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Hallo!

Seit einigen Jahren (müssen so an die 15 Jahre sein) leide ich unter Hypochondrie. Mal ist sie verstärkt da, dann glaube ich z.B. einen Gehirntumor, Darmkrebs, Multiple Sklerose, Hautkrebs, Thrombose oder einen Herzinfarkt zu haben), mal ist sie ganz weg und ich denke monatelang gar nicht daran!

Vor einigen Monaten fing es bei mir nun mit einem Augenlidzucken an, welches einfach nicht weggehen wollte und immer schlimmer wurde. Ich habe auf eigene Faust Magnesium und Vit. B gekauft und eingenommen, aber die Beschwerden wurden schlimmer. Bin dann zum Hausarzt, welcher mir erstmal weiterhin Magnesium und die Überprüfung meiner Sehstärke "verordnete" sowie ein Blutbild machte (welches OK war). Ich habe mir eine neue teure Brille gekauft, obwohl ich eigentlich nur eine leichte Sehschwäche habe, an der sich nicht groß etwas geändert hat.

Das Zucken wurde schlimmer und hat sich auch auf andere Körperregionen ausgeweitet (es ist KEIN Dauerzucken - obwohl die Augenlider sehr, sehr häufig zucken), sondern eher nur sporadisch, mal hier und mal da.

Leider habe ich dann irgendwann "Muskelzucken" gegoogelt und die Krankheit ALS gefunden. Seitdem dreht sich mein gesamtes Leben nur noch um ALS Symptome, mögliche baldige Symptome und dergleichen.

Mittlerweile war ich bei einer Neurologin, die mich körperlich untersuchte, ein EEG machte und mir ein MRT verordnete -- alles ohne Befund.

In meinen Gedanken kann ich das jedoch nicht akzeptieren und bin fast schon felsenfest der Meinung, ALS zu haben. Es ist so ziemlich die schlimmste Krankheit, die ich jemals "ergoogelt" habe und ich verfluche es wirklich, so viel darüber gelesen zu haben.

Ich beobachte meinen Körper nur noch ... jede Regung wird wahrgenommen und eingestuft. Es ist wirklich zermürbend. Komischerweise sind andere Ängste (Angst vor Krebs, MS) fast schon nicht mehr existent, weil alles "besser" wäre als ALS (das ist natürlich Quatsch, aber in meinem Gedankenkarussell ist ALS die Endstation).

Das Leben macht so überhaupt keinen Spaß mehr. Ich bin definitiv NICHT suizidgefährdet o.Ä., bewältige relativ normal meinen Alltag und schaffe es, mir die Ängste nicht von jedem anmerken zu lassen, jedoch haben sie mich vor allem abends und nachts im Griff.

Wie kann ich diese sch... ALS Angst nur loswerden? Und was, wenn ich die Krankheit doch habe?

Ich habe am Montag noch einen Termin bei einem anderen Neurologen (Zweitmeinung) und hoffe, dass mir das irgendwie hilft.

LG
die Angsthäsin

06.03.2012 16:55 • 07.05.2020 x 1 #1


27 Antworten ↓


du diese Krankheit ist so selten , das bischen augenzucken und muskelzucken ist völlig normal
so Mrt war beim neurolgen ohne befund also kein Als

06.03.2012 23:09 • #2


Zitat von rockshaver1975:
du diese Krankheit ist so selten


Ist für mich leider kein Argument. Sie ist selten, trifft aber trotzdem jährlich einige Menschen, die in meinem Alter sind. Leider habe ich ZIG "Leidensgeschichten" von Menschen, die es in relativ jungen Jahren bekommen haben, gelesen. Rationales Denken funktioniert in der Hinsicht leider nicht mehr. Außerdem können die Tests, die bei mir gemacht wurden (EEG, MRT) die ALS leider nicht feststellen.

Außerdem: "Bisschen" Augenzucken ist gut ... bei mir zuckt es ständig und das schon seit Monaten.

