App im Playstore
Pfeil rechts
×

Lieber Forenbesucher,

dieses Forum dient dazu, Menschen zu unterstützen und Austausch zu ermöglichen. Wer Hilfe braucht, findet sie hier, und wer helfen möchte, ist willkommen. Moderatoren achten darauf, dass der Umgang respektvoll bleibt. Für eine angenehme Atmosphäre sind verständnisvolle, ermutigende und einfühlsame Beiträge explizit erwünscht. Verletzende oder verurteilende Beiträge sind nicht erlaubt.

198

ConnyOsi

ConnyOsi
Mitglied

Beiträge:
922
Themen:
27
Danke erhalten:
188
Mitglied seit:
Hallo ihr lieben,ich bin es schon wieder.Ich soll jetzt zu meinem Venlafaxin 122mg jetzt noch Elontril nehmen um die Unruhe weg zu bekommen.Jetzt lese ich aber das es ja auch Antrieb steigert ich habe echt Angst es zu nehmen.Hat jemand Erfahrungen damit?

04.03.2026 #1


414 Antworten ↓
Darkshadow

Darkshadow
Mitglied

Beiträge:
203
Danke erhalten:
713
Mitglied seit:
Zitat von ConnyOsi:
Was hat deine Psychiaterin eigentlich gesagt das du immer in die Notaufnahme gegangen bist?


Ich denke, dass es eine Frage des Ausmaßes und des Zeitpunktes in der Therapie ist.

Ich habe schon erlebt, dass Patienten wegen eines solchen Verhaltens von ihren ambulanten Therapeuten nicht mehr behandelt worden sind oder aus psychosomatischen Klinikaufenthalten vorzeitig entlassen worden sind.

Das grundlegende Prinzip in der Therapie ist ja Hilfe zur Selbsthilfe. Das ist ein langer Prozess, in dem es verschiedene Phasen gibt. Die Patienten sollen aber langfristig lernen, mit ihren schwierigen Emotionen einen funktionalen Umgang zu finden, sich selber emotional regulieren zu können. Das langfristige Ziel ist es, den Patienten zu befähigen, sich selber helfen zu können und sich selber emotional versorgen zu können. Das Ziel ist nicht, auf Dauer immer nur von außen (durch Therapeuten/Ärzte) reguliert zu werden.

Wenn ein Patient keinen Therapeuten oder Psychiater hat und noch nie therapeutisch und/ oder psychiatrisch behandelt worden ist, ist es ja verständlich, dass die Fähigkeiten/Fertigkeiten zur funktionalen Selbst-Regulation noch nicht vorhanden sind.

Darum wird dem Patienten in frühen Therapiephasen oft viel Verständnis entgegengebracht, wenn viele Notfallkontakte in Anspruch genommen werden.
Da geht es dann erstmal darum, dem Patienten ein erstes Verständnis für sein Krankheitsbild zu vermitteln, Vertrauen aufzubauen und erste Fertigkeiten zur Regulation schwieriger Gefühle zu vermitteln.
Aber je mehr Therapie ein Patient hatte, je länger der Patient in Behandlung ist, umso mehr werden viele Therapeuten und Psychiater von dem Patienten Schritt für Schritt erwarten, dass die erlernten Fähigkeiten zur Selbstregulierung auch umgesetzt werden. Wenn ein Patient dann aber weiterhin wiederholt Notfall-Kontakte sucht, sobald ein schwieriges Gefühl auftaucht, und nicht auf seine erlernten Fertigkeiten zugreift, sondern weiter die Regulierung durch andere Personen/ von außen sucht, werden viele Therapeuten/Ärzte zunehmend kritischer auf dieses Verhalten reagieren, da es darauf hinweisen kann, dass eine Patient keine Eigenverantwortung übernehmen möchte (sondern eher „emotional versorgt“ werden möchte).

Darum ist es oftmals eine sehr individuelle Sache, wie Therapeuten reagieren, wenn ein Patient sich so verhält. Derselbe Therapeut ist vielleicht bei Patient A sehr nachsichtig, weil dieser noch nicht lange in Therapie ist oder gerade in einer schweren therapeutischen Phase steckt (z.B. Trauma-Therapie),

aber bei Patient B reagiert er vielleicht kritisch und konfrontiert das Verhalten, weil dieser Patient vielleicht schon weiter in der Therapie ist und eigentlich schon selber in der Lage wäre, mit der Krise auch selber einen Umgang zu finden.

