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evivanvalence

22.09.2016 10:50 • 25.04.2020 #1


274 Antworten ↓


Zitat:
Warum? Warum nach so langer Zeit?

Gegenfrage: Warum hätte es denn weg sein sollen?

22.09.2016 11:11 • #2



Plötzliche Panikattacken ohne “Grund“

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Du bist doch bisher mit der Akzeptanz gegenüber deiner Krankheit ganz gut gefahren. Dann akzeptiere, dass auch manchmal etwas schlimmere Panikattacken darunter sein können. Lass dich dadurch nicht zu sehr verunsichern/ängstigen. Bei mir lagen oft Jahre zwischen ganz heftigen Attacken.

22.09.2016 11:35 • #3


igel
Tja Evi, auf die Frage nach dem Warum kann Dir niemand eine schlüssige Antwort geben. Warum überhaupt?

Aber vielleicht kommt ja bald wieder so eine angstarme Phase !

22.09.2016 17:45 • #4


Eine Freundin von mir war 3 Jahre lang Panikattacken frei. Plötzlich war wieder eine da, in der nächsten Woche wieder eine. Es gab allerdings einen Trigger (Familienzeugs, man wollte ihr ein schlechtes Gewissen einreden, weil sie sich von dem Familiendrama distanziert und ihr eigenes Leben leben will und auch lebt.). Im Moment hat sie wieder Ruhe davon. Ganz wichtig ist, das jetzt nicht überzubewerten. Sonst kriegst du wieder Angst vor der Angst und somit die nächste Attacke. Es war nur eine Panikattacke, versuch es so anzuschauen. Du kennst das ja schon und hast jede überlebt. Es ist nur eine Panikattacke, nichts weiter.

22.09.2016 18:02 • x 2 #5


Zitat:
Es ist nur eine Panikattacke, nichts weiter.

@Freisein
Woher willst du das denn überhaupt wissen?
Hast du dir je die Biochemie einer Panikattacke angesehen?

Ich finde es toll, wie hier im Forum jeder seine MEinung zum Besten geben muss ohne sich mal ein wenig Basiswissen angeignet zu haben.

22.09.2016 18:13 • x 1 #6


Chanti66
Ich denke es war ein Trigger im Spiel eher Angstzustand, dein Körper war in Alarmbereitschaft. Du musst rausbekommen warum. Sonst schliesst sich der Kreis wieder und alles geht von vorne los. Ich bekomme Attaken, wenn ich vorher viele Trigger hatte und die Angst nicht akzeptiert und rausgelassen habe. Es bauscht sich dann so auf, dass der Körper nur noch unter Strom steht und dann habe ich eine Attake. Meine Therapeutin hat mir geraten, wenn ich merke es geht wieder los, es gibt Anzeichen dafür mir wird schlecht, fange an zu zittern etc. dann soll mann sich bewegen Treppen hoch und runter, Kniebeuge etc. Wenn das nicht möglich ist bewusst ein und ausatmen. Bei einer Panikattake geht ein Film im Kopf ab, den man stoppen muss. Auch wenn diese Attaken nicht gefährlich sein sollen, so sind sie doch sehr beängstigent. Sonst kommt wieder die Angst vor der Angst.

22.09.2016 18:29 • #7


cube_melon
Hallo evivanvalence,

schade, dass es bei dir wieder zu solchen Zuständen gekommen ist. Das tut mir leid für dich.
Ein halbes Jahr ohne größere Beschwerden - da hast Du viel erreicht. Das bedeutet aber nicht, dass alles Symptome einfach so verschwinden. Du hast es ja auch so wahrgenommen.

Jemand der für Angst anfälliger ist, sollte nicht verlernen die Warnzeichen des Körpers und des Verstandes wahrzunehmen und sich mit den entsprechend gelernten Skills sich wieder in das Lot zu bringen. Auch ist es wichtig seine Ressourcen zu pflegen und auszubauen. Es kann auch sein, dass positiver "Stress" einen ruhigen Gegenpol benötigt.
Die Versuchung kann groß sein, sich auszuruhen und die Situzation auszukosten.
Werkzeuge die man erlernt hat, können sich auch "abnutzen". Da kann es erforderlich sein, dies wieder in einem professionellen Rahmen wieder einzustudieren.

Auch wenn wir den Grund nicht bewusst wahrnehmen können, bedeutet aber nicht das es keinen gibt.
Back to the Basics und raus aus der Gedankenspirale.

Wenn das einmal geschafft hast, wirst das bestimmt auch wieder überwinden.

Gruß
Melon

22.09.2016 18:55 • x 1 #8


Ein Angstzustand der plötzlich wieder Auftritt, verunsichert total. Das kann soweit gehen das alles wieder von vorne beginnt.

Ruhig Blut! Angst wird nie verschwinden, wäre auch schlimm, wenn man keine Angst mehr hätte, wenn man sie braucht.
Unbegründete Ängste sind aber nervig. Schränken ein, machen wütend und traurig.

