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Hallo zusammen,
Ich habe bereits aus Panik das ganze Internet durchforstet und so wirklich aber nichts gefunden.
Ich hatte bereits letztes Jahr schon mal so eine Schmerzattacke. Natürlich hab ich mir in dem Moment Sorgen gemacht, jedoch ist es nie wieder aufgetreten.

Nun gestern hatte ich diese Schmerzattacken beinahe alle 30minuten und manchmal noch öfter.
Es ist ein super bedrohlicher, einschießender und Stromschlagähnlicher Schmerz, der über mein Brustbein bis den Hals und Kehlkopf hoch jagt.
Manchmal habe ich das Gefühl er wird durch Sprechen oder Atmen ausgelöst. Oft jedoch völlig unwillkürlich und unverhofft.
Ich bin wirklich nicht wehleidig; aber das macht mir einfach Angst.
Ich habe kein Sodbrennen, aktuell keine Rückenbeschwerden, mein Blutdruck und Puls sind normal.
Es kommt wie aus dem Nichts, verschwindet ebenso wieder.
Mal in Ruhe, mal bei Stress. Mal bei Bewegung und mal ohne. Es sind nicht wirklich klar Aktivitäten mit dem Schmerz in Verbindung zu bringen.

Heute morgen musste ich deshalb meinen Frühdienst nach 1h abbrechen. Der Schmerz kam immer wieder und ich dachte ich werde den Tag nicht überleben. Es war mir super unangenehm.
Bin dann in die Notfallpraxis ins Krankenhaus.
Dort wurde gesagt ich sehe nicht lebensbedrohlich krank aus und der Blutdruck war ok
Daher sollte ich mich beim Hausarzt durchchecken lassen.
Auf der AU steht die Diagnose posttraumatische Belastungsstörung.

Ich habe diese Symptome wirklich !
Und habe weiterhin Angst dass alles immer direkt auf die Psyche geschoben wird.
Allerdings schließe ich es auch nicht aus. Ich bin mir selbst fremd und kann es mir nicht erklären.
Ich leide zwar unter Panikattacken aber diese Symptome sind so derartig erdrückend. Ich habe noch nie von diesem Ausmaß einer Panikattacke gehört bzw gelesen, geschweige denn sie selbst erlebt.
Und ich habe in der Hinsicht schon einige Symptome durch mit denen ich auch mit der Zeit gelernt habe besser umzugehen.

Kennt das jemand?

Seit ich heute zu Hause bin bzw den Dienst beendet habe, ist der Schmerz nicht mehr aufgetreten.
Gestern war er zu Hause sowie auf der Arbeit vorhanden.

Vielleicht kann mir jemand Mut zusprechen und hat vielleicht sogar mal ähnliches erlebt.
Ich werde natürlich morgen meinen Hausarzt aufsuchen.

Liebe Grüße

17.11.2019 10:18 • 26.11.2019 #1


23 Antworten ↓


Angor
Hallo

Erst einmal, Deine Beschwerden kommen nicht von einer PA. Aber wer unter einer Angsstörung leidet, leidet öfter unter Verspannungen. Ich kann da leider ein Lied von singen.

Deine Beschwerden sind wirklich echt und nicht psychisch, diese stromschlagartigen Schmerzen könnten auf eine Blockade der BWS hindeuten, bzw. einen eingeklemmten Nerv.

Eine Blockade der BWS ist meist auch Atmungsabhängig.
Eine Starke Verspannung kann auch stechende Schmerzen hervorrufen, auch beim atmen.

Also bitte das nächste Mal nicht in Panik verfallen, es ist nichts Schlimmes, nur unangenehm und leider auch oft schmerzhaft. Hol Dir am besten morgen gleich einen Termin beim Orthopäden.

Gute Besserung!

LG Angor

17.11.2019 13:07 • x 1 #2



Anfallartige heftige Schmerzattacken Brust/Hals

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Panikattacken fallen immer unterschiedlich aus,sie sind manchmal nur Ansatzweise da aber auch schonmal so heftig das man zum Notarzt fährt. Zur Beruhigung,lasse dich von deinem HA nochmals untersuchen. Leider ist es oft die böse Psyche! Lg

17.11.2019 13:09 • x 1 #3


Angor
In diesem Fall wird es nicht die Psyche sein, denn Verspannungen und Blockaden sind real.
Durch eine Angsstörung ist man eh immer angespannt, das wirkt sich auf die Muskulatur aus und man neigt eher zu Verspannungen.