Und in letzter Konsequenz werden dann manchmal Patienten von ihren Therapeuten nicht länger behandelt, wenn diese denken, dass der Patient gerade nicht weiter von der Therapie profitieren kann, weil es keinerlei Veränderung gibt und der Patient nicht bereit scheint, therapeutische Impulse umsetzen zu wollen.

Es ist also für viele Therapeuten ein Unterschied, ob ein erfahrener Patient wirklich nur in Ausnahmesituationen um Unterstützung/Notfallkontakte bittet, aber grundsätzlich bemüht ist, das Erlernte umzusetzen,

oder ob bei einem erfahrenen Patienten nach wie vor der erste Impuls ist, sich von außen Hilfe zu holen. Wenn also der erste Impuls stets ist: „Ich gehe zu meinem Arzt/Therapeuten, ich rufe ihn an, ich schreibe ihm, ich gehe zur Notaufnahme...“,
kann es sein, dass dieser Patient irgendwann Probleme mit seinen behandelnden Ärzten und Therapeuten bekommt.

Ich habe schon erlebt, dass Patienten irgendwann nicht weiter behandelt worden sind, aus Kliniken früher entlassen worden sind oder anderweitige Konsequenzen bekommen haben.
Ich erinnere mich an eine Mitpatientin in der Klinik, der irgendwann die Einzeltherapie gestrichen worden ist, weil sie zu oft wegen nicht-Notfällen trotzdem Notfall-Kontakte gesucht hat.
Die Zeit, die diese Notfall-Kontakte gedauert haben, wurde ihr von der Einzeltherapie-Zeit abgezogen.
(Bei echten Notfällen nicht.) Sie konnte dann mit der Zeit unterscheiden, was ein echter Notfall ist und was vielleicht nur ein schwieriges Gefühl ist, das sie selber bewältigen kann.

Bei Bedarfsmedikation habe ich ganz ähnliche Einstellungen erlebt.
Viele Therapeuten sehen es nicht gerne, wenn erfahrene Patienten zu schnell und zu oft zu Bedarfsmedikation greifen und sich somit nicht mit schwierigen Gefühlen auseinandersetzten, sondern diese nur „wegmachen wollen“, sobald sie auftauchen. (Dauermedikation ist damit nicht gemeint, nur Bedarfsmedikation.)
Auch das wird dann als Regulation „von außen“ betrachtet.
Darum ist es dann kein Unterschied, ob ein Patient einen Notfallkontakt sucht, um ein Gespräch zu bekommen oder um ein Medikament zu bekommen.

Ab einem bestimmten Punkt in der Therapie erwarten viele Therapeuten und Psychiater mehr Eigenverantwortung und Veränderung (im Verhalten und/oder im Umgang mit Gedanken/Gefühlen) von ihren Patienten.

Ich habe schon alle möglichen Therapeuten erlebt, von sehr „streng“ bis hin zu total nachsichtig und geduldig.
Manche wollen Veränderungen bei ihren Patienten bewirken, manchen ist es auch einfach egal, ob sich etwas ändert oder nicht.

Meiner Meinung nach finden wirklich gute Therapeuten eine gesunde Balance zwischen Geduld und Nachsicht einerseits
und Förderung von Eigenverantwortung und Motivation zur Veränderung im Handeln/Denken andererseits.

22.02.2026 09:18 • x 5 #405


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Elontril bei Unruhe?

x 3


Darkshadow

Darkshadow
Mitglied

Beiträge:
203
Danke erhalten:
713
Mitglied seit:
Zitat von ConnyOsi:
Nein noch nicht außer bei einer,hast du da einfach angerufen und was hast du gesagt? Ich brauche da ja sicher eine Einweisung?

Also stehst du bei einer Klinik auf der Warteliste, du kannst nicht bei mehreren psychosomatischen Kliniken auf der festen Warteliste stehen.
Zu einer vollständigen Anmeldung in einer psychosomatischen Klinik gehört eine Einweisung/Überweisung, und ja, die brauchst du. Es muss ja mit der Krankenkasse die Kostenübernahme geklärt und beantragt werden, dafür wird die Einweisung/Überweisung benötigt und es können nicht mehrere psychosomatische Kliniken gleichzeitig bei deiner Krankenkasse die Kostenübernahme beantragen.
Denn die Klinik (oder der einweisende Arzt) muss begründen, warum du genau in deren Klinik behandelt werden sollst.
Du musst dich also vor deiner vollständigen/endgültigen Anmeldung für eine Klinik entscheiden.

