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Hallo zusammen,

seit einer Woche bin ich nun in einem dauerhaften Angstzustand. Die Angst ist mein erster Gedanke beim Aufwachen und der letzte vor dem Schlafen. Es hat angefangen damit dass ich letzte Woche Mittwoch beim Einschlafen seit langer Zeit einfach so eine Panikattacke bekam. Jetzt steigere ich mich natürlich extrem darein, ich habe Angst, nie wieder "gesund" zu werden, habe Angst doch eine Generalisierte Angststörung zu haben und nie wieder davon los zu kommen. Ich habe Angst, dass Tabletten nicht wirken oder nicht mehr wirken werden. Ich habe einfach Angst und komme aus dieser Gedankenspirale nicht mehr raus. Ich war schon immer ein Hypochonder, war deswegen auch in Therapie. Normalerweise gehensolche "Anfälle" nach ein paar Tagen wieder vorbei, aber dieses Mal ist es schon so lange. Ich war bei einer Psychiaterin, war schon ein mal dort, und sie sagt dass ich auch jetzt wieder aus der Phase rauskomme, habe aber immer das Gefühl als ob sie mich nur beruhigen will und mein Problem herunterschluckt. Nehme seit Montag wieder doppelt Citalopram, bin jetzt auf 20 mg. Kann mif jemand eknen Tip geben wieder ruhiger zu werden? Habe ich etwa eine Generalisierte Angststörung oder ist es mal wieder Hypochondrie?

LG

04.11.2015 10:05 • 12.02.2016 #1


11 Antworten ↓


Hallo!

Selbst wenn du eine Generalisierte Angststörung hättest, dann wäre das kein Weltuntergang. Sowas ist nicht tödlich, jedoch sehr belastend. Ich habe seit 30 Jahren Ängste. Und lebe immer noch. Kopf hoch. Es wird wieder besser!

04.11.2015 10:15 • #2



Angst vor meiner psychischen Krankheit

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Danke für deine Antwort, Matthias.

30 Jahre ist ja echt eine lange Zeit. Genau davor gruselt es mich ehrlich gesagt, tagtäglich für viele Jahre diese Angst zu haben. Wie kommst du damit denn zurecht? Nimmst du Medikamente ein?

04.11.2015 10:57 • #3


Es geht so hin und her. Ja, ich nehme Medikamente ein. Das Leben geht in jedem Fall weiter, bis es nicht mehr weiter geht.

04.11.2015 11:09 • #4


Hallo Shaeridan,

keine Sorge, mein "Diagnosekatalog" beinhaltet unter anderem die generalisierte Angststörung. Das bedeutet erstmal nur, dass man an keinem Ereignis fest machen kann, dass eine Panikattacke kommt. Sie kann überall und nirgendwo entstehen. Das wars aber auch schon.
Ich habe lange damit gelebt - sie ist anstrengend und lässt einen manchmal verzweifeln. Im Moment der Krankheit kommt es einem so vor als würde es immer so bleiben. Mit der richtigen Therapie lässt sich das aber ändern. Auch ich habe es geschafft sie zu therapieren.

04.11.2015 11:14 • #5


Luny
Hi
Ich kenne das auch, nach einer panikattacke hab ich wochenlang angstzustände... das ist so ein Gefühl als würde gleich etwas passieren.
Du vertraust deinen Körper nicht mehr und hörst ständig hinein und somit geht das auch so weiter... ich versuche dann aus "trotz" mich abzulenken, ich gehe spazieren oder fahr in die Stadt und gönne mir was schönes irgendwas was mir Freude macht,dabei konzentriere ich mich nicht auf all die hektischen Menschen um mich rum ich versuch das dann von mir abzuschirmen ... manchmal dauert es etwas länger bis ich wieder "zu mir komme" es fehlt mir manchmal auch die Einsicht das dass was ich habe in meinen sich in meinen Kopf anspielt.
Ich mache eine verhaltenstherapie und das ohne tabletten es funktionert super!
Am Anfang gab es Momente wo ich dachte ich halte es nicht aus ohne tabletten aber ich habe gelernt das es nur geht wenn man sich der angst stellt... ich hatte auch heftige Rückschläge aber ich baue darauf auf! Es wird immer besser neulich war ich in einem Fußball stadion und habe dort eine panikattacke bekommen, ich habe sie zu gelassen! Ich habe sie richtig eingeladen zu mir! Ich hatte es einfach satt das sie mir so in dem weg steht diese Angst. .. seitdem weiß ich es passiert mir nichts es sind nur aufgestaute Emotionen die raus wollen! Sport und Bewegung helfen den Druck abzubauen, dir passiert nix wenn du dich traust! Unser Körper lässt uns nicht einfach im Stich

