es mir einfach so dreckig geht. Der wird dann wieder standardmäßig alles durchchecken, mir wieder sagen das ich fit wie ein Turnschuh bin, obwohl ich wegen den Symptomen fast nicht mehr stehen kann (ist wirklich schon passiert) und mich nach Hause schicken...

Wenn ich nur wüsste was ich dagegen tun kann...

15.12.2017 20:23 • #3


Joyou
Hey Angstgehweg,

kann dich sehr gut verstehen und du bist nicht allein.
Ich könnte dir nun eine endlos lange Auflistung meiner Symptome der letzten 5-6 Wochen schicken, aber ich verschone dich lieber.
Deine Symptome kommen mir aber (fast) alle bekannt vor.
Aktuell überwiegt Übelkeit, Rücken- und Kopfschmerzen, sowie Probleme beim Sehen.
Mir geht es aktuell auch sehr mies und am kommenden Montag habe ich einen MRT Termin und dieser lässt mich nicht zur Ruhe kommen.
Ständig irgendwelche Symptome und natürlich die volle Ladung Angst.

Hast du deine Schmerzen auch schon spezifischer untersuchen lassen oder lediglich beim HA?
Wichtig ist zu lernen dem Arzt zu vertrauen und das eben nicht nur 24 Stunden lang.

LG

15.12.2017 21:18 • #4


Hallo @angstgehweg!
Wie fühlt sich denn dein Dauerschwindel an? Leide auch seit Wochen darunter und weiß einfach nicht weiter.

LG

15.12.2017 22:53 • #5


Meerestropfen
Hallo Angstgehweg, hast dus schon mal mit der Bioenergetik versucht? Das ist eine Methode bei der der Therapeut direkt mit den körperlichen Verspannungen arbeitet, um die zugehörigen Emotionen aufzudecken und dann abzureagieren. Klingt so als könnte es dir helfen. Alles Gute!

16.12.2017 04:46 • #6


Angstgehweg
Hey,

Bei mir ist einfach schon seit über einer Woche diese Hitze am oberen Rücken und Nacken, begleitet von Schwindel (fühlt sich schwer beschreibbar an, irgendwie ein Benommenheitsschwindel) und Verspannungen... die machen mich komplett verrückt. Habe schon die Befürchtung das ich etwas bei den Nerven habe. Es ist dabei nicht unbedingt ein Schmerz sondern ein unbeschreibliches Gefühl, das ekelhafter nicht sein könnte. Dazu habe ich im Laufe eines Tages immer wieder Schwächeanfälle. Das führte die letzten Tage dazu, dass ich schon in der Früh Angst vor den Symptomen hatte/habe und ich generell komplett gerädert bin. Am liebsten würde ich mich ja hinlegen, aber durch diese dauernde Angespanntheit kann ich auch nicht oder zumindest nur ganz schlecht schlafen!

Ich weiß einfach nicht mehr weiter...auf der einen Seite hat mir mein Kopf schon alles mögliche vorgespielt und es ist immer wieder vorübergegangen...meist bin ich zum Arzt gelaufen, der hat gesagt ich hab nichts und ich bin wieder heimgeschickt worden... auf der anderen Seite lässt es mich nicht los, dass ich schnellstmöglich reagieren muss, weil es könnte was sein, wo ich so bald wie möglich eine Untersuchung brauche/Gegenmaßnahmen brauche und die Symptome halt auch einfach unerträglich sind...

Ich weiß nicht wie lange ich das noch aushalte...es ist zum Verzweifeln und scheinbar kann mir auch keiner helfen ich frage mich einfach wie das weiter gehen soll...

Was hattet Ihr alles schon?

Danke für den Tipp mit der Bioenergetik...werde ich mir mal näher anschauen...

17.12.2017 01:12 • #7


Joyou
Guten Morgen,

du hast ja anfangs selber geschrieben das du denkst das es von der Psyche kommt.
Das denke ich auch wenn ich mir das so durchlese.
Mir geht es momentan sehr ähnlich, nur das mir zudem ständig übel wird.
Hast du schon eine Psychotherapie gemacht und wenn ja, wie hat sie geholfen und was habt ihr zusammen erarbeiten können?

