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333_
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Hallo,

ich würde gerne wissen, ob Ihr herausgefunden habt, welche Ursache Eure Ängste haben? Ein bestimmtes Ereignis, Erziehung ? Wenn ja, was versucht Ihr, in Eurem Leben zu verändern?
Bei mir gibt es eine Reihe Ursachen, die ich vermute, aber wenig Ideen was ich in diesem Zustand verändern könnte.....
Erzählt mir doch bitte mal von Euren Erfahrungen..

Viele Grüße!

21.08.2015 x 1 #1


33 Antworten ↓
P

ParoxetinUser
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Ich bin mit meiner Therapie (kognitiven Verhaltenstherapie) noch nicht ganz durch. Aber ich hab insbesondere durch meine Reha, die vorherige monatelange Krankschreibung und ein paar gute Bücher die Kurve wieder gekriegt. Und mir geht's wieder deutlich besser. Die Zeit wann ich die Tabletten ganz absetzen kann nähert sich.

Ich glaub in meinem Fall war es tatsächlich so, dass ich ein paar Erlebnisse im Leben "nicht richtig" verarbeitet hab. Ich glaub schon, dass es für mich wichtig war zu wissen, warum ich "auf einmal" "so verletzt" bin. Und durch das akzeptieren der Erkrankung hab ich auch erst die nötige Ruhe bekommen, um mich überhaupt darauf einlassen zu können nicht nur Ursachenforschung zu betreiben sondern Lösungswege zu finden.

Mir hat es jedenfalls geholfen meine Sinne wieder zu schärfen, Muster und Auslöser zu entdecken und ganz wichtig alternative Handlungsmöglichkeiten wieder für mich "zu entdecken" oder parat zu legen. Kann mir gut vorstellen, dass mir nur das reine Wissen des Grundes / der Gründe nicht weitergeholfen hätte. Aber in der o.g Kombi schon.

Ich glaub schon, dass in vielen von uns der Wunsch steckt "die Ursache" zu finden. Dies dann verknüpft mit der Erwartung "wenn ich die Ursache kenne, finde ich auch die Lösung".
Das kann sicher in etlichen Fällen gut funktionieren. Die kognitive Verhaltenstherapie geht aber - soweit ich es verstanden habe - davon aus, dass die reine Kenntnis über die Ursache nicht zwingend erforderlich ist, um wieder gesund zu werden. Tröstlich ist's aber in vielen Fällen glaub ich schon.

Ich bin beeindruckt wie offen u.a. in Threads wie diesem so persönliche Dinge besprochen werden. Dafür ein großes Danke schön.
Und Vergissmeinicht, ich finde die Art wie Du hier nachfragst echt toll. Find ich sehr bereichernd.

Alles Gute.

11.08.2015 22:27 • x 2 #28


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Kennt Ihr die Ursache für Eure Ängste?

x 3


Nibru

Nibru
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Hallo Zusammen,

nach langem Hin-und Her habe ich heute den Mut gefasst und beschlossen mich hier anzumelden. Ich hoffe ich bin wenigstens etwas im richtigen Themenbereich... Wink

Zuerst möchte ich mich kurz vorstellen... Ich bin 28 Jahre, weiblich, und habe seit gut einem Jahr die Diagnose Angststörung/Panikattacken. Ich nehme seit der Diagnose KEINE Medikamente und möchte auch keine. Ich wurde wie ihr alle mehrmals körperlich untersucht --> Organisch gesund! (Nur glaube ich das manchmal immer noch nicht )
- mehrmalige Untersuchung im Krankenhaus
- gefühlte 1000 EKG´s
- CT Brustwirbelsäule
- versch. Allergietests
- etc...

Ich habe im Mai diesen Jahres eine stationäre Therapie gemacht die mir nur "ansatzweise" geholfen hat. Die Themen wurden kurz "angeschnitten" aber ins Eingemachte ging es nie. Ich muss sagen das mich meine vielen Angst-Ratgeber da manchmal weitergebracht haben als die Therapie. Aber das mag wohl auch an der Klinik liegen.
Andere haben da vlt. mehr Glück Sad

Es fing alles letztes Jahr ca. im Sommer bei mir an. Eines Nachts wachte ich auf und dachte nur "so, das war es jetzt, gleich ist es vorbei mit dir "...
Folgende Symptome begleiten mich seitdem:
- Herzrasen/Herzstolpern
- Beklemmungsgefühle Brust (vor allem links)
- Stiche in der Brust
- Atemnot
- Kribbeln/Taubheitsgefühle
- Schwindel