LG

07.03.2012 07:43 • #3


Oh Leute, ich treffe hier soviel Gleichgesinnte, wer hätte das gedacht ...

Ich hatte diese Angst auch mal, das ging ewig und endete damit, dass ich mich stationär in die Neurologie hab einweisen lassen. Ich hatte auch Lidzucken, und Muskelzuckungen am ganzen Körper, also an den Beinen, dann an den Armen, und sehr heftig, man konnte diese Zuckungen richtig beobachten. Dazu litt ich unter Muskelschwäche, meine Beine haben sich übelst schwer angefühlt. Aber ich kann dir sagen, die Ärzte dort haben mich überhaupt nicht ernst genommen. Schon bei der Erstuntersuchung und dem Erstgespräch hat der Arzt ungeniert die Augen verdreht. Er sagte, solche Leute wie ich sollten den Computer wegschmeißen, weil sie natürlich im Internet zu irgendeinem Symptom immer eine schlimme Krankheit finden, aber zu einer Diagnose muss ein ganz bestimmtes Krankheitsbild vorliegen, das Laien überhaupt nicht erkennen können.
Leider ist das alles schon 3-4 Jahre her, deshalb kann ich mich nicht mehr an Einzelheiten erinnern, aber er hat gleich am Anfang einen Zungentest gemacht, der bei ALS-Kranken auffällig ist (ich frage mich, wie viele von euch jetzt gleich vor dem Spiegel ihre Zunge untersuchen werden, ich mache es auch noch manchmal ). Also ich musste mich hinstellen und die Zunge weit herausstrecken, und das mindestens eine Minute oder länger. Die Zunge fängt dann bei jedem an zu zucken und zu zittern, genauso wie ein Arm, den du eine zeitlang hochhalten musst: die Muskulatur wird schwächer und die Muskeln zittern. Aber ALS-Kranke können wohl schon im Anfangsstadium ihre Zunge absolut nicht mehr kontrollieren und sie bewegt sich im Mund auffallend stark hin und her. Wenn ich es noch richtig in Erinnerung hab, bewegt sich die Zunge bei Gesunden eher auf und ab, bei ALS-Kranken eher hin und her.
Ich habe jetzt mal bei Google "ALS Zunge" eingegeben und gleich diese Seite gefunden:
http://www.als-charite.de/VM/DieALS/Kra ... fault.aspx
Und dieser Satz steht da auch:
"Frühe Symptome sind feine Muskelkontraktionen (Fibrillationen) und eine Kraftverminderung bzw. Steifigkeit der Zunge." Da gibts an der Seite auch ein Videobeispiel und die Zunge des Mannes bewegt sich so auffallend hin und her. Also im Krankenhaus haben die auf diesen Test viel Wert gelegt und nachdem der bei mir negativ war, haben die mich eigentlich nicht mehr ernst genommen.
Da ein Hypochonder aber in einer Angstphase nichts scheut, habe ich natürlich alle Untersuchungen über mich ergehen lassen, und glaube mir, in der Neurologie sind die übel: Nervenwasser ziehen, die Elektroneurographie (ENG) und das übelste: die Elektromyografie (EMG) mit Nadel! Ich weiß nicht, ob sie das gemacht haben, um den Hypochonder vor der Entlassung noch einmal richtig zu quälen, aber mir ist schlecht geworden.
Naja, es kam überhaupt nichts raus, und da es jetzt schon ein paar Jahre her ist, denke ich, dass es auch wieder meine übertriebene Angst war, die mich zu diesen masochistischen Untersuchungen überredet hat. Ich hatte seither immer mal wieder Muskelprobleme, mein Heilpraktiker sagt, das kommt nicht unbedingt von einem Magnesiummangel, eher von einem Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt, deshalb hilft da oft kein Magnesium-Präparat allein. Er hat mir dann immer Zentramin sprint (die Brausetabletten von denen sollen nicht so gut wirken) oder Phosetamin empfohlen. Darf ich hier Produkte anpreisen? Keine Ahnung, aber das sind die einzigen beiden, die gegen solche Probleme helfen, aber auch nur nach einer Einnahme von mind. einer Woche ...

