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Zephyr
Moin, Zephyr grüßt,

sicherlich gibt es schon so ein Thema hier, nur das passende zu finden ist schwer. Zumal ich ja auch eher perfektionistisch bin und das Thema dann auch zum Thema genau passen sollte.

Worum geht es? Ich habe Angst und Sorge davor, dass ich einfach irgendwann einen Punkt erreiche, an welchem ich gänzlich und vollkommen ohne Vorzeichen psychisch komplett zusammenbreche und gar nichts mehr kann.
Ich quasi von heute auf morgen in eine psychische und physische Starre falle, die länger als nur ein paar Tage anhält.

In den letzten Wochen, Monaten und Jahren musste ich vieles durchmachen und halt immer kämpfen, kämpfen und kämpfen. Zuletzt vorallem wegen einer Lähmung meiner dominanteren Hand, aber schon seit frühster Jugend an auch wegen Gelenkproblemen und phasenweise auch starken Schmerzen. Ich erlitt auch immer wieder früher mittelschwere bis durchaus schon starke Depressionen. In den letzten Jahren prägend waren die Kämpfe mit den Behörden, und auch der Kampf um eine Autismus-Diagnostik, die lange Zeit abgelehnt wurde. Und viele weitere Kämpfe stehen noch vor mir, wie den Kampf bzgl. der Ermittlung des Behinderungsgrades. Was letzteres anbelangt, bin ich definitiv behindert und daher steht mir das auch zu. Nur ist das nicht einfach, wenn es kaum Ärzte gibt, die Ahnung davon haben.

Für mich ist im Grunde das ganze Leben nur noch ein steter Kampf. Momente, in jenen ich mal wirklich entspannen kann, sind kaum noch da. Kurze Entspannungsmomente gibt es, zum Glück. Aber im Grunde stehe ich immer unter Spannung und muss immer im Kampfmodus für mich verweilen, um als Autist und behindeter Mensch weiter kommen zu können.

Meine Psyche ist dazu definitiv auch angeschlagen und kann sich schon seit vielen Jahren nie wirklich mal so richtig grundlegend erholen.

Ewig lange kann das nicht gut gehen. Und wohl daher kommt nun auch die Angst dazu mehr und mehr auf, dass ich ganz akut von heute auf morgen zusammenbrechen könnte und ich dann noch mehr Angst davor habe, was die weiteren Folgen davon dann sein mögen. Was ist, wenn ich in solch einem Komplettzusammenbruch es nicht mehr schaffe, die Miete zu überweisen? Das wäre katastrophal.

Daher hoffe ich, dass das eben nicht eintritt. Insgesammt weiß ich aber auch sehr gut, dass ich schwach bin und dass ich das alles nicht ewig halten kann, was ich bis jetzt halte, weil es wichtig ist für mich.

Wie löse ich das, um am Ende auch die Angst vor so einem Total-Zusammenbruch zu lösen?

Ich weiß, keiner wird hier eine Lösung anbieten können. Wäre auch zu schön. Aber vielleicht ist ja die Lösung nicht, eine Lösung zu bieten, sondern Ideen und ein Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten oder ein Austausch über die Fortschritte und so?

Ich will halt echt nur nicht akut von heut auf morgen komplett Zusammenbrechen, weil das sicher das Allerschlimmste ist, was es gibt (für mich).

06.08.2021 05:39 • 16.08.2021 x 1 #1


33 Antworten ↓


Schlaflose
Zitat von Zephyr:
Was ist, wenn ich in solch einem Komplettzusammenbruch es nicht mehr schaffe, die Miete zu überweisen? Das

Das macht man ja auch normalerweise mit einem Dauerauftrag bzw. einer Einzugsermächtigung. Auch andere monatlich anfallende Kosten, wie Strom, Heizung, Versicherungen usw.

06.08.2021 07:22 • x 1 #2



Angst vor einem psychischen Zusammenbrechen & der Folgen

x 3


moo
Guten Morgen Zephyr,

Zitat von Zephyr:
Ich will halt echt nur nicht akut von heut auf morgen komplett Zusammenbrechen, weil das sicher das Allerschlimmste ist, was es gibt (für mich).