LG

17.12.2017 12:14 • #8


Angstgehweg
Hallo Joyou,

heute gehts bis jetzt wieder etwas besser, also kommt auch wie immer der rationale Verstand zurück.
Und ja, ich weiß es das mir die Psyche oft einen Strich durch die Rechnung macht, diese ganz üblen Symptome-Phasen sind aber wirklich zum Druchdrehen...da hilft es auch nichts wenn ich nichts zu tun habe, denn ich kann mich dann unmöglich entspannen.
Ja, ich mache schon seit ca. 1,5 Jahren eine Psychotherapie (verschiedene Arten --> vorher mehr in die Richtung Tiefenpsychologie, jetzt mehr in das Thema Verahltenspsychologie) ich finde durchaus das es was bringt, vor allem finde ich es wichtig, das dir ein Psychologie ein Verständnisgefühl gibt. Das hatte ich bei vielen Ärzten nicht. Hab auch lange Physiotherapie gemacht, das mir auch viel gebracht hat (auch weil mein Physiotherapeut mich ernst genommen hat und ich quasi eine Psychotherapie dazu bekommen habe)
Von der Psychotherapie hat mir persönlich die Verhaltenstherapie mehr gebracht, da identifiziert man vorallem die Gründe die über die Laufe der Jahre dazu geführt haben, dass Seele und Körper aus der Spur gefunden haben. z.B. scheint bei mir das Thema Geborgenheit verloren gegangen zu sein mit dem Tod meines Vaters... ich habe nach wie vor meine Familie (Mutter und Bruder) und wir verstehen uns super, jedoch sind bei jedem von uns, durch das Zerbrechen der Familie, Wunden bzw. Narben übrig geblieben, die alles vermutlich nie wieder so sein werden lassen, wie es mal war. Das heißt, es ist schwer mit meiner Familie über bestimmte Themen zu sprechen, weil jeder involviert ist. Da ist es mit neutraleren Personen aktuell leichter (Freunden oder Freundin (aktuell habe ich aber keine Freundin, ich arbeite aber daran ))

Übelkeit habe ich bei mir gar nicht mehr aufgezählt, kenne ich aber auch zu gut... bei mir wird eigentlich alles durch chronische Verspannungen ausgelöst (auch z.B. die Übelkeit)... ich glaube ich habe einfach über die Jahre (mit dem Tod meines Vaters, Studium, Arbeit) verlernt mich zu entspannen und muss diese Sicherheit meinen Körper langsam aber sicher wiedergeben... ich denke ich bin auf einen guten Weg, aber leider noch lange nicht am Ziel...

17.12.2017 15:33 • #9


Joyou
Hallo Angstgehweg,

Schön das es dir heute besser geht.

Das klingt auf jeden Fall alles sehr einleuchtend. Die Gründe deiner Ängste und die daraus resultierenden psychosomatischen Beschwerden sind ja absolut nachvollziehbar.
Ich habe mir vor einigen Tagen das Buch "Panikattacken loswerden" von Klaus Bernhardt gekauft.
Kann dieses nur empfehlen!
Hierbei geh um eine Psychtherapie, welche auf die moderne Hirnforschung aufgebaut ist und von den "herkömmliche" Psychotherapien abweicht.
Hier lernst du auch einige Techniken um deine Ängste loszuwerden.
Ein kostenloses Podcast gibt es auch auch seiner HP.

Ich wünsche dir das du sehr bald eine richtig tolle Freundin findest. Ein guter Freund bzw. Eine gute Freundin ist wirklich hilfreich und wichtig.

Hast du dich schon mit Entspannungstechniken beschäftigt?

