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Moin,

kurz zu mir, 27 Jahre alt, glücklich in einer Beziehnung, Vollzeijob.

Werdegang:

Ende November im Meeting plötzlich ein pochen in der Brust und ein Gefühl gleich Ohnmächtig zu werden.
Danach war ich 1 1/2 Wochen krankgeschrieben, weil ich mich Benommen im Kopf gefühlt habe zudem kein Hunger hatte. Im liegen war die Benommenheit viel besser. besserte sich nach 4-5 Tagen nach dem "Anfall"

dann war alles gut bis Ende Februar, wieder ein Gefühl der Ohnmacht und hatte dann wieder etwa 1 Woche mit der Benommenheit zu kämpfen, aber nicht so stark wie beim ersten Anfall.

Dannn wieder alles gut bis Mitte Mai, wieder das Gefühl der Ohnmacht und dann Benommenheit. War dann 2 Tage später bei einem Event, weil ich mich nicht unterkriegen lassen wollte, ging eine Stunde gut dann wieder Ohnmachtsgefühl und konnte nicht mehr so klar sehen, Notarzt und ins Krankenhaus. (Verdacht auf herzinfarkt)
EKG und Blutuntersuchen gemacht, kein Befund. Dann ging es mir eine Woche richitg schlecht, konnte 4 Tage nichts essen und hatte diese Benommenheit.

Bisherige Untersuchungen:

EKG, leiche Sinus Tachykardie
MRT Kopf, könnten evt Venen zu Nah am Hörnerv sein, HNO bin ich morgen
Schwindeltest alles okay
Schilddrüsenuntrerfunktion ist richitg eingestellt (will ich aber noch besser einstellen bzw probieren)

Meint ihr, dass eine Angststörung oder Panikattacke eine knappe Woche mich in den Zustand versetzen kann? Dachte das hält nur 30min an und dann gehts einen wieder gut?
Achso und eine starke Müdigkeit habe ich dann auch immer, könnte den ganzen Tag schlafen..
Danke für eure Meinungen.

13.06.2017 18:38 • 17.10.2017 #1


47 Antworten ↓


---Jessy---
Eine Panikattacke dauert im Schnitt 5-10 Minuten. Die Symptome die du beschreibst sind typische Symptome einer Angsterkrankung.

Gerade das Benommenheitsgefühl oder das Gefühl gleich ohnmächtig zu werden, hat wahrscheinlich jeder hier als Begleiterscheinung oder zumindest gehabt.
Auch ich kenne das zu gut. Ich hatte das Gefühl 4 Monate bis es endlich nach und nach verschwand.

Das du dich erst einmal durchchecken lässt ist völlig in Ordnung. Das sollst du auch tun um einmal die Bestätigung zu erhalten, das du ein gesunder Mensch bist.

Um die Angsterkrankung in den Gruff zu bekommen, solltest du dich in eine Verhaltenstherapie begeben. Leider sind diese Plätze sehr begehret und sind nur mit längerer Wartezeit zu bekommen.
Daher ist es wichtig nicht lange zu warten sondern sich möglichst schnell darum zu kümmern.

13.06.2017 19:49 • #2



Ist es eine Angststörung?

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Auch das man nach so einer Attacke dann ne Woche Benommenheit und heftige Müdigkkeit und sich nnerlich nicht so gut fühlt?

Wie bist du die losgeworden?
Da du auch aus Hamburg kommst, kennst du eine gute Verhaltenstherapie?

Danke

13.06.2017 20:22 • #3


---Jessy---
Ja, das ist völlig normal.
Gerade die Müdigkeit. Die habe ich dann meistens noch mehrere Tage in mir.
Meine Angst war so groß, das ich mich nicht mehr raus getraut habe.
Ich fühlte mich richtig gefangen in meinem Körper.
Es war schrecklich. Und dann diese Angst vor allem möglichen Krankheiten....

Mein größter Fehler: das Googlen. Ein tip, mache das nicht. Ich weiß, es fällt einem extrem schwer, aber das verschlimmert wirklich alles. Auch ich musste es erst lernen.

Dieses Gefühl einer Benommenheit oder Ohnmacht habe ich "nur" noch während einer Panikattacke. Danach nicht mehr.
Nachdem ich komplett durchgecheckt wurde, war mir klar, das ich gesund bin. Mit diesem Ergebnis konnte ich ab da an, besser mit dem Symptomen umgehen.
Ich habe Stück für Stück gelernt besser damit umzugehen.

Und dann natürlich die wirklich tolle Unterstützung meiner Therapeutin. Ich bin jetzt seit 2,5 Monaten in einer Verhaltenstherapie.

