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Ja ,das ist meine Frage an euch.Ich bin nun ja in Therapie um meine Angst zu besiegen.Das dumme daran ist das ich gar nicht weiß wovor ich eigentlich Angst habe.......??

Ich hab halt eben Angst mit all ihren Symptomen.Auf jeden Fall natürlich auch Angst vor der Angst.Wie gehen eure Therapeuten vor??Ich komm da grad nicht weiter.Ist es denn immer sooo wichtig was die erste Atacke ausgelöst hat??Zumal das bei mir schon sehr lange her ist und ich das nicht mehr weiß.Ich weiß überhaupt nichts hab ich so das Gefühl

Die Angst kommt aus dem heiteren Himmel und schränkt mein Leben ein.Das k...t mich an,ehrlich.Nun geh ich zur Therapie doch besser ist es auch nicht.Es ist alles so schwierig ......Wie schafft man es nur die Ursache zu finden??

Bin gespannt auf eure Antworten

30.04.2011 19:20 • 06.05.2011 #1


21 Antworten ↓


Ich bin nicht der Meinung, dass man unbedingt die Ursache der Ängste kennen muss. Aber ich bin allerdings auch kein Profi!
Es kann nichts schaden dass zu ergründen allerdings ist eine kognitive Verhaltenstherapie auf jeden Fall angesagt!

Therapien brauchen ihre Zeit und Spontanheilung dürfte eher an ein Wunder grenzen.

30.04.2011 20:26 • #2



Muss man die Ursache seiner Ängste kennen ?

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Christina
Zitat von annastasia:
Ist es denn immer sooo wichtig was die erste Atacke ausgelöst hat??
Nö, wenn's nicht gerade ein traumatisches Erlebnis war, ist es sogar ziemlich schnuppe. Das erklärt man nämlich folgendermaßen: Um eine Angststörung zu bekommen, muss man tendenziell so etwas wie eine Disposition dafür mitbringen (z.B. etwas sensibler sein als der Durchschnitt o.ä. oder auch eine Erziehung zu einer gewissen Ängstlichkeit u.v.a.m.). Dann muss genügend anhaltender Stress dazu kommen - auch "positiver" Stress wie bestandener Schulabschluss, Eheschließung, Geburt eines Kindes, was auch immer. Durch den Stress sinkt die sog. Angstschwelle, weil Körper und Psyche relativ hochtourig laufen. Dann braucht es nur noch einen kleinen Auslöser, z.B. die Kombi aus kreislaufbedingtem Schwindel und hohem Puls, um die erste Panikattacke auszulösen. Und weil die so schrecklich ist, verselbständigt sich die Sache dann. Aber dieser Auslöser ist mitnichten die Ursache. Die eigentliche Ursache kann sich sogar schon längst erledigt haben, während die Angst immer noch anhält, weil man nie gelernt hat, dass die Symptome harmlos sind.

Was man für die Therapie braucht, ist eine beispielhafte Panikattacke, um daran den Teufelskreis der Angst (d.h. die überzogene Körperwahrnehmung und deren falsche Interpretation) zu durchschauen. Für manche Patienten reicht das.

Außerdem muss man sich die Lebensgeschichte anschauen. Falls man nämlich im Laufe seines Lebens gelernt hat, dass die Welt ein außerordentlich gefährlicher Ort und man selbst sehr ohnmächtig ist, werden einem diese Überzeugungen sehr im Wege stehen. Das sind aber keine Einzelereignisse, die man rausfinden muss, sondern grundlegende Einstellungen dem Leben gegenüber.

Last but not least geht es um die aktuelle Lebenssituation und darum, ob dort irgendwo Krankheitsgewinne versteckt sein könnten - Umstände, bei denen die Psyche meint, dass man lieber krank bleibt, als sich damit auseinander zu setzen.