Du willst keine Tipps aber vielleicht Ideen... Was hältst Du davon:

Vielleicht wäre dieser "Zusammenbruch" eine Lösung?

Es ist angeblich nachgewiesen, dass ständige Angst vor einer schweren Erkrankung und Tod bei über 40% der Betroffenen tatsächlich auch das Leben stark verkürzt (Quelle: Besser fühlen/Dr. Leon Winscheid). Der Geist hat nun mal einen gewissen Einfluss auf den Körper.

Bei mir war der Zusammenbruch tatsächlich der Beginn des Lösungsweges. Ich kenne Dich noch aus meiner vorherigen Forumszeit (2019) und auch da fiel mir Dein - zwar sympathischer - aber in der Tat perfektionistischer Typus auf. Ein sehr guter Freund von mir ist ähnlich und schafft sich wahrlich großes Leiden. Vielleicht (!) ist es ja auch eine Ursache für Deine körperlichen Probleme.

06.08.2021 08:12 • x 1 #3


Zephyr
@Schlaflose Gas läuft über das Amt - jene 96 Euro werden direkt vom Amt beglichen. Der Strom läuft neuerdings mit dem neuen Vertrag nun mit einer Lastschrift - etwa 64 Euro. Das meiste andere läuft auch über Lastschrift. Nur die Miete mache ich akut noch händisch mit einer Onlineüberweisung.

An für sich will ich aber die Kontrolle behalten über meine Ausgaben.
Wenn ich nach all den Lastschriften und der Zahlung der Miete direkt am Anfang des Monats nur noch unter 150 Euro am Konto habe, ist das nicht so gut. Denn dann ist die Angst ultra groß, dass ich ins Minus kommen könnte.
Mir ist es dann doch lieber eine Mahngebühr von einem Euro zu zahlen, wenn ich dadurch alles 2-3 Wochen später zahlen muss.

06.08.2021 13:58 • #4


Lilith8990
Meine Miete, Strom, etc wird über Dauerauftrag gemacht. Das ist für mich eine Entlastung, weil ich dann auch die Sicherheit habe, dass es pünktlich überwiesen wird und ich es ansonsten ohne Dauerauftrag vergessen könnte bei zu viel Stress.

06.08.2021 14:06 • x 1 #5


Zephyr
@moo Hmm, ja.
Ich denke ja auch ab und an in diese Richtung, ob es nicht einfach jenen Zusammenburch braucht, welchen ich stets zu verhindern versuche, um damit am Ende nicht einen noch viel größeren Zusammenbruch zu verhindern, der am Ende auch meinen vorzeitigen Tod bedeuten könnte.

Gehen wir davon aus, es ist die Lösung, dass ich zusammenbreche und das alles auch so zulasse, dass ich eben wirklich ohne Hindernisse zusammenbreche und irgendwann hoffentlich im freien Fall wieder auf einem Boden lande?

Wenn ich am Ende ganz unten, kaputt, zerstört, traumatisiert oder sonst was bin...
wer oder was kann und wird mir helfen, aus dem tiefen Loch wieder emporsteigen zu können?

Wenn ich weiß, es gibt jemanden, der mich im Fall auffängt, lasse ich mich fallen. Wenn ich weiß, dass es zumindest einen Menschen gibt, der mir hilft, aus dem Nichts wieder hoch zu kommen, dann würde ich mich sicher auch so tief fallen lassen, bis ich am tiefsten Punkt meiner selbst bin. Aber es braucht dann doch das Vertrauen in echte Freunde, die einen wieder hochziehen....

Oder denkst du, dass ich, bin ich mal wirklich ganz unten, mein Denken ändere und dadurch alleine wieder aus dem Loch komme?

Vielleicht ist es so, aber meine Angst würde das nie zulassen. Zumal, welcher Mensch wäre bereit dafür, für mich in meinem bewussten Fall ganz nach unten, für alles an der Oberfläche zu sorgen? Das wird niemand tun. Würdest du das tun? Mir jenen Fall ermöglichen und an der Oberfläche sich um die Wesentliche Dinge kümmern?

