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Schönen guten Morgen zusammen,


gibt es hier Leute bei denen Sonntags die Angst beginnt Montags wieder arbeiten zu gehen. Oder wenn man es Sonntags geschafft hat ab Montags früh morgens die Angst einem unterbewußt bereits fertig macht und man möchte gar nicht aufstehen? Als wenn auf der Arbeit das Grauen warten würde?

30.01.2012 08:29 • 04.08.2014 #1


41 Antworten ↓


So krass, innerlich fühle ich mich gerade hundeelend.

Ich war gerade im Bad und habe in den Spiegel geschaut. Und bemerkt das da etwas nicht stimmt. Das Innere "Grauen" was ich fühle passt nicht zu dem was ich im Spiegel sehe.
Das Gesicht ist zwar noch müde aber ansonsten, für einen Depressions-Montagmorgen, situationsbedingt echt okay und vor allem freundlich. Normalerweise ist es bei mir so das sich meine Gefühlswelt sehr stark im Gesicht abzeichnet. Man(n) weiß sofort was Sache ist.
Deswegen, da passt was nicht. Da hat sich bei mir was eingeschlichen was da nicht hingehört.

Ich habe mal versucht mein Inneres darauf aufmerksam zu machen und es gebeten die Gefühlwelt anzunehmen die mein "freundlich verschlafendes Gesicht" ausstrahlt. Zudem habe ich in der ganzen Wohnung Licht angemacht, Wohnzimmer, Küche, Flur etc. Licht soll ja bekanntlich bei Depressionen helfen.

30.01.2012 08:48 • #2



Angst Montags arbeiten zu gehen.

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Guten Morgen Steffi,

ich kenn das, hatte das jahrelang auch. Hab am Sonntag schon angefangen Selbstgespräche bzw. sogar Steitgespräche mit meinen Vorgesetzten zu führen . Bei uns war Montags immer der große Besprechungstag in der Firma. Hier wurden alle wichtigen Dinge, auch Probleme (Reklamationen z.B.) besprochen und da ging es ganz schön hart zur Sache.
Hab mir da aber mehr Sorgen eingeredet und Angst davor gemacht als es in Wirklichkeit war. Als ich das verstanden habe wurde es besser. Auch eine lückenlose einwandfreie Vorbereitung auf den Tag hat mir sehr geholfen ruhiger zu werden.
Manchmal kanns auch nur ein unangenehmer Kollege sein mit dem man am Wochenanfang zu tun hat.

Grüße

30.01.2012 08:53 • #3


Das kenne ich nur zu gut.. Völlig egal, was am Montag ansteht, es ist immer ein unangenehmes Gefühl. Besonders am Sonntag Abend, einschlafen fällt mir dann sehr schwer. Aber da ich das mittlerweile weiss, kann ich etwas besser damit leben. Und wenn dann Montag Abend ist und man weiss, dass der Tag einigermassen erfolgreich war, bessert sich die Situation sowieso.

30.01.2012 10:58 • #4


Guten Morgen Ihr Zwei,

danke für Eure Beiträge. Wie Dir Stephen es erging, so ergeht es mir auch.
Ich habe nach meiner Ausbildung vor ca. 11 Jahren den Arbeitgeber gewechselt. Dieser hat mich damals so fertig gemacht das ich schon bei seiner RufNr. im Display zu zittern angefangen habe. Der Kopf, der Hals, die Hände, einfach alles vibrierte. Das war es, wo alles angefangen hat.
Bei meiner nächsten Arbeitsstelle hatte ich eine Chefin die so launisch war, das man morgens, als man ankam nicht wußte ob einem irgendwelche Schimpfwörter um die Ohren flogen und man zusammengestaucht wurde oder ob sie gut drauf war. Gefühlsmäßig war das für mich immer ein fertig machen.

