Hallo zusammen

Ich möchte euch mal meinen, doch recht kurzen, Leidensweg schildern, in der Hoffnung so vielleicht ein bisschen ruhiger werden zu können und das ganze als nicht mehr so bedrohlich zu empfinden. Und vielleicht kann ich ja auch jemandem helfen

Seit ca. 2 Monaten leide ich unter Panikattacken.
Angefangen hat es mit der Genesung meiner Mutter nach einem Herzinfarkt.

Je besser es meiner Mutter geht, desto schlechter geht es mir. Es fing mit einem Stechen in der linken Brust an. Wurde immer schlimmer. Ich konnte mich weder im Büro, noch in der Schule auf irgendetwas konzentrieren. Immer wenn dieses Stechen kam, kam die Angst, mir könne das Gleiche passieren. Ich war bei meinem Hausarzt, sagte mir ginge es nicht gut (Schwindelgefühl, taubes Bein und Arm links). EKG geschrieben, vollkommen unauffällig. Alles in bester Ordnung.
2-3 Tage hat es geholfen und beruhigt. Dann fing das ganze wieder von vorne an. Zwischenzeitlich ist meine Mutter wieder ins KH gekommen (war zwischen den Feiertagen entlassen worden), da sie körperlich wieder vollkommen abgebaut hatte.
Eines Samstags habe ich es nicht mehr ausgehalten und mit meiner Tante gesprochen. Sie machte sich große Sorgen und bat meinen Onkel mich ins KH zu bringen. EKG, Blutabnahme, Blutdruck messen ... alles vollkommen unauffällig. Psychische Belastungsstörung aufgrund der Sitation mit meiner Mutter.

Und seitdem wird es immer schlimmer. In den aktuen Paniksituationen habe ich meine Tante immer angerufen und sie konnte mich wieder beruhigen und mich da raus holen, ablenken. Aber mittlerweile hilft auch das nicht mehr wirklich. Der Gedanke "Gleich ist es mit dir vorbei" ist einfach stärker. Richtige Heulkrämpfe haben mir vor ein paar Tagen noch Erleichterung verschaffen können und die Symptome der PA verschwinden lassen. Nun heule ich mir die Augen aus dem Kopf und wenn ich mich beruhigt habe, fängt das ganze wieder von vorne an.

Bisher habe ich Opipramol 50 mg genommen, da dies aber nicht angeschlagen hat, hat mein Hausarzt nun die Medis umgestellt. Jetzt soll ich morgens 20mg Citalopram, abends Promethazin-neuraxpharm 10mg nehmen. Und für Akutsituationen hat er mir noch Alprazolam AL 0,5mg verschrieben.

Von dem Citalopram habe ich das Gefühl den ganzen Tag neben mir zu stehen und mir ist ständig extremst schwindelig, bei dem Promethazin dachte ich nach der ersten Einnahme wieder nun isses vorbei. Herzrasen und innere Unruhe. Das Alprazolam traue ich mich nicht zu nehmen, da es wohl abhängig machen kann und bei längerer Einnahme genau die Symptome die mir solche Angst machen, auslösen kann.

Meine Suche nach psychologischer Hilfe gestaltet sich jetzt auch nicht sonderlich erfolgversprechend. Hatte kürzlich bei einer Psychologin einen Termin zum Erstgespräch um mir dann sagen lassen zu müssen, sie könne mir nicht helfen. Sie würde Tiefenpsychotherapien machen, ich bräuchte eine Verhaltenstherapie. War mir vorher nicht wirklich bewusst, was ich denn genau brauche. Ich wusste nur, dass ich Hilfe brauche und das so schnell wie möglich.
Aber sicher kennt ihr das Problem mit den langen Wartezeiten oder auch das gar keine neuen Patienten angenommen werden.

Ich hab das Gefühl ich dreh mich Kreis. Dazu noch diese schei. Angst meine Ausbildung durch diese Attacken zu verlieren. Meine Kollegen bekommen das leider jedes mal mit

Ich weiß momentan nicht mehr so wirklich weiter ...

Dazu kommt noch, sobald ich eine Erklärung für ein Symptom gefunden habe, lässt sich mein Körper etwas anderes einfallen, was wieder die Panik auslöst.