06.08.2021 14:21 • x 1 #6


Lilith8990
Ich glaube gerade der Stress zusätzlich ist, dass du diesen Zusammenbruch vermeiden möchtest. Also so denken wie , ich darf nicht zusammen brechen belastet einen dann noch zusätzlich.

Ich hatte einen totalen Nervenzusammenbruch und klingt komisch...es war das beste was mir passieren konnte.

06.08.2021 14:25 • x 1 #7


Zephyr
Nein, das wird niemand tun. Ich habe wirklich starke Angst davor, breche ich zusammen.
Noch bin ich stark genung, um das zu verhindern. Mal bin ich stärker mal bin ich schwächer.

Zuletzt hat mich eben vollkommen unerwartet die dritte Lähmung meiner Hand stark geschwächt.
Ich habe das mit Hilfe einer anderen Person überstanden. Ich hoffe das zumindest, weil eine vierte Lähmung würde ich akut sicher nicht mehr packen.

Also psychisch werde ich das nicht packen und wahrscheinlich zusammbrechen, würde es nun zu einer erneuten Lähmung kommen.

Es ist bereits schwer genug, dass dieser Mist mal besser mal schlechter ist. Akut ist es schlechter und ich spüre es ganz klar wie schwach die dominante Hand jetzt ist.


Die Psyche leidet darunter ganz klar. Aber meine Psyche hält meinen Körper wie mein Körper meine Psyche hält.

Also auch wenn akut für den Moment meine rechte Hand stark taub und lahm ist, halte ich dagegen allein mit mit meinem Willen, dass das trotzdem gehen muss und auch gehen wird. ich denke dabei in keiner Wiese daran, mich irgendwie in der Sache Fallen lassen zu müssen. Ich brauche meine Hände, die kann ich nicht fallen lassen!

Ich habe eben nur Angst davor, was sein wird, breche ich halt am Ende auch noch psychisch zusammen. Es ist eben schwer genug, dass der Körper immer mehr nicht das macht, was man will. Ich kann akut keine psychischen Totalzusammenbuch gebrauchen. Denn wer hilft mir und wem ist es möglich meine Lebensziele zu halten?

06.08.2021 14:52 • x 1 #8


kritisches_Auge
Kannst du dir einen Betreuer suchen? Bekommst du keine Hilfe von deinen Eltern?

06.08.2021 14:55 • x 3 #9


Lilith8990
Ich habe zurzeit wegen etwas einen Betreuer, der mir hilft bist zwar nur wegen der einen Sache, aber es nimmt einen viel Last. Und ich kann ihn jederzeit sagen, dass ich das beenden möchte. Aber bis ich stabil bin und alles besser läuft habe ich ihn als Stütze.

06.08.2021 14:59 • #10


Zephyr
@kritisches_auge Ich habe eine Einzefallhilfe derzeit, die aber auch nur im beschränkten Rahmen helfen kann,
wenn ich meinen Vater Bitte, unterstützt er mich auch mal finanziell etws, aber auch er ist kein Goldesel.

ich denke viel mehr, dass die Lsöungs vom Staat auch kommen muss. ich bin Autist, aber ich habe auch diese blöde nervenkrankheit und auch Probleme mit den Gelenken. Aber das Versorgungsamt erkennt nichts an, wenn es keine klare Diagnose dazu gibt- Sucht einfach mal nach Vicky Blindheit youtube. Der wurde trotz ihrer klaren Blindheit kein Behindertenausweis vom Versorgunsamt ausgestellt, weil kein Arzt die Ursache für die Blindheitfestellen konnte.

Und so wird es auch bei mir sein. Für den Autismus bekomme ich besten Fall 30 %. Für diese schei** lähmungsattaken bekomme ich nichts, weil eben kein Arzt dazu eine Ursache finden kann.
Deswegen muss ich phsychisch stark bleiben. Nur so schaffe ich es, das zu kompemsieren.