Liebe Grüße
Christina

30.04.2011 20:28 • #3


Ichn kenne dieses Gefühl, bei mir wurde das ganze durch einen heftigen Dro. ausgelöst. Ich hatte extreme angst und panik aber wusste nicht wovor. Meine angst war nur eine begleiterscheinung einer depersonalisierung ( ganz komische sache) aber um die angst endgültig loszuwerden musst du meiner meinung nach unbedingt die ursache kennen und vor allem erkennen vor was du angst hast. Ich hatte irwie angst vor mir selbst, angst davor zu vergessen wer ich bin. Die angst die ich hatte wurde mit der zeit immer schwächer und ist inzwischen fast ganz weg. du musst dir klar machen das es eig keinen grund gibt angst vor "nichts" zu haben aber ich weis nur zu gut das das nicht so einfach ist wie es sich anhört. Ich bin mir sicher das dir die Therapie helfen wird und du wieder angstfrei leben kannst

Ich wünsche dir noch viel glück auf deinem weg in die Freiheit

liebe Grüße: Andre

30.04.2011 23:39 • #4


Huhu,

also, da ich nicht in Therapie bin, kann ich nicht sagen, wie ein Psychologe die Sache sehen würde, aber da es hier ja nicht um Phobien geht, bei denen man ja vor ganz konkreten Dingen Angst hat, würde ich auch sagen, dass es nicht zwingend notwendig ist, die Ursache zu kennen. Ich hab ein Buch zu dem Thema und da wurde auch erklärt, dass für die Bekämpfung der Angst, kein Grund "vorhanden" sein muss, es also nicht so wichtig ist. Wie du auch sagst, bei Vielen ist es so lange her, dass sie den Auslöser gar nicht mehr kennen und es hat ja auch nicht jeder von vornherein irgendwelche besonderen Probleme. Es trifft ja sehr oft auch völlig "normale" Menschen, denen es bis dato total gut ging, ihr Leben in Ordnung war, sie keine schwerwiegenden Kindheitserinnerungen haben oder so. Welchen Grund sollte man da finden? Man ist einfach sehr sensibel für sämtliche Einflüsse, denkt viel über sich nach (zu viel) und daran muss man arbeiten.

01.05.2011 09:55 • #5


E.Coué hat mit täglichem Erfolg demonstriert, dass man die Ursache nicht kennen muss. Mit den Kräften in sich, die für die Lösung zuständig sind. muss man Kontakt aufnehmen und diesen gut ausüben, dann wird alles sehr gut möglich. Sein kleines, in ca. 20 Sprachen übersetztes Büchlein über Autosuggestion, ist als praktische Hilfe weltbekannt. Guten Erfolg!
Franz Josef Neffe

02.05.2011 18:29 • #6


ich selber war 6 jahre in therapie,dann gings mir ein jahr richtig gut und seit anfang des jahres gehts wieder steil bergab;o(( in meiner therapie ging es eigentlich immer wieder nur darum herauszufinden woher die angst kommt...ich kann sie weder bennen noch sonst was...meine therapeuthin meinte immer dass es am allgemeinbild meines leben liegt...ich bin von kleinauf durch die sch*** gegangen und nu wo endlich alles perfekt ist gehts mir schlechter denn je... es ist zum k*** wenn ich mal ehrlich sein darf...ich weiss nicht vor und nicht zurück...will keine medis mehr aber momentan komm ich nicht drum herum immer wieder was zu beruhignu zu nehmen... ich hab immer mehr das gefühl bald keine kraft mehr fpr diesen "kampf" aufbringen zu können und wäre sooooo froh mal positiv erlebnisse zu lesen...
lg

02.05.2011 20:15 • #7


Nayla
@Christina: Deinen Text finde ich sehr interessant, denn genaus habe ich es nie gesehen. Ich denke mir auch immer, es muss doch einen Auslöser geben, etwas wo man spezifisch sagen kann das ist der Teufel der die Angst auslöst.
Deine plausible Erklärung fand ich jetzt wirklich klasse damit kann man was anfangen.

Ist bei mir nämlich auch so annastasia, das ich einfach nicht weiß wo die Ursache liegt. Ich kann zwar grob ein paar Dinge aufzählen, die möglich wären, aber dann war es das auch schon.