Verzweiflung

23.02.2014 12:37 • 09.11.2017 #1


47 Antworten ↓


Hallo Red Lady,

ich kann deine Probleme sehr gut nachvollziehen. Als meine Mutter vor einigen verstarb, hatte sie einen Herzstillstand. Kurz danach fing bei mir der gleiche Mist an. Ständige Schmerzen im Brustbereich, Schwindel, zittern, Angstschweiß, usw. Mittlerweile leide ich unter vielen Ängsten und Panikattacken. Fast jeden Tag habe ich Angst und davon ausgelöst auch Depressionen. Weinen muss ich auch sehr oft. Ich schleppe mich im Moment nur noch zur Arbeit. Eine konzentrierte Arbeit ist gar nicht mehr möglich. Wenn ich dann Feierabend habe, fange ich gleich wieder an zu weinen Ist echt ätzend.
Ich nehme schon längere Zeit Opipramol ein und bin ganz froh damit. Ich nehme allerdings 200mg zu mir. Eine Tablette habe ich dann für ganz schlimme Situationen am Tag über. Das beruhigt mich immer ein bisschen, da dieses Medi schnell wirkt und eine PA schnell unterdrücken kann.
Ja, und Citalopram ist so eine Sache. Die konnte ich nämlich auch nicht vertragen. Habe auch gedacht, ich stünde neben mir. Extremer Schwindel, Übelkeit, Schweißausbrüche usw. haben mich bewogen ,die Dinger wieder abzusetzen.

Hey, ich habe hier einen Link für dich, wo du dir die passende Therapeutin suchen kannst. Auch mit kurzfristigen Terminen. Da habe ich auch meine Therapeutin gefunden

http://www.deutschepsychotherapeutenver ... no_cache=1

Ja, ich kann mir deine Verzweiflung gut vorstellen. Das tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht Aber Kopf hoch. Es kommen auch wieder bessere Zeiten

Ja, und das dein Körper sich dauernd etwas neues einfallen lässt, ist normal. Wenn du mal in einer Verhaltenstherapie bist, wird man dir beibringen, wie du die Angst bekämpfen und beherrschen kannst. Ich hoffe, dass du sehr schnell Hilfe findest.

Liebe Grüße

Manfred

23.02.2014 13:04 • #2


Hallo RedLady ....
das ist ja mal kurios komme auch aus NRW.. bin auch 29 Jahre alt und stecke auch mitten in meiner Ausbildung bin z.Z. krankgeschrieben wegen Angststörungen u Panikattacken .. weiss im Moment echt nicht wohin mit mir und wie ich mich wieder zur Berufsschule bewegen soll
Mein Chef weiss seit gestern bescheid hat ganz anders reagiert als ich dacht suuuper viel Verständnis und ich darf jederzeit den Laden besuchen obwohl ich krankgeschrieben bin , damit ich wieder ein Gefühl für meine geliebte Arbeit bekomme..
Ich nehme z.Z. Opipramol ..fahre eig ganz gut damit wenn nicht nehme ich noch eine viertel Bromazepam .
Citalopram habe ich mal zum probieren verschrieben bekommen ,einmal genommen und nie wieder wurde total nervös davon u habe mich echt komisch gefühlt .
Hatte das vor Jahren schon mal genau wie du beschreibst u ich habe auch immer die Befürchtung das gleiche zu bekommen wie meine Mutter obwohl das natürlich absoluter Quatsch ist .
Mir geht es auch schon besser als vor ein paar Wochen trotzdem ists alles noch nicht so beim alten ..
mache viel autogenes Trainig o entspannung bei youtube vom handy aus mit kopfhörer mir hilft das sehr zum runterkommen , oder Kreuzworträtsel, ablenken ,mit Familie usw sprechen. Habe mir von der Krankenkasse Kursangebote zuschicken lassen die Kosten trägt die Krankenkassse ( autogenes Trining , Joga und so )
Damals war ich wie du hatte immer son Stechen im Nacken , Kreislauf mich von allen Ärzten durchchecken lassen war sogar in ner Röhre weil ich gedacht habe ich hätte villeicht einen Gehirntumor wie meine Mutter alles negativ .. heute weiss ich das unsere Psyche uns nur einen Streich spielt und die Ängste weniger werden mit der Zeit
Ich habe damals bestimmt 15 Therapeuten heulend auf den AB gesprochen ... EINER hat mich nur zurück gerufen und zu dem gehe ich noch heute , ist super lieb ..
Um dir Mut zu geben es wird besser .. war jahrelang ohne Medikamente habe im Klassenraum gesessen ohne Angst und bin sogar Flugzeug geflogen vor ein paar Wochen kams dann zurück naja und jetzt bin ich hier angemeldet zum ablenken ,man kann ja auch über andere Sachen mal schreiben als Angst einfach um mal auf andere Gedanken zu kommen villeicht ?! Oder wenn man mal über Sorgen quatschen möchte ..

