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02.09.2008 22:34 • 24.05.2021 #1


114 Antworten ↓


Hallo Malkav,
deine Gedankengänge sind durchaus typisch für Paniker, wobei ich sie selber nicht habe. In dem Buch von Doris Wolf in Sachen Panik steht genau DAS drin.
Dein Onkel war nicht verrückt, nur zu der damaligen Zeit war die Panik auch noch nicht so bekannt und sogar heute glauben noch viele "Gesunde", wri seinen verrückt, dabei sind wir völlig normal, bis auf die Angsterkrankung eben.Das dein Onkel etwas ganz besonderes war, mit vielen Talenten und Ideen ist auch nicht umgewöhnlich. Die meisten von uns sind intelligent, kreativ und sensibel.Ich kann dir aber sagen, dass der Stoffwechsel im Gehirn, ich sag mal so, die "Baureihe" vererbbar ist.Das wiederum sehe ich persönlich dann doch auch als "physisch". Die Panik wird ausgelöst durch 2 Organe im Gehirn, die von unserem Bewusstsein NICHT kontrollierbar ist, zumindestens nicht sofort. Die Amygdala registriert irgend etwas und der Hippocampus vergleicht blitzschnell das "Erkannte" mit " schon mal erlebtem" und dann wird sofort entschieden: gefährlich oder harmlos. Da kannst du so schnell nichts gegen unternehmen, der Körper ist ist im Alarmzustand und schüttet nun Stresshormone aus. Das Problem: Die beiden da oben im Gehirn " irren " sich und das gilt es langfristig zu korrigieren. ( Konfrontation, anders bewerten = umlernen) und das kann dauern Leider gibt es ja auch auch oft Rückschläge.
Ich drücke dir ganz feste die Daumen
Grüssli
Iris

03.09.2008 09:18 • #2



Angst vor (psychischen) Krankheiten

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Christina
Hallo Malkav,

diese spezielle Angst, sich oder anderen etwas anzutun, hat eher zwanghaften Charakter, als dass es eine Phobie wäre. Aber auch viele Paniker und Phobiker entwickeln solche Ängste mal. Mir scheint es manchmal so, als hätte man - mit oder ohne Therapie - alles durchdiskutiert und ausgeschlossen, was einem "von außen" passieren könnte, bis man dann nur noch selbst als "Gefahrenquelle" übrig bleibt.

Was Dein Onkel hatte, lässt sich natürlich nicht beurteilen. Sicher war er krank, aber was es war, könnten Dir vielleicht Deine Eltern sagen. Ich kann mir vorstellen, dass diese Information für Dich wichtig wäre, damit Du Dich nicht weiterhin in diffuse Befürchtungen reinsteigerst. Klarheit über die Sache und die damalige Lebenssituation Deines Onkels könnte Dir weiterhelfen. Über Vererbung brauchst Du Dir jedenfalls keine Gedanken zu machen. Denn erstens reichen bei keiner psychischen Störung die Gene aus, um krank zu werden, und zweitens ist der Einfluss der Gene auch im "schlimmsten" Fall der "vererbarsten" Krankheit (Schizophrenie), dass nämlich beide leiblichen Elternteile betroffen sind, noch erstaunlich gering (wie man aus Zwillingsstudien weiß). Aber es wäre sicher gut, wenn Du der Angst ein Gesicht geben könntest.

Dass Dein Onkel auch seinen Sohn getötet hat, bezeichnet man als erweiterten Suizid. Das war aus der Sicht Deines Onkels nicht unbedingt eine aggressive Handlung, sondern eher ein Akt der Fürsorge. In solchen Fällen ist es oft so, dass der Täter glaubt, dass seine Angehörigen ohne ihn oder nach seinem Suizid sowieso nicht zurecht kommen werden oder dass er ihnen das als so schrecklich und bedrohlich empfundene Leben generell ersparen will.