Also die ganzen tollen Angstsymptome Sad Wobei es ja noch einige mehr gibt. Nach unzähligen Ärzte-Marathons habe ich heute noch immer Schwierigkeiten den psychischen Auslöser zu akzeptieren... Mein Hauptproblem sind die Bruststiche - ich war ca. 2x die Woche beim Bereitschaftsdienst und habe immer dieselbe Antwort erhalten. - Das kommt von ihren extremen Verspannungen und von ihrer Wirbelsäule.
Danach ging es mir noch schlechter... Ich dachte ich habe einen Herzinfarkt. Naja so ging das Woche für Woche.
Seit ungefähr 3 Monaten gehe ich jedoch nicht mehr in die Notaufnahme! Also habe ich wahrscheinlich doch ein bisschen von der Angststörung akzeptiert.

Wie für euch alle ist es auch für mich extrem schwer... Es gibt Höhen und Tiefen. Ich muss mich immer wieder aufraffen und nach vorne schauen. Leider sehe ich meine Erfolge nicht so deutlich wie andere... (bisher noch immer keine Medikamente, 2 Wochen Urlaub in Griechenland überstanden, etc.)

Seit 3 Wochen gehe ich nun wöchentlich zu einer ambulanten Therapie. Vorher war auch kein Platz frei Sad
Seit 2 Wochen führe ich nun auch ein Angst-Tagebuch.
In der Therapie ist es sehr hart für mich. Das ist richtiger Seelen-Striptease... Das war in der Klinik lange nicht der Fall!
Mein Problem kommt vermutlich auch aus der Kindheit (leibl. Vater Kontakt bis ca. 6. Lebensjahr - danach kein Kontakt bis heute, Trauma durch viele Enttäuschungen von ihm, leere Versprechungen, Verlustängste, keine Unterstützung von ihm weder finanziell für meine Mom und mich noch anders, uvm...) Ich habe nie darüber sprechen wollen, und bei dem Thema immer abgeblockt. Das habe ich nun davon.
Die Bestätigung die ich von ihm nie bekommen habe suche ich nun bei Ärzten (meist männlich)... Ich glaube/habe geglaubt das es mir besser geht wenn die mir
sagen, dass mir nichts schlimmes passieren kann und ich gesund bin. Ich will dadurch extrem meinen Körper und alles andere kontrollieren, da ich so stark von
meinem Erzeuger enttäuscht worden bin. Ich kann nicht vertrauen.
Wenn die Untersuchungen rum sind bin ich immer 2 Tage danach wieder hin gefahren... Ich dachte das sei die Lösung meines Problems... Sad

Wie ihr seht, ist das alles mehr als 20 Jahre her und erst jetzt macht es sich so extrem bei mir bemerkbar. Ich hasse den Mann dafür einfach nur.
Dieser Hass und diese Wut hat meine Seele nun stark beansprucht und nun schmerzt sie - genauso wie mein Herz... (symbolisch).
Es werden sicherlich noch weitere Themen aufkommen und in der Therapie angegangen werden. Ich bin froh mich für die Therapie entschieden zu haben Daumen hoch

Ich merke nun aber mehr und mehr was da für ein harter und steiniger Weg vor mir liegt. Ich verarbeite nun sehr viel von damals und ich meine halt das das schnell geht...
Aber ich glaube ich muss akzeptieren das, dass seine Zeit brauchen wird Sad

Jetzt habe ich viel mehr geschrieben als ich schreiben wollte und mein Herz ausgeschüttet yawn seufzen
Aber das hat ganz gut getan das mal nieder zu schreiben... Evtl. schreibt mir ja auch jemand zurück
knuddeln
Ich wünsche euch allen viel Kraft

Liebe Grüße

17.08.2015 15:19 • #33


Zum Beitrag im Thema ↓


Vergissmeinicht
Hey,

schaue Dir - wenn Du magst - mal den Thread = Mein Angstweg nach über 20 Jahren hier im Forum an. Da kannst Du rauslesen, was bei mir die Ursache war.

Meine neuerliche Problematik ist auf Mobbing zurück zu führen.

x 1 #2


J
Ich leide wohl unter Todesangst und Verlustangst, hat meine Therapeutin nun heraus gefunden.
Damit die Todesangst für mich greifbarer wird, habe ich eine soziale Phobie entwickelt.
Als mein Opa gestorben ist, kam der Zusammenbruch. Da ich meine wirkliche Angst vor dem Tod nicht mehr weg schieben konnte.

x 1 #3


Vergissmeinicht
Hey Julija,

wie macht sich symtomemässig bei Dir bemerkbar?