23.02.2014 15:42 • #3


Hallo leute! Hatte das selbe Problem mit einer "Lungenembolie" im Frühjahr. Mein Freund hatte schon mehrere davon, und einige Freundinnen auch,..

Naja, schlussendlich stach es mich in der Brust, Atemnot, Schwindel, extreme Todesangst, sehr hoher Puls und Blutdruck. Leichte Extrasystolen habe ich immer. Schlussendlich wurde ich ins Kh gebracht, alles ohne Befund. Als ich sah, dass das CT passt, war alles wie weggeblasen. Alleine daheim als mein Freund auf der Arbeit war wiederholte sich dass ganze wieder, Hals fühlt sich wie zugeschnürt an. Muss aber auch sage, dass war nicht meine erste PA. Zur Zeit habe ich große Probleme mit dem Nacken - Angst vor MS, davor hatte ich Angst wegen dem Herzen, dann Herzmuskelentzündung - alles mögliche.

PS: ein punktuelles "stechen" ist zum Großteil muskulären Problemen, oder Problemen an den Rippen (Blockaden) zurückzuführen. Was ich immer versuche um mich abzulenken: ALLE Körpermuskeln anspannen, Luft anhalten von 10 auf 0 zählen, locker lassen, weiteratmen. Dass "durchbricht" dass schlimme Denken im Hirn, man muss sich auf was andres konzentrieren

23.02.2014 16:17 • #4


ps.: Ina, bei mir ists auch von einem Tag auf den andren wieder gekommen im Frühjahr - total unerwartet nach ca. 2 absolut Beschwerdefreien Jahren (unternahm sogar Langstreckenflüge).

Kalter schweiß und extremes Zittern hatte ich auch!

Noch eine Frage: betrifft eure Angst nur das Herz od auch andere Krankheiten?

23.02.2014 16:19 • #5


Hallo Samsarala
Meine Angst bezieht sich garnicht (mehr) auf körperliche Krankheiten , nach langen Jahren Erfahrung meiner Angststörung weiss ich das mir körperlich nichts fehlt . Ich habe auch keine Angst vor Krebs oder so.. Ich habe Angst vor Situationen aus denen ich nicht rauskomme..wie soll ich sagen im Moment manchmal autofahren (als Beifahrer wohlgemerkt) ,ich mag kein Aufzug fahren ,Angst im Raum zu sitzen z.b. Klassenraum sobald die Tür sich schließt oder im Moment wenn mein Freund mal für ne std. raus muss u ich alleine bin
was ist bloß los ?! Aber sobald die körperlichen Symptome kommen also Kreislauf , Unwirklichkeitsgefühl , Nackenverspannung ..habe ich keine Angst vor körperlichen Krankheiten sondern eher so eine Angst vor Kontrollverlust .. verrückt zu werden oder umzukippen darum hab ich einmal ein CT machen lassen weil meine Mutter auch mal Panikattacken und noch andere psychische Krankheiten hatte . Irgendwann wurde dann ein Gehirntumor diagnostiziert und ich habe mir natürlich direkt eingebildet das ich bestimmt auch einen habe und wollte mein Hirn untersuchen lassen naja mein Hirn ist aber in Ordnung Ich habe immer Angst meine Tochter könnte es mir anmerken oder was aus ihr wird wenn ich umkippe ?!
Ich hasse Elternsprechtage ,denke mein Kreislauf bricht gleich weg und muss mich dann vor der Lehrerin zusammen reißen obwohl es mir nie jemand anmerkt und die Lehrerin mir sagt das meine Tochter überall 2 steht ist mir vor Elternsprechtagen kotzübel .. usw
Im Moment fällt es mir schwer wenn mein Freund mal ne std weg geht weil ich einfach Angst vor der Angst habe ..hach ja peinlich
aber wir trainieren es und ich schaffe es schon immer besser
Also mit Langstreckenflügen ist doch Haaaammer
Wir müssen immer an unsere beschwerdefrei Zeit denken und was wir da alles gemacht haben und wir werden es auch wieder schaffen dahin zu kommen ganz sicher
Mein Therapeut sagte mir mal " wenns draussen mal regnet denkst du doch auch nicht die Sinnflut bricht gleich herein " da musst ich schon lachen , Recht hat er ..