Zitat von Malkav:
Medikamente nehme ich nicht, obwohl ich seit bestimmt einem halben Jahr Tavor hier rumliegen habe, was ich manchmal mit mir rumtrage aber genommen hab ich, wie gesagt, noch keine (und habe es auch nicht vor).
Tavor bringt bei derartigen Zwangsgedanken auch nicht so wirklich viel. ADs vom SSRI-Typ wären theoretisch erfolgversprechender, aber bei Angst vor den eigenen Aggressionen auch nicht so sinnvoll.

Zitat von Malkav:
Ich bin mir halt absolut nicht sicher ob es nur ein Zufall war, dass ich meine Hypochondrie (als ich keine körperlichen Krankenheiten mehr finden konnte) auf psychische Krankheiten erweitert habe oder ob da wirklich etwas in mir schlummert(e) wegen meinem Onkel, dass ich nie verarbeitet habe.
Was heißt schon Zufall? Wenn es nicht das Schlimmste wäre, das Du Dir vorstellen kannst, hättest Du keine Angst davor. Und dass es das Schlimmste ist, liegt an Deiner Familiengeschichte. Das erscheint mir logisch, nicht als Zeichen einer tief in Dir schlummernden Gefahr oder Anfälligkeit. Und wenn über ein solches Drama nicht gesprochen werden konnte, ist doch klar, dass es bei Dir Spuren hinterlassen hat. Mit 10 Jahren warst Du alt genug, vieles mitzubekommen, aber noch zu jung, um es ohne Hilfe sinnvoll einordnen zu können.

Zitat von Malkav:
Ich hab überhaupt keine Ahnung was ich gegen diese Ängste machen soll (Konfrontation? Wie?) oder welche Therapie die richtige ist und fühle mich damit einfach ziemlich überfordert (auch allein gelassen). Ich weiss nicht, wie ich mich davor schützen kann oder was ich machen kann, damit es "nicht passiert". Mir fehlt natürlich auch der Einblick in seine Geschichte oder generell die Auslöser für solche Erkrankungen.
Als erstes solltest Du Dir m.E. diese Einblicke verschaffen, ohne falsche Rücksicht auf die lieben Verwandten. Und generell werden alle psychischen Erkrankungen nach Diathese-Stress-Modellen erklärt: Es müssen eine gewisse Veranlagung, bestimmte Entwicklungsfaktoren (Umgebung, in der man aufwächst, Erziehung, sonstige langfristige Rahmenbedingungen wie z.B. Krieg oder auch Naturkatastrophen etc.) und akute Stressoren (meist viele) zusammenkommen, häufig bei gleichzeitigem Fehlen von sog. "Schutzfaktoren" (wie gute Beziehungen, gutes Selbstwertgefühl etc.). Falls Du entsprechende Einblicke in das Leben Deines Onkels bekommst, wirst Du vielleicht nachvollziehen können, welche Faktoren wie gewirkt haben könnten.

Zur Therapie: Such' Dir - egal ob Du nun eine richtige Zwangsstörung hast oder nicht - einen mit der Behandlung von Zwangsgedanken erfahrenen Verhaltenstherapeuten. Im Prinzip geht man da auch mit Konfrontation vor, nur dass man sich eben mit diesen Gedanken konfrontieren muss. Der "Klassiker" ist, dass man seine schlimmsten Befürchtungen ohne jedwede Beschönigung oder Beruhigung in epischer Breite aufschreibt, und zwar detailliert (!) bis zum bitteren Ende. Entweder merkt man schon beim Überlegen und Schreiben, wie abwegig die Befürchtungen sind, oder man bekommt erstmal richtig Angst. Im zweiten Fall spricht man sich die ganze Geschichte auch noch auf Band und hört sie sich täglich eine Stunde lang an, bis die Angst weniger wird. Wie man vorgeht und wie unwahrscheinlich es ist, solche Gedanken jemals in die Tat umzusetzen, kannst Du bei Lee Baer, "Der Kobold im Kopf", nachlesen.