Danach war es immer das Gleiche. Immer wenn ich länger als 3 Tage von der Arbeit weg war hatte ich Angst zur Arbeit zu gehen.
Den Tag vor dem Arbeitstag verbummel ich meine freie Zeit mit Angstgedanken, gedanklichen Streitgesprächen mit Kollegen oder dem Chef. Die Gespräche sind sehr real.

Als ersten Anhaltspunkt habe ich, dass ich vielleicht Angst vor Konfliktgesprächen habe und diese Angst zu überwinden zu habe. Ich bin extrovertiert, ich habe eine positive Ausstrahlung und ein sehr freundliches Wesen. Ich bin "eigentlich" sehr lebensfroh. Aber immer nur dann wenn man mich läßt und es keinerlei Kritikgespräche gibt. Ab da bin ich introvertiert, ängstlich, weinerlich und hilflos.

Als zweiten Anhaltspunkte habe ich vielleicht Angst, nicht zu wissen was am anderen Tag kommt. Ich habe also keine Möglichkeit mögliche Geschehnisse im Vorfeld zu erfahren und mich darauf vorzubereiten.

Als dritten Anhaltspunkt habe ich, das mir aufgrund der vorherigen Erfahrungen das Vertrauen in die Menschen fehlt. Ich glaube manchmal, dass ich so ein hohes Maß an Vertrauen in die Kollegen brauche um wirklich ohne Bauchschmerzen zur Arbeit zu gehen. Dieses Maß werde ich von Fremden nie erwarten können.

Danke Steffi

31.01.2012 08:31 • #5


hallo ich bin neu hier bin 22 jahre habe seit 2 jahren psychosomatische störungen angst und panik störungen doch das mit dem aufstehen kenne ich gehört ja alles dazu lese gerade das buch psycho logisch ? da stehen sachen drin die man im altag gut verwenden kann... ich hab halt immer das gefühl nicht zuverlässig zu sein da es mir öfters mlal nicht gut geht daher mache ich nur einen kleinen mini job und merke das es da schon so ist das ich unzuverlässig bin weg meinem wohlbefinden aber das buch hilft...

LG

31.01.2012 12:00 • #6


Hallo Steffi

Zitat:
Als ersten Anhaltspunkt habe ich, dass ich vielleicht Angst vor Konfliktgesprächen habe und diese Angst zu überwinden zu habe. Ich bin extrovertiert, ich habe eine positive Ausstrahlung und ein sehr freundliches Wesen. Ich bin "eigentlich" sehr lebensfroh. Aber immer nur dann wenn man mich läßt und es keinerlei Kritikgespräche gibt. Ab da bin ich introvertiert, ängstlich, weinerlich und hilflos.


So kenn ich das auch von mir, nur dass ich keine Angst vor Konfliktesprächen habe. Mit Kritik kann ich auch nicht umgehen... fühle mich da immer sehr schnell persönlich angegriffen und werd dann trotzig... das kann dann ganz übel ausgehen. Ich denke dass dies ein persönliche Lebenseinstellung ist und nichts mit der Psyche zu tun hat.

Zitat:
Als zweiten Anhaltspunkte habe ich vielleicht Angst, nicht zu wissen was am anderen Tag kommt. Ich habe also keine Möglichkeit mögliche Geschehnisse im Vorfeld zu erfahren und mich darauf vorzubereiten.


Dazu kann ich nur sagen -- typische Erwartungsängste, diese lassen es dann zu diesen nervenaufreibenden und blutdrucksteigernden Selbstgespräche kommen.

Zitat:
Als dritten Anhaltspunkt habe ich, das mir aufgrund der vorherigen Erfahrungen das Vertrauen in die Menschen fehlt. Ich glaube manchmal, dass ich so ein hohes Maß an Vertrauen in die Kollegen brauche um wirklich ohne Bauchschmerzen zur Arbeit zu gehen. Dieses Maß werde ich von Fremden nie erwarten können.


