Zitat von Angstgehweg:Hallo Isa1982,
Danke für Deine Antwort!
Ja die sehe ich wirklich nicht, den wenn es zumindest langsam, aber sicher besser werden würde, hätte ich vielleicht Hoffnung. Stattdessen wird es immer schlimmer und das obwohl ich alles mir mögliche dagegen mache.
Vielleicht machst du nun einfach zu viel. Ich meine damit, dass du eventuell schon so fest gefahren bist, dass du einfach nicht mehr locker lassen kannst. Zumindest nicht im Moment.
Zitat von Angstgehweg:Kann ja wirklich sein, dass ich bereits eine Depression habe. Mit diesen Zuständen die ich durchleben muss, würde mich das aber auch nicht wundern.
Auch finde ich es ja so schwierig, dass immer wieder neue Sachen hinzukommen, ohne das ich die anderen lösen hab können. Und ich habe Angst davor, dass mich diese Zusatzlasten irgendwann zum einknicken bringen und ich dann die Hoffnung auf ein normales Leben entgültig begraben kann.
Die Hoffnung bitte niemals begraben, egal wie dunkel der Weg im Moment ist! Es ist heilbar!
Zitat von Angstgehweg:Ich habe heute zum ersten mal ein Medikament genommen (halbe Xanor - Benzo) und somit für mich eine Schwelle überschritten, die ich nie überschreiten wollte.

Was aber noch viel schlimmer ist, dass ich nach wie vor keinen Plan hab, wie ich das jemals wieder hinbringen soll. Alles was im Internet so steht, was mir Therapeuten sagen, etc. alles verdammt mache ich und es scheint trotzdem immer schlimmer zu werden... Wenn ich doch nur mit meinem Unterbewusstsein reden und es mir sagen könnte was mir fehlt. Ich würde es sofort abstellen/ändern oder was auch immer...

.
Wer hat dir denn das Medi verschrieben? Das ist soweit ich weiß ein ziemlich heftiges Medikament.
Vorher hast du noch nie was genommen?
Und nochmal, vielleicht machst du einfach zu viel. Du willst und willst und dadurch versteifst du dich so sehr darauf, dass es immer weiter in die falsche Richtung geht.
Weißt du was ich meine?
Zitat von Angstgehweg:Sport ist eigentlich sogut wie das Einzige das mir noch Spaß macht und bei dem ich zumindest irgendsowas wie Vorfreude empfinden kann. Eher muss ich mich von Woche zu Woche schleppen, damit ich jeweils 1,5 Stunden (meist am MO und DI) leben kann und nicht nur leiden muss. Auch meine Arbeit mag ich sehr, aber die ist mit diesen Zuständen meist auch nur anstrengend, weil mein Job halt, wie jeder andere auch, anspruchsvoll ist. (Und nein, ich fühle mich von der Arbeit eigentlich nicht überfordert)
Ich würde es so gerne beruhen lassen, aber wie soll die Psyche gesund werden, wenn ich nicht weiß was der Seele fehlt...

Hat es bei Dir nicht auch irgendwann Klick gemacht und bist draufgekommen, was das Ganze verursacht hat? Wenn man z.B. die Grippe hat und diese als solche erkennt, dann kann ich das Richtige tun, um die Genesung zu ermöglichen (schlafen, Tee trinken, die passenden Medikamente nehmen). Ich tappe aber nur im Dunkeln und mutmaße was mir fehlt bzw. muss mich auf Diagnosen einzelner verlassen. Gleichzeitig wird es immer schlimmer... wenn das nicht beängstigend ist, was dann?
Ich habe auch immer das Gefühl mir rennt die Zeit davon. Das Stress über kurz oder lang zu Folgeschäden führt ist halt nunmal ein Fakt den man nicht so einfach wegwischen kann...und das will ich garnicht abstreiten, dass ich Angst davor habe, mein restlichen Leben nur mehr leiden zu müssen und nie mehr soetwas wie Freude oder Glück empfinden zu können.
Den schwierigen Weg muss ich leider schon seit 3 Jahren gehen...auch werde ich ihn weitergehen, denn mir bleibt ohnehin nichts anderes über als das. (Einen Ausweg würde es natürlich auch noch geben, aber der ist für mich keine Option)
Trotzdem vielen Dank für Deine Worte!
Liebe Grüße
Ja, es ist beängstigend - sogar sehr, da es einfach nichts körperlich messbares ist.
Einen richtigen Klick gab es bei mir nicht und ich bin auch noch nicht ganz über den Berg. Aber ich sehe zumindest schon die Spitze. Manchmal falle ich auch ein paar Schritte zurück, aber ich gebe nicht auf. Warum sollte ich auch? Das Leben hält noch so viel für mich bereit und garantiert auch viel positives.
Ich suche auch nicht mehr nach dem Grund, wieso weshalb, warum. Es ist geschehen. Ich habe es akzeptiert, dass ich eine Weile nicht richtig funktioniert habe ( und wie schon gesagt es auch Tage gibt an denen es immer noch so ist. ) Ich heule dann, ich schreie dann, ich zweifle an mir und der Welt, aber dann denke ich wieder: NEIN, ich mache weiter! Das geht vorüber!
Ich bin sehr froh zu lesen, dass der letzte Ausweg keine Option für dich ist!
Hast du dich denn mal eingehend mit dem Thema Depression befasst? Ich hab ein sehr gutes Buch dazu gelesen ( zumindest finde ich es gut ). Von
Dr. Rolf Merkle, "wenn das Leben zur Last wird". Darin wird auch geschrieben, dass man erst mal kleine Schritte gehen soll und vielleicht solltest du das auch tun. Kleine Schritte immer in die richtige Richtung.
Darf ich nochmal genauer fragen, was du alles tust? Sport weiß ich ja, und einen Therapeuten hast du auch... Und weiter?
Schaffst du dir Ruhezonen?
Wie sieht es denn eigentlich bei dir mit rauchen aus ( hatte ich das schon gefragt? ) und wie geht es eigentlich deinem Bauch? Grummeln, Übelkeit etc?
Nicht den Kopf in den Sand stecken! Lass uns doch, wenn du willst einen Teil des Weges zusammen gehen...
LG Isa