Ich vermute, daass die Blockade ziemlich oben an der BWS sitzt, weil der Schmerz bis in den Hals ausstrahlt.
Der Schmerz würde sonst eher in die Schulterblätter bzw. Rücken ausstrahlen.

Manchmal ist eine einseitige Belastung daran schuld, oder einfach eine falsche Bewegung unter Belastung.

17.11.2019 13:16 • x 2 #4


Danke für die Antworten.
An so etwas habe ich auch schon gedacht.
Bin auf der Arbeit dauerhaftem Stress ausgesetzt und muss körperlich arbeiten.
Durch Zeitdruck mit Sicherheit auch nicht immer Rückenschonend. Und durch den Stress habe ich mit Sicherheit eine angespannte Körperhaltung.
Das würde zumindest erklären warum die Schmerzen zu Hause weniger auftreten.

Stutzig macht mich allerdings dass die Schmerzen gefühlt vom Kehlkopf aus kommen.
Ganz seltsam.

Aber ich hoffe der Arzttermin gibt mir Aufschluss darüber.

17.11.2019 13:24 • x 1 #5


Hi Sturmklang,

so fies das jetzt klingt. ENDLICH mal jemand, der EXAKT die gleichen Symptome hat wie ich.
Ich hatte das jetzt in Summe 3 oder 4mal. Leide seit zig Jahren (12 oder mehr) an Hypochondrie. Zum ersten Mal ist es mir an der Arbeit passiert. Wie aus dem Nichts kam plötzlich dieser enorme Schmerz. Er hat nicht in den linken Arm ausgestrahlt, aber bewegte sich zwischen Kehlkopf bis zum Magen oder Oberbauch. Ich konnte ihn gar nicht richtig lokalisieren. Das Ganze dauerte 2-3 Minuten und ich dachte, ich hätte einen Herzinfarkt, aber irgendwie auch nicht. Von der Beschreibung her verhält sich ein Herzinfarkt doch irgendwie anders. Das zweite Mal, war es in der Bahn, auch wieder verbunden mit extremen Ängsten. Dad dritte Mal Zuhause. Ständig war ich auf der Suche nach Gründen, wie denn so etwas zustande kommen könnte. Hatte ich heute etwas ungewöhnliches gegessen, bin ich verspannt usw. Ich habe nichts gefunden, was dies in irgendeiner Form erklären könnte. Im Februar diesen Jahres wurde ich dann komplett durchgecheckt, alles in Ordnung.
Ich kann es nicht erklären, genauso wie Du. Im ggs. zu Dir bin ich aber extrem ängstlich, was meinen Körper angeht. Neben all meinen bisherigen Symptomen ist dies halt eins mehr. Jedoch ein ziemlich heftiges und auch schmerzhaftes, was nicht zu Besserung beiträgt. Ich hoffe, dass es nicht so schnell wiederkommt und Du das in den Griff bekommst. Dazu müsste man natürlich wissen wie. Geht mir ja leider nicht anders. Von daher willkommen im Leidensclub.

20.11.2019 13:07 • x 1 #6


Hey,

Ach Wahnsinn.
Ja ich bin auch etwas beruhigt gerade dass scheinbar doch jemand soewats kennt.
Ich war gestern übrigens beim Arzt und das EKG verlief unauffällig.
Ich soll mir jedoch jetzt überlegen ob ich eine Magen und/oder Speiseröhrenspiegelung durchführen lasse.

Die Ärztin denkt jedoch nach wie vor dass die Symptome psychischem Ausmaße sind und empfiehlt mir Opipramol verschreiben zu lassen.

Ich weiß auch nicht weiter. Hab weiterhin tierische Angst dass die Symptome wieder auftreten.

20.11.2019 19:55 • #7


Das kann ich gut verstehen. Damit ist echt nicht zu spaßen und ich habe auch bammel davor. Von all meinen Problemen (das waren glaube ich nahezu alle) ist dieses Problem eines der schlimmsten. Man hat richtige Schmerzen verbunden mit einer Todesangst. Währenddessen ist man wie gelähmt und hofft nur es zu überleben. Weiß nicht, ob das bei Dir auch so war?

Nur treffen wir uns beide im Angstforum und haben beide das Gleiche Problem. Komisch, oder? Unser Geist macht mit uns Dinge, die absolut unerklärlich sind. Zumal das auch an Tagen passiert, an denen man meint es wären gute Tage. Unsere unterschwellige tiefsitzende Angst, die wir nur mit gut zureden NICHT beeinflussen können steuert das. Na vielen Dank dafür!

