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Hallo ihr Lieben,
Ich schreibe hier rein weil ich komplett am verzweifeln bin. Ich habe vor ca. 1 Monat die Pille (Swingo 20), nach 10 jähriger Einnahme abgesetzt, da sie einfach nicht mehr zu meinem mittlerweile recht gesunden Lebensstil gepasst hat und man ja oft von den schlechten Nebenwirkungen der Pille hört. Ebenfalls hatte ich vor einigen Jahren auch mit starken Depressionen zu kämpfen und dachte mir das es villeicht auch mit der Pille zusammengehangen haben könnte. Aus diesem Grunde beschloss ich sie abzusetzen. Seit diesem Tag des absetzten gehe ich durch die Hölle, mein Zustand wurde von Tag zu Tag schlechter. Anfangs waren es nur Übelkeit, Kopfschmerzen und ab und an unkontrolliertes Weinen. Schleichend entwickelten sich starke Angstzustände sowie Panikattacken. Mein Herz ist die ganze Zeit am rasen, ich fühle mich innerlich unruhig und klappe auch ganze Zeit zusammen sobald ich etwas wichtiges erledigen muss. In der einen Nacht war es so schlimm, dass ich dachte ich werde verrückt, mein Herz hat so gerasst und meine gesamte Umgebung so wie mein Körper kamen mir fremd vor (derealisations Gefühl). Ich war schon bereit mich einweisen zu lassen, jedoch konnte mich eine Freundin beruhigen beziehungsweise ist bei mir geblieben, so ein extremer Zustand wie in dieser Nacht kam zum Glück nicht nochmal vor. Jedoch bin ich eigentlich gar nicht mehr gesellschaftsfähig, als ich versuchte Arbeiten zu gehen wurde mir heiß und mein Kreislauf brach zusammen und wurde nach Hause geschickt. Ich kann nicht mehr einkaufen gehen oder mich mit Freunden treffen, weil es einfach alles zu viel ist. Kurz gesagt bin ich seitdem nicht mehr gesellschaftsfähig, vorher war ich immer ein Mensch der gern und viel unternommen hat und auch noch nie mit einem solchen Ausmaß an Ängsten kämpfen musste. Ebenfalls fühlt es sich an als hätte ich permanent ein Stechen im Herz,bich will einfach nur das es aufhört, momentan ist jeder Tag eine Qual. Ich lasse am Montag meine Blutwerte checken, da ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe und hoffe, dass es damit zusammenhängen könnte.Einen Termin bei einer Therapeutin habe ich auch bereits gemacht. vielen Dank wer bis hier hin gelesen hat.Haben Frauen in diesem Forum ähnliche Erfahrungen gemacht oder kann mir irgendwer Tipps geben?
Liebe Grüße

31.10.2020 21:15 • 27.04.2021 #1


15 Antworten ↓


Hedwig
Es gibt Frauen, die reagieren sehr stark auf hormonelle Veränderungen. Sehr viel was du beschreibst hört sich tatsächlich nach Hormonchaos an. Es dauert leider meistens bis sich das eingespielt hat...evtl. bleibt es zu bestimmten Zeiten auch. PMS äußerst sich bei mir auch genauso wie du beschreibst.

31.10.2020 22:36 • x 1 #2



Nach absetzen der Pille Panikattacken und Angstzustände

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Habe genau das selbe Problem gehabt und dann schnell wieder die Pille genommen. Mir graut es schon immer vor der Pillenpause, da es mir in der Zeit genau so geht. Die Frauenärztin glaubt das nicht und meinte ich soll die Pille absetzen. Aber das werde ich nie nie wieder tun - das war die Hölle. Hoffe du findest eine Alternative Lösung. Alles Gute für dich!

31.10.2020 22:39 • x 1 #3


Nimmst du Tabletten gegen deine UF? Dann könnte es sein, dass du durch das Weglassen der Pille weniger brauchst und dadurch aktuell in einer ÜF bist. So war es bei mir immer. Ich musste bzw. konnte mein L-Thyroxin z.T. deutlich reduzieren in pillenfreien Zeiten. Allerdings geht das nicht ab den ersten Tag, sondern braucht zumindest 2, 3 oder noch etwas mehr Wochen, um sich körperlich nieder zu schlagen. Dennoch: gut, dass du deine Blutwerte checken lässt. Nimmst du weitere Medis ein, wo sich die Wirkung durch das Weglassen der Pille verstärkt oder verhindert haben könnte?