Ich kann mich an ein Gespräch mit einer Therapeutin aus der Tagesklinik erinnern, die mir gesagt hat, sie könne mir nicht helfen ohne den Knoten zu wissen. Ich müsse doch wissen wovor ich den Angst habe. Der Therapeut bei dem ich jetzt einen Termin bekommen soll, der sieht das teilweise ähnlich aber nicht so verbissen. Er meint, das es eigentlich die Regel ist, das viele keine direkte Ursache nennen können und genau das macht es zwar schwierig, aber auch interessant. Es würde wohl viel um Aufarbeitung gehen, Kindheitsdilemma, auch wenn man heutzutage alles für ganz normal hält. Na ja, ich bin gespannt.

03.05.2011 12:54 • #8


Für mich war es sehr wichtig den Grund meiner Angst zu kennen...dann konnte ich dort an der Wurzel ansetzten...es verändern ....und danach gingen meine Ängste Nach und nach komplett weg....jetzt habe ich eigentlich nur noch normale Ängste...

03.05.2011 13:05 • #9


Nayla
Ja so denke ich auch. Ich muss doch wissen wo ich ansetzen soll. Aber ich weiß es einfach nicht... und da geht es mir ja offensichtlich nicht allein so

03.05.2011 13:12 • #10


ich würde auch gern den "knotenpunkt" wissen um mich damit auseinander setzen zu können,aber während meiner therapie kamen immer wieder neue themen die die ursache sein könnten...klar,ich hatte ne schei. kindheit und es gibt plausible gründe,bzw annahmen die der auslöser sein könnten,aber ich denke manchmal es ist vllt einfach das "ganze"...soooo viele punkte die zusammenkommen dass es die angst ausmacht...ich versteh es einfach nicht.... ich lese hier immer wieder man muss die angst annehmen...ts^^ wie denn? heut zb bin ich nach ner halben schicht wieder von der arbeit nach hause...nun ist niemand im büro und ich mache mir schon wieder gedanken was da nun wohl los ist obwohl ich mich bei meinem chef abgemeldet und alles vorbereitet habe... die angst hat mich im griff....früher konnte ich normal meiner arbeit nachgehen,in letzter zeit wird selbst das immer schwerer...kommt man den nie über den berg?

03.05.2011 13:19 • #11


Ich war ja nun schon in 3 Verhaltensorientierten Therapien und kann sagen das es einem doch hilft was der oder die Auslöserv meiner Angst waren und welche Situationen so ähnlich einer früheren verdrängten vergessenen Situation sind, das sie wieder Panik auslösen könnten.

Wenn man den Grund versteht, versteht man auch das Prinzip besser.

In jeder meiner Langzeitherapien ist nach der Wurzel des Übels geforscht worden. Danach wurde das damalige Erlebniss nochmals wachfegrufen und mit den Therapeuten (diesmal richtig) verarbeitet,was nicht immer angenehm ist, da auch mal die Tränen rollen können und man sich gerade als (Mann) schämt. Meist gibt es mehrere Punkte die auch vom eigenen unbewußten Verhalten gesetzt werden welches einem vor Augen geführt und in Feldübungen umtrainiert wird.

So lernt man mit der Zeit sich automatisch anders zu verhalten und Dinge zu ändern die es zu ändern gilt, wie z.B. in der Beziehung, Partnerschaft,Umfeld,Elternhaus usw,was alles mit in das alte Verhalten hinein reicht.

Das war es im Groben.

Ergebniss-Panikfrei !

03.05.2011 14:14 • #12


Vielen Dank für eure Antworten,

ich glaube nicht das ich DEEEEN Auslöser finden werde.Es sind sicher viele falsch erlernte Verhaltensweisen.Der Therapeut wühlt in meiner Kindheit rum....ob er da wohl was findet??

Ich hoffe doch das ich die Erleuchtung bekommen werde.Auf viele seiner Fragen muß ich doch leider mit weiß nicht antworten.Er fragt wovor ich Angst habe doch ich weiß es echt nicht!Mann ist das kompliziert.....