20.11.2019 21:54 • x 1 #8


Genau so geht es mir auch.
Habe den einen Tag auf der Arbeit beinahe das Medikamententablett fallen gelassen weil die Schmerzen ur plötzlich und blitzartig eingeschossen sind.
Und genau wie bei dir, trat es auch an Tagen auf, die ich eigentlich als total positiv empfand.
Also wirklich super unerklärlich.

Genau.
Mit meinen Panikattacken weiß ich langsam umzugehen.
Aber das hier ist irgendwie anders.
Und auch seltsamer weise keiner Panikattacke zuzuschreiben. Vielleicht ist es daher auch so beängstigend. Im Zusammenhang mit den Schmerzen natürlich.

20.11.2019 22:05 • #9


Das schlimme ist, dass Du nur denkst, es wäre ein super Tag. Dein unterschwelliges Ich ist nach wie vor im Alarmzustand und das dauerhaft. Wenn Du beim Auto mal auf's Vollgas trittst, ist das ganz nett. Wenn Du aber dauerhaft Vollgas gibst, verreckt Dir irgendwann der Motor. In diesem Fall ist dein Herz nicht dein Motor, sondern dein verspannter Körper. Fast dein gesamter Körper besteht aus Muskelfleisch. Jeder Muskel an irgendeiner Stelle deines Körpers (auch tief drin) wird von Dir (hier leider unbewusst) beeinflusst und zieht sich zusammen oder dehnt sich. Wenn verschiedene Muskelgruppen zusammen kommen, passiert genau das. Auch jetzt spüre ich die Stellen wo es passiert war und wenn ich nur drüber nachdenke, habe ich Angst, dass es wieder passiert. Es ist nicht eine bestimmte Stelle. Es geht vom Hals (eher Kehlkopf/Schilddrüse) abwärts bis zum Oberbauch. Die Arme sind nie gelähmt. Es ist definitiv kein Herzinfarkt.

Wenn man dann in den Foren liest, dass manche Tinnitus oder leichte Kopfschmerzen haben, wünscht man sich gerne diese Auswirkungen statt das hier.

Aktuell bin ich seit Wochen auch dauerhaft müde. Jetzt Googlet man und plötzlich findet man überall Müdigkeit in Verbindung mit Krebs. Aber genau vor Krebs habe ich Todesangst. Das hilft mir nun gar nicht weiter. Wer weiß wie lange dann noch der nächste Anfall auf sich warten lässt.

Du hast aber Recht: Ich habe auch das Internet durchforstet wie wild. Zu diesem Problem gibt es keinen einzigen Eintrag.

20.11.2019 22:27 • #10


Absolut.
Hatte einmal die Situation dass ich mich seit langem mal wieder mit Freunden getroffen habe am Wochenende. Saßen gemütlich im Garten und wollten anschließend noch feiern gehen. Fühlte mich den ganzen Tag über gut und meiner Ansicht nach auch entspannt und ausgeglichen.
Urplötzlich trat dann dieser Schmerz auf und ich war wie gelähmt. Natürlich war die Entspannung dann wie verflogen und es breitete sich eine totale Panik und Anspannung aus.
Wie bei dir hatte ich auch keine weiteren Symptome wie Schmerzen im linken Arm/Kiefer. Keine Übelkeit, kein Kribbeln... nichts....
Mir war es schon unangenehm von den Symptomen zu erzählen aber meinen Freundinnen ist natürlich direkt aufgefallen das etwas nicht stimmt. Die Angst war mir ins Gesicht geschrieben.
Der Abend war für mich bzw uns alle natürlich gelaufen Danke dafür.
Man fühlt sich einfach ausgeliefert. Bzw man ist es auch.
Und dann beginnt wieder der Angst Kreislauf.

So sieht es bei mir auch aus.
Manchmal ist der Schmerz so extrem und einschießend, dass ich nicht mal genau lokalisieren kann ob er im Hals (aber genau wie bei dir Kehlkopf/Schilddrüsenbereich) beginnt und im Oberbauch endet oder andersherum.
Einmalig hatte ich die Symptome auch genau an meiner rechten Halsschlagader und dachte direkt an eine Carotis Stenose

Das einzige was ansatzweise bei meiner stundenlangen Recherche im Internet passte war eine
Laryngeus-superior-Neuralgie. Wobei dazu auch nicht besonders viel zu finden ist und die Schmerzen scheinbar auch ins Gesicht bzw Nacken etc ausstrahlen. Das kann ich bei meinen Schmerzen absolut nicht bestätigen.