LG

17.12.2017 20:02 • #10


Angstgehweg
Hallo zusammen,

leider muss ich mich schon wieder melden, weil es mir einfach schon wieder so schlecht geht...
Eigentlich sind die Symptome wieder die selben... einzig mit dem Unterschied das ich die letzten Tage einfach so extrem merke, dass meine Nerven (vorallem wieder im oberen Rücken) nicht mehr zur Ruhe kommen und ich so nur sehr schlecht schlafe, extrem gereizt bzw. sofort durch alles überlastet bin.... dadurch brennt mein Rücken wieder seit Tagen wie Feuer und ich komm einfach nicht weg davon, weil es so extrem unangenehm ist und die Gedanken nicht aufhören zu kreisen.
Ich weiß das es durch die Angst bzw. dem Gedankenkreisen ausgelöst wird und der Sympathikus ständig anfährt...aber ich kann es einfach nicht abstellen, weil mich die Angst wie das weitergehen soll nicht loslässt. Es ist mir einfach bewusst, dass das auf Dauer so nicht gut gehen wird. Irgendwann wird die Dauerbelastung mich in die Knie zwingen und ich mich in einem Burnout oder ähnlichem wiederfinden. Ich könnte dabei nicht sagen, ob das bereits morgen oder erst in 5 Jahren sein wird.

Eigentlich hätte ich jetzt Urlaub und Zeit zum entspannen, das Gegenteil ist aber der Fall. Desto mehr Ruhe ich habe, desto stärker sind die Symptome und ich komme überhaupt nicht runter. Ich würde so gerne die Feiertage mit meiner Familie genießen können, aber das Leiden ist unendlich und ich bin so gereizt, dass selbst reden von anderen Personen, der Kirchenchor oder das Hören von Schritten mich total überlastet. Ich will aber meiner Familie nicht die Feiertage ruinieren und stelle mich so, als wäre alles in Ordnung. In Wahrheit könnte ich aber aus der Haut fahren...wenn nur irgendwas helfen würde.
Ich frage mich halt, wie ich das jemals wieder hinkriegen soll... mittlerweile habe ich diese Symptome einfach mehrmals pro Tag...ich würde so gerne schlafen, aber sobald ich mich hinlege, pocht mein Herz, sodass ich es im ganzen Körper spüre.

Die Theorie dahinter ist mir klar, nur kann ich den Teufelskreis nicht durchbrechen, da ich vor allem das Gefühl habe, dass mir die Zeit vor einem Nervenzusammenbruch davon läuft...und dann ist mein Leben endgültig zerstört...alles wofür ich solange gekämpft habe wird dann unerreichbar. Mir ist auch klar, dass diese Gedankengänge das Ganze nur noch schlimmer machen, aber ich kann nicht anders.

Ich mache unendlich viele Dinge dagegen. Eigentlich alles was man immer wieder so liest im Internet bzw. gesagt bekommt. Viel Sport, viel mit Freunden, mehr Zeit für mich, habe mit der Arbeit massiv zurückgesteckt, etc. aber es wird alles trotzdem immer schlimmer... Anfang Jänner fange ich mit Mindfulness Based Stress Reduction an (neben der Psychotherapie)...aber ich habe selbst das Gefühl, dass ich nicht mal mehr diese 2 Wochen überstehen kann, so wie meine Nerven dauergereizt sind... und ich weiß einfach nicht warum

Ich weiß eigentlich nicht mal warum ich schon wieder hier schreibe...ich kann einfach nicht mehr und wollte mir wohl das ganze mal etwas von der Seele schreiben...

Wünsch euch schöne Feiertage

25.12.2017 14:39 • #11


Isa1982
Dafür ist das Forum da! Sich einfach alles von der Seele zu schreiben.
Schade, dass es dir im Moment wieder so schlecht geht.
das schwierigste bei dir finde ich jetzt, dass du deiner Familie zu liebe "Friede Freude Eierkuchen" vorspielst.
Wissen sie denn nicht, wie es dir im allgemeinen geht? Können sie dich nicht unterstützen?

Ich drücke dir die Daumen, dass es bald bergauf geht!