Ich hoffe, ich konnte dir mit meinem Erfahrungsbericht über meine ALS-Angst-Phase etwas weiterhelfen ...

07.03.2012 14:46 • x 1 #4


Hallo Allerleirau!

Danke für Deinen "Erfahrungsbericht" ... ehrlich gesagt bin ich momentan ganz "heiß" auf ein EMG, obwohl sich die Untersuchung wirklich nicht gerade spaßig anhört.
Aber vielleicht würde mir das endlich ein wenig Gewissheit geben. Wobei es ja bei Angstkranken so ist, dass sie sich von einem Arzt nur kurz beruhigen lassen und tendenziell eher an den Fähigkeiten des Arztes zweifeln. So ist es bei mir leider auch.
So geschehen, als ich am Montag dieser Woche zum MRT gegangen und mich somit freiwillig einer 3-stündigen emotionalen Hölle ausgesetzt habe. Ich war in einer neurologischen Forschungsklinik, die einen ausgezeichneten Ruf hat (angeblich operiert hier der beste Neurochirurg Deutschlands!). Das Gebäude ist von der Architektur her irgendwie "seltsam" und kalt - auch die Gänge fand ich irgendwie "wirr". Ich habe mit einem MRT-Durchgang gerechnet und dachte immer noch, ich könnte evtl. MS oder einen Tumor haben. Dann sagte man mir nach dem 30-minütigen MRT, dass man eine weitere Untersuchung mit Kontrastmittel machen müsste. In meinen Gedanken war ich überzeugt, dass jemand etwas gesehen hatte und es nun noch genauer untersucht werden müsste.
Außerdem habe ich gestern wirklich Zeit damit verbracht, meine Bilder zu studieren und im Internet mit anderen Gehirnaufnahmen zu vergleichen, da ich kleine weiße Punkte gefunden habe. Soviel dazu.

Dass mir der Zunge wusste ich natürlich schon (habe geschätzte 200 Seiten in mehreren Sprachen zum Thema gelesen), aber das ist nur bei der bulbären Verlaufsform der Fall. SO zuckt meine Zunge definitiv nicht, aber ein wenig nach oben und unten schon.

Der größte Fehler war, dass ich mir diese Leidensgeschichten gelesen habe. Es ist meine eigene Schuld und ich finde es selbst absolut bescheuert, dass ich mich stundenlang damit beschäftigen kann.

Danke für die Tipps mit den Präparaten - diese sind ja frei verkäuflich und ein Versuch schadet sich nicht. Jetzt, wo ich schon 300,- Euro für eine neue Brille, geschätzte 50,- Euro Praxisgebühr sowie Geld für Vitaminpillen und Augentropfen verbraten habe, kommt es darauf wohl auch nicht mehr an.

ALS-Angst ist echt sch...!
Die anderen Ängste hatte ich schneller im Griff. HIV hat mich auch einige Jahre lang verfolgt, aber nach dem 3. negativen Test habe ich es dann endlich verstanden, zumal ich dann auch nur noch einen Partner hatte (dieser könnte jedoch theoretisch fremdgehen, so dass ich diese Angst in der Zukunft auch nicht so ganz ausschließen kann).



LG
die Angsthäsin

07.03.2012 16:01 • #5


Ach ja... ich kann euch voll und ganz verstehen ^^

Ich hab auch eine Riesenpanik vor ALS.
Angefangen hat es im September. Ich bin wegen Missempfinden im rechten Arm und rechten Bein zum Neuro. MRT+Kontrastmittel wurde gemacht und die neurologische Standarduntersuchung (Reflexe & Co) waren ohne Befund. Das Missepfinden blieb, teilweise auch mit Taubheit usw. Beim Rumgooglen bin ich dann irgendwann auf ALS gestoßen. Es gibt leider einige Patientenberichte, wo die Patienten wirklich ALLES auflisten, was ihnen aufgefallen ist... und was nur zufällig mit der ALS zusammen auftrat, aber damit gar nix zu tun hatte.
Naja.. doof wie ich bin, hab ich mich dann durch alle Patientenberichte gelesen, die ich finden konnte. Und ganz plötzlich entdeckte ich bei mir auch passende Symptome.