Ob ich dir eine gute empfehlen kann...
Klar, kann ich dir sagen das ich meine super finde, aber ob du es genau so siehst, weiß ich nicht.
Dafür gibt es sogenannte probestunden um zu schauen ob die Chemie stimmt.
Ich kann aus gut finden und du dagegen überhaupt nicht.
Aus welchem Stadtteil kommst du denn?

13.06.2017 20:37 • x 2 #4


Um das zu verstehen, also hat man quasi bei dem Ohnmachtsgefühl eine Panikattacke und die Tage dannach eher eine Angststörung die dann meine Benommenheit und Appetitlosigkeit verursacht? Ich habe aber eigentlich keine richitge Angst, nur nach dem 3. Anfall viel es mir schwerer raus zu gehen aber das habe ich geschafft und gehe auch zur Arbeit auch wenn es nach der Woche wo es mir schlecht ging schwer gefallen ist.

Komme aus Halstenbek, also nahe Hamburg. Wie lange musstest du warten und nimmst du Medikamnte gegen die Ansgtörung ein?

13.06.2017 20:50 • #5


---Jessy---
Bei mir ist es zumindest so. Wenn ich das Gefühl von der Ohnmacht habe, ist es immer dann wenn ich eine Panikattacje habe. Das Gefühl von der Benommenheit habe ich nach der PA.
So war es zumindest bei mir.

Als die Krankheit bei mir ausbrach, habe ich die ersten 6 Tage auch kaum etwas gegessen. Ich habe es gerade so geschafft eine Brühe zu trinken.

Ich hatte vorher auch einige Panikattacken, have dieser keine Bedeutung geschenkt. Bis es mich so richtig erwischt hatte und ich 6 Wochen nicht mehr raus gehen konnte. Musste Stück für Stück lernen wieder zu Arbeit zu fahren oder einfach mal den Müll rauszubringen.

Gibt es denn etwas, was dichter Zeit extrem belastet oder gab es etwas in deinem Leben, was dich fertig gemacht hat. Ein Schicksalsschlag zum Beispiel? Stress auf der Arbeit? Stress in der Familie?
Das können oft Auslöser einer Angsterkrankung sein.

Was genau du hast, ob Angsterkrankung oder nur Panikattacken oder doch beides, kann ich dir nocgt diagnostizieren. Warst du deswegen schon einmal beim Hausarzt? Der wird dir sicherlich die richtige Diagnose sagen.

Ich habe in den ersten drei Tagen Opripamol genommen aber diese wieder direkt abgesetzt da es mir davon noch schlechter ging.
Eigentlich dauert es ja 2 Wochen bis die richtig wirken, aber das wusste ich damals nicht.
Somit habe ich meine Krankheit komplett ohne Tabletten durchlebt.
Das war nicht immer einfach aber do. blieb mir das ausschleichen erspart.
ich habe hoch dosiertes Johanneskraut genommen um nicht mehr so fertig zu sein.

Auf den Therapieplatz habe ich 2 Monate gewartet.

13.06.2017 21:03 • #6


Meine Oma ist vor 2 Jahren gestorben sonst gab es eigentlich kein Ereignis. Beziehung läuft gut, Arbeit hat man ja immer mal Stress.

Hab dir mal eine PN geschrieben

13.06.2017 21:31 • #7


anja78
Hast du zusätzlich Herzrasen beim Aufstehen früh und wenn du dich setzt ist es dann besser?

14.06.2017 14:16 • #8


Nein, habe ich nicht. Aber ich merke zum Beispiel, wenn ich schlecht träume bzw im Traum Angst habe, dass mir morgens im liegen beim wiedereinschlafen schwindlig ist bzw ein Drehschwindel habe.
Kennt ihr das auch?

14.06.2017 14:43 • #9


Hallo Katze,

ja,das ist eine Angststörung,die Symptome varrieeren und sind nicht klar voneinander abzugrenzen und zuzuordnen aber das ist auch gar nicht so wichtig.
Viel wichtiger ist,dass Du was dagegen unternimmst und da hat sich eine Kombination aus medikamentöser Unterstützung (gerade zu Beginn,wenn man noch keinen Platz für Verhaltenstherapie hat)und Verhaltenstherapie bewährt.
Ich würde Dir raten,zum Psychiater zu gehen und Dir ein Medikament verschreiben zu lassen,dass Dich stabilisiert.
Parallel würde ich mich auf Wartelisten für Verhaltenstherapie setzen lassen.

Zum Thema Medikament:

Sollte Dir Dein Psychiater ein Antidepressivum verschreiben,würde ich ihn bitten,während der Einschleichphase (ca. 3-4 Wochen) noch ein beruhigendes Medikament mit zu verschreiben,um die anfänglichen Nebenwirkungen grösstenteils abzufangen.