Und dann wurde mir hier im Forum auch mal wegen solcher Zwangsgedanken Hypnose empfohlen. Das klang auch vielversprechend, nur sollte man m.E. darauf achten, das bei einem "richtigen", also approbierten Psychotherapeuten oder Arzt zu machen.

Liebe Grüße
Christina

04.09.2008 16:31 • #3


Hypnose hab ich schonmal in Betracht gezogen, bin momentan aber noch auf der Suche nach jemandem, der vertrauenswürdig zu sein scheint.

Die Umstände die meinen Onkel dazu gebracht haben, sind nicht wirklich geklärt. Ich habe mich in dieser Hinsicht schon viel umgehört, aber keiner weiss wirklich, wass es bei ihm ausgelöst hat. Es gab viele Faktoren die sich von meinem Leben völlig unterscheiden, andere hingegen sind ähnlich. Ich bin mir nicht sicher ob das Wissen über die genauen Umstände (die meinen vielleicht ähnlicher sind als man es mir erzählt - zur Beruhigung) diese Ängste nicht sogar noch weiter verstärkt. Von Seiten meiner Familie wird halt immer gesagt ich seie zu "dramatisch" und würd mir immer soviel sorgen machen und ich solle mich halt einfach ablenken oder es halt einfach (O-Ton) verdrängen - aber so will ich damit nicht umgehen. Ich war noch nie wirklich an seinem Grab (hatte da als Kind immer Angst vor) und suche mir gerade im Freundeskreis jemand, der mit mir dort hingeht ... alleine traue ich mich das wie gesagt nicht, da ich keine Ahnung hab was da mit mir passiert und ich jemanden brauch der mich eventuell "auffangen" kann.

Ich spüre halt einfach nur wie da irgendwas ist, was mir so unheimlich wehtut. Ich bin mir relativ sicher (auch durch die Therapie), dass es noch andere Dinge gibt, die mich sehr belasten (extrem geringes Selbstwertgefühl z.b. gepaart mit fast krankhaftes Perfektionismus), aber es kann gut sein, dass dies ein großer Teil davon ist. Mal abwarten ...

Bei Verhaltenstherapie bin ich immer skeptisch, weil es ja irgendwo von Außen kommt. Jemand der mir sagt, was ich machen soll aber ich muss doch selbst von mir aus lernen mit diesen Gefühlen umzugehen. Ich bin da skeptisch, aber werde vielleicht mal ein paar Probesitzungen machen ...

04.09.2008 17:23 • #4


Hallo Malkav!

