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ConnyOsi

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Hallo ihr lieben,ich bin es schon wieder.Ich soll jetzt zu meinem Venlafaxin 122mg jetzt noch Elontril nehmen um die Unruhe weg zu bekommen.Jetzt lese ich aber das es ja auch Antrieb steigert ich habe echt Angst es zu nehmen.Hat jemand Erfahrungen damit?

04.03.2026 #1


414 Antworten ↓
Darkshadow

Darkshadow
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Zitat von ConnyOsi:
Was hat deine Psychiaterin eigentlich gesagt das du immer in die Notaufnahme gegangen bist?


Ich denke, dass es eine Frage des Ausmaßes und des Zeitpunktes in der Therapie ist.

Ich habe schon erlebt, dass Patienten wegen eines solchen Verhaltens von ihren ambulanten Therapeuten nicht mehr behandelt worden sind oder aus psychosomatischen Klinikaufenthalten vorzeitig entlassen worden sind.

Das grundlegende Prinzip in der Therapie ist ja Hilfe zur Selbsthilfe. Das ist ein langer Prozess, in dem es verschiedene Phasen gibt. Die Patienten sollen aber langfristig lernen, mit ihren schwierigen Emotionen einen funktionalen Umgang zu finden, sich selber emotional regulieren zu können. Das langfristige Ziel ist es, den Patienten zu befähigen, sich selber helfen zu können und sich selber emotional versorgen zu können. Das Ziel ist nicht, auf Dauer immer nur von außen (durch Therapeuten/Ärzte) reguliert zu werden.

Wenn ein Patient keinen Therapeuten oder Psychiater hat und noch nie therapeutisch und/ oder psychiatrisch behandelt worden ist, ist es ja verständlich, dass die Fähigkeiten/Fertigkeiten zur funktionalen Selbst-Regulation noch nicht vorhanden sind.

Darum wird dem Patienten in frühen Therapiephasen oft viel Verständnis entgegengebracht, wenn viele Notfallkontakte in Anspruch genommen werden.
Da geht es dann erstmal darum, dem Patienten ein erstes Verständnis für sein Krankheitsbild zu vermitteln, Vertrauen aufzubauen und erste Fertigkeiten zur Regulation schwieriger Gefühle zu vermitteln.
Aber je mehr Therapie ein Patient hatte, je länger der Patient in Behandlung ist, umso mehr werden viele Therapeuten und Psychiater von dem Patienten Schritt für Schritt erwarten, dass die erlernten Fähigkeiten zur Selbstregulierung auch umgesetzt werden. Wenn ein Patient dann aber weiterhin wiederholt Notfall-Kontakte sucht, sobald ein schwieriges Gefühl auftaucht, und nicht auf seine erlernten Fertigkeiten zugreift, sondern weiter die Regulierung durch andere Personen/ von außen sucht, werden viele Therapeuten/Ärzte zunehmend kritischer auf dieses Verhalten reagieren, da es darauf hinweisen kann, dass eine Patient keine Eigenverantwortung übernehmen möchte (sondern eher „emotional versorgt“ werden möchte).

Darum ist es oftmals eine sehr individuelle Sache, wie Therapeuten reagieren, wenn ein Patient sich so verhält. Derselbe Therapeut ist vielleicht bei Patient A sehr nachsichtig, weil dieser noch nicht lange in Therapie ist oder gerade in einer schweren therapeutischen Phase steckt (z.B. Trauma-Therapie),

aber bei Patient B reagiert er vielleicht kritisch und konfrontiert das Verhalten, weil dieser Patient vielleicht schon weiter in der Therapie ist und eigentlich schon selber in der Lage wäre, mit der Krise auch selber einen Umgang zu finden.

Und in letzter Konsequenz werden dann manchmal Patienten von ihren Therapeuten nicht länger behandelt, wenn diese denken, dass der Patient gerade nicht weiter von der Therapie profitieren kann, weil es keinerlei Veränderung gibt und der Patient nicht bereit scheint, therapeutische Impulse umsetzen zu wollen.

Es ist also für viele Therapeuten ein Unterschied, ob ein erfahrener Patient wirklich nur in Ausnahmesituationen um Unterstützung/Notfallkontakte bittet, aber grundsätzlich bemüht ist, das Erlernte umzusetzen,

oder ob bei einem erfahrenen Patienten nach wie vor der erste Impuls ist, sich von außen Hilfe zu holen. Wenn also der erste Impuls stets ist: „Ich gehe zu meinem Arzt/Therapeuten, ich rufe ihn an, ich schreibe ihm, ich gehe zur Notaufnahme...“,
kann es sein, dass dieser Patient irgendwann Probleme mit seinen behandelnden Ärzten und Therapeuten bekommt.