23.02.2014 20:02 • #6


@Manfred
Danke für den Link, habe dort nun eine Therapeutin in meiner Nähe gefunden, welche ich morgen früh direkt mal anrufen werde. Vielleicht habe ich ja Glück.

Was das Citalopram betrifft lasse ich mich einfach mal überraschen wie das so weiter geht.

@Ina
Habe ich auch schon versucht, den Therapeuten auf den AB zu sprechen, aber niemand ruft zurück Es ist so frustrierend. Entspannungsübung via YouTube habe ich auch schon ausprobiert und nach 3 Minuten abgebrochen, da mich die Panik wieder überkam.

@samsarala
Mit dem Stechen hat es ja nur angefangen bei mir ... mittlerweile habe ich das Gefühl den ganzen Tag ein rasendes Herz mit mir herumzutragen und trau mich nicht, irgendetwas zu machen. Auf der anderen Seite sehe ich ein wenig deine Aussage bestätigt, dass es mit den Muskeln zusammen hängen könnte, denn als ich am Freitag zur Mass. war, war danach alles gut. Der Masseur hatte eine Stelle auf der linken Seite erwischt, wo es weh tat. Nach ein paar malen drüber massieren, war das "Aua" da weg. Nächster Termin leider erst am Mittwoch

Werde es heute Abend wieder mit Promethazin probieren, ich hatte den Eindruck das ich davon zumindest auch müde wurde. Vielleicht kann ich dann ja vor 3 Uhr einschlafen *seufz*

PS: Um deine Frage noch zu beantworten @samsarala ... bei mir betrifft es eigentlich nur das Herz ...

23.02.2014 20:05 • #7


Hallo Red Lady,

sehr gerne Hoffentlich bekommst du auch schnell einen Termin. Ich wünsche es dir

Klar, jeder verträgt das Citalopram anders. Ich hoffe,das ich dir etwas helfen konnte.

Liebe Grüße

Manfred

23.02.2014 20:20 • #8


Hallo RedLady,

habe mir den Thread von dir durchgelesen, Ich kenne solche Gefühle auch aus eigener Erfahrung und es "WIRD WIEDER BESSER!.

Eine Verhaltenstherapie ist auf jeden Fall sinnvoll. Wichtig ist zu verstehen, dass "Panikattacken" sich zwar beschissen anfühlen, aber dir nichts antun können.
Es ist im Grunde eine "normale" körperliche Reaktion, die aber in unangemessener Weise auftritt. Vergleichbar mit einem Feueralarm, aber es brennt gar nicht.
Der Alarm ansich ist ja nicht schlecht, aber zig. Fehlalarme nerven dann auf Dauer mit Sicherheit.

Zu dem Medikament Citalopram. Dies ist kein Akutmedikament, was sofort wirkt. Es handelt sich um ein Antidepressivum, was sich auch bei Ängsten als durchaus wirkunsvoll gezeigt hat. Die zu erwartende Wirkung kann im Mittel 2-4 Wochen Zeit brauchen.

Zu Alprazolam: Dies ist ein Medikament aus der Reihe der Benzodiazepine. Die helfen sehr schnell in der Regel, können aber, wie du bereits vermutest abhängig machen, sofern sie über einen längeren Zeitraum hinaus genommen werden (Wochen). Also bitte nur notfalls einsetzen, wenn du meinst es geht nicht anders.

Liebe Grüsse

CptChaos

23.02.2014 20:49 • #9


Hallo CptChaos,

danke für deine aufmunternden Worte

Wie gesagt, was Citalopram betrifft warte ich einfach mal ab wie es wird ... es war mir ja bekannt, dass es nicht sofort hilft

LG

23.02.2014 21:16 • #10


Hallo,

kurzes Update. Heute habe ich mich nicht getraut, zur Schule und zur Arbeit zu gehen. Stattdessen habe ich mich ins Wartezimmer beim Arzt gesetzt bzw. die Wartezeit vorher mit Anrufen bei Therapeuten verbracht. Ergbnis hier ist zumindest schon mal ein kurzfristiger Termin in der nächsten Woche sowie eine Zusage für einen Rückruf bei einer privaten psychotherapeutischen Einrichtung. Meine Krankenkasse hat mir heute bestätigt, auf Anftrag auch die Kosten für einen nicht zugelassenen Therapeuten zu übernehmen