Ich bin dann zum Glück auf eine sehr nette Online-Selbsthilfegruppe gestoßen. Also... ihr seid damit wirklich nicht alleine
http://www.med1.de/Forum/Psychologie/579158/
Eine der fleißigen Helferlein arbeitet in einem ALS Center, eine ist Angehörige einer ALS-Patientin usw. die sind alle total lieb und helfen immer

Mir persönlich helfen grade ein paar kleine Merksätze:
ALS ist permanent verschlechternd! Sprich, es gibt keine guten und keine schlechten Tage. Wenn beschwerden den einen Tag stärker sind, und denandern Tag schwächer, dann kann es niemals ALS sein!

Ich führe in diesem Zusammenhang ein kleines "Tagebuch". Dort trage ich jeden Tag meine Beschwerden ein und ordne sie mit + in Stärkegrade ein. Also + für leicht, ++ für etwas stärker.
Aber ich schaue NIEMALS auf den vorigen Tag, damit ich nicht abschreibe und vergleiche. Ich schaue mir die anderen Tage immer nur dann an, wenn ich am liebsten in die Neuro-Notaufnahme fahren will. Dann sehe ich, dass die Beschwerden ständig wechseln und das ist bei ALS absolut ausgeschlossen.

07.03.2012 17:56 • x 1 #6


Äh ja ... die Gruppe kenne ich schon. Bin fr_78.

07.03.2012 18:00 • #7


Hallo

tue dir mal selber einen gefallen absolutes Googel verbot.

Du selber kannst doch keine MRT bilder asuwerten , Du bist kein Arzt kein neurologe .

Sollte du irgendein verdacht gehabt hättest , wärste du sofort stationär aufgenommen..

Kennst du wirklich einen Menschen Persönlich der AlS hat, oder haste nur im Internet gelesen.


wenn ich nach dem Internet gehen würde und das glauben würde , wäre ich schon vor 10 jahren an krebs gestorben.

07.03.2012 18:01 • x 1 #8


Google-Verbot ... ja, das habe ich mir erteilt, aber ich werde immer wieder rückfällig. Habe es geschafft, in den letzten 3 Tagen NICHT ALS zu googeln ... immerhin schon ein großer Fortschritt!

LG

07.03.2012 18:04 • x 1 #9


Wunderbar

witer so nicht googeln , wenn man muskelzucken herzschmerzen , kopfschmerzen oder sont was , und das leben ist einfacher , glaube mir .

Ausserdem würde ich mich mal hinterfragen , was wäre den Wenn .
den ändern könntest du das ja nicht.

Wir paniker und Angstpatienten , haben durch die nerven oft zucken oder unerklärliche dinge .

07.03.2012 18:09 • #10


hey, mir gehts genauso, ich hab momentan soooo wahnsinnige angst vor ALS, das zucken ist echt nervig und was mich irritiert und mir angst macht, ist das ständige zucken in den fußsohlen, DAS macht mir irgendwie Angst, das restliche zucken natürlich auch kennt das jemand mit den fußsohlen?
war auch schon 2 mal bei Neurologen, und ich habe dieses EMG hinter mir, am Arm wurde es gemacht und er meinte, alles ok, auch an den Beinen wäre nichts auffällig, aber man kann es irgendwie so schwer glauben, man möchte es nur zu gern, aber es geht einfach nicht so leicht, die Aufmerksamkeit aus seinem körper zu nehmen. Und mir gehts genauso, die Krankheit ist selten, vorallem in meinem Alter (27), aber das beruhigt nicht wirklich

07.03.2012 19:14 • #11


@angsthase
Wenn ich das dem Küchlein erzähle... tz tz tz...
Und ich sag jetzt nich, wer ich bin
*fies bin*

07.03.2012 20:21 • #12


@Gremlin: in_too?