Weißt du, mir geht es ganz ähnlich wie dir...
Bei mir war es nur etwas anders..eine Bekannte meiner Eltern erkrankte vor 2einhalb Jahren an Depressionen, ich wusste damals noch nihct einal so wirklich was das überhaupt ist, ich weiß nur als ich damals danach fragte hatte ich ein schreckliches Bild davon. Ein Bild pflanzte sich in meinen Kopf so quasi -Viele depressive nehmen sich das Leben, weil sie nicht merh glücklich sein können und diese Krankheit sei unheilbar-...
das war ein Schock für mich...schlagartig machte ich mir Sorgen an so etwas zu erkranken...das ganze dauerte einen Monat bis es wieder ging..
Vor einem Jahr etwa wurde es ähnlich wie bei dir...ich hatte natürlich immer noch dieses Bild depressive Menschen nehmen sich das Leben usw. und da ich natürlich davon überzeugt war so etwas zu haben oder irgendwann einmal zu bekommen spuckt der Gedanke des Selbstmords in meinem Kopf herum...Ich hatte natürlich nie vor mir das Leben zu nehmen aber meine Gedanken kreisten ständig darum und ich hatte panische Angst vor mir selbst. Wenn ich über eine Brücke ging war da dieses "was wäre wenn du jetzt einfach da runter springst" in meinem Kopf obwohl ich es auf keinen Fall wollte, aber da war diese enorme Angst die Kontrolle über mich selbst zu verlieren...oder wenn ich Gemüse schneide war da der Gedanke mit den Pulsadern...es war furchtbar, einfach dieses Gefühl die Kontrolle zu verlieren oder verrückt zu werden...
Weißt du was mir geholfen hat?
ich betete...aber das war nicht so einfach , ich schrieb mir den 91. psalm auf(oder auch schutzpsalm) und betete vor dem einschlafen und aufstehen oder wenn mir danach war und glaubte fest daran und vertraute auf die Worte...wichtig dabei ist sich darauf zu konzentrieren, und nur auf die Worte und sie wirken zu lassen...für mich war das so eine Art Zuflucht, weil ich nie wusste was sollte ich tun wenn ich meine ich werde verrückt oder ich kann nicht merh klar denken ?Da fühlte ich mich unendlich verloren...und da half mir dieses Gebet einfach ich konnte mich irgendiwe festhalten...vielleicht hast du soetwas schon probiert, aber wenn nicht versuchs mal mir hat es sehr geholfen!
=)
Liebe Grüße und alles erdenklich Gute!

12.09.2008 17:43 • #5


Halli hallo!
ich weiß, dein beitrag ist älter. abe rich hab ihn gelesen und ich musste inefach darauf antworten, weil er mich sehr berührt hat.
Mir geht es genauso wie dir, ich habe exakt die gleichen ängste. habe auch gerade eine therapie angefangen, weil ich nicht mehr weiter wusste, und ich zusätzlich noch diue angst hatte, die vollkommene kontrolle über mich zu verlieren. ich habe wochenlang, monatelang gerätselt, was mit mir los ist. ich hab ein perfektes leben, alles ist so wie ich es haben möchte bis auf kleingkeiten. ich hab verständnissvolle eltern, verständnissvolle freunde, tolle hobbies und eigentlich sollte ich sehr sehr glücklich sein. bis vor einem halben jahr war ich das auch noch aund aufeinmal ging es mit den ängsten los. und jetzt gehts nicht mehr weg. mittlerweile denke ich, dass ich mich selbr kapuut mache. war erst zweimal beim therapeuten, hoffe das die therapie anschlägt. genau wie du lasse ich mich auch ablenken, kann auch glücklich sein, habe dinge, die mir spass machen. aber diese gedanken sind im hinterkopf, und sobald die ablenkung nachlässt, kommen sie wieder.
mich würde einfach mal interessieren, wie es dir jetzt geht? bist du noch in therapie?
liebe grüße,
shaggy

28.01.2011 13:47 • #6


07.07.2014 18:22 • #7


Schlaflose
So wie du die Sache schilderst bist du doch psychisch krank. Du hast eine krankhafte Angst davor, psychisch krank zu sein. Und das nennt sich eine Angststörung und gehört zu den psychischen Krankheiten. Und was ist so schlimm daran? Gar nichts. In diesem Forum sind eigentlich alle psychisch krank.

07.07.2014 18:46 • #8


Hi,
Ja das weiß ich, dass ich eine Psychische Krankheit habe. Mir ging es eher um den Umgang damit und ob man sich der Angst stellen sollte in Form von Durchlesen von Symptomen bzw. sich damit auseinander setzen oder ob man das lieber lassen sollte.