PS: Ich stelle erstmal das schreiben hier ein, da akut auch meine linke Hand von der akuten Lähmung betoffen ist und es mir daher einfach zu schwer fällt hier weiter zu schreiben... ich bitte darum, im Thema nicht zuviel zu schreiben, damit ich später (12-48 Stunden) hier wieder einfacher weiter schreiben und anknpüfen kann.

PPs Sorry für die vielen Tippfehler- Auch mein Linke ist akut über dem Limit.

06.08.2021 15:12 • x 1 #11


kritisches_Auge
Ich habe dich gelesen.

06.08.2021 17:07 • #12


silverleaf
Hallo Zephyr,

mir sind beim Lesen Deines Themas spontan ein paar Gedanken gekommen, ich versuche mal, die möglichst kurz und kompakt zusammenzufassen, um Deinem Wunsch nach " bitte nicht zu viel schreiben" nachzukommen:

- genau wie @moo es auch geschrieben hat: auch bei mir war der Zusammenbruch der Beginn des Lösungsweges
- ich würde in Deinem Fall wirklich zu einer psychosomatischen Klinik raten, denn:
1) dort kann man Dir psychisch und körperlich wieder auf die Beine helfen und vielleicht Schlimmeres verhindern (mit Psycho- und Physiotherapie und zusätzlicher Sozialberatung)
2) Kliniken haben oftmals eine Sozialberatung, die Dir bei dem GdB helfen kann
3) beim Antrag für den GdB ist "Klinikaufenthalte" ein Punkt, Krankenhausberichte helfen
4) dort kann die Diagnostik weiter vertieft und bestätigt werden, mit der Unterschrift gleich mehrerer Ärzte (hilft ebenfalls)
5) dort kann man Dir auch helfen, für Deine Probleme zu Hause zusätzliche Hilfen wie z.B. ambulante psychiatrische Pflege zu organisieren, die ebenfalls bei alltags-organisatorischen Problemen hilft
6) Du kannst Dich in einem gesicherten Umfeld eine zeitlang "fallenlassen", bekommst dabei professionelle Unterstützung in gleich mehreren Bereichen (psychisch, körperlich, organisatorisch)
7) dort kann man Dir helfen, Dir zu Hause ein professionelles Hilfe-Netz aufzubauen, dass Dich von Freunden und Familie unabhängig macht (und aus persönlicher Erfahrung und mehreren Gründen heraus würde ich das immer empfehlen)

LG Silver

06.08.2021 17:42 • x 4 #13


moo
@Zephyr
Danke für Dein Antworten. Ich hätte dann einiges dazu zu schreiben, sobald Du dafür ein "Go" gibst.
Alles Gute und fühl´ Dich gesehen...

07.08.2021 08:15 • #14


Abendschein
Ich frag jetzt mal...was würde es Dir bringen, wenn Du mehr % bekommst?

Hier gibt es viele die krank sind, nicht nur die Ängste haben, auch körperliche Einschränkungen haben.

Ich z.B. habe in beiden Händen Schmerzen, das fühlt sich an, als würden Stromstöße durch die Hände gehen.
Habe Kreuzschmerzen, das ich morgens nicht weiß, wie ich aufstehen soll.
Knieschmerzen, in beiden Knien, Diagnose kommt Montag.
Bin auf einem Auge blind, von Geburt an.
Fußschmerzen, angeborene Sichelfüße, Senk, Spreiz, Plattfuß.
Gehe Vollzeit arbeiten, in einer Fleischerei, wo es noch ständig kalt ist, nicht gut für die Gelenke.

Habe Null Prozente.

Bitte nicht böse sein, wenn Du Dich nicht ständig und immer auf Deine Gebrechen konzentrieren würdest
und schon auf das wartest, was eintreten könnte, ob es Dir dann nicht besser gehen würde?

Wie gesagt, es ist nicht böse gemeint, aber ein bißchen Arbeiten würde doch in Deinem Fall nicht
schaden, oder? Du bist noch so jung, ich dagen bin ein alter Mensch.