08.03.2012 10:56 • #13


MisterIch
Was mir aufgefallen ist, ist dass anscheinend alle hier im Forum ALS haben, bzw. alle die es haben in diesem Forum vertreten sind. Und damit meine ich alle aus ganz Europa. Immerhin ist diese Krankheit extrem selten. Mal ganz ehrlich, ich denke dass bishet keiner der wirklich ALS hat hier gepostet hat. Denn diejenigen haben jetzt ganz andere Sorgen und bei denen wurde es auch sicher nicht bei einer neurologischen Untersuchung uebersehen. Also nicht googln, und schon garnicht immer an ALS denken. Da gewinnt man in einigen Laendern eher im Lotto als an soetwas zu erkranken.

08.03.2012 11:01 • #14


Das Problem an dieser Theorie ist, dass es eben doch passieren kann. Und wenn nicht jetzt, könnte es in der Zukunft passieren. Und dieser Gedanke ist eben unglaublich beängstigend.

Ich habe gestern tatsächlich nach dem einen Posting hier meine Zunge untersucht und war kurz vor einer erneuten Panikattacke, da diese bei Herausstrecken zuckt und vibriert. Wenn ich die Zunge halb hinausstrecke, sieht es in der Tat so aus, wie bei dem Mann in dem ALS Video von der Charite Berlin, allerdings "schlackert" sie nicht hin und her. Das Zittern sieht aber so aus. Ein toller Grund für mich, abends wieder halb "durchzudrehen". Mein Mann hat mir leider seine Zunge nicht zum Vergleich gezeigt, da er das alles für Quatsch hält und das generell abblockt.

Nachts hatte ich dann noch einen Leukämie-Gedanken, da ich A) sehr oft blaue Flecken bekomme und nicht weiss, woher sie stammen und B) ich seit einiger Zeit heftiges Zahnfleischbluten habe.

Hätte mein Hausarzt das am kleinen Blutbild erkannt?

LG

08.03.2012 11:54 • #15


MisterIch
Absolut! Leukaemie haette man sofort im Blutbild erkannt. Das betrifft ja das Blut.

Sorry wenn ich immer ae statt dem Umlaut eingebe, aber das Tablet hat leider keine Umlaute auf der Tastatur.

08.03.2012 12:34 • #16


MisterIch
Ich habe mir deine Beitraege nun genauer durchgelesen.

Du versteifst dich viel zu sehr auf das Muskelzucken.

Ich kenne keinen Menschen auf der Welt der nicht jeden Tag Muskelzucken irgendwo hat.
Nur die meisten Menschen nehmen es nicht wahr, da es immer meist nur kurz und an unwichtigen Stellen vorkommt. Sobald es am Auge zuckt oder irgendwo beim Herz nimmt man es aber wahr und verstaerkt die Selbstwahrnehmung.

Genauso wie wenn es jemanden am Fuss sticht. Das ist uninteressant. Doch sticht es ploetzlich irgendwo beim Herz, bekommen viele Panik. Obwohl das meist einfach nur von der Muskulatur kommt.

Die Angst vor ALS wird die nie jemand nehmen koennen, solange du dich darauf konzentrierst.

Ich kann dir nur sagen dass es absolut unwahrscheinlich ist, dass du das hast oder je bekommen wirst. Alleine Gedanken daran zu verschwenden macht schon eine riesige Zeitverschwendung im Leben aus. Denn wenn du das wirklich irgendwann bekommen solltest, was so gut wie unmoeglich ist, dann ist es sowieso unheilbar und du hast dein ganzes Leben damit verplembert darauf zu warten es zu bekommen.