07.07.2014 20:41 • #9


Hallo,
ich weiß nicht, ob mein Problem in die selbe Richtung geht. Ich steigere mich oft in alle möglichen Symptome rein. Mein Angst vor einer Depression reicht aus, um die Symptome wirklich zu erzeugen. Oft fängt es mit irgendeinem Konflikt an. Irgendwann kommt dann der Gedanke: "Hoffentlich fangen die Symptome jetzt nicht wieder an." Und so ist es dann wirklich. Mein Befürchtungen reichen aus, um wirklich Symptome zu erzeugen. Mein Arzt meint, dies seien Zwangsgedanken. Es geht auch nicht ausschließlich um das Erzedugen depressiver Symptome. Dies kann wechseln. Aber eigentlich weiß ich immer vorher, welche Symptome auftauchen werden. Es ist wohl sowas ähnliches wie der Placebo-Effekt bei Medikamenten. Ich würde mich gerne mal darüber austauschen.

Viele GRüße

Dirk

12.07.2014 14:57 • #10


Zitat von thatsmartman:
ob man sich der Angst stellen sollte in Form von Durchlesen von Symptomen.


Da hast du was falsch verstanden, sich der Angst stellen passiert in deinem Kopf, du lässt die Angst zu und siehst dir mal an was sie mit dir macht, und egal was passiert, du schaust nicht weg, du läufst nicht durch die Gegend, du trommelst nicht mit den Fingern, du beobachtest bloß deine Angst.

Wenn du noch mehr Symptome willst oder brauchst Google los, dich erwartet eine hier hundertfach beschriebene Karriere aus Leid und Elend , Schmerzen und Angst, dutzende Arztbesuche CTs, MRTs,
Arzt und Therapeutenbesuche, Krankenhausaufenthalte und andere nette Sachen.....

Du stehst an der Schwelle, werd wach, dreh dich um und geh einfach.

12.07.2014 15:58 • #11


08.04.2019 15:41 • #12


Hallo

Herzlich Willkommen

08.04.2019 16:12 • x 1 #13


Icefalki
Zitat von Mary2019:
Ebenfalls hatte mich meine Psychologin/ Hausärztin gefragt, sind sie Suizid gefährdet


Ist ne Standartfrage. Wurde ich auch gefragt.

Unspezifische Ängste brauchen einfach einen Namen. Denk ich mal. Mir ging es genauso. Und je nach Persönlichkeit, suchen wir den eben im körperlichen Bereich,oder im psychischen. Im Prinzip egal, denn hier geht es nur um Angst und den jeweiligen Symtomen. Der eine steht neben sich, der andere fühlt es im Magen, im Herz, und natürlich dann nur im schlimmsten Bereich.

Allem zugrunde ist es dieser Verlust der Kontrolle. Nix passt mehr, alles ist angstbesetzt. Und je mehr man in diesem Strudel gefangen ist, desto schlimmer die Gedanken.

08.04.2019 18:38 • x 1 #14


Zitat von Icefalki:

Ist ne Standartfrage. Wurde ich auch gefragt.

Unspezifische Ängste brauchen einfach einen Namen. Denk ich mal. Mir ging es genauso. Und je nach Persönlichkeit, suchen wir den eben im körperlichen Bereich,oder im psychischen. Im Prinzip egal, denn hier geht es nur um Angst und den jeweiligen Symtomen. Der eine steht neben sich, der andere fühlt es im Magen, im Herz, und natürlich dann nur im schlimmsten Bereich.

Allem zugrunde ist es dieser Verlust der Kontrolle. Nix passt mehr, alles ist angstbesetzt. Und je mehr man in diesem Strudel gefangen ist, desto schlimmer die Gedanken.



Danke dir für deine Nachricht. Wie gehst du speziell in solch einer Situation damit um ? Bzw. welche Strategien hast du für dich entwickelt?

08.04.2019 18:49 • #15


Icefalki
Mir eingestanden, dass ich hinter meiner taffen Fassade ein ganz unsicherer Mensch war. Kapiert, dass ich beschissen aufgewachsen bin, man mir eingebläut hat, dass man zu funktionieren hat. Und diese ganzen Muster dahinter dann verstanden habe und am verändern bin.