Mein Hausarzt hat mir dann geraten, dass Citalopram niedriger dosiert zu mir zu nehmen, also ab morgen statt 20mg nur noch 10mg, in der Hoffnung dass das Herzrasen dann aufhört, wenn nicht ... neues Mittelchen.
EKG hat er auch nochmal geschrieben, alles unauffällig.
Und zu guter Letzt hat er auch noch meine linksseitigen Schmerzen beseitigt ... meine Wirbel waren wohl ein wenig verschoben. Tut zwar momentan noch weh, aber morgen ist wieder Mass.

Alles in allem ein doch recht positiver Tag heute.

LG

25.02.2014 21:06 • #11


Hey Red Lady,

es freut mich sehr , dass du einen Therapieplatz bekommen kannst

Ja, mit dem Citalopram ist oft so. Hast du denn direkt mit 20mg angefangen? Eigentlich fängt man mit 5 oder 10 mg an, um das Medikament langsam einzuschleichen , um es dann nach zwei bis drei Wochen langsam zu erhöhen. Mach das mal, mit den 10 mg.Danach könnte es dir wirklich etwas besser gehen

Es freut mich, dass dein Tag relativ positiv gewesen ist

25.02.2014 21:19 • #12


Hey

Ja ich habe direkt mit 20mg angefangen ... hatte davor auch schon pro Tag 200mg Opipramol ... Aber nun kann ich sagen, dass ich mit 10mg Citalopram wesentlich besser zurecht komme. Der Schwindel ist zwar immernoch da und extrem nervig und unangenehm, aber das Herzrasen ist verschwunden. Das ist schon mal sehr wichtig für mich

Ob das mit dem Therapieplatz so schnell klappt, lass ich mich einfach mal überraschen. Am Telefon haben die nichts dazu gesagt, nur das sie kurzfristig ein Erstgespräch anbieten können. Mal sehen ...

Nun auf zur Nachruhe

LG

26.02.2014 21:54 • #13


Hallo

Therapieplatz hat tatsächlich geklappt *freu* Nun muss nur noch die KK die Kosten übernehmen.
Momentan geht es aber ansonsten auch recht gut, auch wenn ich weiß, dass mein "Monster" noch hinter mir steht. Momentan kann ich es gut ignorieren ... die Frage ist nur wie lange ... Aber das wird nun werden *denk*

Schönen Abend wünsch ich noch

LG

03.03.2014 21:55 • #14


Hey Red Lady,

da kann man nur Gratulieren Das mir der KK dürfte reine Formsache sein.

Ich wünsche dir auch einen schönen Abend

LG

Manfred

03.03.2014 22:00 • #15


Hallo Redlady,
Ich kenne das auch leider alles sehr genau. Bei mir fing es nach dem Tod meines Vaters an.
Ich hab 1 Jahr eine Verhaltenstherapie gemacht. Hat mir sehr für getan, ich wusste dadurch das mir "eigentlich" die Angst nichts anhaben kann. Trotzdem ging nicht vorwärts. Allein daheim, Auto fahren, von daheim weg, Menschenmassen, Supermarkt.... Alles weiterhin mit Panik. Und mich stellen... Dafür fehlte der Mut. Er durch ein paar Hypnosen geht's mir wieder besser. Ich kann wieder aus dem Haus, zur Arbeit, kürzere Strecken allein fahren. Alles nicht einfach aber es wird immer besser. Wenn es mir dann wieder richtig schlecht geht, dann höre ich mir meine aufgenommen Hypnose an und es wird wieder deutlich besser.
Vielleicht wäre das auch was für dich.

Lg Cherie

05.03.2014 20:44 • #16


Hi Cherie,

was du da beschreibst, kenne ich nur allzu gut. Ich erkenne mich darin wieder. Leider bin ich noch nicht so weit wie du. Ich habe erst zwei Monate Verhaltenstherapie hinter mir. Ich habe noch sehr große Probleme. Leider wirken sich die Ängste auch auf meine Arbeit aus. Ich schaffe es kaum noch , da hin zu gehen. Ich weine auch sehr viel.
Es ist genau , wie du es beschreibst. Alleine zu Hause, Menschenmassen, Supermarkt, Restaurant, Auto fahren, usw. lösen bei mir Panikattacken aus. Zur Zeit überwiegen bei mir die schlechten Tage. Viele Ängste und daraus resultierende Depressionen. Was du da über Hypnose schreibst, klingt sehr interessant. Werde mich mal erkundigen.

