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funny86
Hallo.. wie in dem Betreff schon zu lesen ist..frag ich mich in letzter Zeit immer wieder ob eine angststörung in den Genen liegen kann.. die Studien darüber sind ja alle noch recht frisch..und doch Scheint es so das es einfach in der Familie liegen kann.

Wie ist es bei euch den So? Seit ihr die einzigsten die Angst habt in dieser form spürt oder wisst/vermutet ihr das es noch weiter aus eurer familie so ergeht?

12.11.2017 23:31 • 14.11.2017 #1


10 Antworten ↓


Zitat von funny86:
Hallo.. wie in dem Betreff schon zu lesen ist..frag ich mich in letzter Zeit immer wieder ob eine angststörung in den Genen liegen kann.. die Studien darüber sind ja alle noch recht frisch..und doch Scheint es so das es einfach in der Familie liegen kann.

Wie ist es bei euch den So? Seit ihr die einzigsten die Angst habt in dieser form spürt oder wisst/vermutet ihr das es noch weiter aus eurer familie so ergeht?

Ich glaube eher, dass Angst durch sehr nahe Bezugspersonen übertragbar ist. Ich habe mal in einem Buch irgendwo gelesen, dass man selbst in der Schwangerschaft seinem Ungeborenen Ängste übetragen kann... Für mich kann ich sprechen, dass ich das auch glaube. Das beruht sich aber nur in meinem Fall. Ich mag das hier nicht näher erläutern, weil hier so viele mitlesen. Ich kann dir gern in einer Nachricht antworten, wenn du magst.

12.11.2017 23:41 • #2



Angststörung vererbbar?

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funny86
Ja sehr gerne...ich kann mir auch gut vorstellen das man die Ängste leider seinem ungeborenen Kind direkt mit auf dem Weg gibt...

12.11.2017 23:44 • #3


BellaM85
Ja es ist übertragbar. Alle psychischen Erkrankungen können auch über die Gene vererbt werden. Ich hab den Mist auch von meiner Mutter geerbt, sie war wie ich Hypochonder, mein Bruder hingegen ist verschont geblieben der hat das alles nicht.

13.11.2017 00:10 • #4


Zitat von funny86:
Ja sehr gerne...ich kann mir auch gut vorstellen das man die Ängste leider seinem ungeborenen Kind direkt mit auf dem Weg gibt...

Nachricht geschickt und noch was... meine schwangerschaft habe ich sehr geborgen und mit viel Liebe verbracht. Mein Partner war immer für mich da, hat sich sogar für uns eine berufliche Auszeit genommen, viel mit dem kleinen Fötus gesprochen und ganz fleißig den Bauch immer geküsst. Man merkt das auch an unserem Kind... Er ist sehr ausgeglichen, sehr selbstsicher, kennt keine Angst aber durchaus Vorsicht, und haut auch mal auf den Tisch, wenn er seine Ruhe will, obwohl Mutti der größte Angsthase ist. Ich habe gelernt, mir meine Ängste in seiner Gegenwart zu verkneifen und zu unterdrücken, weil er dann ebenfalls hibbelig und nervös wurde.

13.11.2017 00:13 • #5


Guten Abend

Ich denke auch, dass es in vielen Fällen in der Familie liegt. In meinem Fall war es identisch zum Krankheitsbild meines Vaters und bei ihm war es ähnlich wie bei seiner Mutter.
Ich habe auch viel researchiert und bin oft auf Berichte gestoßen, in denen die Leute Krankheiten hatten wie angststörung, Depressionen, bipolare Störung,.. die auch die Eltern oder Großeltern hatten.

Liebe Grüße!

13.11.2017 00:31 • #6


Angor
Hallo

Ja die Neigung zu Angststörungen ist vererbbar, was meine Mutter oder Vater eventuell hatten ist mir nicht bekannt aber mein ältester Bruder hatte immer ständig ein Globusgefühl im Hals und schleppte ständig eine Wasserflasche mit sich rum. Mein jüngerer Bruder hatte eine Zeit lang einen Waschzwang.

Und der Kelch ist ja auch an mir nicht vorbeigegangen mit meiner Angststörung, und meinem jüngsten Sohn habe ich genetisch bedingt ADS verpasst mit einer Sozialphobie und eine Angststörung mit zeitweisen Depressionen.