Ich habe in meinem Leben noch nie eine Kur oder Reha gehabt. Ich habe das auch nie beantragt
und bin auch (leider)? nicht soviel zum Arzt gerannt. Ich will leben, trotz meiner Schmerzen.

Ich will nicht zum alten Eisen gehören und nichts mehr tun.

Was könnten Dir für Antworten, Deiner Meinung nach helfen?

07.08.2021 08:28 • #15


Myosotis
@Zephyr
Ich schenke dir eine Umarmung und hoffe, dass es dir gut geht und du dich bald wieder zurückmeldest.

09.08.2021 07:47 • x 1 #16


Zephyr
@moo Ich gebe ein Go.

10.08.2021 05:31 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Zephyr
Also ich versuche jetzt so gut ich es kann, auf alle einzugehen und dabei nicht wertend zu sein. Falls ich es doch bin, bitte darauf hinweisen, aber freundlich bleiben, da ich es gewiss nie böse meine.

Zitat von silverleaf:
Hallo Zephyr, mir sind beim Lesen Deines Themas spontan ein paar Gedanken gekommen, ich versuche mal, die möglichst kurz und kompakt zusammenzufasse...

Als erstes gefragt, was ist eine psychosomatische Klinik? Ich kenne jene Psychosomatie nur dahin gehend, dass Ärzte unerklärliche Beschwerden gerne einfach nur als Psychomatisch abtun und dann keinerlei Ursachenforschung betrieben wird.
Meine Beschwerden sind aber definitiv nicht psychosomatisch bedingt. Die oder besser gesagt meine Psyche ist ganz bestimmt nicht in der Lage komplette Muskeln einfach mal für mehrere Wochen komplett also zu 100% lahm zu legen. Es mag sein, dass einige Sachen nur durch Psyche meinen Körper beeinflussen, aber gewiss ist meine Psyche nicht in der Lage ganze Körperteile über Wochen hinweg zu lähmen und ebenso nicht in der Lage Gelenke zum Knacken zu bringen und Schmerzen zu bereiten, die ganz klar von einem Gelenk ausgehen. Wäre meine Psyche so mächtig, dann müsste ich nicht darüber schreiben, dass ich Angst davor habe, dass meine Psyche zusammenbrechen könnte.

Einfach gesagt, ich weiß, dass meine Psyche auch mal Schmerzen über den Körper ausdrückt. Aber keineswegs kann die Psyche dafür sorgen, dass ich im Beispiel in vollkommener Entspanntheit aus dem nichts heraus ein Ellengelenk erfahre, welches in der Streckung blockiert und dabei ultra heftige Schmerzen erlebt. Nie und nimmer kann sowas die Psyche erzeugen.

Was den Rat zu einer Klinik anbelangt: Es ist ja gut, wenn es was bringt, aber ich habe Angst davor, dass man mich am Ende nicht ernst nimmt. Habe ich leider schon oft in der Psychatrie erlebt. Dort sagte ich immer ehrlich, dass mich das Medikament xy ultra müde macht oder gar die Welt ziemlich verzerrt und komisch in den Farben wahrnehmen lässt, aber die Ärzte sagten nur, das könne nicht sein und so.

Ich will also definitiv in keine Psychiatrie mehr, weil ich Angst davor habe, dass man nicht sieht, dass ich kein verrückter Mensch bin, sondern nur ein Autist, der halt nicht so denkt, wie es die anderen normalen Menschen offenbar tun.

Meine Probleme mit meinem Körper sind echt! Damit hatte ich schon zu tun bevor ich überhaupt wusste, was S.. ist.

Ich lebe damit und es mal ist alles okay und ich habe es im Griff, aber es gibt wiederhol auch Phasen, in welchen ich so starke Schmerzen habe, dass ich nichts mehr tun kann. Um Schmerzen zu meiden, meide ich schon seit Jahren eine jede Sache, die zu jenen Schmerzen führen kann. Seit Jahren nehme ich jeden Schmerz in meinen Händen extrem ernst und wenn es zu starken Schmerzen kommt, suche ich einen anderen Weg, um alles es zu meiden.