27.12.2017 12:43 • x 1 #12


Angstgehweg
Hallo Isa1982,

Danke für Deinen Beitrag!
das mag komisch wirken, hat aber einen einfachen Grund. Ich glaube dadurch wird einfach alles wieder noch schwieriger, den ich will nicht das es ihnen schlecht geht, weil das Ganze schon wieder "aufgewärmt" wird. Da ist es mir lieber mir selbst geht es schlecht. Sie wissen aber im übrigen schon, dass es mir nicht gut geht, jedoch nicht in welchem Ausmaß.
Mir ist schon klar, dass das zu einem gewissen Punkt eine "Selbstgeißelung" ist, aber ich würde mir vermutlich mehr Sorgen machen, als es mir bringt. Zur Aufarbeitung wende ich mich daher lieber an Personen, die etwas mehr außenstehend sind. z.B. meinen Psychotherapeuten.

Aktuell geht es von den Symptomen halbwegs... zu schaffen macht mir aktuell die etwas gedrückte Stimmung (obwohl ich keinen Grund dazu habe) als auch die innere Unruhe die ich jedes mal nach dem Schlafen verspüre. Im Schlaf werde ich von meinen Träumen, oder was auch immer so dermaßen unter Druck/Stress gesetzt, dass ich komplett gerädert aufwache und dann erstmal den Tag schaffen muss... wundert mich daher nicht, dass ich immer komplett fertig bin. Auch hier wäre ich über jeden Tipp dankbar, wie man das in den Griff bekommen könnte.
Außerdem glaube ich sollte ich mit meinem Psychotherapeuten den Tod meines Vaters aufarbeiten, irgendwie hab ich das Gefühl, dass ich das die letzten 3 Jahre nur verdrängt habe...leider habe ich keine Ahnung wie man sowas aufarbeiten könnte... kann mir diesbezüglich wer Tipps geben?

Danke.

29.12.2017 18:51 • #13


Isa1982
Ich hatte es auch lange Zeit dass ich nach dem schlafen mit totaler Unruhe aufgewacht bin. Das ist gott sei dank so gut wie weg.
Allerdings leide ich jetzt unter totaler Verspannung im Oberkörper was auch nicht gerade einen guten Schlaf fördert.

Ich kann deine Beweggründe verstehen warum du deiner Familie nicht das volle Ausmaß sagst. Nur ob es hilft? Aber schon mal gut dass du mit deinem Therapeut darüber sprichst.
Er wird auch wissen wie du den Tod deines Vaters aufarbeiten kannst.

29.12.2017 20:41 • x 1 #14


Angstgehweg
Hallo Isa1982,

Danke für Deine Nachricht!
Hast Du den Grund für die innere Unruhe finden können oder ist es einfach von alleine weggegangen?
An chronischen Verspannungen leide ich auch...die Verspannungen kommen einfach regelmäßig und sind so massiv, dass ich diese tagelang oder gar wochenlang nicht mehr wegbekomme... Probleme habe ich dabei hauptsächlich im Nacken und den oberen Rücken... dazu zieht es immer leicht im Hinterkopf, was wohl auf ein massives Stressproblem hindeutet. Ich denke am wichtigsten wäre zu ergründen, warum ich ständig unterbewusst unter Strom/Stress bin...

Was war vermutlich bei Dir der Auslöser?

Ich denke schon das es so besser ist, den wie bereits gesagt, glaube ich, dass ich mir dann einfach wieder zu viele Gedanken machen würde ob es meiner Familie gut geht.

31.12.2017 00:46 • #15


Isa1982
Ich habe Medikamente gegen die Unruhe genommen. Genau genommen nehme ich sie immer noch.
Auslöser War ein völlig misslungener zahnaztbesuch. Mir ging es danach so schlecht und ich hab mich in Alles rein gesteigert. Dann kamen die Depressionen. ...
naja ich hoffe dass ich jetzt nach und nach die Baustellen besiegen kann. Ich kann wieder etwas positiver in die Zukunft sehen.

31.12.2017 11:31 • #16


Angstgehweg
Hallo Isa1982,

Welche Medikamente nimmst du? Helfen sie dir?