Nachtrag: Ich finde es aber wichtig drauf hinzuweisen, dass bei mir wohl nicht nur die Gene eine Rolle spielten sondern auch Traumata.

LG Angor

13.11.2017 00:59 • #7


kalina
Ja, psychische Erkrankungen sind vererbbar, das heißt, in manchen Familien treten sie verstärkt auf.

Das bedeutet aber nicht, dass man zwangsläufig auch krank werden muss, nur weil ein oder mehrere Familienmitglieder krank sind.

Und natürlich ist es auch häufig so, dass man Verhaltens-. und Denkweisen von Eltern unbewusst übernimmt, also auch Ängste und negative Denkweisen.

Viele psychische Erkrankungen kommen aber auch durch emotionale Defizite in der Kindheit, also fehlende liebevolle Bezugspersonen, die einem Geborgenheit und Stabilität, Liebe, Akzeptanz und Zuwendung vermitteln. Diese Zuwendungen sind aber für die emotionale Entwicklung eines Kindes überlebenswichtig, prägen auch die Vernetzungen im Gehirn.
Wenn es in diesem Kindesalter zu Störungen und Defiziten kommt ist es verständlich, wenn ein Mensch einen dauerhaften emotionalen Schaden bekommt, der das ganze Leben beeinflussen kann.

Die Frage ist bei psychischen Erkrankungen also oft, wieviel Anteil ist eventuell vererbt (unter anderem auch eine erhöhte Sensibilität) und wieviel Anteil ist "erlernt" oder erworben durch frühkindliche Schäden, negative Vorbilder der Eltern oder auch Belastungen, Schicksalschläge oder Traumata im Leben. Da streitet sich die Wissenschaft noch. Im Prinzip herrscht die Meinung, dass verschiedene Ursachen zusammenkommen.

Gegen die Gene kann man natürlich nichts machen.

Gegen das Erworbene kann man eher was machen. Auch wenn es schwierig ist.

13.11.2017 01:20 • x 5 #8


TomTomson
Ich finde kalina hat das gut erklärt. Ich denke was vererbt wird ist sicher das Temperament, also ob jemand eher mit Aggressionen reagiert oder lieber vorsichtig ist usw.. Dies kann natürlich dann auch psychische Erkrankungen begünstigen, so neigt ein vorsichtiger Mensch eher dazu eine Angststörung zu entwickeln. Aber ich denke dies ist eher zweitrangig, es gibt da wohl keine besseren oder schlechteren genetischen Veranlagungen, jede hat ihre Vor- und Nachteile, man muss halt einfach lernen das beste daraus zu machen.

Die wichtigsten Faktoren sind meiner Meinung nach auch zum einen das Selbstvertrauen, das halt besonders durch die Kindheit geprägt ist und zum anderen sind es traumatische Erfahrungen die man gemacht hat bzw. negative Erfahrungen die dann durch anhaltendes Vermeidungsverhalten Ängste geschürt haben. Und natürlich auch ungünstige Bewältigungsstrategien, die man vielleicht von negativen Vorbildern gelernt hat.

Ich finde daher bei jeder Angststörung sollte man gleichzeitig auch noch an seinem Selbstwert arbeiten, denn wenn man zu sich selber eine gute Beziehung hat und mit sich im Reinen ist, kann dies die Überwindung der Ängste unglaublich beschleunigen.

13.11.2017 01:40 • x 2 #9


Also ich kann jetzt nicht mit wissenschaftlichen Studien aufwarten. Was ich aber sagen kann ist, dass z.B. in unserer Familie zumindest 2 Generationen zurück alle männlichen Nachkommen zwischen 20-30 Angststörungen hatten die dann abebbten. Bei uns ist diese latente Krankheitsangst das Hauptthema. Ich habe das lange nicht gewusst, bis ich es bei mir bemerkte und dann nach zahlreichen Gesprächen mit Verwandten ergab sich dieses Bild. Laut meiner Psychologin (die auch Ärztin ist) ist das ein häufiges Muster.

14.11.2017 00:25 • #10


funny86
Ok..danke für eure ganzen Beiträge... ich selber öeide ja auch schon lange unter einer angststörung..leider kann ich mit meiner Familie nicht da so drüber sprechen.

14.11.2017 08:24 • #11



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