08.03.2012 12:51 • #17


wenn man in dieser Angstspirale steckt, ist es leider unheimlich schwer, da raus zu kommen. Meine Gedanke haben sich die letzten wochen von morgens bis abends nur um ALS gedreht und es ist jetzt noch so, ich merke allerdings, wie ich etwas "runterkomme" und der Verstand sich ein bisschen einschaltet. trotz allem, die Ängste sind da und diesen Selbsttest mit der Zunge probiere ich gar nicht erst ich weiß, das es sonst auch zuckt.

08.03.2012 13:25 • #18


Hallo MisterIch,

lieben Dank für Deine Einschätzung ...!

Meinst Du wirklich, dass ALLE Menschen irgendein Zucken haben, und sie dieses nur nicht wahrnehmen? Ich habe mich das schon so oft gefragt, bin aber nicht so recht zu einem Ergebnis gekommen. Wenn ich andere Leute beobachte, fällt mir ein gelegentliches "Pulli- oder Hosenhüpfen" jedenfalls nicht auf. *grübel*

Es stimmt - ich steigere mich sehr in diese Zuckungen hinein und hatte schon mehrere Panikattacken deswegen. Zudem gibt es ja bei ALS mehrere Symptome, die man sich auch "einreden" kann. Ich weiss schon gar nicht mehr, was nun Realität ist und was nicht. Z.B. glaubte ich, dass ich mit der linken Hand nicht mehr so gut tippen kann. Immer wenn ich daran denke, dann fühle ich eine Schwäche in der linken Hand. Auch bemerkte ich schon Schluckbeschwerden und grundloses Stolpern. Allerdings sagt mir der Kopf, dass das alles eher gefühlt ist bzw. von der Psyche kommt.

Ich werde wohl um eine Therapie nicht herumkommen, denn ich möchte mir nicht das Leben schwer machen, wenn es (noch) keinen Grund dafür gibt.
Allerdings möchte ich nicht sämtliche Ereignisse meines Lebens aufarbeiten - manche Dinge, die mir widerfahren sind, bleiben besser in der hintersten Ecke meiner Erinnerungen. Muss man zwangsläufig alles aufarbeiten? Welche Therapie könnt ihr empfehlen?

Habe neulich einmal gelesen, dass die Krankheitsangst eher Menschen betrifft, die gerne alles "in der Hand" haben. Das trifft zu 100% auf mich zu. Alles, was ungewiss/Glückssache etc. ist, ängstigt mich. Ich hasse es, die Kontrolle abzugeben (z.B. beim Fliegen). Ich denke, das könnte der springende Punkt sein (und nicht die anderen Erlebnisse in der Kindheit oder wohlmöglich schon im Mutterleib ).
Und das ist hier genau der Beweis: Dem Psychologen gestehe ich auch keine Kontrolle über die Behandlung zu.

LG

08.03.2012 13:27 • #19


Hallo

Ich denke du kommst echt nicht um eine therapie und ja Du solltest alles aufarbeiten .
Den deine Angst rührt ja von irgendwo her.

Du hast eigentlich dein Zucken selber beantwortet , Kontrollzwang , das kommt ja auch irgendwo her. Deine psyche zeigt dir durch dein zucken , das man nicht alles Kontrolieren kann.

zu dem Jeder Mensch zuckt hat zuckungen nicht nur Menschen sogar tiere haben das.
Mein Mann zum Beispiel zuckt extrem nachts , werde dadurch sogar wach von. er selber merkt das nicht.
Dann finde ich das hunde ein gutes beispiel sind , wenn sie schlafen dann räumen sie auch dann rennen sie oder jaulen leise oder brummen, aber bei meinen ist das oft so das sie solche zuckungen haben das man denkt die haben gerade einen Epteleptischen Anfall.

Ich empfehle Dir eine therapie zu machen und wirklich schritt für schritt zu hinterfragen woher es kommt auch wenn es schmerzlich ist , den nur so kann man lösungen finden um ein schönes leben wiedder zu haben.

08.03.2012 17:41 • #20




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