#4


J
Das ist eine lange Liste :

*Kopfschmerzen
*Nackenschmerzen
*Verspannungen am ganzen Körper
*total schwere Arme und Beine
*schlechter Schlaf
*Gloßgefühl im Hals
*Gefühl als wäre Zunge geschwollen
*extreme Erschöpfung

Und bei dir?

x 1 #5


Vergissmeinicht
Hm, wor zwanzig Jahren hatte ich über die Zeit nicht mehr zählende Symtome.

Heute ist es eher ein Unwirklichkeitsgefühl, Angst vor Kontrollverlust etc.

x 1 #6


F
Ja ich kenne die Ursache meiner Ängste und zwar aus frühkindlichen Erfahrungen, in der Jugend und später in meiner Beziehung...

x 1 #7


Vergissmeinicht
Hey Finja,

und, hilft Dir das ?

Ich kenne auch jeweils die Ursache und den Auslöser. Mit dem Mobbing habe ich noch zu kämpfen.

#8


N
Herzinfarkt meines Vaters komplett als 14 Jähriger miterlebt und vor 2 Jahren das Gleiche bei meinem Cousin...

#9


Vergissmeinicht
Hey Nemo,

das waren die Auslöser. Kennst Du auch die Ursachen?

x 1 #10


N
Also das erste Ereignis löste noch keine Angst- bzw. Panikstörung bei mir aus... Ursache ist daher wahrscheinlich, dass ich erlebt habe, wie ein 39 Jährige auf einmal zusammen brechen kann und wie willkürlich das ganze ist... Dann aber der Tod meines Cousin vor 2 Jahren löste die Erkrankung bei mir aus..
so werde ich es einschätzen..

x 1 #11


L
Hallo zusammen,

ich dachte mir, schier schreibe ich mit.

Ich hatte am Anfang des Jahres aus heiteren Himmel Schwindelanfälle, nur Sekunden lang.
Hab mir nichts dabei gedacht aber trotzdem mal untersuchen lassen.
Selbstverständlich alles ohne Befund. Die Schwindelanfälle kammen nicht mehr aber dafür ein Anruf,
dass ein Kumpel von mir gestorben war mit 40 Jahren. Ich habe zwei Tage bevor er starb noch mit Ihn gesprochen und er machte auf mich nicht den Eindruck als wenn er krank wäre. Er war zwar Alk. aber mit 40 sterben ?

Dann fing es bei mir an mit allen möglichen Symptomen an und der absolute Fehler war, dass ich angefangen habe zu Googeln.

Jetzt zwar körperlich gesund aber mit Diagnose Angststörung.

x 1 #12


Vergissmeinicht
@ Nemo

ja, das kann durchaus die Ursache sein. Hattet Ihr ein gutes Verhältnis?


@ Lockenkopf

Beschränkt sich Deine Angststörung auf Schwindel?

x 1 #13


L
Hallo @Vergissmeinicht,

meine Angst ist eher, dass ich umkippe und die Hilfe zu spät kommt so dass ich irgendwo im Wachkoma liege.

#14


Vergissmeinicht
@ Lockenkopf

Hm, denke mal, das Du ebenfalls einiges an Untersuchungen hinter Dir hast, oder?

#15


blume1234
Hallo und Guten Abend:-)
Nun ich weiß erst seit diesem Jahr das ich an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leide mit vielen Ängsten....Zittern ,stottern ,Panik, Schweiß Ausbrūchen ,Angst in Massen von Menschen zu gehen bis hin zu, Menschen aus dem Weg gehen, erstarren kaum Luft bekommend.

x 1 #16


Vergissmeinicht
Hallo Blume,

willkommen hier im Forum.

Du weißt es erst seit diesem Jahr; wieviele Jahre hast Du schon Probleme und hast Du je was dagegen unternommen?

#17

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blume1234
Vielen Dank...
Nun das ganze fing seit 6 Jahren an und wurde von Jahr zu Jahr schlimmer...bis ich selbst dachte ich bin Verrūckt...
Ich vertraute mich einer Traumatologie an...dort besuchte ich die Stabilisierungsgruppen und verstand das erste mal was mit mir los ist. Ich besuche regelmäßig eine Psychotherapeutin habe zwei sehr wertvolle Bücher gelesen und fūhre jeden Tag Übungen aus, die mir helfen meinen Alltag zu bestreiten....

#18


Vergissmeinicht

blume1234
Guten Morgen,

Nun das erste Buch "Neue Wege aus dem Trauma"von Gottfried Fischer
Das zweite Buch "Vom Trauma Befreien" von Peter A. Levine

x 1 #20


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Dr. Reinhard Pichler
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