Bzgl. der Taubheit passe ich ebenso so gut wie ich nur kann auf, dass meine Arme, Beine, Hände und Füße nicht einschlafen. Eine jede Position, die akut zum Kribbeln führt, meide ich oder löse jene sofort wieder auf.
Denn ich will keine weitere komplette Lähmung haben und ebenso will ich auch keine weiteren chronischen Taubheisgefühle bekommen. Es ist keine Einbildung.

Eine Klinik, die meinen Autismus anerkennt, die mir in meinen Nervenproblemen helfen kann, indem sie die Ursachen findet, und zudem mir psychisch hilft, wäre gut. Aber ich sehe keinen Sinn in einer Klinik, die das alles in einem Topf wirft.
Mein Autismus, meine Psyche, mein Körper und eben jenes mögliche Ehlers-Dahnlos-Syndrom sind alles unterschiedlichliche Dinge, die auch getrennt voneinander betrachtet werden müssen.

10.08.2021 06:20 • x 2 #18


Zephyr
@Abendschein Ich habe dich anfangs gar nicht mehr als Abendschein erkannt, weil du ein anderes Profilbild hast. Tja, jetzt verstehe ich auch wieder, warum es in Autistenforen untersagt ist, sein Profilbild ändern zu dürfen. Ich bin kein Freund von Verboten, aber ich verstehe warum das in jenen Foren meist verboten wurde.

Was würden mir mehr Prozente bringen? Wäre ich Asperger-Autist, könnte ich nur max. 30 % erhalten. Als Kanner-Autist könnte ich darüber hinaus erhalten. Der ICD-10 unterscheidet halt nur zwischen diesen zwei Formen. Alles andere ist atypischer Autismus. So steht es auch in meiner Diagnose und atypisch kann alles bedeuten und frei vom Versorungsamt ausgelegt werden. Es kann eben bedeuten, dass ich sehr weniger betroffen bin wie es ein Asperger ist, aber ebenso auch sehr viel stärker betroffen bin, was auf einer Ebene zu Kanner-Autisten ist, obgleich ich kein Kanner bin. Aber das Versorgungsamt geht nur , also wirklich nur nach den Diagnosen. Also werde ich vermutlich nur 10-20 % erhalten, obwohl bei mir in der Sache definitiv mehr Prozente realistisch und begründet wären. Allein im Bereich der sozialen Ebene wären 30 % das Minimum. Ich kann zwar gut schreiben - sofern es meine Hände zulassen - aber im Rahmen eines normal sozialen Lebens mit Gleichaltrigen war es mir nie möglich, das zu schaffen. Als ich das Ziel und die Energie und den Mut hatte, das und mich zu verbessern, kam Corona.... Corona hat letztendlich mich um Jahre zurückgeworfen und mich um meiner Lebensjahre beraubt.

Für meinen Autismus, oder klarer gesagt, wie sehr ich wegen meinem Autismus für das Normale kämpfen muss, sind 30-50 % bei mir angemessen und fair.

Unabhängig davon sind meine steten Gelenkschmerzen, Taubheiten und Lähmungen. Alles würde mit eben jenen Ehlers-Danlos-Syndrom erlärbar sein, nur gibt es dazu noch weniger Fachärzte, die das erkennen und diagnostizieren, wie Fachärzte für Autismus. Dennoch, wären unabhängig vom Autismus eben auch für jene bestehenden Leiden ganz klar noch weitere 20-30 % gerechtfertigt.

Die Schmerzen sind für mich eher kein Problem. Ich habe vermutlich allein hier im Forum schon die heftigstens Schmerzen erlebt, wie es keine 20 andere Menschen so je erlebt haben. Um den Schmerz kurz zu beschreiben: Im Extrem ist es so, als hätte ich eine mehrzackige Klinge mitte im unteren Bauch, welche meine innneren Gedrärme langsam aber sich in all ihre Einzelteile zerlegt. Das ist der heftigste und stärkste Schmerz, den ich kenne. Das sind für mich 100% in der Schmerzskala.
In den Gelenken kommt auch mal zu 95-99 %, aber eher selten. In den Gelenken ist es meist nur max. bis zu 90 %. Aber auch eine 9 von 10 ist ultra heftig.