Ich bin heute mal wieder komplett fertig. Seit kurzem habe ich auch noch Durchschlafprobleme die mich komplett fertig machen. Mir ist gerade schwindelig, ich habe Kopfschmerzen, mir ist schlecht, bin unkonzentriert, ich bin eigentlich todmüde, aber kann nicht schlafen...dieser unterbewusste Stress bringt mich irgendwann ins Grab und ich komme einfach nicht dahinter warum sich das mehr und mehr aufschaukelt.
Wenn dieses unendliche Leiden doch endlich aufhören würde

Ich versuche ständig herauszufinden was mein Problem ist, aber ich lese immer nur die Theorie (die mir ja eingeht und ich verstehe) und was die Folgeerkrankungen von Stress sind. Toll...und alles was man dagegen machen soll, mache ich schon längst... Sport, versuchen zu entspannen, Stress möglichst vermeiden, Freunde treffen, etc... z.B. mehr Sport wie ich mache kann ich garnicht mehr machen, denn da fehlt schlicht und einfach die Zeit. Es gibt einfach offensichtlich nichts was mir helfen kann, außer mich irgendwann mit Tabletten vollzupumpen und mich quasi dauerhaft unter Dro. zu setzen. Welch tolle Aussichten.
Diese Woche habe ich noch Urlaub, aber leider kann ich mich null erholen, weil ich tagtäglich nur damit beschäftigt bin nicht weg zu sterben. Jeder Tag ist eine einzige Qual. Natürlich hebt das auch nicht gerade die Stimmung, wodurch ich wohl mehr und mehr gefährdet bin eine Depression, Burnout oder ähnliches zu entwickeln...

Gibt es den keine Hoffnung mehr für mich?

03.01.2018 09:12 • #17

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Isa1982
Natürlich gibt es noch Hoffnung für dich! Auch wenn du es jetzt vielleicht noch nicht siehst!
Und sei mir nicht böse, aber so wie du schreibst, bist du schon in einer Depression....

Mir hat Opipramol gut geholfen. Es ist in erster Linie erst mal ein beruhigendes Medikament.

Ich finde es aber sehr toll, dass du dich noch zum Sport aufraffen kannst - ich konnte es in meiner schlimmsten Zeit nicht.
Vielleicht solltest du auch aufhören ständig danach zu suchen, was dein Problem sein könnte.
Du bist körperlich gesund - jetzt muss eben noch die Psyche nachziehen.
Das ist kein einfacher Weg, aber es sind ihn schon viele gegangen und haben gewonnen!

03.01.2018 12:11 • x 1 #18


Angstgehweg
Hallo Isa1982,

Danke für Deine Antwort!
Ja die sehe ich wirklich nicht, den wenn es zumindest langsam, aber sicher besser werden würde, hätte ich vielleicht Hoffnung. Stattdessen wird es immer schlimmer und das obwohl ich alles mir mögliche dagegen mache.
Kann ja wirklich sein, dass ich bereits eine Depression habe. Mit diesen Zuständen die ich durchleben muss, würde mich das aber auch nicht wundern.
Auch finde ich es ja so schwierig, dass immer wieder neue Sachen hinzukommen, ohne das ich die anderen lösen hab können. Und ich habe Angst davor, dass mich diese Zusatzlasten irgendwann zum einknicken bringen und ich dann die Hoffnung auf ein normales Leben entgültig begraben kann.

Ich habe heute zum ersten mal ein Medikament genommen (halbe Xanor - Benzo) und somit für mich eine Schwelle überschritten, die ich nie überschreiten wollte. Was aber noch viel schlimmer ist, dass ich nach wie vor keinen Plan hab, wie ich das jemals wieder hinbringen soll. Alles was im Internet so steht, was mir Therapeuten sagen, etc. alles verdammt mache ich und es scheint trotzdem immer schlimmer zu werden... Wenn ich doch nur mit meinem Unterbewusstsein reden und es mir sagen könnte was mir fehlt. Ich würde es sofort abstellen/ändern oder was auch immer...