Das kenn ich so nicht, ich bin in meinem Job Einzelkämpfer. Es wird zwar immer von Teamarbeit gesprochen, das gibt es aber nicht. Nicht bei uns, wenn es bei uns ein 5er Team gibt, dann hacken 4 Leute auf einem rum der dann alles zu erledigen hat.... Vertrauen ist gut, Kontrolle oder was schriftliches in der Hand zu haben ist besser.

Grüße

31.01.2012 12:20 • #7


Hallo Stephen,

wenn es so ist wie Du schreibst, dass es typisch Erwartungsängste sind, dann verstehe ich nicht was ich für Erwartungen dies bezgl. haben soll. Was kann ich für Erwartungen an einen Montagmorgen haben?

31.01.2012 13:36 • #8


Sehr schnell persönlich angegriffen fühle ich mich auch. Ich bewundere in diesen Momenten andere Menschen wie die damit umgehen. Ich bin aber auch ein Typ Mensch der gerne zur Arbeit geht. Mir ist die Arbeit ebenso wichtig wie das Privatleben, manchmal sogar noch mehr da ich @work sehr viel Zeit meines Lebens verbringe.

31.01.2012 13:39 • #9


So jemand wie Stromberg wäre mein persönliches aus! ....und würde mir den Glauben an ein gutes Betriebsklima und die Hoffnung an Kollegialität nehmen!!

31.01.2012 13:44 • #10


Steffi, du hast selbst geschrieben ich zitiere:

Als zweiten Anhaltspunkte habe ich vielleicht Angst, nicht zu wissen was am anderen Tag kommt. Ich habe also keine Möglichkeit mögliche Geschehnisse im Vorfeld zu erfahren und mich darauf vorzubereiten.

Erwartungsängste... du erwartest etwas, weist aber nicht genau was kommt und deine Gedanken fangen an zu kreisen. Du malst Dir unterbewusst die schrecklichsten Dinge aus, die dich erwarten...

Und? Hab ich recht?

Grüße

31.01.2012 17:47 • #11


Ah okay, danke für die Definition.
Ich habe das Wort Erwartungsangst falsch verstanden. Ich habe es mit "den Erwartungen" verknüpft.

Ehrlich gesat habe ich gerade erst einmal gegoogelt. Zum Thema Erwartungsangst kam der Eintrag, das es die Angst vor der Angst ist bereits Erlebtes noch einmal zu erleben. Es wird geraten sich der Angstsituation zu stellen und sie zu durchleben. Danach würde man feststellen, dass es gar nicht so schlimm war und man die Situation aushalten konnte. Dies würde die Angst auf Dauer lindern.

Diese Erwartungsangst habe ich seit 2005 und habe bereits mehrfach festgestellt, dass ich an Montagen nicht das Grauen durchlebe wie ich es mir immer vorstelle. Ich sage mir auch Montags auf der Arbeit das nichts Schlimmes passiert ist und ich mir am WE grundlos Gedanken gemacht habe. Ich nehme mir vor am folgenden WE diese Gedanken hervor zu holen um die Angst somit etwas kleiner werden zu lassen. Aber ich schaffe es nicht.

31.01.2012 21:17 • #12


Mir fällt gerade auf das ich mich verschrieben habe. Die Erwartungsangst hab ich seit 2001.

31.01.2012 21:42 • #13


Guten Morgen,

ich denke das ich noch nicht das nötige Maß für die Wichtigkeit der Arbeit und die Wichtigkeit des Privatlebens gefunden habe. Momentan habe ich eher noch das Gefühl das die Arbeit wichtiger für mich ist da ich mich dort so lange aufhalte. Ich habe durch meine Erfahrungen in den letzten Jahren verpaßt zu lernen wie man auf der Arbeit mit einander umgeht. Was ich weiß ist, das ich mir auf der Arbeit Kritik etc. mehr annehme als Kollegen. Egal auf welcher Arbeitsstelle. Ich hänge mich gedanklich auch mehr rein. Oftmals merke ich sogar das das gar nicht nötig ist und verlangt wird, und trotzdem mache ich es. Tut man doch, macht man doch, ist doch so, macht doch Spaß...dachte ich immer.
Ich weiß nicht ob ich mich gerade gut ausdrücke, ich weiß was ich sagen möchte finde aber nicht die passenden Wortwahlen.