Längerfristig werden sie wieder weniger und können pausieren, wenn man dazu in der Lage ist sich zu entspannen. Sich ablenken zu können. Bis man seine Ängste vergisst

Warum kommen die überhaupt wieder?
Meine Erfahrung ist, wenn ich mich einen längeren Zeitraum aufregen musste (Stress, massiver Stress)
Dann kommen wieder Symptome

22.09.2016 19:06 • #9


Icefalki
Evi, wenn ich nicht ständig über mich nachdenken würde, ich würde sofort wieder in meinen alten Stressmodus zurückfallen.

Ich muss daher dauernd mit meinem Hirn dagegenhalten. Und dann die Gefühle, die aufkommen, analysieren.

So funktioniert das recht gut. Und Ängste dürfen zwischenzeitlich dazugehören. Ich schätze mal, dass mein Angstlevel sich im Bereich einer 2 bis max. 5 in einer gedachten Skala bis zur 10 bewegt.

Früher war ich ständig bei 8. Naja, die 10 war dann schnell erreicht.

22.09.2016 19:33 • #10


evivanvalence
Erstmal vielen dank euch allen fuer die lieben Antworten!

Ihr habt schon recht... sicher, aber mich verunsichert einzig und allein, weshalb ich plötzlich wieder nicht mehr “normal“ Einkaufen,Autofahren oder Weggehen kann.. sofort bekomme ich Panik. Das hatte ich eben überhaupt nicht mehr... ich konnte sogar überall alleine hingehen... brauchte weder Tabletten noch sonst etwas. Tavor, mein Notfallmedi... brauchte ich schon ein Jahr nicht mehr.. und von heute auf Morgen ist wieder alles anders.. ich hab wieder “Angst“ ( diese unterbewusste) vor Dingen, von denen ich die letzte Zeit keine mehr hatte. Das ist doch sehr dumm!?

Die Logik fehlt... Entschuldigung für mein Hinterfragen..aber ich kapier es wirklich immernoch nicht'

22.09.2016 20:48 • #11


igel
Evi, die Frage, warum Ängste wieder auftreten, kannst Du nicht mit Logik angehen.

22.09.2016 20:52 • #12


cube_melon
Zitat von evivanvalence:
und von heute auf Morgen ist wieder alles anders.. ich hab wieder “Angst“ ( diese unterbewusste) vor Dingen, von denen ich die letzte Zeit keine mehr hatte. Das ist doch sehr dumm!?

Das ist höchstens unschön für dich, keinesfalls dumm.

Zitat:
Die Logik fehlt... Entschuldigung für mein Hinterfragen..

Wer nicht hinterfragt handelt unklug. Bitte frag weiter. Nur so kannst Du dahinter kommen.

22.09.2016 20:58 • #13


evivanvalence
Geht das jetzt so weiter, ich meine dieses auf und ab? Ein Leben lang...? Ich dachte echt, ich hätts gepackt!

22.09.2016 21:01 • #14


igel
Betrachte es doch erst einmal als kurzfristigen Rückfall.

22.09.2016 21:03 • #15


cube_melon
Ich stimme Igel voll zu.

Da ich deinen Hintergrund nicht kenne, kann ich dir das nicht beantworten.
Aber eines ist klar. Egal ob man "gesund" oder "krank" ist. Geht man schlecht mit sich um, wird sich das irgendwann bemerkbar machen.

Je besser Du dich, deine Grenzen und Bedürnisse kennenlernst und umso besser Du das respektierst, desto symptomfreier kannst Du leben.

22.09.2016 21:12 • x 2 #16


evivanvalence
Hmm.., ja sicher, aber aber aber! ich hätte immer ein “aber“

23.09.2016 07:08 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich glaube fest daran, dass eine Panikattacke einfach ein Signal deines Körpers ist. Irgendetwas beschäftigt dich, evtl. unbewusst. Dein Körper, meistens ein Bauchgefühl, hat dich informiert, oft sogar mehrmals, du hast es aber ignoriert oder nicht registriert. Das blöde an Panikattacken ist, dass der Auslöser weit zurückliegen kann. Deswegen meint man im ersten Moment, die Attacke kam einfach so, ohne Grund. Dem ist aber nicht so.

23.09.2016 12:13 • x 2 #18


Chanti66
Ja, genau so ist es. Eine Panikattake baut sich langsam auf. Durch Angst (negatives Bauchgefühl) vll. auch unbewusst. Gefühle aus der Vergangenheit, Vergangenheit meldet hallo Alarmbereitschaft Gefahr, Gefahr und wenn Du das ignorierst und immer wieder, dann kommt die Attake. Es ist deshalb wichtig herauszufinden, was los war und wovor du Angst hast, sonst schliesst sich die Spirale wieder.

23.09.2016 12:19 • x 1 #19


Meine erste Attacke kam auch während einer Autofahrt. Wochenende, kein Stress, schönstes Wetter, gute Musik lief, ich war gut drauf. Und dann: Bumm. Schweißausbruch, Herzrasen, Hörverlust, Tunnelblick, Todesangst, ich war 30 Minuten halbseitig gelähmt. Verdacht auf Schlaganfall, Gehirntumor, etc.

Erst Monate später erfuhr ich was das eigentlich war. Panikattacke mit Hyperventilation.

Auch ich habe alles negative Ignoriert. Jahrelang!

23.09.2016 12:22 • #20



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