14.06.2017 16:20 • #10


Icvh möchte eigentlich keine Medikamente nehmen außer Johanniskraut.
Ich komme am Tag auch gut ohne aus, da ich ja nur alle 2-3 Monate so ein Anfall habe mit 1-2 Wochen benommenheit und es dann langsam besser wird.

Therapieplatz bin ich schon dran, als privatzahler könnte ich in 2 Wochen anfangen...aber ist schon ganz schön teuer dann.
Was kann man von Büchern halten, können die sogar heilen, wenn man erst am Anfang steht?

14.06.2017 16:49 • #11


Ich kann Dir ein sehr informatives und hilfreiches Buch empfehlen:"Wenn plötzlich die Angst kommt" von Roger Baker.
Es beleuchtet auch die möglichen Ursachen,da kannst Du schon einiges in Eigenregie herausfinden.

14.06.2017 16:54 • #12


Danke. Ich werde das mal lesen, können Angststörungen Bzw Panikattacken auch von selber verschwinden? Geht sowas?

14.06.2017 16:59 • x 1 #13


---Jessy---
Schau mal hier nach:

erfolgserlebnisse-f59/welche-buecher-haben-euch-geholfen-t76597.html

Es wurde darüber ein Thread eröffnet. Da kannst du dir ein paar Ideen holen.

Ganz von alleine.... es gibt diese Fälle aber diese sind eher selten. In der Regel steckt dahinter eine Aufarbeitung von Erlebnissen oder das erlernen einer neuen Denkweise und handeln in Situationen.

14.06.2017 17:00 • #14


Habt ihr eure Therapie selber bezahlt? Wieviele Stunden braucht man im Durchschnitt? Möchte vll in 1-2 Jahren in die Private wechseln und würde dann lieber selbszahlen, damit es in keinen Akten steht...

14.06.2017 17:53 • #15


---Jessy---
Bei mir hat es komplett die Kasse übernommen. Auf eigene Kosten, kostet so eine Stunde 60-80 Euro in Durchschnitt. Mit 25 Stunden muss man schon rechnen. Klar kann es auch früher besser werden aber 25 Stunden ist der Durchschnitt.

14.06.2017 19:38 • x 1 #16


OKay, habe jetzt ende Juni ein Erstgespräch und zahle selber. Ist Spezialisiert auf Verhaltenstherapien.
Wie gehts dir denn jetzt? Viel besser, kannst edu wieder arbeiten gehen etc?

14.06.2017 20:05 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

---Jessy---
Ja, mir geht es um einiges besser.
Habe allerdings auch extrem viel dafür getan.
Positives denken wieder erlernt und täglich verschiedene Übungen gemacht.

Ja, ich gehe nun seit 6 Monaten wieder arbeiten. Es gibt noch Tage wo es mir nicht gut geht, aber diese sind nicht mehr ganz so oft. Einmal in der Woche vielleicht aber auch sogar nur einmal in zwei Wochen.

14.06.2017 20:14 • #18


Das freut mich. Was ich nur so komisch finde, wenn ich so eine Attcke hatte mit kurz vor der Ohnmacht, warum es mir dann eine Woche nicht gut geht und selbst aufstehen fällt mir schwer, fühle mich dann als wäre ich komisch im Kopf, schwach müde und einfach als wäre man krank. Bin dann mal bewusst unterwegs gewesen, gebessert hatte sich nichts.
Deswegen frage ich mich, Eigl habe ich bewusst dann keine Angst aber warum gehts mir eine Woche schlecht?
Vll doch körperlich?

14.06.2017 20:52 • #19


---Jessy---
Eine Panikattacke ist sehr anstrengend für den Körper.
Alles fährt auf Hochtouren. Es ist völlig normal, das es dich dann schwächt und dir es danach noch immer nicht gut geht.

Wenn du beim Arzt warst und alles durchgecheckt wurde, dann vertraue darauf.
Ich weiß, es ist nicht immer einfach und leicht das zu akzeptieren, weil man diese ganzen Symptome hat, aber die Psyche kann einen extreme Striche spielen.

Und du sagst, du hast bewusst keine Angst. Das kann sehr gut sein. Aber dein Kopf rattert die ganze Zeit und du fragst dich, was war das und warum kommt das. Dadurch löst man automatisch Symptome aus.
Es ist immer leichter gesagt als getan, aber wichtig ist bei einer PA, sich nicht danach mehr die Gedanken zu machen. Dadurch verschlimmert sich der Zustand.

Auch bei mir klappt es nicht immer. Oft, mache ich mir einen bis zwei Tage danach noch viele Gedanken darüber.

15.06.2017 07:28 • #20



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