Die Angst vor dem Krebs kann ich nachvollziehen und habe ich auch an manchen Tagen.
Zudem bin ich noch Raucherin und denke mir dann häufig Naja, bist halt selbst Schuld. Das hast du jetzt davon.
Zudem treten die Schmerzattacken bei mir mal häufiger (wtl,tgl) bis alle 3 Monate auf, so dass ich mir über die Jahre gesehen einrede dass es wenn es Krebs wäre, er jetzt sowieso schon weit fortgeschritten sei.

Darf ich fragen ob bei dir denn organisch gesehen alles soweit abgeklärt wurde?
Meine Ärzte sagen ehrlich gesagt jedes mal sie glauben nicht dass es organische Ursachen hat. Ich bin auch noch sehr jung und da ich beruflich viel Stress habe, wird prompt alles als psychosomatisch abgestempelt.

21.11.2019 10:33 • #11


Naja, organisch scheine ich Gesund zu sein. Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion, die aber sehr gut eingestellt ist. Ansonsten bin ich der eher sportliche Typ, auch wenn jetzt wieder auf mich achten muss, da ich total gern nasche. Ich hatte einen CheckUp, den mir mein Arbeitgeber bezahlt hat, d.h. von Kopf bis Fuß alles durchsucht, aber eben nur Ultraschall, EKG, Bluttests und dieser Kram. Kein MRT oder CT. Von daher hoffe ich natürlich sehr dass ich gesund bin. Als Hypochonder hat man ja ohnehin stets die Meinung, dass Ärzte etwas übersehen haben müssen. Damit muss ich irgendwie leben.

Es sind oft die sensiblen und intelligenten Menschen, die eine ungewollte Auswirkung des geistes auf den Körper haben. Ich möchte mich nicht als intelligent bezeichnen. Ich denke, ich bin genauso dumm wie jeder andere Mensch. Was ich meine ist die soziale Intelligenz. Wie sensibel bist Du und wie sehr kannst Du dich in andere Menschen hineinfühlen? Ich denke, das ist bei Dir (wie auch bei mir und vermutlich den hier Betroffenen) stark ausgeprägt.

Ich gehe sehr selten zum Arzt, von daher bin ich ein untypischer Hypochonder. Wobei ich mich gar nicht so recht als solchen bezeichnen würde. Ja, ich habe tierische Angst davor, dass mich eine fiese Krankheit irgendwann einmal zur Strecke bringt, aber ich renne deshalb nicht gleich zum Arzt. Ich verfalle einfach nur in tiefe Angst und versuche mir das zu erklären. Dinge wie Jetzt war doch nichts, was mir besonders Angst gemacht hat?, Ich war doch gar nicht im Stress, warum hab ich das jetzt? schießen mir dann durch den Kopf. Es kommt immer dann, wenn man nicht damit rechnet und man sich entspannt fühlt. Zumindest der Kopf sagt einem das und man denkt, dass dem wirklich so sei.

Es ist jedoch gut, dass es deine Freundinnen bemerkt haben. Es fällt einem einfacher damit umzugehen als es zu verstecken (was in diesem Fall echt schwer ist). Mir sieht man es dann bestimmt auch an, aber ich hatte es erst dreimal bisher. Einmal an der Arbeit, dann in der Bahn und Abends im Bett. Niemand hat mich jeweils beobachtet und da war ich ganz froh drüber. Ich dachte mir nur immer: Was ist, wenn ich jetzt hier sterbe?.

Hast Du eine SEHR gute Freundin, mit der Du über alles sprechen kannst und die Dich für voll nimmt? Sprüche wie: Ach, das wird schon helfen hier nicht. Es geht um deine Psyche und um Dinge, an die dein normaler Verstand nicht rankommt. Vielleicht auch weil er ganz bewusst blockt.

Ohne versuche dort vorzudringen wirst Du das eigentliche Problem nicht lösen und es wird nicht verschwinden.

21.11.2019 14:03 • #12


Ja,
Zum Glück haben die beiden direkt den Ernst der Lage erkannt und mich auch sehr ernst genommen.
Allerdings habe ich gemerkt dass sich meine Panik noch mehr verstärkt, wenn sich andere Sorgen machen. Sorgen die ich natürlich selbst auch habe. Aber dadurch dass mich das dann noch mehr aus der Ruhe bringt, versuche ich möglichst meine Probleme für mich zu behalten bzw diese nur kund zu geben wenn es wirklich gar nicht mehr geht und ich Todes Angst habe.