Sport ist eigentlich sogut wie das Einzige das mir noch Spaß macht und bei dem ich zumindest irgendsowas wie Vorfreude empfinden kann. Eher muss ich mich von Woche zu Woche schleppen, damit ich jeweils 1,5 Stunden (meist am MO und DI) leben kann und nicht nur leiden muss. Auch meine Arbeit mag ich sehr, aber die ist mit diesen Zuständen meist auch nur anstrengend, weil mein Job halt, wie jeder andere auch, anspruchsvoll ist. (Und nein, ich fühle mich von der Arbeit eigentlich nicht überfordert)
Ich würde es so gerne beruhen lassen, aber wie soll die Psyche gesund werden, wenn ich nicht weiß was der Seele fehlt... Hat es bei Dir nicht auch irgendwann Klick gemacht und bist draufgekommen, was das Ganze verursacht hat? Wenn man z.B. die Grippe hat und diese als solche erkennt, dann kann ich das Richtige tun, um die Genesung zu ermöglichen (schlafen, Tee trinken, die passenden Medikamente nehmen). Ich tappe aber nur im Dunkeln und mutmaße was mir fehlt bzw. muss mich auf Diagnosen einzelner verlassen. Gleichzeitig wird es immer schlimmer... wenn das nicht beängstigend ist, was dann?
Ich habe auch immer das Gefühl mir rennt die Zeit davon. Das Stress über kurz oder lang zu Folgeschäden führt ist halt nunmal ein Fakt den man nicht so einfach wegwischen kann...und das will ich garnicht abstreiten, dass ich Angst davor habe, mein restlichen Leben nur mehr leiden zu müssen und nie mehr soetwas wie Freude oder Glück empfinden zu können.
Den schwierigen Weg muss ich leider schon seit 3 Jahren gehen...auch werde ich ihn weitergehen, denn mir bleibt ohnehin nichts anderes über als das. (Einen Ausweg würde es natürlich auch noch geben, aber der ist für mich keine Option)

Trotzdem vielen Dank für Deine Worte!
Liebe Grüße

03.01.2018 14:26 • #19


Isa1982
Zitat von Angstgehweg:
Hallo Isa1982,

Danke für Deine Antwort!
Ja die sehe ich wirklich nicht, den wenn es zumindest langsam, aber sicher besser werden würde, hätte ich vielleicht Hoffnung. Stattdessen wird es immer schlimmer und das obwohl ich alles mir mögliche dagegen mache.


Vielleicht machst du nun einfach zu viel. Ich meine damit, dass du eventuell schon so fest gefahren bist, dass du einfach nicht mehr locker lassen kannst. Zumindest nicht im Moment.

Zitat von Angstgehweg:
Kann ja wirklich sein, dass ich bereits eine Depression habe. Mit diesen Zuständen die ich durchleben muss, würde mich das aber auch nicht wundern.
Auch finde ich es ja so schwierig, dass immer wieder neue Sachen hinzukommen, ohne das ich die anderen lösen hab können. Und ich habe Angst davor, dass mich diese Zusatzlasten irgendwann zum einknicken bringen und ich dann die Hoffnung auf ein normales Leben entgültig begraben kann.


Die Hoffnung bitte niemals begraben, egal wie dunkel der Weg im Moment ist! Es ist heilbar!


Zitat von Angstgehweg:
Ich habe heute zum ersten mal ein Medikament genommen (halbe Xanor - Benzo) und somit für mich eine Schwelle überschritten, die ich nie überschreiten wollte. Was aber noch viel schlimmer ist, dass ich nach wie vor keinen Plan hab, wie ich das jemals wieder hinbringen soll. Alles was im Internet so steht, was mir Therapeuten sagen, etc. alles verdammt mache ich und es scheint trotzdem immer schlimmer zu werden... Wenn ich doch nur mit meinem Unterbewusstsein reden und es mir sagen könnte was mir fehlt. Ich würde es sofort abstellen/ändern oder was auch immer... .


Wer hat dir denn das Medi verschrieben? Das ist soweit ich weiß ein ziemlich heftiges Medikament.
Vorher hast du noch nie was genommen?
Und nochmal, vielleicht machst du einfach zu viel. Du willst und willst und dadurch versteifst du dich so sehr darauf, dass es immer weiter in die falsche Richtung geht.
Weißt du was ich meine?