Auf der Homepage der Klinik Elabrunn steht das z.B. auch ganz explizit: Eine Anmeldung ohne ausgefüllten Anmeldebogen durch einen Hausarzt,Therapeuten oder Facharzt ist nicht möglich.

Das gilt alles für psychosomatische Akutkliniken, volllstationär oder psychosomatische Tagesklinik,
bei psychosomatischen Rehakliniken läuft das etwas anders.
Für eine psychosomatische Akutklinik muss mit der Krankenkasse vorher die Kostenübernahme geklärt sein (das machen viele Kliniken selber). Das ist bei Psychiatrien/Notfallambulanzen/ usw. anders, da kannst du, wenn du ein Notfall bist, ohne Überweisung und vorherige Genehmigung hin.

Viele Tageskliniken sind psychosomatische Kliniken (und keine psychiatrischen), und auch dafür muss die Kostenübernahme bei der Krankenkasse beantragt werden.
PIA und Psychiatrie müssen nicht vorher beantragt werden, psychosomatische Kliniken aber schon, egal, ob psychosomatische Tagesklinik oder vollstationäre Klinik.

Und da muss der Arzt, der die Einweisung/Überweisung ausstellt, eine Entscheidung treffen: Der Arzt kann dich nur für eines von beiden einweisen/überweisen.
Denn es wird in der Begründung mit aufgeführt, ob du in der Lage bist, deinen Alltag neben der Klinik zu meistern oder halt eben nicht. Entweder musst du 24/7 untergebracht werden (das ist ein entscheidendes Kriterium für die vollstationäre Klinik), oder halt eben nicht, dann langt die Tagesklinik.
Der einweisende Arzt kann aber nicht gleichzeitig sagen, dass du 24/7 untergebracht sein musst und dass du das nicht musst. Darum kannst du nicht gleichzeitig für eine psychosomatische Tagesklinik und für eine vollstationäre psychosomatische Akutklinik überwiesen werden. Entweder oder.

Du kannst die Wartezeit mit PIA und Psychiatrie (psychiatrischer Tagesklinik) überbrücken, aber nicht mit einer psychosomatischen Tagesklinik.
Wenn die Krankenkasse merkt (und das wird sie, denn sie bezahlt ja dafür), dass du in einer psychosomatischen Tagesklinik bist, wird sie den vollstationären Aufenthalt sehr wahrscheinlich erstmal nicht genehmigen, da sie dir ja gerade die Tagesklinik bezahlt, mit der Begründung, dass du dafür stabil genug bist. Und sie wird das Ergebnis dieses bezahlten Aufenthalts abwarten wollen, bevor sie weitere Aufenthalte genehmigt.

Auch wenn heute viele psychosomatische Kliniken mit vielen Krankenkassen kooperieren und der Anmeldevorgang inkl. Kostenübernahme dadurch vereinfacht ist, kann trotzdem nur eine Einweisung/Überweisung für eine psychosomatische Klinik ausgestellt werden.
Zwei Fragen müssen vor einem psychosomatischen Aufenthalt geklärt sein:
1) Tagesklinik (bei hinreichender Alltagsfunktionalität) oder vollstationär (wenn 24/7-Unterbringung notwendig ist)
2) Welche Klinik soll es sein, sich für eine Klinik entscheiden

Selbst wenn man bei vielen schonmal Kliniken Anmeldeunterlagen schicken kann, kommt man erst final auf die Warteliste, wenn die Anmeldeunterlagen durch Überweisung und Kostenübernahme vollständig sind, erst dann beginnt bei vielen Kliniken die echte Wartezeit.

Du kannst die Wartezeit für deinen psychosomatischen Aufenthalt mit psychiatrischen Angeboten überbrücken (Psychiatrie, psychiatrische Tagesklinik, PIA).

20.02.2026 07:54 • x 4 #372


Zum Beitrag im Thema ↓


N
@ConnyOsi wer hat das verschrieben? Beide sind antriebssteigernd

x 1 #2


Nick21
Zitat von ConnyOsi:
Hallo ihr lieben,ich bin es schon wieder.Ich soll jetzt zu meinem Venlafaxin 122mg jetzt noch Elontril nehmen um die Unruhe weg zu bekommen.Jetzt ...

Huch hätte eher was beruhigendes wie Mirtazapin, Opipramol oder so genommen. Elontril kenne ich nur vom hören sagen aber es ist stark Antriebssteigernd und wer hat dir den das verschrieben. So ein Quatsch bei Unruhe was antriebssteigerndes zu geben.

x 2 #3


Greta__
Ich glaube nicht das das jemand verordnet als Medikament zum beruhigen und zusätzlich zum Venlafaxin.