Ich habe schon erlebt, dass Patienten irgendwann nicht weiter behandelt worden sind, aus Kliniken früher entlassen worden sind oder anderweitige Konsequenzen bekommen haben.
Ich erinnere mich an eine Mitpatientin in der Klinik, der irgendwann die Einzeltherapie gestrichen worden ist, weil sie zu oft wegen nicht-Notfällen trotzdem Notfall-Kontakte gesucht hat.
Die Zeit, die diese Notfall-Kontakte gedauert haben, wurde ihr von der Einzeltherapie-Zeit abgezogen.
(Bei echten Notfällen nicht.) Sie konnte dann mit der Zeit unterscheiden, was ein echter Notfall ist und was vielleicht nur ein schwieriges Gefühl ist, das sie selber bewältigen kann.

Bei Bedarfsmedikation habe ich ganz ähnliche Einstellungen erlebt.
Viele Therapeuten sehen es nicht gerne, wenn erfahrene Patienten zu schnell und zu oft zu Bedarfsmedikation greifen und sich somit nicht mit schwierigen Gefühlen auseinandersetzten, sondern diese nur „wegmachen wollen“, sobald sie auftauchen. (Dauermedikation ist damit nicht gemeint, nur Bedarfsmedikation.)
Auch das wird dann als Regulation „von außen“ betrachtet.
Darum ist es dann kein Unterschied, ob ein Patient einen Notfallkontakt sucht, um ein Gespräch zu bekommen oder um ein Medikament zu bekommen.

Ab einem bestimmten Punkt in der Therapie erwarten viele Therapeuten und Psychiater mehr Eigenverantwortung und Veränderung (im Verhalten und/oder im Umgang mit Gedanken/Gefühlen) von ihren Patienten.

Ich habe schon alle möglichen Therapeuten erlebt, von sehr „streng“ bis hin zu total nachsichtig und geduldig.
Manche wollen Veränderungen bei ihren Patienten bewirken, manchen ist es auch einfach egal, ob sich etwas ändert oder nicht.

Meiner Meinung nach finden wirklich gute Therapeuten eine gesunde Balance zwischen Geduld und Nachsicht einerseits
und Förderung von Eigenverantwortung und Motivation zur Veränderung im Handeln/Denken andererseits.

22.02.2026 09:18 • x 5 #405


Zum Beitrag im Thema ↓

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Elontril bei Unruhe?

x 3


Rogue

Rogue
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Zitat von Greta__:
Darf ich fragen warum ihr das Medikament Elontril nennt? Ich kenne es nur unter dem Namen Bupropion.


Zitat von Burn:
Darf ich fragen was du denn für Symptome hattest die dann besser wurden?connie geht es ja Vorallen um die Unruhe.

also war es bei dir so du hattest extreme Unruhe und nach etwas Eingewöhnung mit elontril ist diese Unruhe und Getriebenheit weggegangen obwohl elontril antriebssteigernd ist?
und Angsterkrankung ist etwas anderes als agetierte Depression


Bei mir ist der Grund eine Kombination aus verschiedenen Faktoren.

Die Ärzte haben es bei mir ausprobiert, weil andere Medikamente, gerade SSRIs, nicht gewirkt haben.
Es ging dabei um meine Kombination aus schweren Depressionen und Zwangsstörungen (mit noch einem kleinen Verdacht auf ADS).
Eigentlich verschreibt man Bupropion gerade nicht bei Zwängen, aber es gibt manchmal Faktoren, die einen off-label-use zulassen. Da es bei mir genau diese Kombi aus Zwängen und Depressionen war, die nicht auf Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer anspricht, wurde das versucht und es hat geklappt. Zuerst wurde die Unruhe (durch die Zwänge) stärker, aber nach einiger Zeit hat sich dann eine Verbesserung eingestellt und ich wurde ruhiger im Kopf.

Später kam dann noch die ME/CFS- Diagnose hinzu, wodurch ein antriebssteigerndes Medikament zusätzlich Sinn gemacht hat.

23.01.2026 19:44 • x 5 #130


Zum Beitrag im Thema ↓


N
@ConnyOsi wer hat das verschrieben? Beide sind antriebssteigernd

x 1 #2


Nick21
Zitat von ConnyOsi:
Hallo ihr lieben,ich bin es schon wieder.Ich soll jetzt zu meinem Venlafaxin 122mg jetzt noch Elontril nehmen um die Unruhe weg zu bekommen.Jetzt ...