Liebe grüße

04.11.2015 12:01 • #6


Luny
Ach und noch was...
Es gibt genügend Menschen die es schaffen das sie diese "Krankheit" (was sie eigendlich nicht ist! Sondern nur Gefühle) losgeworden sind! Bestes Beispiel meine Freundin! Sie hatte das auch alles , sie nahm auch tabletten anfangs.
Sie wurde dann Mutter und hatte nur ihren engel im kopf
Seitdem hat sie keine Attacken mehr und wenn dann is es nur ein "Gefühl" aber jeder mensch hat Ängste es wäre ja schlimm wenn wir keine ängste mehr hätten! Sie beschützt uns sie hat es auch ohne tabletten Geschaft. Ich denke am Anfang ist es nicht schlecht wenn man tabletten nimmt wenns garnicht mehr geht, man kann sie dann langsam absetzen und sich diesen Gefühlen stellen ... aber wirklich helfen können dir tabletten nicht weil sie nicht das Grund Problem lösen!

04.11.2015 12:21 • #7


igel
Ich kann mich MahtiasT nur anschliessen. Habe auch eine generalisierte Angststörung, die werde ich für den Rest des Lebens nicht mehr los, da mache ich mir keine Illusionen.

Nehme bei Bedarf Medikamente. Das Leben geht weiter, man stirbt nicht dran.

Also kein Grund zu Panik

06.11.2015 15:51 • #8


waage
Die GAS ist eine "anstrengende" Krankheit und jeden Tag eine Herausforderung an sich selbst...Ich habe es auch seit über 30 Jahren.

Jeder Tag , jede Situation ist anders. Bei Belastungen ist es schlimmer...aber man muß versuchen damit klar zu kommen.

Viel Entspannung, Sport und Bewegung finde ich sehr wichtig. Manche Symptome machen mir immer noch Angst ...es raubt einem viel Lebensqualität und Energie.

L.g. Waage

09.11.2015 15:23 • #9


Wenn die Angst auf der einen Waagschale liegt und etwas von Dir tief nach unten drückt, dann sei Dir gewiss, dass Du eines Tages die andere Waagschale entdecken wirst - und diese wird voller Freude und Leichtigkeit sein.

Mag sein, dass die Angst einmal ins Leben tritt und nicht wieder verschwindet. Aber sie wird nicht immer da sein, sie schwankt. Sie ist nicht allmächtig. Wenn Du akzeptieren lernst, dass die Angst ein Teil von Dir ist und Dich ab und an nach unten zieht, dann wirst Du bald erkennen, daß Du auch in der Lage bist, auf ganz besondere Weise Freude zu empfinden.

Vertrau Dir: Du bist nicht weniger durch die Angst, sondern mehr.

09.11.2015 21:03 • #10


Zitat von sevens:
Wenn die Angst auf der einen Waagschale liegt und etwas von Dir tief nach unten drückt, dann sei Dir gewiss, dass Du eines Tages die andere Waagschale entdecken wirst - und diese wird voller Freude und Leichtigkeit sein.
Vertrau Dir: Du bist nicht weniger durch die Angst, sondern mehr.

Ich finde da hast du wirklich die richtigen Worte gewählt. Manchmal fehlen mir genau solche Worte.

09.11.2015 22:41 • x 1 #11


Hallo,

ich habe auch ein Problem das sich meiner Meinung nach mit einer Krankheit beschäftigt. Meine Freundin hat vor paar Jahren Gläser rücken und Bloodymary gespielt. Jetzt meint sie immer irgendwelche Geister, Leute und entstellte Gesichter zu sehen. Sie kann nicht ohne Licht einschlafen und hat zittrige Hände wenn sie kein Alk. oder eine Zig. konsumiert. Sie hat krasse Augenringe die man durch das Make-UP sieht. Wenn sie viel Alk. trinkt hören die Hände auf zu zittern und das hält für paar Stunden an erst wenn sie keins trinkt fängt es wieder an mit dem zittern der Hände. Kann es sein das sie Dro. wie Alk. und Zig. als Ausweichmöglichkeit für eine härtere Dro. nimmt und auch deswegen diese schei. sieht wo ich nichts sehe (Halluzinationen). Wenn es wirklich eine Dro. ist die sie zu sich nimmt kann mir jemand sagen was genau sie nimmt

MFG

PranQy

12.02.2016 13:10 • #12



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