Damit könntest du absolut recht haben. Ich bin sehr empathisch und nehme häufig viel zu viel auf mich. Seien es Probleme anderer oder Aufgaben die mir aufs Auge gedrückt werden.
Ich behalte in jeder noch so schlimmen Stresssituation mein Lächeln, beherrsche das Chaos..... wenn ich dann allerdings nach Hause komme, falle ich aus Erschöpfung aufs Sofa und habe keine Kraft, Energie und vor allen Morivation mich mit Dingen zu beschäftigen die mir wirklich Freude bereiten.
Wenn ich das ändern würde, müsste ich jedoch meinen Beruf wechseln.
Und auch da habe ich nicht nur einmal drüber nachgedacht.
Allerdings ist das aktuell keine Option.
Und es ist auch nur eine Vermutung, dass der Stress der einzige Auslöser für die Attacken ist.

Im Grunde kann ich mich sehr gut selbst reflektieren und erkenne auch meine Grenzen und Fehler. Aber wie du schon sagst; in einigen Situationen kann ich mir auch nicht erklären warum diese Attacken auftreten. Und dann frage ich mich ob das jetzt mein Leben lang einfach so weiter geht?
Sehr schwierig.

21.11.2019 16:46 • #13


Falls es nicht der Stress sein sollte, bist Du trotzdem nicht allein, denn ich habe exakt das Gleiche. Dann wäre es bei mir auch was anderes. Da niemand was finden konnte und wir uns in einem Angstforum treffen, ist die höchste Wahrscheinlichkeit jedoch, dass uns unser Körper echt schlecht behandelt oder eben wir ganz unbewusst unseren Körper.
Dein Leben lang wirst Du das nicht haben, da bin ich mir sicher. Wenn ich überlege, was ich schon alles hatte. Irgendwann war es urplötzlich weg und ich weiß nicht warum. Ich hatte auch unterbewusst gar nicht mehr dran gedacht. Ein paar Monate später fiel mir dann erst auf, dass ich das ja gar nicht mehr hatte, was wiederum ein Beweis dafür ist, dass ich WIRKLICH nicht dran gedacht habe (auch unterbewusst nicht) und es deshalb wohl nicht mehr auftrat. Dieser Körper/Geist ist so schwierig zu verstehen. Kein Blutbild der Welt oder irgendein MRT kann diese Gedanken mit der darin verbundenen Auswirkungen verstehen. Es gibt stets nur Versuche zu verstehen oder gutgemeinte Ratschläge von selbsternannten Experten.
Höre auf Dich! Was fehlt Dir und was belastet Dich am meisten, ganz unabhängig von der Angst? Ist es vielleicht die Fahrt ins Büro bzw. Arbeit? Die Arbeit selbst? Dein Privatleben? Deine Vergangenheit? Es ist immer irgendwas!
Andere kommen damit super klar. Die Einfühlsamen gehen daran jedoch nicht nur geistig, sondern auf körperlich zugrunde. Ändern kannst Du es aber nicht, da Du dein ICH nicht ändern kannst. Du bist wie Du bist und das ist gut so.
Achje, wie höre ich mich denn an? Im Prinzip ist es nur das, was ich über mich denke, projeziert auf Dich, denn Du scheinst ähnlich zu ticken. Wie könnte der Ausweg aussehen? Zur Psychobehandlung gehen? Mach ich! Ob es hilft, kann ich Dir aber erst in ein paar Wochen sagen. Hatte erst das Kennlerngespräch.
Und wenn das nicht hilft? Aufbauende Youtube-Videos ansehen? Hier im Forum schreiben? Ich weiß es nicht.