Elontril ist Bupropion und das ist antriebssteigernd.

x 1 #4


ConnyOsi
Meine Psychiatrin.

#5


ConnyOsi
Ich habe ihr noch mal geschrieben das ich es nicht nehmen will und eher was beruhigendes.
Ich platze ja jetzt schon vor Unruhe.

#6


Sunny2808
Ohje,
Ist es immer noch nicht besser?

#7


ConnyOsi
Nein leider nicht....im Sommer war es mal OK aber jetzt mit dem Venlafaxin wird es auch nicht besser und das seid knapp 6Monaten.

#8


Sunny2808
Zitat von MichaelXX:
@ConnyOsi liebe conni. 1 Stunde unterhaltung mit chat gpt hat mir mehr gebracht als alle Psychiater zusammen in meinem ganzen leben. Wie du weißt ...

So ein blödsinn , Unter jedem Beitrag mit Medikamenten schreibst du das gleiche.

x 2 #9


Sunny2808
Zitat von ConnyOsi:
Nein leider nicht....im Sommer war es mal OK aber jetzt mit dem Venlafaxin wird es auch nicht besser und das seid knapp 6Monaten.

Warum versuchst du es nicht mal mit einem anderen AD?
Venla absetzen , dann eine Alternative und abends was beruhigendes

x 1 #10


Sunny2808
Zitat von MichaelXX:
Du schreibst dass MEINE PERSÖNLICHE ERFAHRUNG ein Blödsinn ist, das IST pöbeln. Komm einfach mal mit dir selber klar. Ich werde auf deine ...

Oh danke 😂

#11


MichaelXX
CONNY Go for it!
Es lohnt sich wirklich.
Was sollst du verlieren?

Noch einmal wichtig: SCHREIBEN, nicht reden

#12


N
@Sunny2808 natürlich nicht, ich habe auch einen Psychiater. Allerdings wusste er nichts von Wechselwirkungen zwischen Medikamenten, auf die mich Chat GPT hingewiesen hatte. Er musste es dann googeln und hat mir Recht gegeben, das finde ich sehr traurig.

x 3 #13


N
@MichaelXX geht mir genauso.

x 1 #14


Sunny2808
Zitat von Nicky78:
@Sunny2808 natürlich nicht, ich habe auch einen Psychiater. Allerdings wusste er nichts von Wechselwirkungen zwischen Medikamenten, auf die mich ...

Das ist in der Tat sehr traurig.
manchmal sind Wechselwirkungen aber auch gewollt.
ich hab immer hier geguckt

https://www.apotheken-umschau.de/medika...ungscheck/

x 1 #15


Greta__
Zitat von MichaelXX:
@Sunny2808 BESSER UND SINNVOLLER ALS JEDER ARZT

Ich empfinde es als fahrlässig wie du hier Werbung für Chat GPT machst, insbesondere in Bezug auf Medikamente.

Chat GPT erstellt nie Empfehlungen, sondern sagt explizit das es nur zu Informationszwecken ist und man immer einen Arzt aufsuchen soll.

Ist ja schön für dich wenn es dir hilft, aber es anderen anzupreisen wie den heiligen Gral.... 🙄🙄🙄

x 4 #16


Nick21
Zitat von Nicky78:
@Sunny2808 natürlich nicht, ich habe auch einen Psychiater. Allerdings wusste er nichts von Wechselwirkungen zwischen Medikamenten, auf die mich ...

Ja nach Wechselwirkungen wird selten geschaut die Erfahrung durfte ich auch schon machen.

x 1 #17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

Nick21
Zitat von Nicky78:
@MichaelXX geht mir genauso.

Chat Gpt kann wertvolle und gute Tipps geben oder halt mit absoluter Selbstsicherheit absoluten Misst schreiben. Ja ich nutze die KI auch gern musste aber auch schon mehrmals feststellen das die Antworten fachlich falsch waren.

x 1 #18


Sunny2808
Zitat von Nick21:
Ja nach Wechselwirkungen wird selten geschaut die Erfahrung durfte ich auch schon machen.

Ich muss sagen das ich wirklich Glück mit meiner Ärztin habe.sie kennt die Wechselwirkungen meiner medis und weiß auch von Symptomen die bei einer Reduzierung auftreten.

x 2 #19


ConnyOsi
Leute ich wollte hier Tipps und keinen Streit.

x 4 #20


A


x 4


Pfeil rechts



Youtube Video

Dr. Christina Wiesemann
App im Playstore