Sicher ist mein Leben nicht so ganz einfach und ich habe viel zu tun mit den Sorgen anderer,doch das lässt sich nicht abstellen.Früher hatte ich eigentlich nicht so viele Probleme um mich rum und hatte trotzdem Angst

Was ich jedoch zur Zeit stark spüre ist das wenn ich zuviel Stress habe ich vermehrt Symptome habe wie zb. Schwindel und starke Unruhe.Richtige Panikattacken bekomme ich dank Medikamenten keine mehr.Doch ohne Medis schaff ich es leider auch noch nicht.

Irgendwie zweifel ich daran das mann das alles mit Gesprächen hinkriegen kann.Der Therapeut meint ich müsste mich selber heilen.HALLO,wenn ich wüsste wie das ging hätte ich das längst getan.Ich erwarte da mehr Unterstützung das der Thera mal den Haken findet wenn ich ihn schon seit Jahren nicht finde.

04.05.2011 09:27 • #13


Nayla
Ja genau davor habe ich auch ein wenig Angst. Ich will ja alles annehmen was man mir entgegenbringt um was mir hilft mir selbst zu helfen, aber ich weiß einfach nicht ob es mir was bringt. Ob die Therapie wirklich eine Lösung für mich bietet. Ich weiß ja schon so einiges, und doch hilft es nicht. Diszipliniert genug bin ich sicherlich auch.
Vielleicht werde ich in der Therapie ja doch noch überrascht und ich erfahre plötzlich Dinge, mit denen ich vielleicht niemals gerechnet hätte.

04.05.2011 10:23 • #14


Zitat von Chaosfee:
Für mich war es sehr wichtig den Grund meiner Angst zu kennen...dann konnte ich dort an der Wurzel ansetzten...es verändern ....und danach gingen meine Ängste Nach und nach komplett weg....jetzt habe ich eigentlich nur noch normale Ängste...


Hallo Chaosfee,

ich möchte DIch bitten, deinen Spruch mit dem Teufel im unteren Teil Deines Beitrages nicht mehr so zu verwenden, denn gerade in diesem Bereich können ANgstbesetzte Personen, wie ich, einen erneuten ANstoß der ANgst (Teufel) finden.

Ich danke DIr sehr!

Gruß Uwe

05.05.2011 12:29 • #15


die ursachen zu kennen hat vorteile, da man sich damit dann auseinandersetzten kann. aber es ist nicht wirklich wichtig, wenn du dein jetziges leben in den griff bekommen möchtest. lerne, mit dir klar zu kommen und das "jetzt" zu meistern. wenn es dir dann besser geht, kannst du dich mit den ursachen beschäftigen. ich habe während meiner therapie eine ursachenforschung betrieben und es ging mir dadurch nicht besser. wie auch...es ist geschehen, momentan geht es nur darum, dass ich in der gegenwart zurecht komme.

05.05.2011 12:33 • #16


Hallo Uwe....

Ja was soll ich denn jetzt tun...deiner Meinung nach?

mir gefällt dieser Spruch ....

Du könntest mich auch ignorieren setzten damit du ihn nicht mehr lesen brauchst....

Solange wie ich nicht von Mods hier aufgefordert werde etwas zu ändern....werde ich dieses auch nicht tun...

Du bist auch echt der erste ...der sich daran stößt....man kann auch übertreiben...

Trotzdem einen angstfreien Tag dir...

05.05.2011 12:40 • #17

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Nayla
Also bitte?
Man kann doch nicht jetzt plötzlich Wörter aus dem Wortschatz streichen, nur aus Rücksicht auf die Ängste vieler Personen.
Eine Freundin reagiert mit extremen Gefühlen bei dem Wort FLEISCH.
Sie kann es nicht vertragen.
Ich als Emetophobiker reagiere auf Wörter wie K****n aber da müssen wir durch. Das ist ja schlimm, damit muss man konfrontiert werden, wir können uns doch nicht von Worten abschotten, dann ist der Zug aber schon weit gefahren wenn er bis dahin kommt.

05.05.2011 17:07 • #18


Danke Dir....

05.05.2011 17:14 • #19


. . . und ausserdem sitzt doch der arme Teufel
sowieso schon auf gepackten Koffern ...

05.05.2011 19:26 • #20



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