01.02.2012 08:21 • #14


hey,

ich kenne das auch.. freitag/samstag ist man total erleichtert weil man weiß das man ein paar tage ruhe hat und sonntags denkt man schon wieder mit (bösen) schmetterlingen im bauch daran das man am nächsten tag wieder dahin muss.

es ist einfach unangenehm, man ist den ganzen tag total angespannt und fühlt sich unwohl. ich fühl mich schlecht weil ich irgendwie den drang habe etwas beweisen zu müssen, bloß keine fehler machen! vielleicht aus angst das kritik kommt (die ich mir dann wieder viel zu sehr zu herzen nehme und viel darüber nachdenke).

irgendwie bin ich deswegen permanent in "alarmbereitschaft" und das stresst sehr.
ich konnte mich meistens auch garnicht auf die leute um mich rum konzentrieren da ich so in gedanken damit beschäftigt war dieses unwohl sein zu ertragen. ich habe vieles dadurch ausgeblendet. es ist komisch denn mir ist nie was schlimmes auf arbeit passiert oderso.
nach feierabend kam ich auch auf die leute besser klar.
echt bescheuert eigentlich denn wenn man entspannter wäre, würde es bestimmt sogar spass machen

01.02.2012 09:27 • #15


Hallo resley,

hast Du denn füfr Dich Deine Antwort gefunden? Du schreibst in der Vergangenheit deswegen bin ich mir nicht sicher.

Wenn nicht würde ich einen Vorschlag machen.
Danke für Deine Antwort!
Grüße SteffiK.

01.02.2012 14:53 • #16


das ich in der vergangenheit schreibe liegt daran das ich vor zwei monaten gekündigt habe ..mir wurde das alles insgesamt zu viel.

arbeitslos zu sein nervt auch aber Langeweile ist für mich leichter zu ertragen als angst.
ich hoffe aber das ich bald etwas neues finde wos hoffentlich freundlicher zugeht. bis dahin muss ich erstmal klar kommen.. bringt ja nichts jetzt etwas neues anzufangen um dann wieder einen rückschlag einzustecken.

Wenn nicht würde ich einen Vorschlag machen. .

was wäre es denn gewesen ?

lg

01.02.2012 15:27 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich glaube das wir die Angst hätten ausdiskutieren können.

01.02.2012 20:53 • #18


Auch mir geht es so. Durch das We ist man aus den Rhytmus raus und irgendwas kann ja passiert sein.

Ich war jetzt paar Tage krank und meine gedanken kreisen sich auch nur um Morgen. Es ist schrecklich. Allerdings gehe ich an die FH und habe angst wieder so lange ducrchhalten zu müssen, Angst wieder vor der Derealisation.....

LG

01.02.2012 21:01 • #19


Zitat von katjaxx:
hallo ich bin neu hier bin 22 jahre habe seit 2 jahren psychosomatische störungen angst und panik störungen doch das mit dem aufstehen kenne ich gehört ja alles dazu lese gerade das buch psycho logisch ? da stehen sachen drin die man im altag gut verwenden kann... ich hab halt immer das gefühl nicht zuverlässig zu sein da es mir öfters mlal nicht gut geht daher mache ich nur einen kleinen mini job und merke das es da schon so ist das ich unzuverlässig bin weg meinem wohlbefinden aber das buch hilft...

LG


Guten Abend Katjaxx,
Danke für den Tipp....ich werde mal schauen ob ich mir das Buch über die "Kopfstandmethode" zulege. Ich habe gerade online schon einmal etwas reingeschnuppert.
Deine Angst handelt von der Angst nicht zuverlässig zu sein oder ist das ein kleiner Teil von Deinen Panikstörungen?

Grüße SteffiK.

01.02.2012 21:03 • #20



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