31.10.2020 22:44 • x 1 #4


Hey, vielen Dank für eure Antworten! Ich bin beruhigt das ich zumindest nicht alleine bin und es wohl anderen auch so geht. Wegen der Unterfunktion nehme ich Tabletten (Euthyrox 50mg), bin auf die Blutwerte gespannt villeicht hat sich da ja etwas geändert. Ich nehme noch Lamotrigin (wirkt gegen Krampfanfälle und auch als ein Stimmungsstabilisator), könnte auch sein das sich da die Wirkung verändert hat.. werde den Medikamentenspiegel auch überprüfen lassen.
LG

31.10.2020 22:56 • x 1 #5


Das ist gut und in wenigen Wochen lohnt sich auch ein Hormonspiegel beim Frauenarzt.

31.10.2020 23:01 • x 1 #6


Eine Frage hätte ich noch, da ich zuvor nie Panikattacken hatte Ist es normal diese Derealisation Gefühle zu haben und zu denken man wird verrückt? Es kam mir in der einen Nacht echt extrem vor also während der Panikattacke. Als könnte ich nichts mehr kontrollieren und als wären meine Umgebung und mein Körper mir fremd.

31.10.2020 23:21 • #7


Ja, das ist ganz klassisch. Entweder man hat Angst zu sterben oder verrückt zu werden. Ich kenne auch beides. Aber was definitiv feststeht: man stirbt nicht von Panikattacken und man wird auch nicht verrückt. Diese beiden Ängste sind aber aufgrund ihrer absoluten Entsetzlichkeit besonders geeignet, den Körper zum Umdenken zu zwingen. Kein Mensch möchte solche Ängste haben, deswegen vermögen gerade sie es, dass Menschen, die die ganzen vielen leiseren Signale ihres Körpers überhören, endlich aufhorchen.
Von daher nimm die Panikattacke als Freund an und versuche herauszufinden, was du anders machen musst.

01.11.2020 09:51 • x 1 #8


Okay das beruhigt mich, vielen Dank für die lieben Antworten!:)

01.11.2020 16:08 • #9


26.04.2021 23:47 • #10


Sydaemeni
Kennen viele. Pms oder in fällen mir starker psychischer Belastung pmds.
Ungleichgewicht von Östrogen und progesteron. Muss nicht dauerhaft sein sondern schwankt halt innerhalb des zyklus.
Ich habe vorerst wieder ne progesteron pille angefangen, da alles was man machen kann ne weile dauert (gibt diverse Ansätze um das zu erleichtern mit progesteronen, Östrogenen, pflanzlichen Geschichten usw) und ich ein Baby daheim habe. Das war für mich nicht machbar und nachdem es im Zyklus zu heftigsten paniken kam mach ichs so. Wollte keine hormone mehr nehmen aber geht halt grad net anders.
Gibt hier auch einige Themen zu pms Erfahrungsaustausch.

27.04.2021 08:01 • x 1 #11


Zitat von Sydaemeni:
Kennen viele. Pms oder in fällen mir starker psychischer Belastung pmds. Ungleichgewicht von Östrogen und progesteron. Muss nicht dauerhaft sein ...


Vielen Dank für die Antwort! Dann scheine ich mir das zumindest nicht komplett einzubilden. Finde es halt sehr schade, da ich mir eigentlich keine künstlichen Hormone zuführen will aber es scheinbar auch anders nicht geht:/

27.04.2021 11:16 • #12


Mir geht es genauso seit dem ich die Pille abgesetzt habe. Als ich die Pille genommen habe, war das wohl nicht so ausgeprägt. Bei mir ist es auch so, dass ich während des Zyklus diese verschiedenen Phasen habe.

27.04.2021 11:23 • x 1 #13


Sydaemeni
Zitat von grala:
Vielen Dank für die Antwort! Dann scheine ich mir das zumindest nicht komplett einzubilden. Finde es halt sehr schade, da ich mir eigentlich keine ...

Es kann anders gehen. Informiere dich bei deiner/m gyn mal ausführlich.
Es gibt diverse Ansätze.
Ich hab nur den weg gewählt aktuell weil ich eben n baby zu versorgen hab und es nicht in Frage kam Wochen auf Wirkungen eventuell zu warten.

27.04.2021 11:27 • x 1 #14


Zitat von Keineahnung1:
Mir geht es genauso seit dem ich die Pille abgesetzt habe. Als ich die Pille genommen habe, war das wohl nicht so ausgeprägt. Bei mir ist es auch ...


Ist halt extrem anstregend, komme mir vor wie ne andere Person in diesem Phasen:/ habe jetzt einen Hormontest bestellt mit Beratung und hoffe dass die mir dann pflanzliche Alternativen empfehlen können. Sobald ich mehr weiß schreibe ich gerne nochmal hier rein

27.04.2021 12:07 • x 1 #15


Zitat von Sydaemeni:
Es kann anders gehen. Informiere dich bei deiner/m gyn mal ausführlich. Es gibt diverse Ansätze. Ich hab nur den weg gewählt aktuell weil ich eben ...


Werde nochmal ein Termin machen und schauen was sie mir empfiehlt.danke!

27.04.2021 12:07 • #16



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Dr. Christina Wiesemann