Liebe Grüße
Manni

05.03.2014 21:18 • #17


Lieber Manni,
Ich dachte vor 2,5 Jahren auch nicht das es wieder besser werden kann. Es ist immernoch ein schwerer Weg. Aber man muss an sich und seinen Körper Glauben. Meistens gibt es ja für die Angst einen Auslöser. Das hab ich so richtig erst durch die Hypnose gemerkt.
Falls eine Adresse für eine Hypnosetherpie brauchst, sag Bescheid. Habe in Stuttgart die Therapie gemacht.

Liebe Grüße Cherie

06.03.2014 14:43 • #18


Liebe Cherie,

vielen Dank fürs Mut machen

Ja, der Weg ist sehr schwer. Und ich bin gerade erst am Anfang dieses Weges Mein Leben besteht im Moment nur aus Angst und weinen. Ich bin vollkommen fertig. Ich gehe noch arbeiten. Ich weiß nur nicht , wie lange ich das noch durchhalte. Ich habe mittlerweile schon Gedanken, mich zu verletzen, damit ich endlich krank zu Hause bleiben kann. Alles andere würde mein Chef nicht akzeptieren. Über dieses Thema kann man mit ihm überhaupt nicht reden. Weißt du, bei ihm sind Leute wie wir, nur darauf raus krank zu machen ,oder die Rente zu beantragen. Schauspielern kann jeder. So ist seine Meinung. Deshalb traue ich mich nicht , mit ihm darüber zu reden. Außerdem droht er jedem Mitarbeiter mit Kündigung, der länger krank macht. Deshalb habe ich Moment riesen Probleme. Ich traue mich einfach nicht zum Arzt zu gehen und mich krank zu melden. Das ist ja auch keine Sache von zwei Wochen, oder so. Ich weiß nicht mehr weiter. Ich kann einfach nicht mehr.

Liebe Grüße
Manfred

06.03.2014 15:13 • #19


Ow mann bei so einem Chef ist es ja kein Wunder wenn man krank wird
aber er kann mit Kündigung drohen wie er will wenn man krank ist ist man krank und er darf eigtl. niemanden kündigen weil er krank ist da müssten doch schon andere Gründe voliegen zB häufiges zu spät kommen oder so .. Was hast du denn für einen Vertrag ..befristet o so ?!
Habe die gleichen Ängste wie du übrigens ,bin seit 5 einhalb Wochen krank geschrieben habe lange gebraucht meinen Chef "einzuweihen" und er reagierte super lieb .. habe es mir auch ganz anders vorgestellt weil er neu ist und alle Respekt vor ihm haben
Ich war gestern das erste mal wieder vor dem Laden mein Chef holte mich draussen vom Parkplatz ab und wir sind zusammen reingegangen ... ich war soooo aufgeregt und nervös aber im nachhinein war ich froh Ich habe jetzt nächste Woche spontan Urlaub und darf dann in den Laden kommen und gehen wann und wie ich will..Arbeitskleidung soll ich erstmal weg lassen damit die Kunden sich nicht direkt auf mich stürzen Naja ich hoffe das ichs nächste Woche schaffe und nicht eine Blockade draussen kriege und nicht reingehe oder so Und es war auch komisch weil ich weiss das manche Kollegen aus meiner Arbeit halt lästern die hat bestimmt was an der Psyche wenn die so lange krank ist usw. eine hat auch kaum mit mir geredet weil sie glaube ich sauer ist weil wir eh immer unterbesetzt waren und gab mir das auch gleich zu verstehen ... naja wieder andere haben sich gfreut mich zu sehen mich umarmt und so und manche glotzen einfach nur und winken
Ich arbeite in dem Baumarkt schon viele Jahre und eigentl. hat mir die Arbeit immer gut getan und mich abgelenkt und ich war abends ruhiger und ausgelastet und ich hoffe sooo sehr wieder dahin zu kommen wo ich einmal war

08.03.2014 10:54 • #20




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