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Hey zusammen,
also ich kenne diese Zustände ganz genau. Das Gefühl der Benommenheit und nicht mehr in der Realität zu sein, oder zu wissen wer man eig. ist (auf der Suche nach sich selbst) sind aufjedenfall keine Seltenheit. Interessant finde ich dabei folgendes: EGAL welche indivduelle Vorgeschichte der Betroffene hat, die Symptome und die Ängst sind haben immer Gemeinsamkeiten, warum?
Der Körper produziert Stresshormone (Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin) und befindet sich in einen permanenten Alarmzustand, der biologisch bei Gefahr eingeschalten wird.
Gleichzeitig wird irgendwann der Serotoninspiegel im Körper gestört.
Dieser Vorgang bewirkt verschiedene Symptome im Körper. Wenn dann gerade noch die Gefahr da ist, verrückt zu werden, achtet man auf Dinge, auf die man nie geachtet hat.
Ist dieses Glas hier eig. real? Bin ich grad real, verliere ich jetzt meine Kontrolle über alles, bin ich verrückt?
All diese Fragen stellt man sich und erschrickt jedesmal dabei, während man die Fragen stellt. Dadurch wird der o.g. Vorgang weiter angeregt.
Die coole und allzusehr geliebte Angst- /Gedankenspirale oder Teufelskreis.
Ziel muss es also sein aus diesem Kreislauf auszubrechen, ich würde sehr gerne sagen wie das geht, nur weiß ichs selber nicht wirklich. Das bekannte "Ablenken" hält WENN überhaupt nur kurz. Und selbst wenn man z.B. TV schaut, schaut man eher durch die Röhre durch wie das man in den Inhalt vertieft ist.
Und genau das muss das Ziel sein. In andere Inhalte vertieft zu sein, d.h. AUFHÖREN in den Körper hinein zuhorchen, DEM Körper wieder vertrauen, lernen LOSZULASSEN.
Denn was ist denn eig. unsere Angst? Es ist ein Gefühl des REINSTEIGERNS in die Gedanken, geprägt aus der Vergangenheit und damit in der Zukunft lebend, nicht im hier und jetzt.
Wir haben Angst die Symptome könnten doch etwas anderes sein oder wir wären Ausnahmefälle, kein anderer fühlt so.
Sobald wir es geschafft haben regelmässig uns von unseren "vergangenheits-in-die-Zukunfts" Gedanken zu befreien, haben wir es geschafft, der Hormonhaushalt regelt sich und uns geht es gut.
Ich selber bin momentan dabei, dies zu verfolgen. Wobei ich sagen muss, dass ich momentan in einer Klinik bin und auch in einer kleinen Dosis Neuroleptiker kriege (gegen schizophrenie), die mich "dumm" machen.
Ein Tip beschäftigt euch mal mit "ACT-Therapie" , ist sehr schwer zu verstehen, wird aber bei mir hier angewandt, ich bin auch frisch hier, erst seit 1,5 wochen.
Atosil hat mir nicht geholfen, merke davon nicht viel. Tavor bringt vllt etwas, aber wirkt auch keine Wunder und es ist ja so "krass" verpöhnt. So schnell wird man nicht abhängig, man sollte es nur mit Bedacht nehmen. Ich muss sagen das es bei mir ne Mischung aus Angst & Depressionen sind, nehme Doxepin 150mg, aber auch erst in der Dosis 1,5 wochen, mal sehen was es bringt.
An alle, besonderns an NickyLove, schreibt mir ne PM dann tauschen wir ICQ oder MSN aus. Ich weiß wie wichtig es ist, mit jemanden zu reden, dem es ähnlich geht.
Grüße
André
19.06.2010 15:15 •
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