Zitat von Angstgehweg:
Sport ist eigentlich sogut wie das Einzige das mir noch Spaß macht und bei dem ich zumindest irgendsowas wie Vorfreude empfinden kann. Eher muss ich mich von Woche zu Woche schleppen, damit ich jeweils 1,5 Stunden (meist am MO und DI) leben kann und nicht nur leiden muss. Auch meine Arbeit mag ich sehr, aber die ist mit diesen Zuständen meist auch nur anstrengend, weil mein Job halt, wie jeder andere auch, anspruchsvoll ist. (Und nein, ich fühle mich von der Arbeit eigentlich nicht überfordert)
Ich würde es so gerne beruhen lassen, aber wie soll die Psyche gesund werden, wenn ich nicht weiß was der Seele fehlt... Hat es bei Dir nicht auch irgendwann Klick gemacht und bist draufgekommen, was das Ganze verursacht hat? Wenn man z.B. die Grippe hat und diese als solche erkennt, dann kann ich das Richtige tun, um die Genesung zu ermöglichen (schlafen, Tee trinken, die passenden Medikamente nehmen). Ich tappe aber nur im Dunkeln und mutmaße was mir fehlt bzw. muss mich auf Diagnosen einzelner verlassen. Gleichzeitig wird es immer schlimmer... wenn das nicht beängstigend ist, was dann?
Ich habe auch immer das Gefühl mir rennt die Zeit davon. Das Stress über kurz oder lang zu Folgeschäden führt ist halt nunmal ein Fakt den man nicht so einfach wegwischen kann...und das will ich garnicht abstreiten, dass ich Angst davor habe, mein restlichen Leben nur mehr leiden zu müssen und nie mehr soetwas wie Freude oder Glück empfinden zu können.
Den schwierigen Weg muss ich leider schon seit 3 Jahren gehen...auch werde ich ihn weitergehen, denn mir bleibt ohnehin nichts anderes über als das. (Einen Ausweg würde es natürlich auch noch geben, aber der ist für mich keine Option)

Trotzdem vielen Dank für Deine Worte!
Liebe Grüße


Ja, es ist beängstigend - sogar sehr, da es einfach nichts körperlich messbares ist.
Einen richtigen Klick gab es bei mir nicht und ich bin auch noch nicht ganz über den Berg. Aber ich sehe zumindest schon die Spitze. Manchmal falle ich auch ein paar Schritte zurück, aber ich gebe nicht auf. Warum sollte ich auch? Das Leben hält noch so viel für mich bereit und garantiert auch viel positives.
Ich suche auch nicht mehr nach dem Grund, wieso weshalb, warum. Es ist geschehen. Ich habe es akzeptiert, dass ich eine Weile nicht richtig funktioniert habe ( und wie schon gesagt es auch Tage gibt an denen es immer noch so ist. ) Ich heule dann, ich schreie dann, ich zweifle an mir und der Welt, aber dann denke ich wieder: NEIN, ich mache weiter! Das geht vorüber!
Ich bin sehr froh zu lesen, dass der letzte Ausweg keine Option für dich ist!

Hast du dich denn mal eingehend mit dem Thema Depression befasst? Ich hab ein sehr gutes Buch dazu gelesen ( zumindest finde ich es gut ). Von Dr. Rolf Merkle, "wenn das Leben zur Last wird". Darin wird auch geschrieben, dass man erst mal kleine Schritte gehen soll und vielleicht solltest du das auch tun. Kleine Schritte immer in die richtige Richtung.

Darf ich nochmal genauer fragen, was du alles tust? Sport weiß ich ja, und einen Therapeuten hast du auch... Und weiter?
Schaffst du dir Ruhezonen?
Wie sieht es denn eigentlich bei dir mit rauchen aus ( hatte ich das schon gefragt? ) und wie geht es eigentlich deinem Bauch? Grummeln, Übelkeit etc?

Nicht den Kopf in den Sand stecken! Lass uns doch, wenn du willst einen Teil des Weges zusammen gehen...

LG Isa

03.01.2018 14:54 • #20



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