Und das ist richtig Arbeit. Was aber den Durchbruch gebracht hat, dass alles gar nicht schlimm ist, sich seine Schwächen auf mal bewusst zu werden.

Schau dir deine Angst doch an. Verrückt zu werden bedeutet doch, anderen ausgeliefert zu sein, und das fühlst du doch gerade. Reine Hilflosigkeit, kein Ausweg mehr zu haben. Aber ist das wirklich so?

08.04.2019 19:03 • #16


Zitat von Icefalki:
Mir eingestanden, dass ich hinter meiner taffen Fassade ein ganz unsicherer Mensch war. Kapiert, dass ich beschissen aufgewachsen bin, man mir eingebläut hat, dass man zu funktionieren hat. Und diese ganzen Muster dahinter dann verstanden habe und am verändern bin.

= Ist bei mir genau dasselbe.

Und das ist richtig Arbeit. Was aber den Durchbruch gebracht hat, dass alles gar nicht schlimm ist, sich seine Schwächen auf mal bewusst zu werden.

= Da gebe ich dir recht. Es ist verdammt harte
Arbeit daran zu arbeiten. Ich hatte in der Vergangenheit 2 Jahren Therapie gemacht und
daran gearbeitet.

Schau dir deine Angst doch an. Verrückt zu werden bedeutet doch, anderen ausgeliefert zu sein, und das fühlst du doch gerade. Reine Hilflosigkeit, kein Ausweg mehr zu haben. Aber ist das wirklich so?

= Nein, meine Wahrnehmung ist komplett übersteigert - zumindest wenn ich in guten Momenten darüber nachdenke. Wenn die Angst
wieder losgeht, dann ist alles Ausweglos und übertrieben von den Emotionen her.

Nimmst du Medis ?

08.04.2019 19:22 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Icefalki
Ich bekam Citalopram. Hab aber schon seit vielen Jahren keine Panik mehr. Vorher 17 Jahre lang.

Da ich quasi chronisch bin, muss ich mir immer und immer klar machen, dass ich immer einen Ausweg habe. Damit komme ich dann klar.

In meiner Hochphase konnte ich diese Gedanken aber auch nicht denken, weil ich auch nur in der Symptomatik hing. Hab dann unter dem AD meine Probleme aufgearbeitet. War damals so ruhig, wie nie zuvor in meinem Leben.

08.04.2019 19:43 • #18


[quote="Icefalki"]Ich bekam Citalopram. Hab aber schon seit vielen Jahren keine Panik mehr. Vorher 17 Jahre lang.

= Bekam? D.h. du nimmst aktuell keine AD und
kommst gut zurecht im Leben !? Wenn ja, dann
freut mich das für dich

Ich frage so genau, weil ich mir aktuell darüber Gedanken mache, ob es Sinn machen würde AD zu nehmen - zumindest für eine kurze Zeit. Obwohl ich total Anti Medis bin und es eigentlich vermeiden möchte...

Da ich quasi chronisch bin, muss ich mir immer und immer klar machen, dass ich immer einen Ausweg habe. Damit komme ich dann klar.

In meiner Hochphase konnte ich diese Gedanken aber auch nicht denken, weil ich auch nur in der Symptomatik hing. Hab dann unter dem AD meine Probleme aufgearbeitet. War damals so ruhig, wie nie zuvor in meinem Leben

= Mir ging es damals genauso. Ich konnte während der Therapie alles entspannt aufarbeiten.
/quote]

08.04.2019 20:08 • #19


Icefalki
Nehme schon lange kein AD mehr. Würde aber sofort wieder zugreifen, wenn der Mist wieder beginnen würde.

Zumindest, weil es mir so prima geholfen hat. Manchmal braucht man einfach mal eine Auszeit von der Symtomen. Ist doch nur ne Quälerei. Blöd ist, wenn die nicht wirken, was man hier so bei manchen Usern mitbekommt. Das ist dann echt Mist.

08.04.2019 20:13 • #20



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