Dennoch sind Schmerzen für mich nicht das Problem, weil es keinen Tag gibt, an denen es keine Schmerzen gibt, die auf die 5 oder mehr gehen. Zudem spüre ich es gar nicht, also überhaupt nichts, wird meine Haut an den Händen und Armen verletzt.

Ein echtes Problem sind nur die Taubheiten und Teillähmungen und die Volllähmungen, die ich immer wieder erleide oder auch schon über Jahre hinweg chronisch habe.

Schmerzen halte ich aus. Ich halte eben auch Schmerzen auf der Stufe 10 von 10 aus. Was mich psychisch kaputt macht, sind Lähmungen. Sprich wenn ich meinen Körper nicht mehr voll und ganz nutzen kann. Das macht meinen Psyche kaputt.
auf die Somatik, folgt die Psyche bei mir, und nicht anders herum.

10.08.2021 07:06 • x 1 #19


Zephyr
Zitat von Abendschein:
Ich z.B. habe in beiden Händen Schmerzen, das fühlt sich an, als würden Stromstöße durch die Hände gehen.
Habe Kreuzschmerzen, das ich morgens nicht weiß, wie ich aufstehen soll.
Knieschmerzen, in beiden Knien, Diagnose kommt Montag.
Bin auf einem Auge blind, von Geburt an.
Fußschmerzen, angeborene Sichelfüße, Senk, Spreiz, Plattfuß.
Gehe Vollzeit arbeiten, in einer Fleischerei, wo es noch ständig kalt ist, nicht gut für die Gelenke.

Habe Null Prozente.

Hmm, da solltest du aber Prozente bekommen. Gerade weil du auf einem Auge blind bist und dich das deutlich im Alltag behindern dürfte.
Was die Stromstöße in den Händen anbelangt, klingt das nach einem Problem in der HWS. Deine Kreuzschmerzen untermauern das. Es gibt eine mögliche Lösung für all deine Probleme, sofern du halt nur "normal" bist.

Auch deine Fußschmerzen, angeborenen Sichelfüße, Senk-, Spreiz-, Plattfüße, kannst du loswerden.

Gerade was die Füße anbelangt wurde ich schon zu einem Semi-Spezialisten.
Dazu kann ich dir nur erstmal sagen, dass ein Speizfuß normal und kein Problem ist. Einen Plattfuß kannst du schon allein durch das tägliche Barfußgehen zuhause deutlich bessern. Letzteres trifft auch auf Senkfüße zu. Also allein das häufigere Gehen barfuß hilft schon sehr viel. Was die Sichelfüße betrifft, kenne ich mich nicht aus. Wenn das anbeboren ist, heißt das aber nicht, dass man das nicht auch muskulär in Ordnung bringen können wird. Ich habe ja auch einen wahrscheinlich angeborenen Knickfuß, aber das kann man beheben, indem man gezielz die Muskeln in der Wade stärkt, die auf der anderen Seite des Knicks im Fuß liegen.

Also wenn du tiefer in die Materie gehen willst, folge einfach mir und versuche so oft es nur geht das Tragen von Schuhen zu meiden.

Ich kann jetzt leider nicht auf all das von dir eingehen, wenngleich ich dir gerne alles mitteilen will, was ich machte, um meine Schmerzen und Probleme in den letzten 20 Jahren teils losgeworden zu dein oder zumindes untrt Kontrolle haben zu können.

Aber an der Stelle empfehle ich einfach an Liebscher und Bracht auf Youtube weiter, da deren Methoden ähnlich zu denen sind, die ich selbst für mich entwickelte und diese eben wirklich gegen Schmerzen sehr gut helfen.

10.08.2021 07:28 • x 1 #20



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