Zitat von Pauline333: Aber ungefähr so vergleichbar wie, wenn man Zucker oder Koffein weglässt, ebenfalls "süchtig" machende Substanzen. Kann man auch mal unangenehm merken, wenn man es weglässt. Ist aber pillepalle und super schnell vorbei.
Ist in keinster Weise vergleichbar mit Dro. und Co, wo man schwerst krank wird im Entzug, im schlimmsten Fall sogar sterben kann.
Ich war mal ein Jahr lang bei der Suchtberatung, ursprünglich,weil ich mir Sorgen machte, dass ich zu viel Alk. trinke, später dann, weil die Therapeutin und ich uns super verstanden und sie mir allgemein gut tat. Sie meinte auch, dass Nikotin mit die am süchtigsten machende Dro. wäre. Natürlich sind Kok ain, He roin und Co für den Körper weitaus dramatischer, auch Alk., weil sie das Wesen verändern und einen schnell zerstören können, aber den Nikotinentzug als pillepalle darzustellen, halte ich für unpassend.
Ich möchte auch nicht die Leute entmutigen, es ist ja machbar und ich habe es zweimal in meinem Leben geschafft, aber man ist halt ein Abhängiger und da soll man sich nichts schön reden.
Psychisch kann man von allem abhängig werden, aber Nikotin macht auch körperlich abhängig.
Zitat von Pauline333: Durch solche Vergleiche werden, wie man sieht, zahlreiche Menschen davon abgehalten, eine sehr einfach zu überwinden körperliche "Sucht" loszuwerden. Absolut kontraproduktiv!
Nee, siehe oben. Man kann es schaffen, aus meiner Erfahrung gibt es zwei wichtige Komponenten. Erstens muss man den richtigen Zeitpunkt finden und zweitens (das allerwichtigste) muss man es wollen und viele sind nicht so wirklich überzeugt davon.
Zitat von Pauline333: Ich habe mit 12 angefangen zu rauchen, ab 16 dann sehr stark für lange Zeit. Während meinem Kinderwunsch aufgehört und rauche seit dem 0 bis 4x im Jahr zu gewissen Anlässen.
Sehe das Thema Rauchen aber ja auch echt entspannt.
Dann bist du aber die Ausnahme, dass du als ehemals starke Raucherin heute ab und zu eine rauchen kannst. Hatte mal eine Freundin, bei der es auch so war. Aber die meisten sind wieder voll dabei, wenn sie nur einen Zug betätigen. Die Sucht bekommt man nie so ganz aus dem Gehirn, deswegen ist die einzige Konsequenz lebenslange Abstinenz.