21.11.2019 17:31 • #14


Ich hatte mich mal wieder durchs Internet gelesen und aufgrund eines Bildes dort gemutmaßt, dass es eventuell ein Herzinfarkt sein könnte.
Leider hat es sich bei mir im Gehirn ganz schön manifestiert und ich hatte dann wirklich Schmerzen. Letzten Sonntag hatte ich dann meine Frau gebeten, mich in die Notaufnahme zu bringen. Vorher hatte ich noch ganz schnell mein Testament geschrieben und gehofft es noch zu schaffen und nicht vorher zu sterben.
In der ersten Notaufnahme wurde ein EKG gemacht, welches erstmal nicht so gut aussah. Die Ärztin dort hat mich dann in die besser ausgestattete Klinik überwiesen,natürlich mit mehr Anfahrtsweg. Sie wollte mich schon mit dem Krankenwagen dorthin bringen, aber wir verzichteten. Also schnell nochmal nach Hause und Sachen gepackt, da ich vermutlich stationär behandelt werde. Dort wurde ein EKG gemacht und zur Sicherheit meine Blutwerte überprüft. EKG war unauffällig und auch mein Puls war wieder normal 63 zu 137.
Wir waren alle sehr erleichtert und dennoch hatte ich stets in meinem Hinterkopf: Wenn die doch was übersehen haben?
Heute musste ich zur Bahn rennen und nach 20 Minuten wurde mir plötzlich schwindelig und schlecht. Ich musste nicht brechen und der schwindel war nach ca. 30sek weg. Jetzt dachte ich mir aber, wenn das Herz nicht richtig funktioniert, dann wird einem bei Beanspruchung auch schwindelig und bin auf dem besten Wege wieder dort anzukommen, wo ich bereits am Sonntag war.

26.11.2019 15:09 • #15


Kaffeehörnchen
Hallo Christian,

ich würde um eine Überweisung zum Kardiologen bitten, damit dein Herz gründlicher untersucht werden kann, als bei einem Ruhe-EKG. Ich denke an ein Belastungs-EKG und einen Herz-Ultraschall. Vielleicht könntest du in der 1. Notaufnahme noch einmal nachfragen, was genau mit dem EKG nicht stimmte, vielleicht kann das einen Anhaltspunkt geben.

Liebe Grüße

26.11.2019 17:56 • #16


Hi Kaffeehörnchen,

danke für dein Feedback.

Wie gesagt war im größeren und moderner ausgestatteten Krankenhaus alles in Ordnung. Zusätzlich wurde sogar mein Blut untersucht, ebenfalls ohne Befund.
Im Januar diesen Jahres hatte ich einen Komplettcheck, auch vom Herz mit Belastungs-EKG und Untraschall. Da war auch alles top! Ist halt die Frage wie schnell sich sowas ändern kann und wie stark meine Psyche hier Einfluss hat?
Den Kardiologen werde ich aber dennoch aufsuchen. Hierzu werde ich direkt morgen einen Termin erstmal mit meiner Hausärztin ausmachen. Bin ja diesbezüglich ohnehin ein Schisser. Also lieber einmal zuviel.

26.11.2019 18:35 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich kann mir vorstellen wie du dich fühlst.
Habe wegen eines Umzugs den Hausarzt gewechselt und kurz vorher fand noch eine BE statt.
Bei dem neuen Hausarzt angekommen wurde ich gefragt ob mir denn Blut abgenommen wurde. War sogar kurz davor zu verneinen, weil ich dachte es hätte sich bis zu dem Tag ja auch wieder etwas verändert haben können ..
Genau wie bei den zwei Ruhe EKG's .. am liebsten hätte ich ein EKG genau in dem Moment, indem die Attacken auftreten.

Aber wenn du den Termin beim Kardiologen machst ist es doch super.
Wenn er nichts findet wird es dich bestimmt beruhigen.

Meine Schmerzattacken sind übrigens die letzte Zeit so häufig aufgetreten wie noch nie.
Vermutlich weil ich mir noch nie so viele Gedanken darüber gemacht habe wie jetzt?
Klingt komisch aber einerseits beruhigt mich die These und andrerseits ist es natürlich beunruhigend.

26.11.2019 18:43 • #18


Kaffeehörnchen
Wenn alles in Ordnung ist, könnte für den Schwindel natürlich auch mangelnde Fitness ein Grund sein. Wir Angsthasen schonen uns physisch ja eher zuviel als zu wenig.
Könnte das sein?

26.11.2019 18:46 • #19


Da liegst du gar nicht mal so verkehrt, Kaffehörnchen. Ich habe im Haus wirklich viel Platz und deshalb im Mai ein eigenes Sportzimmer mit hochwertigen Geräten und TV eingerichtet. Aber genutzt habe ich es eigentlich nie richtig. Stattdessen wird zuviel gegammelt und Mist gegessen. So kann es nichts werden.

Sturmklang. Wenn Du daran denkst - auch unbewusst - wird auch genau das passieren. Wenn ich viele Dinge Revue passieren lasse wird mir bewusst, dass ich immer 1 bis 2 Symptome habe. Interessant ist jedoch, dass zuvor alte Symptome nicht oder kaum noch vorhanden sind. Also muss sich meine Psyche irgendwie auf eine Sache einschießen. Ist das bei dir auch so?

26.11.2019 22:03 • #20



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Dr. Matthias Nagel