Huch hätte eher was beruhigendes wie Mirtazapin, Opipramol oder so genommen. Elontril kenne ich nur vom hören sagen aber es ist stark Antriebssteigernd und wer hat dir den das verschrieben. So ein Quatsch bei Unruhe was antriebssteigerndes zu geben.

x 2 #3


Greta__
Ich glaube nicht das das jemand verordnet als Medikament zum beruhigen und zusätzlich zum Venlafaxin.

Elontril ist Bupropion und das ist antriebssteigernd.

x 1 #4


ConnyOsi
Meine Psychiatrin.

#5


ConnyOsi
Ich habe ihr noch mal geschrieben das ich es nicht nehmen will und eher was beruhigendes.
Ich platze ja jetzt schon vor Unruhe.

#6


Sunny2808
Ohje,
Ist es immer noch nicht besser?

#7


ConnyOsi
Nein leider nicht....im Sommer war es mal OK aber jetzt mit dem Venlafaxin wird es auch nicht besser und das seid knapp 6Monaten.

#8


Sunny2808
Zitat von MichaelXX:
@ConnyOsi liebe conni. 1 Stunde unterhaltung mit chat gpt hat mir mehr gebracht als alle Psychiater zusammen in meinem ganzen leben. Wie du weißt ...

So ein blödsinn , Unter jedem Beitrag mit Medikamenten schreibst du das gleiche.

x 2 #9


Sunny2808
Zitat von ConnyOsi:
Nein leider nicht....im Sommer war es mal OK aber jetzt mit dem Venlafaxin wird es auch nicht besser und das seid knapp 6Monaten.

Warum versuchst du es nicht mal mit einem anderen AD?
Venla absetzen , dann eine Alternative und abends was beruhigendes

x 1 #10


Sunny2808
Zitat von MichaelXX:
Du schreibst dass MEINE PERSÖNLICHE ERFAHRUNG ein Blödsinn ist, das IST pöbeln. Komm einfach mal mit dir selber klar. Ich werde auf deine ...

Oh danke 😂

#11


MichaelXX
CONNY Go for it!
Es lohnt sich wirklich.
Was sollst du verlieren?

Noch einmal wichtig: SCHREIBEN, nicht reden

#12


N
@Sunny2808 natürlich nicht, ich habe auch einen Psychiater. Allerdings wusste er nichts von Wechselwirkungen zwischen Medikamenten, auf die mich Chat GPT hingewiesen hatte. Er musste es dann googeln und hat mir Recht gegeben, das finde ich sehr traurig.

x 3 #13


N
@MichaelXX geht mir genauso.

x 1 #14


Sunny2808
Zitat von Nicky78:
@Sunny2808 natürlich nicht, ich habe auch einen Psychiater. Allerdings wusste er nichts von Wechselwirkungen zwischen Medikamenten, auf die mich ...

Das ist in der Tat sehr traurig.
manchmal sind Wechselwirkungen aber auch gewollt.
ich hab immer hier geguckt

https://www.apotheken-umschau.de/medika...ungscheck/

x 1 #15


Greta__
Zitat von MichaelXX:
@Sunny2808 BESSER UND SINNVOLLER ALS JEDER ARZT

Ich empfinde es als fahrlässig wie du hier Werbung für Chat GPT machst, insbesondere in Bezug auf Medikamente.

Chat GPT erstellt nie Empfehlungen, sondern sagt explizit das es nur zu Informationszwecken ist und man immer einen Arzt aufsuchen soll.

Ist ja schön für dich wenn es dir hilft, aber es anderen anzupreisen wie den heiligen Gral.... 🙄🙄🙄

x 4 #16


Nick21
Zitat von Nicky78:
@Sunny2808 natürlich nicht, ich habe auch einen Psychiater. Allerdings wusste er nichts von Wechselwirkungen zwischen Medikamenten, auf die mich ...

Ja nach Wechselwirkungen wird selten geschaut die Erfahrung durfte ich auch schon machen.

x 1 #17

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Nick21
Zitat von Nicky78:
@MichaelXX geht mir genauso.

Chat Gpt kann wertvolle und gute Tipps geben oder halt mit absoluter Selbstsicherheit absoluten Misst schreiben. Ja ich nutze die KI auch gern musste aber auch schon mehrmals feststellen das die Antworten fachlich falsch waren.

x 1 #18


Sunny2808
Zitat von Nick21:
Ja nach Wechselwirkungen wird selten geschaut die Erfahrung durfte ich auch schon machen.

Ich muss sagen das ich wirklich Glück mit meiner Ärztin habe.sie kennt die Wechselwirkungen meiner medis und weiß auch von Symptomen die bei einer Reduzierung auftreten.

x 2 #19


ConnyOsi
Leute ich wollte hier Tipps und keinen Streit.

x 4 #20


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